Fabian Arvidsson: "Die Schweiz ist spektakulär aber teuer"
Unihockey

Fabian Arvidsson: "Die Schweiz ist spektakulär aber teuer"

Mit dem 27-jährigen Schweden Fabian Arvidsson steigt der UHC Waldkirch-St.Gallen in die neue Nationalliga A Saison. sport-fan.ch hat sich mit dem sympatischen Übungsleiter über seine neue Herausforderungen in der Ostschweiz unterhalten.

Wie entstand der Kontakt zum UHC WaSa?
Ich glaube der Kontakt entstand durch alte Verbindungen nach Chur in diese auch Marcus Marty (Grischa) verwickelt war.

Hatten sie auch noch andere Angebote?
Ja, ich hatte Angebote aus Schweden, Norwegen und anderen Clubs aus der Schweiz. Aber WaSa hat sich am meisten um mich bemüht.

Was war schlussendlich ausschlaggebend, dass sie sich für WaSa entschieden haben?
Die Übernahme einer talentierten sowie jungen NLA-Mannschaft , die den nächsten Schritt machen will, klang sehr interessant. Ich habe hier die Möglichkeit, mich mehr auf den Unihockey-Sport (50% Pensum) zu konzentrieren. Zudem hat der Verein mir und meiner Freundin eine gute Lösung bereitgestellt.

Wie war ihr erster Eindruck vom neuen Team?
Mein erster Eindruck war, dass das Team begierig zum Lernen ist. Aber auch eine Führung und Unterstützung brauchen. Ich hoffe und glaube, dass ich diese Erwartungen erfüllen kann.

Mit was für Erwartungen steigen sie mit dem UHC WaSa in die Saison?
Hohe Erwartungen! Wir werden täglich hart arbeiten und versuchen jede Woche in kleinen Schritten vorwärts zu kommen. Wir versuchen etwas Neues aufzubauen, doch dies braucht Zeit und die werden wir uns nehmen müssen. Ich möchte eine neue Kultur einbringen, dies geschieht aber nicht einfach so über Nacht.

Sie sind mit 28 Jahren ein sehr junger Trainer, zwei ihrer Akteure sind gleich alt, ist das kein Problem für sie?
Ich versuche so professionell wie möglich zu sein und hoffe, dass es für niemanden ein Problem ist, dass ich ein junger Trainer bin. Ich bin jung, aber das muss nicht negativ sein. Ich kenne noch jüngere Trainer, welche einen fantastischen Job machen.

Sie sind nun schon seit einiger Zeit in der Schweiz und sprechen gut deutsch, sind sie schon ein halber Schweizer?
Wenn ich in der Schweiz bin fühle ich mich als Ausländer, aber wenn ich nach Schweden fahre, fühle ich mich als Schweizer.

Wie würden sie einem Schweden die Schweiz beschreiben und erklären?
Die Schweiz ist spektakulär aber teuer.

Was sind die Unterschiede zwischen ihrem Heimatland Schweden und der Schweiz?
Im sportlichen Bereich: Die schwedischen Spieler sind im Allgemeinen viel besser geschult und trainieren schon ab frühester Kindheit mehr als die Schweizer. Zudem werden Fehler härter kritisiert, man ist in Schweden akribischer wenn es um Fehler geht. Dafür ist in der Schweiz das Tempo viel höher und die Spielweise ist offener. Für die Zuschauer mag dies attraktiv sein, jedoch nicht für einen Trainer.
Unterschied zwischen Schweizer und Schweden: Die Menschen in der Schweiz sind in der Regel viel freundlicher und hilfsbereiter. Wir Schweden sind viel zurückhaltender. In Schweden vermisse ich, dass man nicht überall mit der Kreditkarte bezahlen kann.