SWHL A-Playoffs: Lugano ist der klare Favorit
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SWHL A-Playoffs: Lugano ist der klare Favorit

Der Favorit auf den Meistertitel in der SWHL A heisst Ladies Lugano – trotz Cupfinal-Niederlage und Trainerentlassung. Die Tessinerinnen spielen in den Playoff-Halbfinals gegen Neuenburg, Reinach trifft auf die ZSC Lions.

Seit 10 Jahren dominieren die ZSC Lions (6 Titel) und Lugano (4 Titel, total 6) die Schweizer Meisterschaft nach Belieben. Nach einer Verjüngungskur (acht Abgänge) fielen die Titelverteidigerinnen aus Zürich in der laufenden Meisterschaft auf Rang 3 zurück, Lugano hingegen sicherte sich mit 10 Punkten Vorsprung den Qualifikationssieg. Bei beiden Teams steht seit geraumer Zeit ein neuer Übungsleiter an der Bande: Die ZSC Lions beförderten die ehemalige Nationaltrainerin Diane Michaud bereits im November von der Assistentin zur Cheftrainerin, Lugano entliess 24 Stunden nach der Cupfinal-Niederlage (1:2 gegen Zürich) seinen erfolgreichen Headcoach Steve Huard – wegen unterschiedlichen strategischen Auffassungen, wie der Vorstand des noch jungen Clubs mitteilte. Auch in Lugano ist der bisherige Assistent, Nando Ilic, der neue Chef an der Bande.

Die Tessinerinnen haben bis zur Trainerentlassung vor zwei Wochen 21 ihrer 24 Meisterschafts- und Cupspiele gewonnen.  Die letzte Niederlage vor dem Cupfinal datierte vom 27. Oktober, auswärts in Zürich (1:2). Seither spielten die Tessinerinnen elf Siege in Folge ein und schlossen die Qualifikation als überlegener Sieger ab. Kein Wunder, dass die Tessinerinnen sämtliche Statistiken anführen: Phoebe Staenz (52 Punkte), Romy Eggimann (50) und Kathleen Leary (49) führen die Topscorer-Liste an, einzige Reinach-Stürmerin Rahel Enzler (47) konnte einigermassen mithalten. Die Walliser Torhüterin Jade Dübi etablierte sich als statistisch beste Torhüterin der Liga (im Schnitt 2,05 Tore), die Tessinerinnen schossen in den 20 Spielen der Qualifikation am meisten Tore (131) und kassierten am wenigsten Gegentreffer (41).

Lugano ist denn auch der klare Favorit in der Halbfinal-Serie (best of 5) gegen Neuchâtel Hockey Academy. Die zweite Serie zwischen Reinach und den ZSC Lions kennt keinen Favoriten. Reinach beendete die Qualifikation zwar an 2. Stelle mit einem Punkt Vorsprung auf die Zürcherinnen, doch die letzte Partie gegen die Lions verloren die Oberwynentalerinnen zuhause mit 2:4.