Rorschach-Goldach gewinnt in Extremis gegen Wängi
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Rorschach-Goldach gewinnt in Extremis gegen Wängi

«Selber Schuld» war von vielen Zuschauern zu hören. Gemeint war die Niederlage nach 2 Toren in den letzten Spielminuten, welche Wängi kassierte und so noch mit 1:2 verlor. Gemeint war aber auch die Passivität und Konzeptlosigkeit über weite Strecken des Spiels.

Beide Teams operierten vor allem mit weiten Bällen, die meist nichts einbrachten. Das Spiel war über die gesamte Spieldauer auf bescheidenem Niveau. Torszenen waren meist Zufallsprodukte. Für den ersten Aufreger war Rorschach-Goldachs Flügelstürmer Egger verantwortlich als er einen Freistoss aus 35 Metern trat, der als Flanke gedacht noch an die Latte klatschte. Es war eine zerfahrene erste Halbzeit. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. Viele Fouls, Fehlpässe und meist konzeptloses Vorgehen prägten das Spiel. Selten waren gute Spielzüge zu sehen. Einer jedoch führte zur Wängner Führung. Ein Seitenwechsel von Dominic Holenstein auf Cardoso, der passte flach in die Mitte wo Teixeira genau richtig stand und zum 0:1 ablenken konnte. Dass Wängi über lange Zeit in Führung lag, war einerseits der mangelnden Konsequenz der Gastgeber geschuldet, andererseits der guten Defensivarbeit Wängis. Wer aber gedacht hatte, das Spiel würde besser musste bis weit in die zweite Halbzeit warten. Der FC Rorschach-Goldach bekam das Spiel nun immer besser in Griff und der Ausgleich war längst überfällig. Der FC Wängi tat jedoch viel zu wenig. Er war zu passiv, zu statisch und das Heil wurde mit langen Bällen gesucht, was aber auch diesmal nicht funktionierte. Rorschach-Goldach hatte die besseren Chancen ein Pfostenschuss Acklins nach einer guten Stunde war aber bisweilen die beste Gelegenheit. Torhüter Meiler konnte mit einigen Paraden den Vorsprung für Wängi bewahren. Einmal gegen Djelassi, dann gegen Acklin mit dem Fuss und zuvor gegen Morina mit dem Oberkörper. Die letzten zehn Minuten waren dann aber wieder packend. Wängi hätte das vorentscheidende 0:2 machen können. Ein gut vorgetragener Konter über rechts bei dem Lüthy den Ball bis zur Grundlinie mitnahm und dann scharf vors Tor spielte. Leider traf der gut positionierte Schneider den Ball nicht richtig, womit die Chance vorbei war. Dann kamen die Minuten, welche der FC Rorschach-Goldach so schnell nicht vergessen wird. Oliver Baumann lenkte eine steil gespielte Vorlage gekonnt ab, was den Ausgleich in der 89. Minute bedeutete. Es kam aber noch Dicker für Wängi. In einer zum Teil emotionalen Schlussphase drückte Rorschach-Goldach weiter auf Sieg und bekam ihn auch. Nach einem Foul knapp im Strafraum bekamen die St. Galler einen Elfmeter zugesprochen. Torwart Meiler war zwar noch dran, der Schuss von Patrice Baumann landete aber trotzdem im Netz. Selbst verschuldet war Wängis Niederlage aufgrund der Passivität der vielen Fehler und auch der mangelnden Geschlossenheit. Das Spiel muss nun abgehakt werden und es soll wieder nach vorne geschaut werden. Wängi steht immer noch auf dem sehr guten dritten Tabellenrang und muss sich an den guten Spielen zuvor orientieren.

Das nächste Meisterschaftsspiel findet am 14. Oktober um 18:00 in Wängi gegen Herisau statt.

 

Telegramm

FC Rorschach-Goldach - Wängi 2:1 (0:1)
SR: Winter, SRA1: Sanli, SRA2: Mitrovic Sportplatz Kellen: 120 Zuschauer
Tore: 17. Teixeira 0:1; 89. O. Baumann 1:1, 90+3 P. Baumann 2:1
Wängi: Meiler, D. Holenstein, Tuchschmid, Sandmeier, P. Holenstein, Braun, da Costa (71. Lüthy), Burgermeister, Rauber (55. Böhi), Cardoso (62. Schneider), Teixeira.
Rorschach-Goldach: Babic, Di Benedetto, P. Baumann, Jung, Haag, Acklin, Djelassi, Egger (64. Ivanusa), Wagner (40. Morina), Baiao, O. Baumann 90+4 Rulani)
Verwarnungen: Acklin, Di Benedetto, Baiao, P. Baumann. Teixeira. P. Holenstein