NLA: Aufgepasst auf das Schweden-Quartett
Unihockey

NLA: Aufgepasst auf das Schweden-Quartett

Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Partien und dem Abrutschen unter den Strich sucht der HC Rychenberg im Auswärtsspiel gegen Zug den Turnaround.

Die Bilanz des HC Rychenberg nach neun Runden fällt durchzogen aus. Positiv zu bewerten ist, dass sich die Mannschaft von Jukka Kinnunen im Angriff wesentlich besser in Szene zu setzen vermag als noch in der letzten Saison und sich gegen jeden Gegner Chancen erarbeiten kann. Dass daraus noch zu wenig Ertrag in Form von Toren resultierte, kann als noch anliegender Schritt in der Entwicklung erachtet werden. Überaus erfreulich war darüber hinaus, dass der HCR beim Titelkandidaten GC einen Punkt ergattern konnte und beim Topfavoriten Wiler sehr nah dran war.

Unliebsame Überraschungen setzte es hingegen in Begegnungen gegen jene Widersacher ab, die in der hinteren Tabellenhälfte erwartet werden und die es zu bezwingen gilt, sollen die Playoffs erreicht werden. Aus vier derartigen Partien schaute nur die Hälfte der möglichen zwölf Zähler heraus, womit der derzeitige Platz unter dem Playoffstrich erklärt ist. Neben der mangelnden Effizienz im Abschluss verortet Kinnunen eine zweite Ursache für die fehlenden Punkte. Sein Team reagiere noch inadäquat auf Spielstände: «Liegen wir zurück, braucht es Geduld.» Statt dessen hätten sie in solchen Situationen – aus gut gemeintem Übereifer – umgehend auszugleichen versucht. «Liegen wir hingegen voran, sollten wir das Risiko besser dosieren.»

Die Defensive steht im Fokus
Zug ist heute der nächste Konkurrent, der von Kinnunen als Hauptgegner bezeichnet wird. Der letztjährige Aufsteiger hatte in seiner Premieresaison mit der Playoffqualifikation überrascht und befindet sich in dieser Saison nach neun Runden mit einer nahezu ausgeglichenen Bilanz wieder unter den Top 8; zwei Plätze und zwei Punkte vor dem HCR. Erstaunen mag dies kaum, hat sich doch das vom langjährigen Rychenberger Radim Cepek trainierten Team klar verstärkt. Zum derzeitigen NLA-Topskorer Billy Nilsson kamen dessen schwedische Landsleute Andreas Dahlqvist, Patrik Rokka und Carl Kostov-Bredberg hinzu. Mit über sechzig Prozent aller Zuger Tore machte das Quartett Zug zur offensiven Nummer 2 der Liga.

Angesichts dessen, aber auch mit Blick auf das defensive Fiasko, das seine Mannschaft zuletzt in Köniz erlitt, sieht Kinnunen in der Defensive den Schlüssel zum Erfolg in Zug: «Wir wollen unser Unihockey spielen, müssen aber defensiv zulegen und Ballverluste in der Mittelzone vermeiden. Wir dürfen dem Gegner nicht mehr so viele Konter zugestehen. Das haben wir angeschaut.» Wie intensiv seine Spieler diese Woche trainierten, gebe ihm ein gutes Gefühl. Ein solches kann ihm auch die vergangene Saison geben. 2017/18 gewann der HCR gegen Zug sowohl zu Hause als auch auswärts problemlos mit 9:4.