Nachwuchskonzept der Thurgauer Wildwasserfahrer trägt Früchte
Kanu und Kajak

Nachwuchskonzept der Thurgauer Wildwasserfahrer trägt Früchte

Die rekordverdächtige Zahl von neun Junioren haben die dreissig stimmberechtigten Erwachsenen der Thurgauer Wildwasserfahrer (TWF) anlässlich der Generalversammlung, die sie kürzlich in ihrem Vereinshaus, das bescheiden „Clubhütte“ genannt wird, durchführten, in den Verein aufgenommen

Damit beginnt das vor zwei Jahren beschlossene Nachwuchskonzept Früchte zu tragen. Das freut den Vereinspräsidenten Andreas Bartelt, wie er in seinem Jahresbericht festhält, und er nennt auch gleich die Gründe für den Erfolg: „Aufgrund der klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten schaffen wir es, für jüngere Kinder wieder attraktiv zu sein.“ Dank der ebenfalls vor zwei Jahren eingerichteten Teilzeitstelle ist die Kapazität dafür vorhanden. J+S-Coach Karin Mani erläutert in ihrem Bericht die tragenden Säulen dieses Erfolgskonzepts: ein ganzjähriges Training für Kinder ab 8 Jahren, regelmässige Infos per E-Mail an die Eltern sowie eine individuelle Förderung der Nachwuchs-Kaderathleten. Die drei Kinder, die im letzten Jahr am fleissigsten trainierten, werden nach vorne gebeten und prämiert.

Die üblichen Vereinsgeschäfte geben wenig zu reden. Die Finanzen sind solide, das Jahresprogramm bleibt im Wesentlichen unverändert. Zu dessen Höhepunkten gehören die Teilnahme am Kreuzlinger „Fantastical“ sowie das Pfyner Kanupoloturnier anfangs Juli, das diesmal zugleich ein Jubiläumsfest sein wird: 40 Jahre jung ist der Verein. Und das ist mehr als eine Floskel, wie das Bild, das die GV gibt, bestätigt. Zwischen all den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erblickt man auch ein paar ergraute Häupter. Stellvertretend dafür stehen Marlies und Reto Hablützel, die 1977 den Verein aus der Taufe hoben und mit ihrem unermüdlichen Einsatz dafür sorgten, dass die Thurgauer Wildwasserfahrer allen Stürmen gewachsen waren. Nachdem sich die beiden vor einem Jahr von ihren Ämtern zurückgezogen haben, stehen sie dem Verein erneut als J+S-Leiter für die verschiedenen Aktivitäten auf dem Wasser zur Verfügung.

Breiten Raum nehmen an der Versammlung die Ehrungen ein. Freiwilligenarbeit ist ein knappes und kostbares Gut, dem man eine gebührende Wertschätzung entgegenbringen muss. Das ist sich der Vorstand sehr wohl bewusst und erwähnt nicht nur altgediente, langjährige Vereinsmitglieder. Grossen Applaus bekommen beispielsweise auch die drei jungen Athleten, die aus eigener Initiative Sponsoren für ihre mit Kosten verbundene Teilnahme an den Wettkämpfen gesucht haben. - rth