NLA: Jetzt zählen nur noch Siege
Unihockey

NLA: Jetzt zählen nur noch Siege

Der HC Rychenberg benötigt gegen Titelverteidiger Köniz einen Heimsieg, will er seine Chancen auf die Playoffteilnahme aufrecht erhalten.

Nach der knappen Niederlage gegen Wiler formulierte Trainer Jukka Kinnunen die Herausforderung, die auf seinen HC Rychenberg zukommt, ohne Zurückhaltung: «Wollen wir es noch in die Playoffs schaffen, brauchen wir in den letzten drei Qualifikationsrunden drei Siege.» Dass dies eine alles andere als leichte Aufgabe sein würde, war und ist dem Finnen natürlich bewusst. Der Rückstand beträgt zwar bloss drei Punkte, doch lassen die Ausgeglichenheit der Liga, das Restprogramm und die immer wieder in Griffweite liegenden, aber verpassten Punkte eine solche Serie unwahrscheinlich erscheinen. Dafür, dass sich der HCR in den Playouts wiederfinden wird und dort um den Ligaerhalt kämpfen muss, spricht sehr viel mehr.

Kinnunen gibt sich kämpferisch: «Wir werden weiterhin Gas geben und nicht aufhören, an unsere Chance zu glauben», solange der Platz in den Playoffs rechnerisch noch erreichbar ist. «Um unser Ziel noch zu schaffen, braucht es wohl auch etwas Glück», erwartet der Finne. «Doch wir wollen es uns verdienen.» Allzu oft war dieses den Winterthurern in der laufenden Saison versagt geblieben. Allzu oft waren ihre Auftritte entschieden besser (und auch attraktiver) gewesen als der mit ihnen erzielte Ertrag in Form von Punkten.

Reaktion auf Fehltritt nötig
Keine Frage der fehlenden Fortüne war es gewesen, als der HCR Mitte November letzten Jahres in der neunten Runde bei Titelverteidiger Köniz eine 5:12-Klatsche kassierte. «Es war unsere schlechteste Saisonleistung», erklärt Kinnunen. «In den ersten zehn Minuten spielten wir noch gut. Danach traf aber zuerst Köniz ausgezeichnet, bevor wir ein katastrophales Mitteldrittel einzogen.»

Gegen eben diese Berner steht der HCR nun am Samstag ab 19 Uhr vor der schwierigen Aufgabe, den ersten von drei Siegen einzufahren. Mit Nico Gröbli, Santeri Toropainen und neu Jonas Lutz muss Kinnunen auf drei verletzte Stammspieler verzichten. Zuversicht schöpft der Trainer aus dem Umstand, dass seine Mannschaft zu Hause gegen jeden Gegner eine reelle Siegchance besitze. Den Grossteil seiner 21 Punkte hat der HCR in der Axa-Arena geholt und selbst gegen die beiden Spitzenteams Wiler und Malans war der eine oder andere Punkt in greifbarer Nähe gelegen. Nur gegen Leader GC waren die Trauben zu hoch gehangen.

Als Tabellenzweiter ist Köniz ein Widersacher gleichen Zuschnitts. Die Berner haben den Trainerwechsel von ihrer Clublegende René Berliat zu Jyri Korsman punktemässig gut verdaut und sich in der Spitzengruppe festsetzen können. Viel zur entspannten Qualifikationsphase trug bei, dass der Tscheche Patrik Dóža seine Skorerwerte um Welten verbesserte und der von Waldkirch verpflichtete Julian Alder sofort einschlug. Da Korsmans Mannschaft zudem in etlichen engen Spielen grosse Nervenstärke bewies, spielte es auch keine entscheidende Rolle, dass Nationalspieler Jan Zaugg nicht mehr ganz an die herausragenden Werte des Vorjahres herankam.

René Bachmann (rab)