Die Bronzemedaille ist in Griffweite
Volleyball

Die Bronzemedaille ist in Griffweite

In einem eher schwachen Spiel, das weitgehend von der Spannung lebte, sicherte sich der abtretende Schweizer Meister den Sieg. Auch wenn beide Teams Ambitionen auf den dritten Platz und damit die Bronzemedaille haben, war doch zu erkennen, dass die Halbfinalniederlagen Spuren in den Köpfen hinterlassen haben.

Monstersatz
Durch riesiges Verletzungspech sah sich Amriswil-Coach Pavlicevic gezwungen, sein Team komplett umzubauen. Ljubicic, Mote und Jakovljevic mussten ersetzt werden. Die Absenz der beiden etatmässigen Mitteangreifer gab dem jungen Kesten eine erneute Chance. Für den zweiten Posten zog der Teamchef seinen Diagonalangreifer Steigmeier in die Mitte ab und ersetzte ihn auf seiner Position durch Brühwiler. Anstelle von Jakovljevic spielte Baghdady.

Als Amriswil gegen Satzmitte mit 14:7 führte, konnte niemand erahnen, dass sich der Satz zu einem Krimi entwickeln würde. Nach einem kollektiven Zwischen-Blackout der Gäste konnten die Genfer zum 19:19 ausgleichen. Bei 24:22 hatte Amriswil zwei Satzbälle, doch dann schaukelte sich das Skore hinauf, bis ein Block von Kesten und ein missglückter Abschluss von Babic das 35:33 für Amriswil brachten. Sechs Satzbälle hatten zuvor die Thurgauer, fünf die Genfer vergeben.

Klarer zweiter Satz
Im zweiten Satz spielten die Amriswiler wie aus einem Guss. Vor allem Brühwiler und Baghdady konnten immer wieder Akzente setzen. Mit 25:17 war der Satz eine klare Sache.

Hektik im dritten Satz
Der dritte Satz war von Beginn weg hart umkämpft. Keinem Team gelang es, mit mehr als zwei Punkten davonzuziehen. Endlose Diskussionen mit den unsicheren Schiedsrichtern brachten Nervosität ins Spiel. Nach zwei abgewehrten Satzbällen kam Amriswil bei 26:25 zu einem Matchball. Doch dann war es der ex-Amriswiler Fellay, der mit zwei gelungenen Aktionen den Genfern den Satz mit 29:27 sicherte.

Enger vierter Satz
Der vierte Durchgang entwickelte sich genau wie der dritte: Eng von Beginn bis zum Schluss. Nach dem 23:23 brachte ein Genfer Aufschlagfehler den zweiten Matchball, den der statistisch beste Amriswiler Marko Kesten mit einem Block verwertete.

Entscheidung am kommenden Wochenende
Am nächsten Samstag kann um 17:00 Uhr im Tellenfeld die Entscheidung fallen. Sollte Amriswil dieses zweite Spiel verlieren, folgt gleichenorts am Sonntag um 16:00 Uhr eine dritte Partie.

Telegramm

CS Chênois Genf – Volley Amriswil 1:3 (33:35, 17:25, 29:27, 23:25)
Thônex, Centre Sportif Sous-Moulin; 200 Zuschauer, Schiedsrichter: 1. Jean-Arthur Loretan, 2. Philippe Weinberger. Startformation Volley Amriswil: J. Djokic, M. Kesten, R. Brühwiler, R. Baghdady, S. Steigmeier, J. Howatson, C. Daniel