Aadorf muss sich im Spitzenkampf im Tie-break geschlagen geben
Volleyball

Aadorf muss sich im Spitzenkampf im Tie-break geschlagen geben

Die Volleyballerinnen vom VBC Aadorf trafen in der 3. Playoff Runde mit dem VBC Münchenbuchsee auf den Gruppensieger der West Gruppe. Im Spitzenspiel der Gruppensieger müssen sich die Thurgauerinnen nach tollen Kampf knapp mit 2:3 (13:25, 28:26, 19:25, 25:23, 10:15) geschlagen geben.

Der Start ins Spiel misslang den Thurgauerinnen gänzlich. Das Team um Headcoach Frieder Strohm wurde auf dem falschen Bein erwischt und die Gäste aus Münchenbuchsee hatten kein Erbarmen mit dem Heimteam. Zwischenzeitlich lag man mit 11:1 bzw. mit 16:4 im Rückstand und der Satz war schon früh entschieden. Dennoch fanden die Thurgauerinnen gegen Ende des ersten Satzes allmählich ins Spiel. Das Team aus dem Bernbiet liess sich jedoch den Satz nicht mehr nehmen und konnten diesen äusserst klar mit 13:25 für sich entscheiden.

Nachdem die Thurgauerinnen den Schock verdaut hatten, entwickelte sich im Zweiten ein offener Schlagabtausch zwischen den besten Teams der Qualifikation. Dies insbesondere, weil man nun auch im Angriff effizienter agierte. Bis zur Satzmitte war keiner der beiden Teams in der Lage sich abzusetzen. Erst gegen Satzende konnten die Gäste unteranderem durch Aussenangreiferin Sarina Schafflützel, die alleine 23 Punkte für sich verbuchen konnte, den Druck auf die Thurgauerinnen erhöhen und auf 21:18 davonziehen. Doch das Heimteam blieb hartnäckig und liess nicht locker. Beim dritten Satzball war es nun vollbracht. Mit 28:26 gelang es den Thurgauerinnen einen der besten Sätze in dieser Saison für sich zu entscheiden und nach Sätzen auszugleichen.

Vielleicht noch zu euphorisiert vom zweiten Satz, verpassten die Thurgauerinnen den Start in den Dritten. Münchenbuchsee startete ihrerseits ähnlich stark wie im Ersten und war schon bald mit 8:2 in Front. Den Thurgauerinnen gelang es sich wieder zu fangen, doch war ein Punkte Rückstand von 6 Punkte gegen einen solch starken Gegner war nicht mehr wett zu machen. Die Gäste konnten so mit 25:19 den Dritten für entscheiden und mit 2:1 nach Sätzen in Front gehen.

Im Vierten spielten die Thurgauerinnen statistisch gesehen ihren besten Satz. Insbesondere die Blockarbeit war in diesem Satz bemerkenswert. Von insgesamt 14 Blockpunkte, hatte man allein in diesem Satz deren 6 für sich verbuchen können. Zum ersten Mal in diesem Spiel konnten das Heimteam den Satz kontrollieren und blieb über die ganze Spielzeit mit 1-2 Punkte in Front. Mit einer abgeklärten Teamleistung war der vierte Satz mit 25:23 entschieden und die Thurgauerinnen erzwangen das Tie-break.

Dass das Spiel in die Verlängerung musste, zeigte wie Eng das Spiel bisweilen war. Doch wie bereits im ersten und dritten Satz starteten die Thurgauerinnen nicht wie erhofft in den Fünften. Bald stand das Team aus dem Bernbiet mit 5:1 in Front und die Thurgauerinnen standen nun unter Zugzwang. Die Thurgauerinnen versuchten alles um den Rückstand zu verkürzen, doch waren Gäste einfach nicht mehr klein zu kriegen. Am Schluss gelang es Münchenbuchsee den Entscheidungssatz doch noch klar mit 15:10 zu gewinnen und ein regelrechter Play-Off Kampf für sich zu entscheiden.

Die Thurgauerinnen zeigten trotz der Niederlage die bisher beste Play-Off Leistung und müssen sich nun an diese Leistung orientieren. Nach drei Spieltagen ist das Saisonziel, einen Platz unter den Top 3 immer noch in Takt und sollte man diese hohe Pace halten können, ist sicherlich auch mehr möglich. Das Team hat wieder einmal gezeigt, dass man zu den Top-Teams der Liga gehört.

 

Nächstes Spiel:
25.02.2017 – 15.30 Uhr
4. Playoffrunde – Nationalliga B
VB Therwil (3.) vs. VBC Aadorf (4.)
Sporthalle 99er-Sporthalle beim Mühleboden – Therwil

Telegramm

Samstag, 18.02.2017 – 15.30 Uhr  3. Playoffrunde – Nationalliga B
VBC Aadorf (4.) vs. VBC Münchenbuchsee (1.)
Sporthalle Neue Turnhalle – Guntershausen b. Aadorf
Zuschauer: 76 – Spieldauer: 1 Std. 49 min.
Für Aadorf im Einsatz: Lara Hasler, Egger Michelle, Lutz Nina, Lutz Anja, Pantaleoni Nadja, Widmer Mascha, Albertini Elis, Oswald Rahel, Koch Martina und Yürükalen Filiz
Nicht im Aufgebot: Meili Ramona (Verlezt)