„Sehr unzufrieden gemacht“: A-Jugend der HSG Konstanz enttäuscht in zweiter Hälfte gegen Zweibrücken
Handball

„Sehr unzufrieden gemacht“: A-Jugend der HSG Konstanz enttäuscht in zweiter Hälfte gegen Zweibrücken

Zuvor gute Vorstellung trotz Verletzungspech

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – SV Zweibrücken 31:34 (16:14)

 

Nach einer guten Leistung und einer Fünf-Tore-Führung konnte die A-Jugend der HSG Konstanz gegen Zweibrücken immerhin noch zwei Treffer Vorsprung in die Kabine nehmen. Danach war der Drittliga-Nachwuchs völlig von der Rolle und ließ vieles vermissen. Die Quittung: Eine unnötige 31:34 (16:14)-Niederlage.

 

„Das hat mich sehr unzufrieden gemacht“, sagte Trainer Thomas Zilm fast ein wenig zerknirscht. „Wir waren zu dämlich und haben zwei Punkte verschenkt.“ Denn der Start war gut, war vielversprechend. Felix Fehrenbach brachte die Gelb-Blauen mit 3:1 in Front, Florian Wangler erhöhte auf 5:2 (8.) und Niklas Duffner besorgte nach knapp 19 Zeigerumdrehungen gar den 13:8-Zwischenstand. Trotz weiterhin großer Personalprobleme und des kurzfristigen Ausfalls des besten Torjägers der letzten Wochen, Julian Küchler, nachdem zuvor schon Top-Torjäger Luca Mastrocola die letzten Wochen hatte passen müssen, war Konstanz klar Herr im Haus.

 

Eine gute Deckung, viel Tempo nach vorne und konsequente, entschlossene und konzentrierte Abschlüsse ermöglichten eine deutliche Führung gegen den Tabellendritten. „Wir hatten das Heft klar in der Hand“, erklärte Zilm. „Aber wir haben dann im Laufe des Spiels“, fuhr er verärgert fort, „immer mehr nicht das gemacht, was gefordert war: 100 Prozent zu geben.“ Was sich vor dem Seitenwechsel angedeutet hatte – nur noch 16:14 statt 15:11 – setzte sich direkt nach der Pause fort. Benedikt Hafner traf zum 17:14. Dann passierte aus Konstanzer Sicht neun Minuten lang – nichts. Kein eigener Treffer mehr und plötzlich waren die Gäste aus Rheinland-Pfalz mit 20:17 an Konstanz vorbeigezogen. Ein Rückstand, dem die HSG nun die verbliebenen 20 Minuten vergeblich hinterherlief.

 

Die unkonzentrierten Abschlüsse und technischen Fehler hatten Zweibrücken in die Karten gespielt. „Die haben ihr Spiel durchgezogen, Druck gemacht und nicht nachgelassen“, zeigte Zilm auf und machte keinen Hehl aus seiner großen Enttäuschung. Denn: Am personellen Engpass wollte er die Niederlage auf keinen Fall festmachen. „Die Jungs wollen ja, aber sie haben es auf dem Platz nicht gezeigt“, so Zilm. „Dann kommt so etwas dabei heraus.“ Zweibrücken spielte weiter robust und mit gefährlichem Rückraum und nutzte die Konstanzer Nachlässigkeiten gnadenlos aus. Zwar kamen die Gastgeber auf 20:21 (43.) heran, doch nach dem 23:24 (47.) war die Partie bei einem Vier-Tore-Rückstand knapp acht Minuten vor dem Ende an diesem schwachen Konstanzer Tag schon entschieden, dafür plätscherte das Spiel viel zu sehr vor sich hin.

 

Der HSG-Coach konnte es nicht verstehen. „Wir haben nachgelassen“, sagte er. „Aber nicht mit Zweibrücken.“ Die Gäste konnten die Räume nach einer Umstellung der Konstanzer Defensive auf eine 5:1-Formation immer wieder nutzen, weil das gegenseitige Aushelfen im Verbund gegen einen körperlich überlegenen Gegner einfach nicht funktionieren wollte. Und auch das Tempo im Angriffsspiel aus dem ersten Durchgang war wie weggeblasen. Zilm: „Wir werden darüber sprechen, dass ein Gang runterschaltet und die Verantwortung nicht übernommen wurde.“ Sein Ziel: Wettkampf-Niveau im Training, in dem sich jeder empfehlen kann – auch wenn der Kader derzeit dezimiert ist. „Wir wollen etwas erreichen und werden uns dafür gemeinsam den Hintern aufreißen“, lautet sein Appell.

 

HSG Konstanz: Sven Koester, Tim Bammel (Tor); Julian Kirschmann (2), Felix Fehrenbach (9/4), Constantin Eich, Reiff Balthes, Yannick Sauter (2), Jan Stotten (5), Florian Wangler (3), Benedikt Hafner (2), Niklas Duffner (4), Nico Koch (3), Robin Schmidt, Rohat Sahin (1).

 

Weitere Informationen unter:

www.hsgkonstanz.de