Cup-Aus: Kreuzlingen im Penalty Pech
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Cup-Aus: Kreuzlingen im Penalty Pech

 

Die kurzfristig anberaumte Cup-Partie auf dem Kunstrasen in Wangen nahm für den FCK letztlich doch kein gutes Ende. Als der Unparteiische in der Schlussminute auf den Elfmeterpunkt zeigte waren die Kreuzlingen mit Recht ausser sich. In einer unübersichtlichen Situation mit wildem Gestocher im Strafraum liess der Schiri nämlich beiderseits so ziemlich alles durchgehen, was auf dem restlichen Spielfeld für mehrere Unterbrüche gut gewesen wäre. Und als schliesslich der Bassersdorfer Zambelli das Leder sicher in den Maschen versenkte, war eigentlich jedermann klar, dass dies die endgültige Entscheidung bedeutete. Damit haben die Zürcher aber letztlich auch Charakter gezeigt, nachdem sie zur Pause mit einem 2:0 Vorsprung bereits wie der sichere Sieger aussahen.

Bassersdorf nutzt seine Chancen

Vorerst überraschte die Aufstellung der Seebuben. Leistungsträger wie Ferrone, Kohli und Werne nahmen erst Mal auf der Ersatzbank Platz. Dafür durften Löffler, Pajaziti und erstmals überhaupt Hasani ran. Letzterer zeigte eine auffällig gute Partie im Zentrum und durfte 90 Minuten durchspielen. Weniger überzeugend der Assistent in der Startphase. Beim ersten Treffer durch Teixeira, erzielt durch einen präzisen Schuss des flinken Angreifers ins tiefe Eck, übersah er eine grässliche Abseitsstellung des Zürcher Flügelläufers. Und weil dieser dann alle Zeit der Welt zum finalen Pass hatte, liess sich der Torschütze nicht zwei Mal bitten (7.). Natürlich hinterliess die Umstellung im Kreuzlinger Team seine Spuren, doch nach und nach kämpften sich die Grünen ins Geschehen. Nach einer halben Stunde setzte Bode mit einem Knaller aus gut 30 Metern an die Querlatte sogar ein Ausrufezeichen. Doch es war der Gastgeber, der nach einigen schnellen Konterstössen seine Chance resolut nutzte. Bassi-Stürmer Da Silva umkurvte den herauseilenden Torhüter Stojanovic in hohem Tempo und konnte die Kugel ohne Mühe ins leere Tor schieben (41.)

Kreuzlingen scheitert an der Torumrandung

Trainer Ortancioglu hatte genug gesehen, er beorderte seine drei Edelreservisten nach 46 Minuten auf den Platz. Sofort lief es beim FCK rund. Keine fünf Minuten später traf Karaki aus kurzer Distanz zum 1:2. Generöse Vorarbeit mit einem 40-Meter Sprint und zentimetergenauem Zuspiel leistete Affentranger. Die Seebuben blieben am Drücker und erzielten wenig später gar den Ausgleich. Karaki spielte Bode herrlich frei, dieser traf aus vollem Lauf ins hohe Eck (58.). Bassi taumelte, sollte es gar noch schlimmer kommen? Es kam noch schlimmer. Kohli und Bode im Doppelpass vor dem Tor, die Zürcher Verteidigung überfordert griff zum letzten Mittel – dem Foul an Kohli. Kohli selber legte sich den Ball zurecht. Bisherige Penalty Quote: 100 Prozent. Doch der Mittelfeldstratege zielte zu genau, traf nur den Pfosten (68.). Nun suchten beide Teams bedingungslos den Siegtreffer. Doch weil kein Team vor dem Tor die nötige Ruhe zeigte, blieb vieles nur Stückwerk. Als sich alle bereits auf eine nötige Verlängerung einstellten, griff der Unparteiische unbarmherzig ein. Für den FCK ein Cup-Aus das auf Grund der zweiten Halbzeit völlig unnötig erscheint.

Telegramm

Cup Qualifikation 2. Liga Interregional
1. Vorrunde
Bassersdorf - Kreuzlingen: 3:2 (2:0)
Wangen, Sportplatz Dürrbach / Kunstrasen - 80 Zuschauer - SR: Matthias Sprenger.
Tore: 7. Teixeira 1:0, 41. Da Silva 2:0, 51. Karaki 2:1, 58. Bode 2:2, 90. Zambelli 3:2 (Foulelfmeter).
Bassersdorf: Stähli; Ekli, Zambelli Gino, Kleinheinz, Schmid; Copat, Zambelli Severino, Da Silva (68. Dauti), Borges (74. Dordevic), Schweizer; Teixeira.
Kreuzlingen: Stokanovic; Löffler (46. Ferrone), Seeger, Schröder, Arifagic, Stark (46. Kohli), Hasani, Affentranger, Bode; Karaki; Pajaziti (46. Werne).
Verwarnungen: 9. Schröder (Foul), 17. Karaki (Foul), 63. Zambelli Severino (Foul), 90. Ferrone (Reklamieren). Bemerkungen: 31. Lattenschuss Bode, 68. Kohli schiesst Foulelfmeter an den Pfosten. Bassersdorf ohne: Thüring (Gesperrt). Kreuzlingen ohne: Celikyurt, Frick, Miljic (alle Verletzt), Mesinovic und Smilijanic (nicht im Aufgebot).