„Werden kein Harakiri spielen“: A-Jugend der HSG Konstanz
Handball

„Werden kein Harakiri spielen“: A-Jugend der HSG Konstanz

beim Tabellendritten Bittenfeld gefordert

A-Jugend-Bundesliga:

TV Bittenfeld – HSG Konstanz

(Samstag, 17.30 Uhr, Gemeindehalle)

 

Nach der herben Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen steht der A-Jugend der HSG Konstanz direkt das nächste ganz schwere Duell gegen eine absolute Topmannschaft bevor: den TV Bittenfeld. Allerdings gibt das Hinspiel (25:30), in dem Konstanz lange eine Partie auf Augenhöhe gestaltete, durchaus Mut, wenn auch der Drittliga-Nachwuchs damals im Gegensatz zur aktuellen Situation noch über fast den gesamten Kader verfügen konnte.

 

Das wird im Rückspiel bei der Vertretung des Bundesligisten TVB Stuttgart anders aussehen. Zwar ist Felix Fehrenbach wieder zurück im Aufgebot, dafür wird jetzt zusätzlich Jan Stotten fehlen. Insofern wird bei der A-Jugend der HSG Konstanz nur nach vorne gesehen, die Niederlage gegen die Löwen sei unter der Woche gar kein Thema mehr gewesen, erzählt Thomas Zilm. „Die jungen Spieler“, hat der Trainer beobachtet, „machen sich darüber nicht so sehr einen Kopf. Eine Niederlage mit einem Tor wäre nachhallender gewesen.“ So geht der Blick auch nicht zurück, sondern nur nach vorne. „Wir wissen um die Fehler, die wir gemacht haben“, so Zilm.

 

Also alles auf Anfang heißt es vor dem zweiten Versuch gegen ein Topteam. Der Tabellendritte aus Bitterfeld besticht dabei erneut durch eine physisch starke Mannschaft, „die zu Recht oben dabei ist“, lobt Zilm den Gegner und ist sich im Klaren über die erneute Außenseiterrolle seiner Mannschaft. „Es wird unglaublich schwer, dort etwas zu holen“, schätzt er die Lage realistisch ein. Nicht jedoch ohne Ehrgeiz, denn eine Niederlage in der Form wie gegen die Löwen will man sich nicht noch einmal erlauben und sich wieder von einer ganz anderen Seite zeigen – mit den Möglichkeiten, die im aktuellen dezimierten Zustand zur Verfügung stehen.

 

Bittenfeld ist daheim zwar mit fünf Siegen in sechs Partien eine Macht, doch die Konstanzer brennen nun darauf, sich gegen eine Topmannschaft erfolgreich zu beweisen. Größte Herausforderungen werden dabei die stabile Deckung der Württemberger, die gut mit dem Torwart zusammenarbeitet sowie der schnelle Gegenstoß. Eine Spezialität, die die HSG-Talente ebenfalls beherrschen. Doch dafür muss die eigene Defensive sich wieder stabilisieren. „Wir wollen“, stellt Zilm klar, „zunächst in einzelnen Aktionen und Bereichen Akzente setzten.“ Darüber soll dann Selbstvertrauen für weitere folgen. Auch den siebten Feldspieler sieht man dabei als Option, wenn dies auch zuletzt gegen die Löwen nicht nur zum Erfolg geführt hat. „Wir werden kein Harakiri spielen“, stellt Zilm klar. Aber: „Wenn wir uns richtig bewegt haben, sind uns darüber selbst gegen die Löwen einfache Tore gelungen.“

 

Insofern möchte man im Konstanzer Lager „das Bestmögliche geben“, dem Gegner alles abverlangen und sich gut präsentieren. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Fehlerquote zu, die zuletzt deutlich zu hoch war. Thomas Zilm unterscheidet hier zwischen von einem derart guten Gegner erzwungen Fehlern und solchen, die ohne Bedrängnis erfolgen. „Die tun am meisten weh“, unterstreicht der B-Lizenzinhaber. „Die erzwungenen werden wir ohnehin haben. Aber den Rest müssen wir minimieren. Die macht ein Gegner wie Bittenfeld nicht, das ist der Unterschied.“ Dieser soll nun so gering wie möglich gehalten werden. „Dann sehen wir, was für Möglichkeiten sich uns eröffnen“, blickt der HSG-Coach voraus.

 

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