HC Arbon erhält Ausnahmebewilligung
(26. Juni 2010)
Aufatmen beim HC Arbon: Der Aufsteiger in die NLA darf seine Spiele in der kommenden Saison in der nicht reglementskonformen Stacherholzhalle austragen. Die Präsidentenkonferenz der SHL hat sich mit einer befristeten Ausnahmebewilligung einverstanden erklärt.
Dass die Stacherholzhalle den reglementarischen Ansprüchen für Meisterschaftsspielen im Handball nicht ganz entspricht, ist bekannt. Statt 40 x 20 Meter misst das Spielfeld nur 38.14 x 19.80 Meter. Dazu sind die Sturzräume hinter den Toren sehr knapp. Mit dem Aufstieg des HC Arbon in die NLA hat sich die Problematik nun verschärft, gelten in der höchsten Spielklasse doch erhöhte Anforderungen. Zudem fasst die Stacherholzhalle nur in beschränktem Masse Zuschauer. Bei Spielen gegen attraktive Gegner wie Europacup-Finalist Kadetten Schaffhausen oder bei den Ostschweizer Derbys gegen St. Otmar St. Gallen und Fortitudo Gossau dürfte es deshalb sehr eng werden.
Seeparksaal nur einmal frei
Zwar gibt es in Arbon mit dem Seeparksaal noch eine andere Halle, welche die Voraussetzungen erfüllt und auch den Zuschauern mehr Platz bietet. Doch im Seeparksaal hat die sportliche Nutzung nur zweite Priorität, im Vordergrund stehen kulturelle, gesellschaftliche und kommerzielle Nutzungen. Und die Belegung durch solche Anlässe ist intensiv. So gibt es nur einen einigen Heimspieltermin, an dem der HC Arbon in den Seeparksaal ausweichen kann, das ist das Derby gegen St. Otmar St. Gallen am 26. Dezember.
Nur für zwei Saisons
Die Präsidenten der SHL haben auch zur Kenntnis genommen, dass in Arbon eine neue Sporthalle geplant ist, mit welcher der heutige Engpass behoben werden würde, Gemäss Planung wird diese Halle – eine positive Volksabstimmung am 13. Februar 2011 vorausgesetzt – im Sommer 2012, also rechtzeitig auf die Saison 2012/13 zur Verfügung stehen. Die Ausnahmebewilligung wurde deshalb ausdrücklich auf diese zwei Jahre befristet. Ab Saison 2012/13 gilt: Wer nicht über eine reglementskonforme Spielhalle verfügt, ist in der SHL (NLA und NLB) nicht spielberechtigt.
Der HC Arbon ist jedoch zuversichtlich, dass es die Arboner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger soweit, zu einem Zwangsabstieg des HC Arbon, bestimmt nicht werden kommen lassen. (hca)
«Gelungener Handballevent trotz Wetterpech»
(23. Juni 2010)
Spass, Spektakel und Fairness am jugendevent arbon
Am 13. jugendevent arbon 2010 haben geschätzte 450 Sportlerinnen und Sportler, verteilt auf 46 Hallen- und Beachhandballteams, um den Turniersieg in ihrer Kategorie gekämpft. Der diesjährige Event war geprägt von nassen, kalten und zum Teil stürmischen Witterungsbedingungen, was leider auch das attraktive Rahmenprogramm beeinträchtige. So musste das von der Kanuschule Bodensee organisierte Kanurennen aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden.
Mit 46 Teams aus der ganzen Schweiz und aus Deutschland war der diesjährige Anlass, wie schon im letzten Jahr, mehr als ausgebucht, was die Bedeutung des jugendevent arbon als eines der grössten und beliebtesten Hallen- und Beachhandballturniere der Schweiz unterstreicht. So spielten 31 Beachhandballteams im Sand um Qualifikationspunkte für das Swiss Beachhandball Masters und der European Beach Handball Tour, 16 Teams in der Halle um den Sieg in der Kategorie MU19/21. Dadurch, dass der jugendevent als zweitägiges Turnier ausgetragen wird, dient er vielen Mannschaften nebst dem sportlichen auch zur Teambildung und wird sowohl als Saisonabschluss, als auch als Saisonvorbereitung genutzt.
Fairness und Ehrgeiz
Neu wurden am jugendevent arbon die wertvollsten Spielerinnen und Spieler der jeweiligen Kategorien (MVP) gewählt. Zudem wurde in der Halle das fairste Team geehrt. In der Kategorie MU19/21 Halle konnten sich die Junioren aus Arbon (HC Arbon U21) in einem hoch stehenden Finalspiel gegen den HC KTV Altdorf Elite mit 10 zu 8 Toren durchsetzen. Beide Mannschaften konnten sich in spannenden und auf gutem Niveau gespielten Halbfinals, in denen die Partien jeweils erst in den letzten drei Spielminuten entschieden wurden, fürs Final qualifizieren.
Spass und Spektakel
Zusätzlich zur Wahl des Fairplay-Teams und der besten Spielerin / des besten Spielers (MVP) wurde am Beachhandballturnier der spektakulärste Dreher jeder Kategorie (Best 360°) ausgezeichnet. Die Faszination beim Beachhandball ist die Kombination aus spannenden und hochklassigen Matches, spektakulären Spielszenen und einer tollen Stimmung auf Sand. In der Kategorie Ladies U19 Beach setzte sich die Juniorinnen-Nationalmannschaft, die „Playacanteras“ aus Luzern, gegen BHT Sandhufe U19 durch. Die „Playadettes“, die wie die „Playacanteras“ dem BHC Luzern angehören, haben sich im Final der Kategorie Ladies Beach gegen die Damen aus Arbon (Ayia Napa) durchgesetzt. Die Leistung der arboner Damen ist dennoch hervorzuheben, da sie den Playadettes - immerhin der amtierende Club-Europameister - teilweise starke Gegenwehr entgegen setzen konnten. Bei den Herren schieden die kürzlich in die Nationalliga A aufgestiegenen Handballer vom HC Arbon im Halbfinal aus. Somit war der Weg für ein reines Aargauer Derby im Final geebnet: „Albena Beach Bulgaria“ gegen „Balaton Beach“, so die Teamnamen der beiden Final-Teams aus der Spielgemeinschaft Wasserschloss und den Handballclub Brugg. Da beide Mannschaften je eine Halbzeit gewonnen hatten, musste der Sieger - wie im Beachhandball üblich - durch das „Shoot-Out“ ermittelt werden. In diesem packenden Finalspiel setzte sich schlussendlich „Albena Beach Bulgaria“ (BHV Wasserschloss) durch und gewann das Turnier der Kategorie Men Beach.
Das OK blickt auf einen ereignisreichen und lebendigen jugendevent arbon 2010 zurück und freut sich auf die 14. Austragung dieses Traditionsanlasses im nächsten Jahr bei hoffentlich besserem Wetter. Ein grosser Dank gilt allen, die diesen Event ermöglicht haben, den Sponsoring-Partnern, Helfern, Schiedsrichter und natürlich allen teilnehmenden Teams. (spm
Ranglisten/MVP/Best 360°
MU19/U21, Halle:
1. HC Arbon U21
2. HC KTV Altdorf Elite
3. SG SATUS Oberentfelden/HV Suhrental
4. HC KZO Wetzikon
5. TSV Mellrichstadt
MVP: David Zürcher (HC Arbon U21)
Fairplay-Team: TV Solothurn
Kreuzlinger Schulklasse wird Handball-Schweizermeister!
(21. Juni 2010)
Die Schulklasse von Hannes Aurag (5. Schuljahr Seetal) wurde an der 14. Schüler-Schweizermeisterschaft des SHV am vergangenen Wochenende Schweizer Meister.
Am vergangenen Wochenende fand in Wädenswil die 14. Schüler-Schweizer-Meisterschaft statt. Der HC Wädenswil, der in diesem Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum feiert, organisierte für die rund 500 Kinder in total 62 Teams einen perfekten Anlass. Insgesamt standen rund 140 Helfer im Einsatz.
Von der hervorragenden Organisation überzeugten sich vor Ort auch SHV-Zentralpräsident Ulrich Rubeli sowie ZHV-Präsident Fredy Zweerus. Die Medaillen wurden durch Wädenswils Stadtpräsident Phlipp Kutter sowie OK-Präsident Marcel Hürlimann übergeben.
Unter der Regie von HSC FU15 Trainer Hannes Aurag erzielten die Mädchen dieses hervorragende Resultat und machten für Kreuzlingen und den HSC beste Werbung! Bravo
Sieger in den einzelnen Kategorien
4. Schuljahr, Mädchen: Die wilden Mädchen, Hombrechtikon
4. Schuljahr, Knaben: Riethüsli, St. Gallen
5. Schuljahr, Mädchen: Seetal, Kreuzlingen
5. Schuljahr, Knaben: Glärnisch Boys, Wädenswil
6. Schuljahr, Mädchen: Friesenberg, Zürich
6. Schuljahr, Knaben: Waldeggler, Horgen
7. Schuljahr, Mädchen: Reckholdern, Romanshorn
7. Schuljahr, Knaben: Ke Ahnig, Nottwil
Herzliche Gratulation Hannes und seinem Team..
Alexander Mierzwa: «Ehrgeiz ist immer noch da!»
(12. Juni 2010)
Mit der Verpflichtung von Alexander Mierzwa und Frank Schädler setzt der Handball-Erstligist HSC Kreuzlingen auf ein ambitioniertes Trainerduo. «Aufstieg» lautet die mittelfristige Zielsetzung.
Mit dem Zuzug des ehemaligen deutschen Internationalen Alexander Mierzwa hat der HSCK in diesem Frühjahr einen Transfercoup gelandet. Der 35jährige Rechtshänder wechselt nach vier Jahren beim NLA-Club Pfadi Winterthur zu den Grenzstädtern.
Es zwei Spielklassen tiefer nun etwas gemächlicher angehen zu lassen, das ist nicht das Ding des Pfadi-Teamleaders. «Der Ehrgeiz ist immer noch da. Sonst hätte ich die Handballschuhe bereits an den Nagel gehängt», betont Mierzwa. Mit der Verpflichtung von Frank Schädler (38), der zuletzt ebenfalls bei Pfadi Winterthur als Assistenztrainer wirkte, hat Mierzwa die perfekte Ergänzung erhalten. «Wir sind gleichberechtigte Trainer mit unterschiedlichen Aufgaben», so Schädler. Die beiden kennen sich seit gut 15 Jahren und haben zwei Saisons zusammen beim HSG Konstanz in der Regionalliga gespielt. Während Mierzwa seine Erfahrung auf dem Spielfeld einbringt, übernimmt Schädler das Coaching.
Trainerkarriere lancieren
Alexander Mierzwa, welcher mit der ehemaligen Schweizer Internationalen Caroline Brüllmann verheiratet ist und mit seiner Familie (2 Kinder) in Neuwilen wohnt, will beim HSC Kreuzlingen seine Trainerkarriere lancieren. «Irgendwann möchte ich auch als Trainer in der Nationalliga A ankommen… am liebsten natürlich mit meinem aktuellen Club», rundet Mierzwa seine Ambitionen mit einem sehr optimistischen Ausblick ab. Sowohl Mierzwa als auch Schädler haben beim HSC Kreuzlingen gleich für drei Jahre unterschrieben, was aufzeigen soll, dass sie den Club mittelfristig weiter oben positionieren wollen. Unterstützt wird das Trainierduo vom ehemaligen Torhüter Roger Järmann, der als Teammanager amtet.
Schritt um Schritt
Vom sofortigen Aufstieg in die Nationalliga B wollen die beiden Deutschen nichts wissen. «Wir sind überzeugt, dass in dieser Mannschaft mehr Potenzial vorhanden ist, als sie das in der letzten Saison mit Rang 9 zeigen konnte.» Mit der Rückkehr von Robert Kraljevic verfügt man auch im Rückraum wieder über mehr Wurfgewalt. «Wir wollen uns gegenüber dem Vorjahr verbessern. Unser Ziel sind die Top 5», dämpft Mierzwa allzu grosse Erwartungen. Dieses Ziel wolle man unter anderem mit einem verbesserten Gegenstossverhalten erreichen. Als Vorteil sieht das Trainerduo, dass das Kader bis auf zwei Abgänge zusammengeblieben ist.
Reservoire aufbauen
Grossen Wert legen Mierzwa und Schädler auf die Nachwuchsförderung. Ihre Erfahrung wollen die beiden auch dort einbringen. Ein stufengerechter Aufbau und ein U19-Team als Reservoire für die Erste lautet die Zielsetzung.
Seit Anfang Mai absolvieren die Spieler die 9wöchige erste Vorbereitungsphase mit Spezial-, Kraft- und Ausdauertraining, «wobei der Spass nicht zu kurz kommt», zwinkert Mierzwa. Ein Trainingslager mit Markus Baur, dem ehemaligen deutschen Teamcaptain und Lemgo-Trainer, rundet die Vorbereitung auf die am 11. September beginnende 1.-Liga-Saison 2010/11 ab. (Quelle: Tagblatt)
Wir können es auch, wir haben eine Chance
(11. Juni 2010)
„Ich begrüsse die Anwesenden zum ersten Mal zu einer Hauptversammlung eines Nationalliga A – Vereins“, waren die einleitenden Worte von Christoph Tobler im kath. Vereinszentrum.
Zur vergangenen Saison meint er: "Mein Bericht ist zum wiederholten Male ähnlich wie derjenige des Vorjahrs: Denn eine erfolgreiche Saison wurde abgeschlossen und die erste Mannschaft spielt schon wieder eine Liga höher. Ein Aufstieg von der zweiten Liga bis in die NLA innerhalb von drei Jahren war sicher nicht geplant. Dass dies praktisch ohne Änderungen im Kader gelang ist doppelt erfreulich. Neben dem Eins zeichneten sich auch andere Teams vom HC aus. Der ersten Damenmannschaft fehlte lediglich ein Punkt, um in die Aufstiegsrunde zu gelangen, beim Nachwuchs wurden die MU-17 Ostschweizermeister und die MU-15 gewann das Aufstiegsturnier und spielt nächstes Jahr Interregional. Und für alle bleibt Handball ist ein attraktiver, anspruchsvoller Mannschaftssport, der viel Freude bereitet."
Das budgetierte Defizit und die Mehrkosten für die Aufstiegrunde konnten erfreulicherweise dank zusätzlichen Gönner- und Sponsorengeldern ausgeglichen gestaltet werden. Publizität und Dank gehören zum Erfolg.
Hallensituation könnte besser sein Ein optimaler Trainingsbetrieb ist nicht für alle Mannschaften gegeben. Daher müssen zum Teil Hallen ausserhalb von Arbon dafür benützt werden. Ob die Stacherholzhalle für das Austragen der NLA-Spiele zugelassen wird, klärt sich am Montag definitiv.
Immense Anzahl Stunden nötig Unserem Präsidenten Christoph Tobler stehen Urs Landolt (Geschäftsstelle), Antonio Midea (Nachwuchs), Monika Hermann (Koordinatorin Damen, Anlässe und Turniere) sowie Pascal Strässle (Vizepräsident/Sponsoring) zur Seite. 18 TrainerInnen und TrainerassistenenInnen sowie eine Vielzahl von weiteren Helferinnen und Helfer stehen dem Verein in ungezählten Stunden zur Verfügung. Sie alle haben einen riesigen Dank verdient.
Ausblick in die neue Saison Der HC Arbon und die erste Mannschaft nehmen die Herausforderung Nationalliga A an. Das sportliche Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Das Team bereitet sich daher bereits seit Anfang Juni intensiv auf die kommende Saison vor. Wir begrüssen Marco von Ow, Benjamin Geisser, Jasmin Ihtijarevic, Gabor Busa, Fabian Gunzinger und Dinko Koso die von Reto Stark vorgestellten wurden. Sie sind die neuen Spieler, die mit uns dieses Ziel erreichen wollen.
Die fünf Neuen des HC Arbon
Unser Motto heisst zwar: Wir können es mit weniger Geld aber ohne geht es doch nicht und das derzeitige Budget weist noch Lücken auf. Darum gilt ein besonderer Dank dem neuen Hauptsponsor fortimo sowie den Co-Sponsoren Raiffeisenbank Roggwil-Arbon, Arbon Energie, und medfit. Pascale Strässle und Daniel Eugster sind daher weiterhin aktiv.
Damit der HC Arbon auch künftig mit dazugehört, arbeitet Markus Frei derzeit an einem neuen Konzept für den Nachwuchsbereich.
Ein reich befrachtetes Jahresprogramm liegt vor. An der kommenden Meisterschaft werden wieder zehn Mannschaften teilnehmen. Und am 3. September starten wir in Schaffhausen in die neue Saison. Vom 16. bis 20. Juni sind wir in der WM–Lounge am See engagiert, wobei am Samstag und Sonntag der Jugend-Event & Beach Handball Master durch uns organisiert wird.
HC Arbon "Selection" verliert letztes Saisonspiel
(17. Mai 2010)
NLB-Meister Stäfa dominierte die letzten Finalrundenpartie zwischen den beiden NLA-Aufsteigern. Der aus Junioren, Spielern der zweiten und der ersten Mannschaft zusammen gewürfelte HC Arbon "Selection" war erwartungsgemäss kein ebenbürtiger Gegner, konnte die Niederlage mit 16:35 trotzdem in Grenzen halten.
Gelb-Schwarz Stäfa, das künftig unter dem Namen „GS Handball“ auftreten wird, wollte seinem Publikum offenbar eine „Show“ zeigen. So erzielten sie in der ersten Viertelstunde die Hälfte der Tore mit Fliegern. Auf beiden Seiten waren überdurchschnittlich viele Fehler zu vermerken, die die Thurgauer erstaunlich gut nützten und das Skore bis zum 6:5 ausgeglichen gestalten konnten. Im zweiten Viertel wurde das Spiel einseitiger. Es war vor allem der NLB-Meister der sich mit Gegenstosstoren auszeichnete. Der HCA hatte den Zürchern bereits in dieser Phase wenig entgegenzusetzen.
Nach dem Tee gelangen den Thurgauern in den ersten Minuten zwar nochmals einige Treffer. Die Gastgeber erhöhten weiterhin vor allem mit Gegenstosstoren und in regelmässigen Abständen ihren Vorsprung. Dem hatten die Ostschweizer lange Zeit nichts entgegenzusetzen, denn die Würfe aufs Tor von Perisa waren zu harmlos oder verfehlten ihr Ziel. Erst ganz zum Schluss verschönerten Bärtschi mit seinem sechsten Treffer und Hasler das Resultat noch etwas.
Arbon hat sich ansprechend verhalten, und das Team von Trainer Markus Jud feierte den erwartet hohen Sieg und geht ohne Verlustpunkte aus der Finalrunde. Pikanterweise hat Stäfa mit Mallorca das gleiche Ziel wie unser Eins für seine Abschlussreise gewählt. (glä)
HC GS Stäfa – HC Arbon 35:16 (18:9)
Frohberg. - 300 Zuschauer. - SR Zwahlen/Würzer. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Stäfa, 3mal 2 Minuten gegen Arbon. Stäfa: Ryffel (30-52. Perisa); Bleuler (1), Brunner (2), Foletti (3), Füglister (3), Jud (4/1), Maag (4), Michel, (3), Milicic (5), Petrig (3), Pulver (2), Siegenthaler (5). - Trainer: M. Jud. Arbon: Graf ((ab 31. Honold); M. Amacher (3), O. Amacher, Bärtschi (6/2), Baumann, D. Fröhlich (1), N. Fröhlich, Hädener (2), Hasler (1), F. Näf (3), Zürcher.- Trainer: E. Koso.
Favoriten gewinnen Amriswiler Beachturnier
(13. Mai 2010)
Beim 45. Internationalen Amriswiler Auffahrtsturnier, zum 13. Mal durchgefhrt als Beachhandball-Turnier, holten sich die Favoriten den Sieg.
Trotz mehrheitlich schlechtem Wetter und eher khlen und nassen Verhältnissen, wurde Beachhandball vom Feinsten gezeigt. Die aktuellen Schweizermeister Playadettes aus Luzern und Vize-Schweizer Meister Taifun Fighters aus Brugg konnten die Kategorien Ladies und Men fr sich entscheiden. Die Teams Albena Beach Bulgaria aus Siggenthal bei den Mnnern und Playacanteras aus Luzern bei den Frauen, welche die Schweiz an der kommenden U18 Junioren Beachhandball-Europameisterschaft in Bulgarien vertreten werden schnitten mit Rang zwei respektive Rang vier gut ab.
Das Amriswiler Beachhandball-Turnier ist ein offizielles Qualifikationsturnier des Beachhandball-Masters: Wer am Finalturnier die Chance haben will, um den Schweizermeistertitel zu kmpfen, muss sich vorgngig dafr qualifizieren zum Beispiel in Amriswil. Beachhandball, also Handball auf Sand, ist die spassorientierte Aussenvariante von Hallenhandball. Einige Regelnderungen sorgen dafr, dass das Spiel einen ganz anderen Charakter bekommt so zhlen besonders spektakulre Tore zum Beispiel doppelt, was zu unterhaltsamen Spielen fhrt. Um die Spannung zu erhhen, werden die beiden Halbzeiten separat gewertet ungeachtet des Punkteverhltnisses. Oft ist deshalb fr die Entscheidung eine Art Penaltyschiessen (Shoot-out) nötig.
Amateure gegen Aktionäre, HC Arbon vor unlösbarer Aufgabe
(12. Mai 10)
Max Glättli
Der Spielplan für die Finalrunde wurde durch den SHV so erstellt, dass es am Samstag in Stäfa eigentlich zu einem Spitzenspiel um den NLB-Meister hätte kommen können. In der Zwischenzeit sind alle Eventualitäten auch mathematisch eindeutig geklärt.
Wie bekannt, fehlen am Zürichsee die meisten Spieler unseres „Eins“. Sie nutzen eine kurze handballfreie Zeit für wohlverdiente Ferien. Beginnt doch bereits am 1. Juni die Vorbereitungsphase mit dem ersten Training. Start in die neue Meisterschaft ist voraussichtlich am 3. September in Schaffhausen gegen den Schweizermeister Kadetten und am Sonntag den 5. 9. 2010 haben wir mit Pfadi Winterthur eine Spitzenmannschaft in der Stacherholzhalle.
Gegen Gelb Schwarz Stäfa, das an einer ausserordentlichen Hauptversammlung grünes Licht für die Bildung einer Aktiengesellschaft erhalten hat, können also Spieler der 2. Mannschaft und der Junioren für einmal NLB-Luft schnuppern.
Die Zürcher feierten mit einem rekordverdächtigen Kantersieg und dem Resultat von 49:18 gegen Lyss den NLB-Meister auf eindrückliche Weise. Trainer Jud dürfte von seinem Team trotzdem vollen Einsatz verlangen und Gelb Schwarz will seinem Publikum zum Saisonschluss nochmals eine Galavorstellung präsentieren. Wir werden daher am Pfannenstiel einen schwierigen Abend erleben.
Gerade darum braucht unser Team Ihre Unterstützung.
Hopp Arbon!
GS Stäfa - HC Arbon, Sporthalle Frohberg Stäfa, Sa. 15. 5. 2010 um 16.30Uhr.
U 13 schrammt an einer Medaille vorbei
(11. Mai 2010)
Die U 13-1 des HSC Kreuzlingen belegt unter 14 teilnehmenden Teams einen hervorragenden 4. Platz bei den Schweizer Meisterschaften am 9. Mai 2010 in Luzern.
Früh um 6:15 h startete der Reisecar nach Luzern. Keiner wusste, wie das Team abschneiden würde. Die gesamte Saison wurde im HRVOST mit dem System 5+1 inklusive offensiver Verteidigung gespielt, jetzt musste man im 6+1-System ohne Vorbedingungen sich bewähren. 3 Wochen standen zur Umstellung bereit, eine unmögliche Situation.
Gegen 6 andere Mannschaften wurde in den Gruppenspielen angetreten. Qualifiziert hatten sich die Meister und Vizemeister der 7 Handball-Regionen. In der modernen Maihofhalle herrschte qualvolle Enge, so flüchteten wir erst einmal an die frische Luft. Kein Druck lastete auf die Mannschaft, nur Letzter wollten wir nicht werden.
Gegen den ersten Gegner Thun lief es nur mühsam an, aber immerhin sprang ein knapper Erfolg heraus. Chenois Genf war im zweiten Spiel ein schwacher Gegner, er leistete nur wenig Widerstand. Schon hatten die Spieler mehr Selbstbewusstsein getankt. Vor dem dritten Gegner warnten Headcoach Hansi Bär und Trainer Walter Bühler-Schilling eindringlich. Siggenthal spielte unauffällig, abwartend, lauerte auf seine Chancen und war eine ausgeglichene Mannschaft. Durch einige individuelle Fehler gerieten wir schnell in Rückstand, nichts wollte mehr klappen. Aber langsam arbeitete das Team sich heran, spielte geduldiger in der Verteidigung, glich aus und markierte 20 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Aufatmen allerorten, dafür frenetischer Jubel auf der Tribüne, wo die mitgereisten Fans per Transparent und Stimmgewalt die Halle aufmischten.
Nach der Mittagspause stand uns Gastgeber Borba Luzern, der bis dahin auch seine drei Spiele gewonnen hatte, mit exzellenten Einzelspielern gegenüber. Durch eine extrem defensive und knallharte Verteidigung kaufte das Team ihnen den Schneid ab, worauf Borba es mit einem 7. Feldspieler für den Torwart probierte. Doch selbst diese modische Variante hatte keinen Erfolg, Borba resignierte und unterlag deutlich. Im fünften Spiel trafen wir auf Basel, welche einen ausgesprochen konstruktiven, braven Handball bevorzugten. Die wilden Kerle aus Kreuzlingen waren mit ihrem Einsatz erfolgreicher.
Plötzlich war das letzte Gruppenspiel zu einem Endspiel zwischen Horgen und Kreuzlingen geworden. Die körperlich weit überlegenen Horgener pflegten eine ausgezeichnete schnelle Mitte und 2. Welle, um ihre Wurfstärke aus vollem Lauf zu nutzen. Frech hielt Kreuzlingen dagegen, mit halbhohen Würfen von Svenja Schlegel und Schlagwürfen von Sandro Bär spielten wir einen 8:6-Vorsprung heraus. Leider konnten nicht alle Chancen verwertet werden und Horgen damit seine Hauptwaffe vermehrt einsetzen. Mit nur einem Tor Rückstand verpassten wir trotz einer ausgezeichneten Leistung den Einzug ins Finale.
In der Umkleide flossen die Tränen. Ein Blitzableiter war nicht zu finden, das Team lag einfach durchweg am Boden. Alle Bemühungen der Betreuer, Fans und Trainer fruchteten lange nicht, zu knapp war man an seinem Traum gescheitert. Doch es musste kurz darauf das kleine Finale gespielt werden. Muttenz hatte in einer anderen Halle gespielt, wir kannten den Gegner nicht. Auch er war körperlich weit überlegen, verfügte ausserdem über einen guten Torwart. Das Spielgeschehen wogte hin und her, die Verteidigung stand bombensicher. Muttenz flüchtete sich nun in seine Geheimwaffe: Freiwurf mit einem Dreierschirm. Tatsächlich erzielten sie alle Tore aus dieser Taktik, konnten doch die kleinwüchsigen Kreuzlinger keinen adäquaten Block dagegen stellen. Nach Ende der Spielzeit stand es unentschieden, also: 5 Minuten Verlängerung. Dann passierte es: Drei Chancen wurden nicht verwertet, dagegen stellte Muttenz wieder seine Werfer beim Freiwurf auf. So ging das Spiel traurigerweise wiederum mit einem Tor verloren.
Horgen fand dann im Endspiel gegen Würenlingen seinen Meister. Diese waren körperlich noch überlegener, hatten einen Riesen als Linkshänder zur Verfügung und ballerten noch entschlossener auf das Tor. Die Kreuzlinger mussten dagegen nach einer absolut tollen Leistung ohne Medaillen nach Hause fahren. Wie schon so oft entschied nicht Technik, Spielwitz und Teamwork die Schweizer Meisterschaft, sondern Kraft und Wurfgewalt von lang aufgeschossenen Frühentwicklern in absolut defensiven 5:1- (!) oder 6:0-Verteidigungssystemen.
Hervorzuheben sind die zwei Goalies Kristian Bozin und Simon Sigrist, welche unbestritten zu den Besten ihrer Kategorie in Luzern gehörten und das Team oft mit ihren Paraden im Spiel hielten. Getragen wurde das Angriffsspiel von den in Topform befindlichen Spielmachern Sandro Bär und Elia Padula, von ihnen profitierte auch Roger Sigrist am Kreis. Anina Veit als Linkshänderin und Svenja Schlegel boten als Rückraumspielerinnen höchst willkommene und gelungene Varianten. Auf den Flügeln kämpften mit höchstem Einsatz Kevin Nagaratnam, Jérôme Portmann, Dominic Peier und David Aebischer. Auch in der je nach Gegner defensiven oder offensiven 3:3-Verteidigung wurde füreinander gearbeitet und zugepackt, wobei Svenja oft der Fels in der Brandung war. Festzuhalten bleibt, dass die Mannschaft mit insgesamt 3 Jahrgängen das jüngste Team stellte und trotzdem super mithalten konnte. Sie hätte mit ihrer Leistung mehr verdient gehabt.
Das Betreuergespann mit Headcoach Hansi Bär, Trainer Walter Bühler-Schilling und Betreuerin Daniela Bozin hatte alle Hände voll zu tun, um das nach 5 Siegen und zwei superknappen Niederlagen sehr enttäuschte Team zu trösten. Den Spielern und Spielerinnen wird erst allmählich bewusst werden, welch tolle Leistung sie trotzdem geleistet haben.
Ganz herzlichen Dank geht an die mitgereisten Fans und Eltern sowie die Sponsoren, welche die Reise im Car erst ermöglicht haben. Ihre Unterstützung war klasse!
Mit dem vierten Platz konnte auch ein weiterer Vertreter des HRVOST, Kadetten Schaffhausen hinter sich gelassen werden.
Endergebnis:
1. STV Würenlingen 2. HC Horgen 3. TV Muttenz 4. HSC Kreuzlingen
Feststimmung in der Arboner Stacherholzhalle
(10. Mai 2010)
Viele bekannte und neue Gesichter waren in der Stacherholzhalle, und wollten am letzten NLB-Finalrunden-Heimspiel des Aufsteigers teilhaben. Beim Gönnerapéro vor dem Spiel stand die gute Laune im Vordergrund.
Regierungspräsident Dr. C. Graf – Schelling, übrigens selbst ein ehemaliger Hobby – Handballer, reihte sich nach der Eröffnungsfeier des Arboner Hafens mit seiner Gattin ebenfalls unter die Gratulanten.
Für einmal durften unsere jüngsten Mädchen mit den Spielern des „Eins“ auf das Spielfeld mit einlaufen. Michael Deutschmann, der seine Karriere als Aktiver beendet, Christoph Krapf, der aus beruflichen Gründen etwas kürzer treten muss und künftig beim HC Flawil mitspielt, sowie Filip Pendic, den wir in der nächsten Saison bei Otmar sehen werden, wurden vor dem Match mit einem kleinen Präsent und einem riesigen Applaus verabschiedet. Unsere Sponsoren von der Raiffeisenbank Roggwil und der fortimo Imobilien honorierten den Erfolg unseres Teams mit namhaften Beträgen und reihten sich unter die Gratulanten. Dafür herzlichen Dank.
Es scheint verständlich, dass die Einheimischen nicht mehr mit der letzten Konsequenz ans Werk gingen. Doch vorerst war es Nils Fröhlich, der erstmals nach seiner Verletzung für einen Penalty aufs Feld durfte und Arbon 1:0 in Führung brachte. Wir begannen konzentriert und lagen bis zur zehnten Minute beim 7:2 bereits mit fünf Toren vorne. Biel war noch zu inaktiv, vermeintlich leicht zu bezwingen und auf unserer Bank sah man bereits strahlende Gesichter.
Hin und wieder musste man schon das eine oder andere Auge zudrücken, um mit dem Spielverlauf zufrieden zu sein. Bis zur 40. Minute konnten wir unseren Vorsprung auf sieben Tore erhöhen. Die Thurgauer versuchten den Vorsprung zu verwalten. Die Seeländer nahmen das Spiel ernster, wollten sie doch unbedingt die ersten Punkte in der Finalrunde erzielen. In den letzten fünfzehn Minuten gelang dieses Vorhaben beinahe. Ihr Spielertrainer Friesecke bewies seine Klasse und erzielte innerhalb von zehn Minuten sechs Treffer. Nur dank den Toren von Ph. Bärtschi und Ph. Näf, die Torhüter Benkert mehrmals überraschten, kamen wir an einem Punktverlust vorbei.
Nach dem Schlusspfiff durfte sich unser Team einmal mehr bei seinem tollen Publikum für die Unterstützung bedanken. Unser Trainer Enver Koso musste in der Stacherholzhalle Höhenluft geniessen, wurde er doch von seinem Team mehrmals in die Höhe geworfen. Selbstverständlich fehlte der obligate Schaumwein nicht. Am Abend wurde natürlich im kleineren Kreise bis nach der Polizeistunde weitergefeiert.
Am nächsten Samstag treffen wir auswärts auf den frisch gebackenen NLB-Meister Gelb Schwarz Stäfa. Infolge wohlverdienter Ferien unseres „Eins“ können Spieler der 2. Mannschaft und der Junioren für einmal NLB - Luft schnuppern.
Wörtlich:
Christoph Krapf: Es war eine lässige Zeit beim HC Arbon, die gute Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Mannschaft bleiben in meiner Erinnerung. High Ligth war sicher die Finalrunde vor einem Jahr, insbesondere erinnere ich mich gerne an den Match in Genf gegen Chenois wo wir den Grundstein für die Promotion zur NLB legten.* Künftig werde ich beim HC Flawil mitwirken. Weiterhin Freude am Handball haben und mit Flawil aufsteigen, das sind die nächsten Ziele.
Filip Pendic: Bei seinem (vorläufig) letzten Match für Arbon wurde er wie so oft von seinen Eltern und vom Bruder Andrija unterstützt. Fünfzehn Jahren war ich im HCA. Von den Mini B bis zum Aufstieg in die SHL habe ich hier alle Stufen des Handballs durchlaufen. Wir haben eine Supersaison gespielt und besonders freut mich natürlich der Aufstieg in die NLA. Die Kameradschaft in der Mannschaft war für mich eine der Grundlagen für unseren Erfolg. Bei Otmar dürften die Anforderungen höher werden. Natürlich freue ich mich auf Gegner wie Ami oder die Kadetten, aber die Spiele gegen Arbon werden die Höhepunkte der kommenden Saison sein. Meine Eltern haben mich und Andrija im Handball immer gefördert. Wie der Vater Ban Pendic meint, war für diese jeder Samstag beim Handball ein Feiertag und es wäre für sie das Schönste, wenn die beiden Brüder einmal in der gleichen NLA-Mannschaft spielen könnten. Vielleicht wird es ja sogar die Nationalmannschaft, Andrija spielt da schon mit.
Martin Muther: MM wie er bei uns heisst, hat die Geburtswehen seines HCA’s miterlebt. Als ich früher von der 1. Liga als Ziel sprach haben mich meine Kollegen ausgelacht und als „Spinner“ tituliert. In meinen kühnsten Träumen habe ich nie erwartet, dass wir einmal zur NLA gehören. Ich finde dies jedoch eine tolle Sache, gratuliere und bin Stolz auf unseren HC Arbon.
Rolf Bommer vom Grill: Was in der Halle vorgeht erlebe ich natürlich wenig bis gar nicht. Aber von der Geräuschkulisse her kann ich durchaus ableiten was drinnen los ist und wie der Spielstand in etwa lautet. Wenn die Zuschauer nach Hause gehen verfolge ich noch die verschiedenen Meinungen von eigenen und fremden Spielern mit Interesse. „ Für mich ist der Aufstieg einfach de Plausch“. (glä)
HC Arbon - HS Biel 28:27 (14:9)
Sporthalle Stacherholz. - 300 Zuschauer. - SR: R.Bär, Ph. Zimmermann. Strafen: 7 mal 2 Minuten gegen Arbon, 3 mal 2 Minuten gegen Biel. Arbon: Höhener (0-30, 49-60), Hönisch (30-48), Bärtschi (5/1), B. Fröhlich (3), N. Fröhlich (1/1), C. Näf, D. Näf (1), Ph. Näf (11/2), Neuenschwander, Ortells, Pendic (4) A. Stacher (1), Yoon (2), Zülle. - Trainer: E. Koso. Biel: Benkert (0-27, 30-37, 54-60 ), Oesch (28-30, 38-53), Béguelin, Friesecke (7/3), Hess, Jeremias (3), Karl (3), S. Rüeger (2), Schläfli (12/2), Stauffer, Steiner, van Sloten. - Spielertrainer: J. Friesecke.
Aufstiegsfeier beim letzten Heimspiel gegen HS Biel
(05. Mai 10)
Max Glättli
„Das sind dänn no Pläusch“ war einer der Kraftausdrücke von Martin Muther, der 1968 die treibende Kraft bei der Gründung des Handballclubs Arbon war. Ich bin überzeugt, dass Martin diesen Wortlaut wieder einmal benützte, als er vom Aufstieg seines Vereins hörte und sich natürlich riesig freute.
Dank des sportlichen Erfolgs unseres „Eins“ haben wir weit über den Oberthurgau hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. Mehr Leute, als wir ahnen haben die Fortschritte unserer 1. Mannschaft während der ganzen Saison mitverfolgt und freuen sich nun mit uns, dass Arbon in der nächsten Saison in der NLA mitspielt. Auch wir möchten unserem Aufstiegsteam, den Betreuern und dem Verein herzlich gratulieren.
Bei unseren Gästen herrscht seit Beginn der Finalrunde Personalnot. Infolge Verletzungen fehlen immer noch viele Spieler der Stammsechs. Trainer Jens Friesecke, der diese Woche seinen Vertrag mit Biel verlängerte, will dies nicht als Ausrede verwenden. Vielmehr erwartet er, dass die jetzt eingesetzten jungen Spieler das Gerüst der Mannschaft für die nächste Saison bilden und sich auf dem Feld entsprechend motiviert in Szene setzen.
Unsere Mannschaft will sich zum Arboner - Saisonschluss vor hoffentlich zahlreichem Publikum mit einer guten Leistung verabschieden. Feiern Sie mit uns und unterstützen Sie die Aufsteiger in der Stacherholzhalle.
Hopp Arbon!
HC Arbon - HS Biel, Sporthalle Stacherholz Arbon, Sa 8. 5. 2010 um 17.00Uhr.
HC Arbon steigt erstmals in die Nationalliga A auf
(2. Mai 2010)
Der Jubel kannte am Samstag kurz vor 19 Uhr in der Sporthalle Grien von Lyss keine Grenzen. Mit dem 26:22 über die Gastgeber hatten sich die Arboner den erstmaligen Aufstieg in die Teppichetage des Schweizer Handballs gesichert.
Tanzend und Leibchen schwingend feierte die junge Mannschaft mit den gut 50 mitgereisten Fans diese unerwarteten Parforceleistung. Mit Pauken und Anfeuerungsrufen hatten diese die Oberthurgauer förmlich zum dritten Sieg im vierten Finalrundenspiel getrieben. Lange Zeit mussten die Fans mit ihrer Mannschaft mitzittern und mitleiden.
Denn über weite Strecken blieb der HC Arbon hinter den starken Leistungen der vorangegangenen Partien zurück. Ungewohnt viele Fehler schlichen sich in ihr Offensivspiel ein. Das Bewusstsein, so nahe am grössten Erfolg der 42jährigen Vereinsgeschichte zu sein, sorgte für fast schon greifbare Nervosität. Aber die mitgereisten Fans standen wie ein Mann hinter ihrem Team und mussten sich vor der zahlenmässig klar übermächtigen Anhängerschaft der Berner keinesfalls verstecken. Trainer Enver Koso war nach dem Schlusspfiff «einfach nur glücklich». Er hatte schon vor dem Saisonstart angekündigt, dass sich der HC Arbon in der zweithöchsten nationalen Spielklasse nicht verstecken müsse. Der ehrgeizige Trainer liess sich auch nach drei Niederlagen in Folge gleich zu Beginn nicht aus der Ruhe bringen, sondern ging seinen Weg zusammen mit Coach Reto Stark konsequent weiter. In einer extrem engen Hauptrunde, in der schliesslich ein (!) Punkt über die Teilnahme an der Finalrunde oder dem Abstieg in die 1. Liga entschied, setzte sich der HCA mit einer starken Serie ganz zum Schluss souverän auf Platz vier. Und dem Arboner Trainerduo gelang es im Hinblick auf diese sechs Partien umfassende Finalrunde, die junge und unerfahrene Mannschaft vor allem in physischer Hinsicht in Topform zu bringen. Beflügelt vom 30:19-Starterfolg in Biel entzauberten die Oberthurgauer im wegweisenden ersten Heimspiel auch die PSG Lyss mit 39:27. Dieser Sieg brachte dem HCA die Gewissheit, die Sensation schaffen zu können. Gegen Aufstiegsfavorit Stäfa fehlt beim 30:31 noch das Quentchen Glück. Dieses beanspruchte man am Samstag dann ebenfalls nicht. Gegen Lyss stellte Arbon das stärkere Kollektiv und gewann verdient.
Hiessen Arbons Gegner vor rund drei Jahren noch BSG Vorderland, Wil oder Goldach, so lauten nun die klingenden Namen der Gegner in der Saison 2010/11 Kadetten Schaffhausen, Pfadi Winterthur, GC Amicitia Zürich und St. Otmar St. Gallen. (Quelle: Tagblatt)
HC Arbon kann heute NLA-Ticket lösen
(1. Mai 2010)
Gegen die Pfadi-Sport-Gruppe (PSG) Lyss gelang dem HC Arbon am 2. Spieltag der NLB-Finalrunde vor zehn Tagen in der Stacherholzhalle eine faustdicke Überraschung. 39:27 lautete das unerwartet klare Verdikt. Heute folgt die Revanche in Lyss. Gewinnt Arbon erneut, steht es bereits zwei Spieltag vor Schluss als NLA-Aufsteiger fest.
Der Lysser Topskorer Thomas Zitterli meinte nach dem Spiel gegenüber den Medien: "Wir konnten uns in Arbon nicht durchsetzen, da zu statisch und mit viel zu wenig Bewegung agiert wurde." Zudem war nach seiner Ansicht die eigene Offensive zu harmlos und zaghaft. "Wir waren einfach viel zu lieb und liessen die Ostschweizer gewähren."
Das Berner Seeland ist heute Samstag ab 17 Uhr Mittelpunkt der NLB-Finalrunde. Stäfa spielt in Biel, Arbon in Lyss. Selbstverständlich will Stäfas Trainer Marcel Jud mit seinem Team gewinnen und damit bereits an diesem Wochenende auch rein rechnerisch definitiv aufsteigen.
Die Aufgabe für die Thurgauer dürfte deutlich schwieriger sein. Das Heimteam wird sich kaum nochmals so überrennen lassen wie in der Hinrunde und will vor dem eigenen Publikum eine bessere Leistung als auswärts zeigen. Zudem könnten die Berner mit einem Erfolg bis auf einen Punkt zu uns aufschliessen und wären plötzlich wieder im Geschäft. Trainer Marcel Tobler, dessen Vertrag in den letzten Tagen verlängert wurde, meint selbstsicher: „Wir möchten gerne aufsteigen. Die Chance ist noch da.“ (glä)
Arboner Höhenflug vom Leader eingebremst
(26. April 2010)
Der HC Arbon fordert am 3. Spieltag der NLB-Finalrunde Leader Stäfa. In den Schlusssekunden entscheiden aber ein Ausschluss und ein Penalty zum 30:31 (14:13) gegen die Oberthurgauer.
Die Enttäuschen war den Arbonern nach dem Schlusspfiff in die Gesichter geschrieben. Während einige minutenlang mit gesenktem Kopf auf dem Hallenboden oder auf der Auswechselbank sitzen blieben, beschäftigten sich andere zur Ablenkung sofort mit Aufräumarbeiten. Die junge Oberthurgauer Mannschaft hatte vor 400 Zuschauern gerade eine Eintore-Niederlage kassiert, die so nicht zwingend war.
Druck gestiegen
«Nach dem Sieg am Mittwoch gegen Lyss wissen auch die Spieler, dass der Aufstieg in Griffnähe liegt. Damit wird aber auch der Druck grösser.» Trainer Enver Koso ist sich bewusst, dass die Erwartungshaltung gestiegen ist. Auch wenn die Niederlage gegen Stäfa schmerze, «ist sie gut für den weiteren Entwicklungsprozess meiner Spieler,» glaubt der HCA-Trainer. Insbesondere spricht Koso damit die Schlussminute an, als den Arbonern 25 Sekunden vor dem Abpfiff der 30:30-Gleichstand gelungen war. Anstatt das Remis über die Zeit zu retten, kassierten sie jedoch sieben Sekunden vor Schluss die sechste Zweiminutenstrafe und in Unterzahl mit dem Schlusspfiff einen Penalty. Diese Chance liess sich Stäfas Predrag Milicic (11 Tore) nicht entgehen und überwand HCA-Torhüter Ole Hönisch mit einem präzisen Wurf in den Winkel.
Arbon mehrheitlich vorne
Die gesamten 60 Minuten zuvor boten spannenden Handball. Erwartungsgemäss versuchte Arbon den Zürcher Angriff mit einer offensiven Abwehr zu neutralisieren. Auf der anderen Seite hatte sich Stäfa mit einer kompakten 6:0-Abwehr gut auf die gefährlichen Kreisanspiele der Oberthurgauer eingestellt. So fielen die ersten fünf Treffer der Partie allesamt auf Penalty. Arbon lag in der 1. Halbzeit zwar mehrheitlich vorne, mehr als bis auf zwei Treffer absetzen konnte sich das Koso-Team aber nicht. Besser sah es diesbezüglich nach der Pause bis zur 44. Minute aus. Dreimal lag Arbon, angeführt von Philipp Näf mit drei Treffern vorne. In der Schlussviertelstunde häuften sich die Fehler aber wieder und eine kurze Deckung auf Näf zeigten Wirkung. Die Thurgauer hatten zuvor viel Kraft verbraucht. Ein missratener Heber und eine Strafe wenig später liessen den HCA in Rücklage geraten (26:28). Zwar zeigte Stäfa Nerven und musste das 30:30 hinnehmen, doch am Ende zwang der Favorit das Glück eben doch noch auf seine Seite. (Quelle: Tagblatt)
Arbon – Stäfa 30:31 (14:13)
Stacherholz. – 400 Zuschauer. – SR Zwahlen/Schlatter. Strafen: 6mal 2 Minuten plus rote Karte (60.) gegen Arbon, 4mal 2 Minuten plus Disqualifikation (36. Pulver) gegen Stäfa. Arbon: Hönisch (ab 53. Höhener); Bärtschi (3), B. Fröhlich (1), Krapf, C. Näf (1), D. Näf, Ph. Näf (10/6), Neuenschwander, Ortells (1), Pendic (2/1), Stacher (4), Yoon (4), Zülle (4). Stäfa: Ryffel (Parisa für 2 Penalties); Bleuler, Brunner (5), Foletti (3), Flüglister, Jud (5/1), Maag (2), Michel (1), Milicic (11/3), Petrig (3), Siegenthaler, Rassmussen. Bemerkungen: Arbon ohne Ch. Tobler, Graf und C. Näf (alle verletzt).
YellowWinterthur 2 schafft Aufstieg
(26. April 2010)
Aus der 2. Liga des Handball Regional Verbandes (HRV) Ost steigt Yellow Winterthur in die interregionale 1. Liga auf. Die Zürcher verloren zwar das Rückspiel bei Finalgegner Pfader Neuhausen mit 25:27, besassen nach dem 28:23-Heimerfolg eine Woche zuvor aber ein ausreichendes Polster.
NLB-Spitzenkampf in der Stacherholzhalle (23. April 2010)
Geht der Arboner Höhenflug in der NLB-Finalrunde weiter? Nach dem Galaauftritt am Mittwochabend, der mit einem 39:26 (18:12) über die PSG Lyss belohnt wurde, gastiert nun morgen Samstag der Leader und Aufstiegsfavorit HC Gelb-Schwarz Stäfa in der Arboner Stacherholzhalle. Spielbeginn ist um 17 Uhr.
Gelb Schwarz Stäfa wurde 1968 - also im gleichen Jahr wie der HC Arbon - gegründet. Die Zürcher spielten bereits mehrmals in der NLA und qualifizierten sich im Schweizercup dreimal für die Halbfinals. Der bisher letzte Aufstieg gelang vor zwei Jahren. Leider folgte am Ende der Spielzeit auch die sofortige Relegation zurück in die NLB. Trainer Markus Jud und sein junges Team setzten sich den sofortigen Wiederaufstieg zum Saisonziel. Bisher verläuft alles nach Plan. Stäfa ist Leader der Finalrunde und hätte mit einem Sieg in Arbon den Wiederaufstieg praktisch bereits in der Tasche.
Stäfa konnte im ersten Spiel der Finalrunde in Lyss nicht mit der kompletten Mannschaft antreten und musste beim 38:35 mehr kämpfen als ihm lieb war. Am Mittwochabend resultierte gegen ein überfordertes Biel mit 39:19 ein eindeutiges Ergebnis. Die Zürcher verfügen über die beste Offensive der Liga und waren während der ganzen Hauptrunde der klare Leader. Am Ende der Qualifikationsphase schonte man sich offenbar ein wenig, doch jetzt hat man wieder zur alten Spielstärke zurückgefunden.
Vor Meisterschaftsbeginn wurden die Arboner oftmals kritisch gefragt, wie sie ihr Saisonziel, den Ligaerhalt, erreichen wollten. Das Saisonziel wurde souverän geschafft. Jetzt stellt sich plötzlich die Frage, ob ein Aufstieg in die NLA möglich ist. Die Mannschaft und ihr Umfeld haben gezeigt, dass diese Effortleistung sehr wohl möglich ist.
Am Schluss des letzten Duells in der Stacherhalle vor vier Wochen meinte Trainer Markus Jud nach Stäfas 29:31-Niederlage: "Es ist augenfällig, dass meine Mannschaft nach dem definitiven Erreichen des ersten Platzes in der Ausscheidungsrunde nicht mehr mit der letzten Konsequenz zu Werke ging." Und Enver Koso äusserte sich: "Unser Wille und unsere Kampfbereitschaft waren entscheidend."
Gelb-Schwarz Stäfa will natürlich die Leaderposition verteidigen. Wenn die Einheimischen aber die gleiche Leistung wie im letzten Spiel der Qualifikation oder gegen Lyss abrufen können, haben sie aber reelle Chancen die Zürcher erneut zu schlagen. Alles scheint denkbar. Beide Male half den Arbonern auch das grossartige, begeisterungsfähige Publikum. Natürlich hoffen Pendic & Co auch diesen Samstag im Spitzenkampf auf eine volle Halle.
HC Arbon hat NLA-Ticket in Griffnähe
(22. April 2010)
Die NLB-Männer des HC Arbon haben gestern auch das zweite Spiel der Finalrunde gewonnen. Sie setzten sich gegen Lyss dank einer hervorragenden Abwehrleistung problemlos mit 39:26 (18:12) durch und liegen in der Tabelle weiterhin auf dem aufstiegsberechtigenden 2. Rang. Der Rückstand auf Leader Stäfa (39:19) gegen Biel betägt ein Punkt, der Vorsprung auf Lyss aber bereits deren fünf. Vier Runden sind noch ausstehend. Am Samstag kommt es ab 17 Uhr zum Spitzenkampf Arbon - Stäfa.
Alle Ostschweizer Frauenteams steigen ab
(20. April 2010)
Mit dem Ende der Meisterschaft 2009/2010 in der 1. Liga der Handball-Frauen ist Tatsache geworden, was kaum jemand annehmen konnte. Alle Ostschweizer Teams steigen ab. Der LC Brühl auf Platz 11, die SG Uzwil/Bischofszell auf Rang 12 und der BSV Weinfelden auf Platz 13. müssen als Erstliga-Absteiger die kommende Meisterschaft in der regionalen 2. Liga bestreiten. Da es auch keiner Ostschweizer Equipe gelang, aus der 2. in die 1. Liga aufzusteigen, wird in der Meisterschaft 2010/2011 als Novum kein einziges Ostschweizer Team in der 1. Liga spielberechtigt sein. (fb.)
Yellow legt gegen Neuhausen vor
(20. April 2010)
Im Hinspiel der Aufstiegsrunde um den Aufstieg von der 2. in die 1. Liga hat Yellow Winterthur 2 mit dem 28:23 (13:13) gegen Pfader Neuhausen seine Ambitionen für den Aufstieg deutlich unterstrichen.
Die Zürcher überzeugten mit ihrem erfahrenen Team durch ihr geordnetes und ruhiges Spiel. Die Schaffhauser erreichten kaum einmal ihr in der Qualifikationsphase gezeigtes spielerisches Niveau und fanden während der gesamten 60 Spielminuten nie richtig ins Spiel.
In der ausgeglichenen ersten Halbzeit wechselte die Führung immer wieder. Nach der Pause legte wohl Yellow immer wieder vor, konnte aber keine Vorentscheidung erzwingen, da die Pfader immer wieder ausglichen. So stand es auch Mitte der zweiten Halbzeit 19:19. In der Schlussphase der Partie nutzen die Winterthurer dann eine Überzahl zur Vorentscheidung. Da Neuhausen immer wieder beste Möglichkeiten nicht nutzen konnte, bezog es schliesslich die deutliche 23:28-Niederlage, die im Rückspiel vom kommenden Samstag nur noch schwer wettzumachen sein dürfte. (fb.)
Gegen Lyss fehlt noch ein Sieg
(19. April 2010)
Arbon konnte in der NLB-Hauptrunde nur bei der SG GC Amicitia nicht gewinnen und gegen die Pfadisportgruppe Lyss erreichten wir lediglich einen Punkt. Es fehlt also noch ein Vollerfolg.
Die PSG Lyss feiert dieses Jahr das 40-jährige Bestehen und hat sich zum Ziel gesetzt bis zum letzten Spiel alles zu geben. Mit einem Aufstieg in die oberste Handballliga würde sich die Mannschaft natürlich selbst ein schönes Geschenk zum Jubiläum machen.
Im zweiten Spiel der Saison überrannten uns die Berner im Stacherholz und zeigten, dass wir damals noch mit einigen Schwierigkeiten in der NLB zu kämpfen hatten. In der Rückrunde ergatterten wir auswärts eher etwas unerwartet einen Punkt. Mit etwas mehr Cleverness hätten wir sogar beide Zähler an den Bodensee entführen müssen. Die Seeländer lieben ein offensives, schnelles Handballspiel und sind sich gewohnt hart zu verteidigen. Zudem waren unsere Gäste schon im letzten Jahr Finalrundenteilnehmer.
Gegen Stäfa hatten die Berner einige Absenzen zu beklagen, sodass Trainer Marcel Tobler ein erfolgreiches Comeback gab. Trotz der Abwesenden waren sie gegen den Leader bis kurz vor Spielschluss ein ebenbürtiger Gegner. Wer von den fehlenden Tschanz, Schäfer oder Malär wieder eingesetzt werden kann, wissen wir am Mittwoch. Unser Start in die Aufstiegsrunde gelang gegen einen ersatzgeschwächten HS Biel relativ problemlos. Nun erwartet uns eine anspruchsvollere Aufgabe. Aber die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft aus der NLB einen ebenbürtigen Gegner abgeben können. Ole Hönisch meinte am Schluss der Qualifikation: „Sieg oder Niederlage in einem Spiel ist Kopfsache. Neben der Tagesform ist eine motivierte Einstellung der Mannschaft für einen Erfolg zwingend. Die Unterstützung durch unser Publikum fordert uns zusätzlich.“ Diese Hilfe war in Biel stark spürbar. Wir hoffen, dass wir unsere Heimstärke vor einer grossen Zuschauerkulisse ausspielen können.
Hopp Arbon!
HC Arbon – PSG Lyss, Sporthalle Stacherholz, Mi 21. 4. 2010 um 20.00Uhr.
Neuhausen um ein Tor besser als Wittenbach
(13. April 2010)
Im Handball der 2. Liga hat sich die Zahl der vier Aufstiegsrundenteilnehmer auf deren zwei reduziert. Die SG GS/Kadetten Schaffhausen und Rover Wittenbach sind in den Halbfinals ausgeschieden, Yellow Winterthur und Pfader Neuhausen sind verblieben und machen den Aufsteiger in die 1. Liga und den Regionalmeister unter sich aus.
Extrem knapp ist die Entscheidung zwischen Wittenbach und Neuhausen ausgefallen. Hatten die St. Galler das Hinspiel mit 28:25 zu ihren Gunsten entschieden, so gewannen die Schaffhauser das Rückspiel mit 32:28 (13:11). Nach ausgeglichenem Spielverlauf mit leichten resultatmässigen Vorteilen für Neuhausen, fiel die Entscheidung zu Gunsten des Heimteams erst in den letzten Sekunden der Partie. Eine Minute vor dem Spielende gelang den Pfadern der Treffer zum 31:28. Doch dies reichte noch nicht zum Weiterkommen. Die Wittenbacher, die bei diesem Spielstand dank der höheren Zahl an Auswärtstoren für den Final qualifiziert gewesen wären, waren wieder in Ballbesitz. Ihr Angriff verdiente jedoch die Bezeichnung bald nicht mehr, so dass die Schiedsrichter Zeitspiel anzeigten. Der überhastete Abschluss 25 Sekunden vor dem Ende brachte nicht die erhoffte Entscheidung in der Form eines Tores ein. Neuhausen war wieder im Ballbesitz. Es musste zur Finalqualifikation noch einen Treffer erzielen. Acht Sekunden vor Spielschluss glückte dieser zum 32:28- Schlussergebnis und damit zur finalen Aufstiegsrunde gegen Yellow Winterthur 2.
Die Zürcher ihrerseits kamen nach dem 26:25-Eintoresieg im Hinspiel auch im Rückspiel gegen die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen zu einem minimalen Sieg mit 25:24, entschieden so aber doch die Runde mit vier Punkten klar zu ihren Gunsten. (fb.)
Arbon startet mit Kantersieg in die NLB-Finalrunde
(11. April 2010)
Der HC Arbon sorge am Samstag dank einem 30:19-Auswärtssieg in Biel für eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf der NLB-Finalrunde.
Das war nicht der Gegner, der mit sieben Siegen in Serie den Ligaerhalt erkämpfte. HS Biel scheint sein Saisonziel erreicht zu haben. Neben den verletzten Heiniger und Schütz musste Trainer Friesecke auf vier weitere Stammspieler verzichten. So verlieb den Seeländern eine zu dünne Decke an erfahrenen Spielern, um gegen die Thurgauer erfolgreich zu sein.
Beide Mannschaften suchten zu Beginn mit einer 6:0–Deckung den Erfolg. Dank einem platzierten Sprungwurf eröffnete Ph. Näf das Skore und der einmal erzielte Vorsprung der Arboner konnte von den Bielern bis zum Ende der Partie nie mehr aufgeholt werden. Im Gegenteil, bereits während den ersten zehn Minuten dominierte die gesamte Aufbaureihe der Gäste und erhöhte den Abstand auf fünf Tore Differenz. Die Seeländer konnten zwar reagieren und dank dem von allen Positionen aus gefährlichen Karl den Torabstand wieder auf zwei Zähler reduzieren. Eine Änderung in der Arboner Defensive wurde nötig. Eine 5:1-Abwehr mit Yoon als vorgestellten Verteidiger war die richtige Massnahme. So blieb der Angriff der Berner weitgehend wirkungslos. Zudem glänzte Hönisch im Tor einmal mehr. Der Vorsprung unserer Mannschaft wuchs wieder auf fünf Tore an. Mit einem Time-out wollte Trainer Friesecke seine Mannschaft auf die neue Situation einstellen. Er erreichte jedoch keine entscheidende Wende und Biel war lediglich in der Lage die Tordifferenz bis zur Halbzeit zu halten.
Arbon erhöht Vorsprung kontinuierlich
Die Gastgeber versuchten mit einer offensiveren Abwehrvariante zum Erfolg zu kommen. Unser Team wirkte in dieser Phase zu nachlässig, zu unkonzentriert, was sich gegen einen stärkeren Gegner rächen könnte. Das gut vertretene Arboner Publikum forderte sein Team lautstark. Die Wirkung blieb nicht aus und das Spiel der Thurgauer wurde wieder souveräner. Der Spielfluss bei den Bielern ging weitgehend verloren. Zudem musste nach 45 Minuten mit Jeremias ein routinierter Spieler wegen einer Überreaktion vorzeitig unter die Dusche. Die Ostschweizer lagen bereits jetzt mit acht Toren klar vorne. Das letzte Viertel des Spiels benutzte Trainer Koso um eine 3:2:1–Verteidigung zu schulen. Ausserdem erhielten die Spieler von der Bank Gelegenheit sich auf dem Handballfeld auszuzeichnen. Mit Toren von Krapf, C. Näf und Ortells wurde die Tordifferenz auf über zehn Treffer erhöht und Höhener wehrte ausser bei einem Penalty auch noch in mehreren 1:1-Situationen erfolgreich ab.
Ein Spiel mit einem erfreulichen Ausgang. Am Mittwoch, den 21. April 2010, wird um 19.30 Uhr mit PSG Lyss ein stärkerer Gegner in der Stacherholzhalle erwartet.
Wörtlich:
Antonio Midea: Arbon war während des ganzen Spiels nie wirklich gefordert. Hinter einer starken Abwehr brillierten zwei hervorragende Torhüter. Unser phantastisches Publikum hat die Mannschaft sensationell unterstützt und für eine gute Stimmung in der Sporthalle Esplanade gesorgt. (glä)
HS Biel - HC Arbon 19:30 (9:14)
Sporthalle Esplanade. - 100 Zuschauer. - SR: D. Wyss, K. Zowa. Strafen: 4 mal 2 Minuten plus 1 Disqualifikation (45. Jeremisas) gegen Biel, 4 mal 2 Minuten gegen Arbon. Biel: Benkert (0-60), Nadj (für 1 Penalty), Bratschi, Hess, Jeremias (1/45 Min. rote Karte), Karl (5), Liggenstorfer (1), M. Rüeger (2), S. Rüeger (2), Scheurer, Schläfli (3/2), Trummer, Urech (5/1), van Sloten. - Trainer: J. Friesecke. Arbon: Hönisch (0-50), Höhener (50-60); Bärtschi (4), B. Fröhlich (5), Krapf (1), C. Näf (1), D. Näf, Ph. Näf (10/2), Neuenschwander, Ortells (1), Pendic (2) A. Stacher (3), Yoon (3), Zülle. - Trainer: E. Koso.
Arbon startet auswärts gegen HS Biel in die Finalrunde der NLB
(08. April 10)
Max Glättli
Die Seeländer verhinderten nach einem erbittert geführten Kampf im letzten Moment die mögliche Relegation aus der NLB. So knapp wie man dem Abstieg entkam, so knapp qualifizierte man sich für die Finalrunde. Biels Trainer Friesecke, meinte die Aufholjagd hat uns sicher viel Substanz gekostet. Ob der Kräfteverschleiss der Uhrenstädter wirklich zu gross oder eher Motivation war, können wir am Samstag sehen.
Die Bieler wie die Arboner haben das vor dem Beginn der Meisterschaft festgelegte Saisonziel bereits erreicht. Und beide liessen gegen das Ende der Saison mit positiven Resultaten aufhorchen. Die Berner mit sieben Siegen in Serie und die Thurgauer mit ihrem bravourösen Sieg gegen GS Stäfa.
Ein möglicher Aufstieg ist für alle Finalrundenteilnehmer verlockend nah. Zudem ist kein wirklich haushoher Favorit auszumachen, selbst bei GS Stäfa waren zum Ende der Hauptrunde gewisse Schwächen zu erkennen. Und im Gegensatz zum letzten Jahr sind auch alle beteiligten Vereine bereit eine Liga höher zu spielen. Es erwartet uns also eine spannende Finalrunde.
Die Chancen für einen weiteren Aufstieg des HC Arbon sind durchaus intakt.
Unsere Mannschaft hofft natürlich, dass sie auch am Bielersee von ihrem Anhang unterstützt wird.
Hopp Arbon! HS Biel - HC Arbon, Sporthalle Esplanade Biel, Sa 10. 4. 2010 um 19.00Uhr
HC Arbon beginnt NLB-Finalrunde auswärts
(1. April 2010)
Die Männer des HC Arbon nehmen die NLB-Finalrunde der Top 4, in der in einer Doppelrunde die beiden Aufsteiger ermittelt werden, mit einem Auswärtsspiel in Angriff. Das Team von Trainer Enver Koso trifft am Samstag, 10. April, um 17 Uhr auswärts auf HS Biel. Das erste Heimspiel bestreiten die Oberthurgau dann am Mittwoch, 21. April, gegen PSG Lyss. Damit bestreitet der HCA, der mit zwei Bonuspunkten startet, gleich zu Beginn zwei wegweisende Partien. Favorit auf den 1. Platz ist der HC Gelb-Schwarz Stäfa, welcher die Qualifikation überlegen gewonnen hat, zuletzt allerdings in Arbon verlor.
Die Spieldaten des HC Arbon im Überblick:
Sa, 10.04., 19.00 HS Biel - HC Arbon
Mi, 21.04., offen HC Arbon - PSG Lyss
Sa, 24.04., 17.00 HC Arbon - HC GS Stäfa
Sa, 01.05., 17.00 PSG Lyss - HC Arbon
Sa, 08.05., 17.00 HC Arbon - HS Biel
Sa, 15.05., 16.30 HC GS Stäfa - HC Arbon
Die Ausgangslage:
1. HC GS Stäfa 0 Spiele/3 Punkte 2. HC Arbon 0/2
3. PSG Lyss 0/1
4. HS Biel 0/0
Wittenbach und Yellow legen vor
(31. März 2010)
In den 2.-Liga-Halbfinalpaarungen um den Aufstieg in die 1. Liga haben die Heimteams Rover Witternbach und Yellow Winterthur in den Hinspielen vorgelegt. Die Zürcher siegten knapp 25:24 (13:16) gegen die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen, die St. Galler besiegten Pfader Neuhausen 28:25 (14:15).
Wittenbach startete gegen Neuhausen mit einer schnellen 3:1-Führung. Doch verschiedene Fehler des Gastteams ermöglichten es den Schaffhausern das Skore schnell wieder auszugleichen und beim 7:6 selber die Führung zu übernehmen und diese bis in die 25. Minute auf vier Treffer zu erhöhen. Doch Rover liess sich nicht weiter distanzieren und verkürzte bis zur Pause auf einen Treffer. Nach der Pause konnten die Wittenbacher ihre Leistungssteigerung fortsetzen, so dass sie nach 45 Minuten 23:18 vorne lagen. Doch die Entscheidung war damit nicht gefallen. Neuhausen nutzte Strafen und Fehler des Gegners zum 24:23-Anschlusstreffer. In der hektischen und teilweise ruppigen Schlussphase behielten die Gastgeber dann aber die Nerven bis zum 28:25-Schlussergebnis. Der Sieg hätte bei etwas mehr Abgeklärtheit jedoch deutlicher ausfallen können, wurden doch nebst zahlreichen aufgelegten Möglichkeiten auch drei Penaltys nicht verwertet. Auch das Überzahlspiel war nicht erste Güte. Aus den insgesamt zehn Zweiminutenstrafen der Pfader wurde zu wenig Profit geschlagen. Für Neuhausen sind für das Rückspiel damit noch alle Optionen offen.
Alle Möglichkeiten sind auch für den Verlierer der zweiten Halbfinalpartie offen. Wohl hat Yellow Winterthur „2“ nach dem 25:24 gegen die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen zwei Punkte auf dem Konto, doch schon eine Zweitore-Niederlage im Rückspiel würde dann für die Schaffhauser sprechen. Der erste Vergleich der beiden Teams war weitgehend ausgeglichen, wobei die SG mit drei Treffern in der ersten Halbzeit den deutlichsten Vorsprung für sich beanspruchen konnte. Nach der Pause verfügten die Winterthurer eher über die grösseren Kraftreserven und glichen schnell einmal aus. Eine deutliche Führung gelang aber nie.
Die Rückspiele werden am 10. April ausgetragen. (fb.)
Versöhnlicher Saisonabschluss
(29. März 2010)
Nach drei Niederlagen in Folge gewinnt der HC Romanshorn sein letztes Saisonspiel gegen das letztplatzierte Kloten souverän mit 30:20 (14:9) und beendet die Meisterschaft als Achter. Vor einer beachtlichen Kulisse verabschiedete sich das Team von Slavoljub Vulovic mit einer standesgemässen Leistung.
Da der Klassenerhalt bereits vor der Partie gesichert war, konnten die Thurgauer ohne Druck aufspielen. Es ging nur noch darum, sich vom zehnten auf den achten Rang zu hieven und somit die Saison 2009/10 hinter dem HC Arbon (NLB) und dem SC Frauenfeld als drittbestes Thurgauer Team abzuschliessen. Der HCR zeigte sich von Beginn weg präsent. Die Angriffe wurden so lange ausgespielt, bis sich eine gut Chance bot und diese Chancen wurden auch verwertet. Kloten hatte ebenfalls seine Möglichkeiten, scheiterte zu Beginn allerdings einige Male am gut aufgelegten Hubmann zwischen den Pfosten. So übernahm Romanshorn früh die Führung und gab diese während des ganzen Spiels nicht mehr ab. Angeführt von Spielmacher Schneider und Otmar-Leihgabe Von Ow bauten die Hausherren ihren Vorsprung in der ersten Viertelstunde kontinuierlich bis auf fünf Tore aus. Danach verlor das Spiel der Gastgeber etwas an Dynamik, die Führung konnte jedoch bis zur Pause konsolidiert werden.
Auch nach dem Unterbruch gerieten die Romanshorner nie in Gefahr das Spiel noch aus der Hand zu geben. Obwohl sie sich zunächst auf das Verwalten des Vorsprungs konzentrierten und keine grossen Stricke mehr zerrissen, agierten die Gäste im Angriff schlicht zu harmlos, als dass es nochmals hätte spannend werden können. Näher als vier Tore kam Kloten nicht mehr an das Heimteam heran. Die Schlussphase prägte der junge Roman Himmelberger. Seine Abschlüsse aus allen Lagen fanden immer den Weg ins Tor und somit hatte er grossen Anteil daran, dass der Sieg seines Teams zum Schluss so hoch ausfiel. Für den HC Romanshorn geht eine zufriedenstellende zweite 1.Liga-Saison zu Ende. Man musste zwar wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern. Dies lag allerdings vor allem an der Ausgeglichenheit der Gruppe und nicht an zu wenig guten Leistungen der Thurgauer. Den elften trennen vom vierten gerademal sechs Punkte. Das Ziel des HCR für die kommenden Jahre wird es sein, sich mit konstanten Leistungen im Mittelfeld der 1. Liga zu etablieren.
HSC Kreuzlingen mit ordentlicher Leistung zum Abschluss
(29. März 2010)
Der HSC Kreuzlingen beschliesst in der 1. Liga mit dem 25:27 (13:11) gegen die SG Albis Foxes/GC Zürich eine miserable Rückrunde. Geblieben ist nur ein Platz im hinteren Mittelfeld.
In einem für die Thurgauer bedeutungslosen Match gelang es immerhin, den Tabellenzweiten bis zuletzt herauszufordern. Die Grenzstädter zeigten zwar eine durchaus motivierte Leistung, scheiterten jedoch in der entscheidenden Schlussphase an der fehlenden Konstanz. Damit war auch dieses letzte Saisonspiel symptomatisch für den Verlauf der Rückrunde, in der die Mannschaft des scheidenden Trainers Roger Bertschinger eine Spitzenplatzierung in der Rangliste vor allem wegen der fehlenden Heimstärke einbüsste. Von den 11 Auftritten vor eigenem Publikum in den vergangenen sieben Monaten gingen nicht weniger als deren sieben verloren.
Stark in der Defensive
Die Gastgeber fanden gut in die Partie und dominierten in den ersten 10 Spielminuten. Der Tabellenzweite aus Zürich wirkte nur bedingt stabil, konnte sich jedoch steigern. Bei Kreuzlingen trumpfte Laszlo Lesko in einer starken Defensive mit einer überzeugenden Darbietung auf. Ihm war es mit zu verdanken, dass der HSCK sich bis kurz vor der Pause einen 13:9-Vorsprung heraus gespielt hatte und damit dem SC Frauenfeld aus der Ferne Schützenhilfe zu bieten schien. Doch die Truppe vom Zürichsee konnte bis zum Seitenwechsel den Rückstand noch auf 11:13 verkürzen.
Gäste cleverer
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Einheimischen ziemlich schwer und gerieten bis zur Hälfte des zweiten Durchgangs mit 19:22 in Rücklage. Die kämpferische Einstellung der HSCK-Truppe war allerdings bemerkenswert. Man kehrte ins Spiel zurück und durfte nach dem 23:22 durch den überraschend effizienten Gabor Gacsaly gar auf einen persönlichen Heimsieg zum Abschluss hoffen. Doch in den entscheidenden Momenten in der dramatischen Schlussphase waren die Gäste cleverer und konnten in den beiden letzten Minuten noch den etwas glücklichen 27:25-Auswärtserfolg erkämpfen. Die HSCK-Akteure blieben am Schluss eher schlecht belohnt. (lo.)
Kreuzlingen – SG Albis Foxes/GC Zürich 25:27 (13:11)
Sporthalle Egelsee. - 180 Zuschauer. - SR Iseli/Ryter. Strafen: 7mal 2 Minuten plus Disqualifikation (55. Runge) gegen Kreuzlingen, 6mal 2 Minuten gegen SG Albis Foxes/GC Zürich. Kreuzlingen: Lesko (Järmann); Bader (2), Baumann, Briegmann (5),Fehr, Fülöp (10/4), Gacsalyi (3), Hallauer, Obert, Pfeiffer (1), Runge (1), Thoma (1), Zeuske (2). SG Albis Foxes/GC Zürich: J. Wäspe (Wenger); Blaser (4), Di Stefano (1), L. Jäger (4), M. Jäger, Kümmerli (1); Lienenmann, Maurer (7/3), Muths (3), Thaler (1), N. Wäspe (6), Wernli. Bemerkungen: Time-outs: 14:43/45:08 Kreuzlingen und 22:38/59:12 SG Albis Foxes/GC Zürich. Kreuzlingen ohne Huber (rekonvaleszent). Trainer Berschinger und Spieler Bader (beide zu SG Seen Tigers/2.) und Zeuske (zurück nach Berlin) bei Kreuzlingen verabschiedet.
SC Frauenfeld knapp an den Aufstiegsspielen vorbei (29. März 2010)
Frauenfeld – Mit dem letzten Sieg der Meisterschaft hatte der SCF in der Tabelle den Zweitplatzierten, die SG Albis Foxes/GC Zürich, zwischenzeitlich überholt. Da sich die Stadtzürcher am späteren Abend aber gegen Kreuzlingen durchsetzten, konnten sie den SCF vom 2. Rang, der zu den Aufstiegsspielen zur NLB berechtigt, verdrängen.
Der SCF hatte in der Startphase Mühe ins Spiel zu finden. Wetzikon verteidigte sobald eine Spielauslösung angesagt wurde sehr offensiv. Dadurch vermochten die Frauenfelder den Ball nicht in den eigenen Reihen mit Druck durchzuspielen. Zudem entwickelten die Zürcher ein druckvolles Angriffsspiel, das die Frauenfelder Abwehr vor viele Probleme stellte. Bis zur 12. Spielminute gingen die Zürcher mit 8:3 in Führung. Durch eine verbesserte Defensivarbeit und schnell ausgelösten Angriffe gelang dem SCF bis zur 20. Minute wieder den Anschluss zum 10:8. Fortan war das Spielgeschehen ausgeglichen. Der SCF ging mit einem 3-Tore-Rückstand in die Garderobe.
Damit der Sieg errungen und somit noch die theoretische Chance an den Aufstiegsspielen teilnehmen zu können, erhalten werden konnte, mussten sich die Thurgauer in der zweiten Halbzeit in der Defensive steigern. So gestanden sie dem Gegner in den ersten 30 Minuten zu viele „einfache“ Tore zu. Die Leistungssteigerung gelang. In der 42. Minute glichen die Frauenfelder das Skore seit Spielbeginn erstmals wieder aus, wobei sie vier Minuten später sogar zum ersten Mal in Führung gehen konnten. In den letzten knapp zwölf Spielminuten konnte keine Mannschaft eine Vorentscheidung erzwingen. Dem SCF gelang mit dem vorletzten Angriff das 23:24. Doch Wetzikon war noch nicht geschlagen und traf seinerseits zum 24:24. Mit der letzten Aktion des Spieles setzte sich der junge Hasanovic gegen seinen Gegenspieler durch und traf eine Sekunde vor Schluss zwischen den Beinen des Zürcher Torwarts hindurch zum 24:25 Schlussstand ins Tor.
Im letzten Meisterschaftsspiel wollte der SCF unbedingt Punkten. Einerseits sollte dadurch die Chance an der Teilnahme zu den NLB-Aufstiegsspielen gewahrt werden, andererseits wollte der SCF gegen jeden Meisterschaftsgegner zu mindest einen Punkt in der laufenden Saison gewonnen haben. Mit dem erkämpften Sieg und den hervorragenden 3. Tabellenschlussrang können die Thurgauer auf eine sehr erfolgreiche 1. Ligasaison zurückblicken.
HC KZO Wetzikon – SC Frauenfeld 24:25 (14:11)
Wetzikon Walenbach, Zuschauer: 110
Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Frei (6), Gruber, Hasanovic (2), Haussener (3), N. Hug (3), Keller, Mathis (5/3), Ries, Rohner (1), F. Schäfli (1), C. Tschirren (4)
Abwesend: Fehr (überzählig), Ch. Hug (verletzt), Iacopetta (überzählig), Kunz (Militär), Sutter (privat abwesend) M. Tschirren (verletzt)
HC Arbon kämpft um NLA-Aufstieg
(28. März 2010)
In einem temporeiches NLB-Siel auf hohem Niveau bezwang der HC Arbon den souveränen Qualifikationssieger HC GS Stäfa verdient mit 31:29 (15:17). Die Oberthurgauer qualifizierten sich damit gleich in ihrer ersten NLB-Saison für die Aufstiegsrunde zur höchsten Spielklasse.
Gleich zu Beginn wollte Gelb-Schwarz zeigen, dass die letzten Punktverluste nicht zum normalen Alltag ihres Spiels gehören. Sie bestimmten mit ihrem rasanten Auftreten vorerst das Geschehen. Die Thurgauer konnten das vorgelegte Tempo mithalten und lagen dank der besseren Schussauswertung bald mit zwei Toren vorne. Selbstverständlich reagierte Stäfa, und die Effizienz ihrer Würfe aufs Arboner Tor wurde sichtlich besser. Zudem störten die Zürcher jetzt mit einer etwas offensiveren Verteidigung die Angriffe des HCA einige Male erfolgreich. Nach zehn Minuten konnte die Mannschaft von Trainer Jud das Skore ausgleichen und lag von da an für längere Zeit in Front.
Tempo mitgegangen
Die Einheimischen liessen sich nicht abschütteln, sie konnten mit dem Gegner jederzeit mithalten. Das schnelle Spiel forderte seinen Tribut und machte sich gegen Ende der ersten Hälfte bei beiden Teams bemerkbar. Trotzdem hinterliessen die Oberthurgauer bereits jetzt den etwas wacheren Eindruck, dies bestätigte der erfolgreiche Abschluss zwei Sekunden vor der Pause durch Bärtschi.
Arbon steigerte sich
Auch nach der Pause hielten die beiden Mannschaften den hohen Rhythmus aufrecht. Bei Stäfa stand jetzt der ehemalige Arboner Perisa im Tor. Die Thurgauer verteidigten nun zeitweise mit einer 5:1 Formation, was den Zürchern nicht so behagte. Zudem hinderte im Tor ein einmal mehr souverän agierender Hönisch den gegnerischen Angriff in vielen Spielsituationen am Erfolg.
Flügel vermehrt miteinbezogen
Neben der dominierenden Achse Näf, Pendic wurden bei den Einheimischen jetzt vermehrt die Flügel ins Spiel miteinbezogen und Zülle konnte kurz nach der Pause das erste seiner fünf Tore erzielen. In der achtunddreissigsten Minute kippte das Spiel, wir glichen zum 20:20 aus und Gelb Schwarz konnte bis zum Schluss nie mehr die Führung übernehmen. Stäfa verteidigte nochmals etwas offensiver, um vermehrt Bälle abzufangen. Ein grossartiges Publikum unterstützte unser Team lautstark. So blieben wir präsenter und forderten die Zürcher stark. Eine nochmals offensivere Verteidigung parierten die Arboner gekonnt und die beiden Gegenstosstore kurz vor Spielschluss waren nur noch Resultatkosmetik. Den Gästen schien die nötige Kraft zu fehlen.
Ein attraktiver Match dank dem Arbon mit gutem Gewissen an der Finalrunde teilnehmen darf. Hier treffen wir am Wochenende vom 10/11. April auswärts auf Lyss.
Wörtlich:
Ole Hönisch bringt es auf den Punkt: Ein starker Gegner, ein schnelles, attraktives Spiel, zahlreiches Publikum und eine gute Stimmung in der Halle: So ist es schön Handball zu spielen. Natürlich freue ich mich besonders über einige Paraden, wo ich im Spiel 1:1 erfolgreich war.
Der ehemalige Arboner Daniel Perisa meint: Ich gratuliere den Arbonern. Wir haben noch Reserven und müssen wieder etwas „mehr Gas geben“. So kehrt bei uns der Erfolg zurück. (glä)
HSC Kreuzlingen gegen Tabellenzweiten nochmals gefordert (26. März 2010)
Zwar hatten es die 1.-Liga-Handballer des HSC Kreuzlingen am letzten Wochenende beim 21:21 gegen Wetzikon verpasst, den Klassenerhalt aus eigener Kraft vorzeitig sicherzustellen, doch am Montag gab es dann Entwarnung vom Schweizerischen Handball-Verband. Weil eine der sieben Regionalverbände gemeldet hat, dass sie keinen Aufsteiger aus der 2. Liga stellen wird, finden die Barrage-Spiele in der 1. Liga nicht statt. In jeder der drei 1.-Liga-Gruppen steigen somit nur die beiden Letztplatzierten ab. In der Gruppe 1 sind dies Kloten und Wädenswil.
Trotzdem ist sind die Kreuzlinger im abschliessenden Heimspiel vom Samstag (18.15 Uhr, Sportzentrum Egelsee)gegen den Tabellenzweiten SG Albis Foxes/GC Zürich nochmals gefordert. Mit einem finalen Heimsieg könnte das Team von Roger Bertschinger dem SC Frauenfeld noch zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde verhelfen. Hierfür müssen die Rot-Weissen gegen die Zürcher in jedem Fall aber nochmals eine Topleistung abrufen, so wie sie es beim 31:27-Vorrundenerfolg getan haben. Allerdings liegt die Spielgemeinschaft derzeit auf Rang 2 und damit auf einem Aufstiegsrundenplatz. Zuletzt zeigten die Zürcher meist starke Leistungen wie beim 36:20 in Romanshorn oder dem 28:21 in Wohlen. Immer wieder gab es aber auch schwächere Tage wie bei der 23:25-Heimniederlage gegen Wetzikon oder dem 32:35 gegen Absteiger Kloten.
Chancenlos wird der HSCK also auch gegen den Tabellenzweiten nicht sein. Entscheidend wird, ob er an die durchaus gute Defensivleistung gegen Wetzikon (nur 21 Gegentore) anknüpfen kann und sich gleichzeitig im Abschluss zu steigern vermag. Am letzten Samstag vergab man (einmal mehr) zu viele sogenannt 100-prozentige Torchancen. Es muss also einiges zusammenpassen, damit Captain Baumann & Co. den Stadtzürchern auch im zweiten Saisonvergleich das Nachsehen geben kann. Gleichzeitig ist es das Abschiedsspiel von Roger Bertschinger, welcher beim HSC Kreuzlingen durch den 14fachen deutschen Internationalen Alexander Mierzwa (Spielertrainer) und Frank Schädler (Trainer und Coach) ersetzt wird. Beide sind sie noch bis zum Saisonende bei Pfadi Winterthur in der NLA-Finalrunde engagiert. Bertschinger wird in der kommenden Saison das Team von Yellow Winterthur 2 trainieren, welches ab diesem Wochenende die Aufstiegsrunde zur 1. Liga bestreitet.
Arbon fehlt nur eine Kleinigkeit zur Teilnahme an der Finalrunde der NLB
(24. März 10)
Am letzten Spieltag der Qualifikationsrunde ist in der zweithöchsten Liga viel Spannung angesagt, gilt es doch noch einiges zu klären. Einerseits wird der zweite Absteiger ausser dem TV Muri bestimmt. Am meisten gefährdet sind neben dem HC Horgen der BSV Stans. Die beiden liegen nur je einen Zähler hinter weiteren Abstiegskandidaten. Bereits seit längerem hat sich Gegner Gelb Schwarz Stäfa für die Teilnahme an der Finalrunde qualifiziert. Die Mannschaft von der Zürcher Goldküste stieg letztes Jahr aus der NLA ab. Ein sofortiger Wiederaufstieg wurde angestrebt. Das Ziel möglichst bald wieder in der obersten Liga mit zu spielen, wurde konsequent umgesetzt. Während der ganzen Meisterschaft lag Gelb Schwarz an der Tabellenspitze, und der erste Gruppenrang war nie in Gefahr.
Zusammen mit Trainer Markus Jud werden die Vorbereitungen für nächstes Jahr in der NLA schon jetzt entschlossen vorangetrieben. Künftig wird von den Spielern die Teilnahme an vier Trainingseinheiten pro Woche zwingend verlangt. Wer da nicht mittun kann, hat in der neuen Mannschaft keinen Platz mehr. Einige junge Spieler, die ins Team eingebaut werden sollen sind bereits engagiert. Zudem will man mit der Gründung einer Aktiengesellschaft die Basis für eine professionellere Vereinsstruktur legen.
Für die drei weiteren Plätze in der Finalrunde können sich noch fünf bis sechs Vereine qualifizieren. Die beste Ausgangslage dazu hat eindeutig Arbon das momentan auf dem vierten Rang klassiert ist, jedoch den zweiten Platz der möglichen Finalrundenteilnehmer belegt. Im Hinspiel führten die Thurgauer während dem ersten Drittel des Matchs. In der Stacherholzhalle können wir die „Zürihegel“ eventuell länger bedrängen, sodass ein oder zwei Punkte am Bodensee bleiben. Auf alle Fälle möchte man gegen Stäfa, das in den beiden letzten Spielen auswärts Punkte verlor, eine gute Leistung zeigen. Selbst bei einer knappen Niederlage sollte die Qualifikation möglich sein.
Unsere Mannschaft steigerte sich gerade gegen starke Gegner immer wieder und wir dürfen ein attraktives Handballspiel erwarten. Um das Spiel erfolgreich zu bestehen, braucht sie ihre Unterstützung. Ihr Besuch in der Sporthalle Stacherholz hilft dem Team eine gute Leistung zu zeigen.
Hopp Arbon! HC Arbon - HC GS Stäfa, Stacherholz Arbon, Sa 27. 3. 2010 um 17.00Uhr.
Matchvorschau des HCR
(23. März 10)
Eigentlich hätte die Partie gegen Kloten zum grossen Showdown werden sollen. Nach der alten Ausgangslage hätte der HCR in dieser letzten Meisterschaftrunde mindestens einen Punktgewinn gebraucht, damit er die Barrage nicht hätte spielen müssen. Am Montag gab der SHV in einer Mitteilung jedoch bekannt, dass der Innerschweizer Handballverband keinen Aufsteiger aus der 2. Liga stellen wird. Damit steigen nur sechs anstatt sieben 2.-Ligisten auf und die Barrage-Spiele der jeweils Drittletzten der drei 1.-Ligagruppen entfallen. Romanshorn wird folglich die Liga halten und auch kommende Saison interregional spielen.
In der Partie gegen Kloten geht es folglich darum, sich beim in dieser Saison so zahlreich erschienen Publikum mit einer einsatzfreudigen und guten Vorstellung zu verabschieden. Trotz des überraschenden vorzeitigen Ligaerhalts werden die Spieler von Slavoljub Vulovic nochmals alles geben und sich mit einer würdigen Leistung bei den Zuschauern für die Unterstützung in dieser Saison bedanken.
Der HC Kloten steht bereits als Absteiger fest. Die Spielzeit verlief überhaupt nicht nach dem Gusto der Zürcher. Seit dem sechsten Spieltag befinden sie sich auf einem Abstiegsplatz. Auch ein Trainerwechsel Mitte der Saison brachte nicht die erwünschte Wende. Kloten wird in der nächsten Saison mit einer jungen Mannschaft in der 2. Liga einen Neustart wagen und sich sicherlich zum Ziel setzen, bald wieder in der 1. Liga zu spielen.
Handball 1. Liga HC Romanshorn – kloten handball
Sonntag, 28.3.2010, 16.00 Uhr in der Kantonsschule Romanshorn
Matchballsponsoren
Schenk Sport Roggwil und Treuhandbüro Hugentobler & Bühler Romanshorn
Die Aufstiegsrundenpaarungen sind bekannt (23. März 10)
Im Handball der 2. Liga sind die vier Aufstiegsrundenteilnehmer gesetzt. In der Gruppe 1 sind dies Yellow Winterthur "2" zusammen mit Rover Wittenbach und in der Gruppe 2 Pfader Neuhausen und die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen. Damit stehen am kommenden Wochenende und Wochenende nach Ostern die Aufstiegspaarungen SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen gegen Yellow Winterthur "2" und Rover Wittenbach gegen Pfader Neuhausen an.
In der letzten Meisterschaftsrunde hat sich Wittenbach mit dem 33:17 (14:6)-Kantersieg im Spitzenkampf der Gruppe 1 gegen den Leader Yellow so richtig in Aufstiegslaune geschossen, wenngleich die Winterthurer kaum in Bestbesetzung angetreten sein dürften. Weil Arbon "2" sein letztes Spiel mit dem 25:19 gegen die SG Fides/Bruggen gewann, konnten die Thurgauer den Barrageplatz noch an die BSG Vorderland abtreten. Damit ist auch der 10:0-Forfaitsieg der Appenzeller gegen St. Otmar nicht zu einem entscheidenden Punktgewinn geworden. In der Abstiegsrunde trifft Vorderland auf Stammheim aus der Gruppe 2.
Bei den Frauen in der 2. Liga hat die SG Pfadi/Yellow Winterthur mit dem letzten Spiel und dem 38:27-Sieg gegen Kreuzlingen den HC Arbon um einen Zähler vom ersten Platz verdrängt und sich damit die Berechtigung zur Teilnahem an der Aufstiegsrunde gesichert. fb
Alle Ostschweizer 1.-Ligisten schaffen Klassenerhalt
(23. März 2010)
Vor der letzten Runde im Handball der 1. Liga hat das Zittern für Bruggen/Fides, Dietikon-Urdorf, Kreuzlingen, Appenzell, Wetzikon und Romanshorn im Kampf gegen den Barrageplatz ein unerwartetes Ende genommen.
Die letzte Runde im Handball der 1. Liga vom kommenden Wochenende kündigte sich für die Hälfte aller Teams als Zitterrunde an. Für Bruggen/Fides, Dietikon-Urdorf, Kreuzlingen, Appenzell, Wetzikon und Romanshorn ging es darum, sich gegen den Barrageplatz zu wehren. Doch unvermittelt wird die letzte Runde nun zur spannungslosen Pflichtaufgabe, denn am Montagnachmittag teilte die Abteilung Spielbetrieb des Schweizer Handball-Verbandes mit, dass die Barragepartien der Drittletzten jeder Gruppe nicht gespielt werden. Da aus der Innerschweiz auf die kommende Saison kein Team aus der 2. in die 1. Liga aufsteigen will, gibt es gesamtschweizerisch nur sechs und nicht sieben Absteiger in die 2. Liga, womit die Barrage entfällt. Somit steigen aus der Ostschweizer 1. Liga-Gruppe nur Kloten und Wädenswil in die 2. Liga ab. (fb)
BSV-Frauen besiegen Tabellendritten Zug
(23. März 2010)
Gegenüber der drittplatzierten Mannschaft aus Zug hatte der BSV als Zweitletzter der 1.-Liga-Tabelle eher schlechte Karten. Doch die Weinfelderinnen waren wieder einmal für eine Überraschung gut und besiegten den Favoriten am Samstag klar mit 32:24.
Von Anfang an standen die Gastgeberinnen sehr gut in der Verteidigung und liessen Zug keine Chancen. So kam es, dass diese auch erst nach neun Minuten ihr erstes Tor erzielten. Im Angriff agierten die Weinfelderinnen konsequent und durchbrachen die gegnerische Defensive. Nach der ersten Halbzeit lag der BSV mit 7 Toren im Vorsprung.
Für Zug hiess es nun, diesen aufzuholen. Die junge Mannschaft, die sich im vorderen Drittel der Tabelle befindet, wollte dieses Resultat natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Doch es gelang ihnen auch in der zweiten Hälfte der Partie nicht, auf weniger als sechs Tore an den BSV heranzukommen. Eine Serie von Gegenstössen liess das Spiel kurzzeitig etwas hastig erscheinen, doch die Thurgauerinnen fingen sich schnell wieder. Trotz der verbesserten Defensive und den schnelleren Angriffen von Zug, gelang es dem BSV seinen Gästen Paroli zu bieten. Nach 60 kämpferischen Minuten, durfte sich die Heimmannschaft über den wohlverdienten Sieg freuen. Obwohl sich der BSV Weinfelden praktisch die ganze Saison hindurch eher auf dem Abstiegstreppchen befand, ist dies noch keine entschiedene Sache. Nun kommt es auf die letzten zwei Spiele an. Die Weinfelderinnen treten nächsten Samstag, 27.3. ihr letztes Heimspiel an. Die Begegnung findet im 19.00 Uhr in der Güttingersreuti statt. (ms)
Frank Schädler coacht den HSC Kreuzlingen
(22. März 10)
Auf der Suche nach einem zweiten Trainer und Coach für die 1. Mannschaft des HSC Kreuzlingen für die Saison 2010/11 sind die Verantwortlichen des HSC Kreuzlingen fündig geworden.
Mit dem 39jährigen Konstanzer Frank Schädler wird ein erfahrener Handballer den neuen Spielertrainer Alexander Mierzwa an der Linie unterstützen. Schädler hat bereits in frühen Jahren bei der HSG Konstanz gemeinsam mit Alexander Mierzwa und Markus Baur Regionalliga gespielt und anschliessend beim Deutschen Handballbund die Trainerlizenzen B und C erworben. Schädler ist noch bis zum Schluss der aktuellen Spielzeit als Co-Trainer von Adrian Brüngger beim SHL-Team von Pfadi Winterthur tätig. Er ist Diplom-Betriebswirt und leitet das Sport- und Bäderamt in Konstanz.
SC Frauenfeld festigt dritten Tabellenrang
(22. März 10)
Frauenfeld – Der SCF forderte im Spitzenspiel den Leader aus Uster über 60 Minuten und kam dank einem Tor in den letzten Sekunden mit dem 26:26 (14:13) zu einem Punktgewinn.
Das Spiel war von Beginn weg ausgeglichen. Man merkte, dass der SCF gewillt war im letzten Heimspiel der Saison dem TV Uster alles abzuverlangen. Dank guter Verteidigungsarbeit gestanden die Thurgauer dem Gegner wenige Torchancen zu. Der TV Uster erzielte seine Tore mehrheitlich aus der zweiten Reihe. Im Angriff lief der Ball beim SCF wieder besser als zuletzt, weshalb einige schöne Torchancen herausgespielt werden konnten. Keine der Mannschaften konnte sich im Verlaufe des Spiels mit mehr als einer zwischenzeitlichen 2-Toreführung absetzten. So wurden die Seiten mit 14:13 gewechselt.
In die zweite Halbzeit erwischte der TV Uster den besseren Start. Doch der SCF schien sich nicht abschütteln zu wollen. Denn mit mindestens einem Punktgewinn sind im letzten Meisterschaftsspiel gegen Wetzikon die Chancen noch im Takt, den zweiten Rang und somit die Aufstiegsspiele erreichen zu können. Bis zur 40. Minute gingen sie mit 19:17 in Front. Uster konnte immer wieder von den vielen Zweiminutenstrafen gegen den SCF profitieren. So nutzte der TV Uster eine der sieben nummerischen Überzahlsituationen bis zur 43. Minute aus und gingen seinerseits mit 19:20 in Führung. Das Spiel blieb bis zum Schlusspfiff spannend. Der SCF kam zum letzten Angriff 20 Sekunden vor Schluss. Trainer Keller nutzte sein Time-out, um die taktischen Anweisungen für den finalen Angriff zu erteilen. Der Torhüter wurde durch einen siebten Feldspieler ersetzt. Sieben Sekunden vor Schluss wehrte der Ustemer Torwart den Frauenfelder Torversuch aus der zweiten Reihe ab. Doch Frei konnte den Abpraller abfangen und den Ball zum Unentschieden in die Maschen schiessen.
Der SCF spielte bei seinem letzten Heimauftritt beherzt und gewann verdient einen Punkt. Dank diesem Punktgewinn liegen die Frauenfelder vor der abschliessenden Meisterschaftsrunde auf dem dritten Rang. Falls die zweitplatzierte SG Albis Foxes/GC Zürich ihr letztes Spiel nicht gewinnen und der SCF auswärts Wetzikon schlagen würde, würde er die Stadtzürcher überholen und an den Aufstiegsspiele zur NLB teilnehmen können. Im schlechtesten Fall können die Thurgauer auch noch auf den vierten Rang abrutschen. Doch mit dem Verlauf der Saison können die Frauenfelder als Aufsteiger überaus zu frieden sein. Bereits nach dem ersten Spiel gegen Kreuzlingen war zu sehen, dass der SCF eine Bereicherung für die 1. Liga ist. Dies hat sich bis zu letzt bewahrheitet.
SC Frauenfeld 1 – TV Uster 26:26 (14:13)
Militärsporthalle Auenfeld, Zuschauer: 110 Frauenfeld: Iacopetta, Odermatt, A. Schäfli; Frei (4), Hasanovic (2), Haussener (3), N. Hug, Keller (1), Mathis (7/2), Rohner (2), F. Schäfli (1), Sutter (3), C. Tschirren (3), M. Tschirren.
Abwesend: Fehr (überzählig), Ch. Hug (verletzt), Kunz (Militär), Ries (beruflich abwesend).
HC Romanshorn rutscht auf Barrage-Platz ab
(22. März 2010)
Nach der 27:31-Niederlage beim TV Appenzell fällt der HC Romanshorn in der 1. Liga auf den zehnten Tabellenrang zurück. Auch wenn sich die Thurgauer gegenüber den letzten zwei Partien spielerisch verbessert zeigten, reichte dies nicht aus, um das heimstarke Appenzell zu gefährden.
Nach der Niederlage richteten sich die Blicke der Romanshorner schnell auf die Resultate der anderen Spiele. Dort folgte gleich die zweite Ernüchterung. Wetzikon zog mit dem Punktgewinn in Kreuzlingen am HCR vorbei. Damit muss der HC Romanshorn seine Partie am kommenden Sonntag zuhause gegen das bereits abgestiegene Kloten mit Sicherheit gewinnen, wollen sie eine Saisonverlängerung durch die Barrage-Spiele vermeiden.
Zu Beginn des Matches hatte aus Romanshorner Sicht alles noch gut ausgesehen. Man setzte sich früh mit drei Toren ab. Die Offensive funktionierte sehr gut. Namentlich Schneider vermochte sich immer wieder in Szene zu setzen. Er erzielte fünf der ersten neun HCR-Tore. Dem stand Erdin auf der anderen Seite in nichts nach. Der Appenzeller Spieler-Trainer avancierte in der Anfangsphase zum Alleinunterhalter, markierte sieben der ersten acht Appenzeller Treffer. Den ehemaligen Nati-Spieler kriegten die Romanshorner während des ganzen Spiels nicht in den Griff. Er war es dann auch, der sein Team wieder heranführte und in der zwanzigsten Minute zum 11:11 ausglich. In den folgenden zwanzig Minute legte der HCR eine schöpferische Pause ein. Die Akteure von Slavoljub Vulovic scheiterten jetzt immer wieder am eingewechselten Busa im Tor. Kurz vor der Pause wehrte er auch noch einen 7-Meter ab und im Gegenstoss erhöhten die Appenzeller ihren Vorsprung auf drei Tore.
In den Startminuten der zweiten Hälfte sorgte der TVA für die Vorentscheidung. Er zog auf neun Tore davon. Die Romanshorner Würfe, welche zu Beginn des Spiels noch den Weg ins Tor gefunden hatten, wurden nun entweder durch Busa abgewehrt oder verfehlten das Tor knapp. Appenzell ging hingegen weiterhin unbeirrt seinen Weg. Künzler und Kreisläufer Sven Sutter wussten sich vermehrt gut in Szene zu setzen. Erst eine Viertelstunde vor dem Ende fing sich der HCR langsam wieder, liess den Rückstand nicht mehr weiter anwachsen. Die letzten Minuten der Partie gehörten dann wieder vollkommen den Thurgauern. Dank einer offensiven Deckung wurde die Hypothek auf vier Treffer reduziert. Zu mehr reichte die Zeit nicht mehr. Appenzell feierte schlussendlich einen verdienten und in der zweiten Hälfte nie gefährdeten Erfolg. (lr)
TV Appenzell – HC Romanshorn 31:27 (16:13)
Wühre. – 300 Zuschauer. – Sr. Fleischli/ Widmer Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Appenzell, 7mal 2 Minuten plus Disqualifikation (Geser 48‘ und Rüegge 55‘) gegen Wetzikon. Appenzell: Busa, Masina; Bolting, Erdin (14), Geisser (1), Goldener, Inauen (1), Künzler (7/2), Leslie (1), Mathies, Sutter M., Sutter S. (7), Sutter T., Wüthrich. Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser (1), Himmelberger, Müller, Naef (1), L. Raggenbass (5), Rüegge (1), Schneider (11/3), Strasser, Stürzinger (3), Von Ow (3), Vögeli, Zeller (2).
HSC Kreuzlingen zittert nach 21:21 gegen Wetzikon weiter
(22. März 2010)
Noch ist der HSC Kreuzlingen in der 1. Liga nach dem 21:21 (11:12) zu Hause gegen den HC KZO Wetzikon nicht endgültig aus dem Schneider. Die Niederlagenserie der letzten Wochen ist jedoch gestoppt.
Auch wenn das erklärte Ziel vor dem Match gegen die Zürcher Oberländer ein Heimsieg war, durften die Thurgauer nach 60 aufreibenden Minuten mit dem Gewinn des einen Punktes durchaus zufrieden sein. Das Remis hatte man sich in einem trotz Abstiegskampf bemerkenswert fairen Spiel gegen ein erwartet leidenschaftlich agierendes Wetzikon mit einer starken Willensleistung in der Schlussphase noch erarbeitet. Nachdem man zuletzt sechsmal nacheinander verloren hatte, war die verbesserte Defensive der Hauptgrund für das wichtige partielle Erfolgserlebnis.
Lesko guter „Huba“-Ersatz
Schon die ersten Spielminuten machten deutlich, wie schwierig die Aufgabe gegen Wetzikon werden würde. Die Gäste mit dem früheren NLA-Torhüter Roman Wyss als wertvollem Rückhalt wirkten vom Anpfiff an präsent. Dank einer Trefferserie des Rückraumschützen Reto Widmer gelang es den Zürchern, mehrheitlich in Führung zu liegen. Sich deutlicher abzusetzen, dass schafften sie allerdings nicht, weil auf des Gegners Seite Keeper Stefan Huber auch in dieser bedeutungsvollen Partie ausgezeichnet hielt.
Umso grösser war bei den bei Gegenstössen zu fahrlässig mit ihren Chancen umgehenden Einheimischen der Schock, als der Routinier sich beim Gegentor zum 8:10 unglücklich verletzte und ausgewechselt werden musste. Für den „Huba“-Ersatz Laszlo Lesko war es keine einfache Aufgabe, kalt einzuspringen. Doch der Ungare erfüllte seinen Job gut und trug seinen Teil dazu bei, dass der HSC Kreuzlingen mit dem 11:12-Rückstand noch alle Möglichkeiten offen hatte.
Den Ausgleich erzwungen
Die Nervosität stieg im zweiten Durchgang, was sich in verschiedenen technischen Fehlern auf beiden Seiten zeigte. Die Gastgeber benötigten knappe zehn Minuten, um wieder in den erforderlichen Rhythmus zu kommen. Wetzikon, das ebenfalls sehr diszipliniert verteidigte, profitierte davon, dass der HSCK nicht in der Lage war, Phasen der zahlenmässigen Überlegenheit effizient auszunutzen. So war die Gefahr vor Beginn der Schlussviertelstunde nicht unbedeutend, dass Kreuzlingen eine weitere knappe Niederlage kassieren würde.
Psychologisch sehr wichtig war für die Truppe von Trainer Roger Bertschinger eine Szene in der 53. Minute. Lesko wehrte einen Siebenmeter von Widmer ab und stärkte damit die Moral seiner Teamkollegen, bei denen der dynamische Manuel Fehr besonders auffiel. Durch zwei Tore von Fehr und Markus Pfeiffer glückte es den Kreuzlingern in den letzten zwei Spielminuten nach einem 19:21-Rückstand noch den verdienten Ausgleich zum einen 21:21 zu erzwingen. Wetzikon konnte nicht mehr reagieren.
Noch ein Punkt fehlt
Für den HSCK bleibt damit die Ausgangslage vor dem Spiel am kommenden Samstag wiederum in der heimischen Sporthalle Egelsee gegen die SG Albis Foxes/GC Zürich spannend, denn noch ist man nicht ganz vor dem Fall in die Relegationsspiele gefeit. Hierzu benötigt man theoretisch noch einen Punkt. (lo.)
Kreuzlingen - Wetzikon 21:21 (11:12)
Sporthalle Egelsee. - 250 Zuschauer. - SR Ciccarese/Joss. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 5mal 2 Minuten gegen Wetzikon. Kreuzlingen: Huber/23. Lesko; Bader (2), Baumann (2/1), Briegmann, Fehr (7), Fülöp (4/2), Gacsalyi, Hallauer, Obert, Pfeiffer (2), Runge, Thoma (2), Zeuske (2). Wetzikon: Wyss (Hofstetter); Baumgartner, Badertscher, Ch. Bonadimann (1), M. Bonadimann (4); Hess, R. Huber, Lehmann, Rast (1), Riwar (6), Vogel, Wey, Widmer (9/3). Bemerkungen: Time-outs: 26:18/49:33 Kreuzlingen und 17:21/59:40 Wetzikon. Gacsaly, Hallauer, Obert und Runge bei Kreuzlingen nicht eingesetzt.
Grösster Erfolg in der Clubgeschichte des HC Arbon
(21. März 2010)
Mit dem klaren 27:19-Sieg gegen den TV Muri erreicht der HC Arbon in seiner ersten Nationalliga-B-Saison gleich die Aufstiegsrunde in die Swiss Handball League.
Verrückter kann eine Handballsaison wohl nicht verlaufen: Vor einer Woche noch grosse Erleichterung über den gesicherten Ligaerhalt und nun Teilnehmer der Aufstiegsrunde in die oberste Handballliga! Was die Handballer des HC Arbon als Neuaufsteiger in der Nationalliga B diese Saison erreicht haben, verdient das Prädikat Extraklasse.
Zu ungeduldig und unpräzis
Wie am vergangenen Samstag gelang es dem HC Arbon von Beginn an, hoch konzentriert und aggressiv zu verteidigen, obschon die schnellen Passfolgen der Angreifer des TV Muri die Arboner zu enormer Laufarbeit zwangen. Da die Ein-heimischen ihrerseits im Angriff zu ungeduldig und überhastet agierten, sahen sie sich in der ersten Viertelstunde mehrheitlich in der Verteidigung. Dort liessen sie aber nichts anbrennen; im Zentrum bildeten Michael Deutschmann und Björn Fröhlich einen schier unüberwindlichen Mittelblock und im Tor zeigte Oliver Hönisch erneut eine Glanzleistung.
Den Knoten gelöst
Mit dem 4:2 nach einer Viertelstunde Spielzeit löste sich dann auch der Knoten im Angriffsspiel der Seebuben. Besser organisiert und druckvoll kamen sie aus allen Lagen zu Toren und auch das Konterspiel zeigte Wirkung. Das Skore erhöhte sich kontinuierlich, wesentlich Anteil daran hatte Andi Stacher, welcher auf der linken Seite einige Male entschlossen durchbrach. Beim Stande von 9:3 nahm der gegnerische Coach in der 24. Minute sein Timeout. Seine Intervention zeigte keine Wirkung: Weiterhin lief sich Topskorer Marvin Lier mal für mal in der Arboner Abwehr fest und im Gegenzug blieben die Einheimischen mit sehenswerten Spielzügen erfolgreich. So wechselte man beim Stande von 12:4 die Seiten.
Schwieriges Unterfangen
Auch in der Pause gelang es Trainer Martin Pauli nicht, sein schmales Kader noch einmal neu einzustellen. Der schon lange besiegelte Abstieg in die erste Liga und das eindeutige Skore von 12:4 wogen wohl zu schwer. Auf jeden Fall traten die Kloster-dörfler im Angriff weiterhin ideenlos auf, während die Aufbauer des HC Arbon nun immer wieder ihren Kreisläufer, Filip Pendic, herrlich freispielten. Nach zehn Minuten lag das Kosoteam erstmals mit zehn Toren im Vorsprung und verwaltete diesen in der Folge mühelos. Jetzt setzte der Arboner Trainer, Enver Koso, sein gesamtes Kader ein. Im Tor knüpfte Silas Höhener nahtlos an die Leistung seines Goaliekollegen an; in der Verteidigung und im Angriff ging die Linie dadurch etwas verloren. "Spielen und spielen lassen" war in der letzten Viertelstunde angesagt. Auch die Aargauer kamen nun zu Torchancen. Valentin Pfiffner schloss immer wieder erfolgreich ab und auf Arboner Seite zeigte in dieser Phase Philipp Näf seine Klasse.
Mit dem Sirenenton gelang dem HCA das 27:19. Am kommenden Samstag geht es in der Stacherholzhalle gegen den unangefochtenen Leader HC GS Stäfa. Man darf sich auch dann auf einen unbelasteten und motivierten Auftritt der jungen Arboner freuen.
Wörtlich mit Max Glättli, Ehrenpräsident HC Arbon
"Der TV Muri hat im Vergleich zum Saisonanfang stark abgebaut und war deshalb in keinem Moment ein ebenbürtiger Gegner. So haben wir vor allem in der 2. Halbzeit nicht so ein interessantes Spiel gesehen. Aber nichts desto trotz: Der HC Arbon hat in all den Jahren noch nie so eine exzellente Mannschaft gehabt. Wenn der Kern bleibt, und weiterhin so engagiert mit Enver Koso zusammenarbeitet, wird das Team auch längerfristig in der Nationalliga B eine gute Figur machen. Ich hoffe, dass der dazu nötige Support im Umfeld auch weiterhin geleistet werden kann, denn wie allseits bekannt, wird die zweite Saison zweifellos schwieriger werden." (frö)
HC Arbon - TV Muri 27:19 (12:4)
Stacherholzhalle - 200 Zuschauer - SR: Bernhard/Schenardi Arbon: O.Hönisch/S.Höhener, M.Amacher, P.Bärtschi(3), M.Deutschmann, B.Fröhlich(3), D.Näf, P.Näf(8), E.Neuenschwander, B.Ortells, F.Pendic(6), A.Stacher(6), M.Yoon, P.Zülle(1) Bemerkungen: Arbon ohne N.Fröhlich und Ch.Tobler, beide verletzt
Arbons nächster Schritt gegen Absteiger?
(20. März 2010)
Nach dem Heimsieg vor Wochenfrist über den BSV Stans kann sich der HC Arbon weiter gute Chancen ausrechnen, als Neuling direkt den Sprung in die Aufstiegsrunde zur NLA zu schaffen.
Einen weiteren, vorentscheidnenden Schritt kann die Mannschaft von Trainer Enver Koso im heutigen Heimspiel gegen den bereits als erster Absteiger feststehenden TV Muri machen. Man darf gespannt sein, wie die Arboner mit der Favoritenrolle umzugehen wissen und ob sie dem Erwartungsdruck standhalten können. Denn aufgrund der Ausgangslage wäre das Nichterreichen der Aufstiegsrunde zweifelsohne eine leise Enttäuschung - in erster Linie wohl für die Mannschaft selbst. Die Partie in der Stacherholzhalle wird um 17.00 Uhr angepfiffen.
Wegweisendes Heimspiel im Abstiegskampf für HSCK
(20. März 2010)
Nach einem spielfreien Wochenende trifft der HSC Kreuzlingen heute Samstag um 18.15 Uhr im Sportzentrum Egelsee in der zweitletzten Runde der 1.-Liga-Saison 2009/10 auf Wetzikon.
Beide Teams sind in den Abstiegskampf involviert und liegen nur durch einen Punkt getrennt auf den Positionen 6 und 9. Und für beide ist in diesem Direktduell ein Punktgewinn absolut Pflicht. Wer verliert, läuft Gefahr, dass die Saison nach Abschluss der Gruppenphase noch nicht zu Ende ist.
Der Drittletzte muss nämlich die Barrage gegen die Drittletzten der beiden anderen 1.-Liga-Gruppen (Zentral und West) bestreiten. Für Wetzikon ist theoretisch sogar noch die direkte Relegation möglich, denn Wädenswil hat zu einer Aufholjagd angesetzt. Als erster von zwei Absteigern steht der HC Kloten fest. Extrem knapp geht es in der unteren Tabellenhälfte zu und her: Den sechstklassierten HC Bruggen/Fides St. Gallen und den Zehnten TV Appenzell trennen nur gerade zwei Punkte.
Und in dieser fünf Clubs umfassenden Gruppe befindet sich nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie leider auch das Team von Trainer Roger Bertschinger. Noch vor nicht allzu langer Zeit durfte man noch mit der Teilnahme an der Aufstiegsrunde liebäugeln. Jetzt geht es aber auch für den HSCK nur noch ums Überleben in der interregionalen Spielklasse. Zumindest besitzt man den Vorteil, die letzten beiden Partien in eigener Halle austragen und damit auf die wichtige Unterstützung seines treuen Publikums zählen zu können. Diesen Support werden die Rot-Weissen auch diesem Samstag brauchen, wenn es gegen die kampfstarken und sehr körperbetont aufspielenden Wetziker geht. Wenn es dem HSCK nicht gelingt, den Zürchern den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird es ganz schwierig sie zu stoppen. In der Vorrunde gelang dies beim 27:24 gut. Mit dem völlig überraschenden 25:23-Auswärtserfolg am letzten Wochenende gegen den Tabellenzweiten Albis Foxes/GC Zürich hat Wetzikon aber ein Ausrufezeichnen gesetzt. Dieser Sieg dürfte den Zürchern neuen Auftrieb und viel Selbstvertrauen verleihen. Man muss deshalb davon ausgehen, dass die Kreuzlinger eine sowohl spielerische als auch kämpferische Topleistung zeigen müssen, um diesen umbequemen Widersacher in die Knie zwingen und damit den Ligaerhalt sichern zu können. Vor allem die Chancenauswertung muss gegenüber den letzten Spielen verbessert werden. (hsc)
SCF mit letztem Heimspiel
(18. März 10)
Am Samstag, 20. März 2010 um 18:00 Uhr ist der Spielbeginn des letzten Heimspiels des SCF in der laufenden Meisterschaft. Zu Gast ist der souveräne Tabellenleader TV Uster.
Der TV Uster steht bereits zwei Runde vor Schluss als Gruppensieger und somit als Teilnehmer der Aufstiegsspiele zur NLB fest. Um den zweiten Rang, der ebenfalls zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, kämpfen noch drei Mannschaften, die punktgleich auf den Rängen 2 – 4 liegen. Das mit 3 Punkten Rückstand auf dieses Trio auf dem 5. rangierte Dietikon-Urdorf besitzt wohl nur noch theoretische Chance, die Aufstiegsspiele zu erreichen.
In dieser vorletzten Spielrunde werden gleich zwei Spitzenspiele ausgetragen. Einerseits duelliert sich der Leader Uster mit dem Tabellendritten aus Frauenfeld, andererseits treffen mit der SG Albis Foxes/GC Zürich und Handball Wohlen die Zweitplatzierten aus Zürich auf die auf dem 4. Rang liegenden Aargauer. Wenn der SCF noch im Rennen um den 2. Tabellenrang bleiben möchte, ist ein Punktgewinn deshalb Pflicht. Handball Wohlen ist wegen des schlechtesten Torverhältnisses sogar auf einen Sieg angewiesen. Für Spannung ist daher in diesem letzten Heimspiel des SCF gesorgt.
SC Frauenfeld – TV Uster
Frauenfeld, Militärsporthalle Auenfeld, 20. März 2010, 18:00 Uhr
Arbon spielt gegen den Mitaufsteiger TV Muri
(16. März 10)
Max Glättli
Der TV Muri steht bereits seit einiger Zeit als Absteiger aus der NLB fest. Die junge Mannschaft hatte während der ganzen Saison nie zum erhofften Spiel gefunden und versuchte schon früh ihr Kader mit Spielern, die wieder reaktiviert wurden zu verstärken. Leider ohne Erfolg. Zudem haben die Freiämter in diesem Kalenderjahr noch keinen einzigen Punkt gewonnen. Anders der HC Arbon. Er ist in der vorderen Tabellenhälfte klassiert. Der Punkteabstand zum zweiten Abstiegsplatz ist zwar gering, doch es müsste schon mit sehr seltsamen Dingen zu und her gehen, wenn das Saisonziel Ligaerhalt nicht erreicht würde. Um jeder Eventualität aus dem Wege zu gehen sollten wir aber am Samstag nochmals punkten.
Der TVM gewann in dieser Meisterschaft erst zweimal, und einer der Vereine, die gegen Muri das doppelte Punktepaar verlor ist der HC Arbon. In der Vorrunde unterlagen die Thurgauer mit fünf Toren. Zudem gewann Muri das Aufstiegsspiel im letzten Frühjahr mit der kleinst möglichen Tordifferenz. Bei beiden Spielen waren die Ostschweizer nicht in der Lage, ihr ganzes Können beziehungsweise die nötige Leistung abzurufen. Dies soll sich am kommenden Samstag natürlich nicht wiederholen. Ein Erfolg verlangt aber auch gegen den Tabellenletzten während dem ganzen Match einen konsequenten Einsatz und das Engagement der gesamten Mannschaft.
Der TV hat in den letzten Spielen Charakter gezeigt und möchte in diesem Jahr unbedingt noch Punkte einspielen. Die Voraussetzungen für ein spannendes Spiel scheinen gegeben. Unsere Mannschaft hofft, dass sie auch gegen Muri von einem gut gelaunten Publikum unterstützt wird.
Hopp Arbon!
HC Arbon - TV Muri , Sporthalle Stacherholz, Sa 20. 3. 2010 um 17.00 Uhr
Transfermeldungen aus dem Thurgau
(16. März 2010)
Nico Stürzinger kehrt nach Abschluss der Saison 2009/10 nach zwei Jahren beim Erstligisten HC Romanshorn zu seinem Stammclub HC Arbon (NLB) zurück. Dafür erhalten die Romanshorner Verstärkung auf der Torhüterposition. Der beim Ligakonkurrenten HSC Kreuzlingen im Januar suspendierte Simon Allenspach stösst zu den Oberthurgauern. Die Kreuzlinger verlassen wird auch der aktuelle Herren-1-Trainer Roger Bertschinger. Er wird nicht wie ursprünglich vorgesehen und bereits kommuniziert Sportchef bei den Hafenstädtern, welche in der nächsten Saison vom 14fachen deutschen Nationalspieler Alexander Mierzwa (35, derzeit bei Pfadi Winterthur/NLA) betreut werden, sondern nimmt einen neue Herausforderung als Trainer bei einem Winterthurer 2.-Liga-Verein.
Wittenbach komplettiert die Aufstiegsrunde
(16. März 2010)
Im Handball der 2. Liga stehen die vier Teilnehmer an der Aufstiegsrunde fest. In der Gruppe 1 sind dies Yellow Winterthur 2 (1.) zusammen mit Rover Wittenbach (2.) und in der Gruppe 2 Pfader Neuhausen (1.) und die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen (2.). Die Playoff-Halbfinals werden übers Kreuz gespielt.
Yellow Winterthur bleibt trotz der 29:32-Niederlage gegen Flawil Gruppensieger. Den zweiten Platz hat sich Rover Wittenbach dank dem 32:25 gegen Vorderland definitiv gesichert. Weil der Dritte St. Otmar überraschend 32:33 gegen die SG Fides/Bruggen verlor, können die Wittenbacher nicht mehr vom Aufstiegsrundenplatz verdrängt werden. Daran würde auch eine allfällige Wiederholung der Partie zwischen Wittenbach und St. Otmar, die wegen eines regeltechnischen Fehlers noch offen ist, nichts mehr ändern. Wer zusammen mit Rheintal, das 15:47 gegen Wil verlor, noch absteigt, ist noch offen. Vor der letzten Runde ist Vorderland auf dem Barrageplatz. Einen Punkt mehr als die Appenzeller hat Arbon, das gegen Goldach 21:31 verlor.
In der Gruppe 1 hat Pfader Neuhausen mit dem 33:20 gegen Andelfingen seinen ersten Platz verteidigt und die GS Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen als Zweiter bleibt nach dem 20:18 gegen die SG Pfadi/Yellow Winterthur mit Neuhausen punktgleich. Der Absteiger Kreuzlingen hat mit dem 25:33 im 17. Spiel seine 16. Niederlagen bezogen. Nach der 22:29-Niederlage gegen Frauenfeld steht Stammheim als Teilnehmer der Abstiegsrunde fest.
Bei den Frauen in der 2. Liga muss die letzte Runde die Entscheidung über den Gruppensieg bringen. Der Leader Arbon hat sein Meisterschaftspensum mit dem 33:27-Sieg gegen Flawil abgeschlossen. Der Zweite Yellow/Pfadi Winterthur siegte 27:24 gegen den BSC Goldach und weist auf Arbon einen Punkt Rückstand auf. Er hat aber am kommenden Wochenende in der letzten Partie gegen Kreuzlingen die Möglichkeit noch auf den ersten Platz vorzustossen. Frauenfeld steigt trotz dem 20:18-Sieg gegen Flawil in die 3. Liga ab. (fb.)
Romanshorn nach Derbyniederlage im Abstiegsstress
(15. März 2010)
In einem von Fehlern geprägten 1.-Liga-Derby gegen den SC Frauenfeld hatten die Romanshorner knapp das Nachsehen. Die 18:19-Niederlage fiel aufgrund der Tatsache, dass der HCR meist in Front lag, sehr unglücklich aus.
Für die Romanshorner bleibt zu hoffen, dass es am Ende nicht diese zwei nicht realisierten Punkte sind, welche sie den sicheren Klassenerhalt kosten. Denn in dieser Partie wäre zweifelsohne wesentlich mehr möglich gewesen.
Das Geschehen war von Beginn weg ausgeglichen. Keine Mannschaft vermochte sich in der ersten Halbzeit mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Das Niveau, auf welchem dieses Geschehen stattfand, darf als bedenklich eingestuft werden. Auf beiden Seiten passierten Fehler über Fehler. Die Torausbeute war dementsprechend gering. Romanshorn deckte den Frauenfelder Topscorer Mathis eng. So kam bei den Gästen kein Spielfluss auf. Die Hausherren brachten im Angriff jedoch auch nicht mehr zustande. Technische Fehler und Fehlwürfe zogen sich wie ein roter Faden durch die erste Hälfte. Der HCR lag zur Pause unwesentlich mit 9:8 in Führung.
Der Start in die zweite Halbzeit glückte den Gastgebern. Sie zogen ein erstes Mal drei Tore davon (11:8). Es kam die Hoffnung auf, dass man das Spiel nun kontrollieren könnte. Dem war nicht so. Innert kürzester Zeit egalisierten die Hauptstädter. Sie profitierten dabei von Fehlern der Romanshorner und schlossen die anschliessenden Gegenstösse sicher ab. In der Folge lag das Heimteam meist mit einem bis zwei Toren in Führung. Es war allerdings nicht in der Lage, den Vorsprung entscheidend auszubauen. So kam es zu einer hektischen Schlussphase. Diese bestritt Romanshorn zu grossen Teilen in Unterzahl. Frauenfeld nützte seine numerische Überlegenheit aus und ging rund eine Minute vor Schluss in Führung. Die letzten Torversuche der Seebuben fruchteten nicht mehr. (lr)
HC Romanshorn – SC Frauenfeld 18:19 (9:8)
Kantonsschule. – 150 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier. Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser, Himmelberger (5), Kaddour (2/2), E. Raggenbass (4), L. Raggenbass (2), Rüegge, Strasser, Stürzinger (6/1), Von Ow, Vögeli, Zaugg, Zeller.
Arbons Riesenschritt Richtung Ligaerhalt
(14. März 2010)
In einem NLB-Spiel mit Cupcharakter setzte sich der HC Arbon gegen den BSV Stans mit 33:28 letztlich klar durch. Mit diesem Sieg ist auch der enorme Druck vor dem Abstiegsgespenst gewichen.
Die Tabellensituation hätte für beide Mannschaften kurioser nicht sein können: Bei einer Niederlage drohte der Abstieg in die 1. Liga, bei einem Sieg der Vorstoss in die Spitzengruppe und somit das Erreichen der Aufstiegsrunde in die Nationalliga A! Und das alles nur drei Runden vor Schluss der Meisterschaft!
Dank einer starken ersten Halbzeit (18:11) hatte Arbon vorerst alles im Griff. Nach dem Seitenwechsel konnte der Vorsprung sogar auf 10 Tore ausgebaut werden. Für Stans hiess deshalb die Devise alles oder nichts. Man versuchte es nochmals mit einer offenen Manndeckung und schnellen Ballwechseln im Angriff, vorerst ohne Erfolg. Als die Seebuben, wohl durch den respektablen Vorsprung im Angriff nun etwas überheblich aufspielten, kamen die Innerschweizer vor allem durch Patrik Frei zu einfachen Kontertoren. Nachdem die Spieler des HCA 50 Minuten aufopfernd gekämpft hatten, schlichen sich jetzt Unkonzentriertheiten ein und in der Abwehr kam man oft einen Schritt zu spät. Während die Nidwaldner auf Teufel komm raus agierten, brachte beim HCA auch ein Torwartwechsel nicht die erhoffte Wirkung. Der Zehntorevorsprung schmolz; mit 31:26 lag man in der 56. Minute aber immer noch auf Kurs. Eine unnötige Zweiminutenstrafe liess den Gegner aber bis zwei Minuten vor Schluss sogar auf 31:28 aufschliessen. Beide Fangruppen schauten dem Treiben auf dem Spielfeld konsterniert zu, würde den Einheimischen ein eigentlich nie gefährdeter Sieg noch aus den Händen gleiten? Als Philipp Näf mit dem Treffer zum 32:28 alles klar machte, löste sich die ungeheure Spannung im Publikum und es durfte sich riesig und erleichtert über einen der wichtigsten Erfolge des HC Arbon freuen.
Bis zum Ende der Meisterschaft verbleiben jetzt noch zwei Heimspiele: Am kommenden Samstag ist der TV Muri zu Gast und im letzten Spiel geht es gegen den unangefochtenen Spitzenreiter HC GS Stäfa.
Wörtlich mit HCA-Trainer Enver Koso
„Nach den drei aufeinander folgenden Niederlagen galt es in den Trainings ruhig und seriös weiterzuarbeiten. Ich habe vor allem das Angriffspiel des BSV Stans in vielen Videosequenzen analysiert und meine Jungs so auf diesen unbequemen Gegner eingestellt. Weil sie meine Taktik über weite Strecken hervorragend umgesetzt und auch im Angriff überlegt agiert haben, konnten wir die Aggressivität der Stanser brechen. Meiner Mannschaft gelingt es aber physisch noch nicht, ein Spiel über 60 Minuten durchzuziehen, daran gilt es in Zukunft noch zu arbeiten. Die Arbeit mit dieser Mannschaft macht Spass. Schön, dass sie im Kern zusammenbleibt und ich mit ihr noch einen Schritt weiter machen kann.“ (frö)
HC Arbon – BSV Stans 33:28 (18:11)
Stacherholzhalle – 220 Zuschauer – SR: Würzer/Zwahlen Arbon: O.Hönisch/S.Höhener, M.Amacher(1), P.Bärtschi(2), B.Fröhlich(5), C.Näf, P.Näf(11), E.Neuenschwander(1), B.Ortells, F.Pendic(8), A.Stacher(3), M.Yoon(2), P.Zülle Bemerkungen: Arbon ohne N.Fröhlich und Ch.Tobler, beide verletzt.
HC Arbon unter Zugzwang (11. März 10)
Der HC Arbon ist unter Zugzwang und kämpft am Samstag gegen einen schwierig zu spielenden Gegner.
Max Glättli
Im vergangenen Frühjahr hätten elf Punkte zum Verbleib in der zweithöchsten Liga genügt. Dieses Jahr ist es leicht möglich, dass für den Ligaerhalt mehr als zwanzig Punkte nötig werden. Die sechs Mannschaften, die vom sechsten Rang Arbon bis zum zweiten Abstiegsplatz HS Biel klassiert sind liegen drei Runden vor Ende der Qualifikationsrunde lediglich durch drei Punkte getrennt voneinander. Diese Mannschaften kommen alle noch für einen Abstieg in Frage.
Einige Teams sind bereits zum grossen Schlussspurt gestartet. So auch unser Gegner vom Samstag. In den drei letzten Spielen eroberten die Innerschweizer gegen direkt betroffene Teams fünf Punkte und liegen derzeit mit achtzehn Zählern lediglich einen Punkt hinter Arbon. Eine kampfstarke Mannschaft, die mit ihrem meist sehr offensiven Tempohandball immer wieder überrascht.
In der Vorrunde hatten die Ostschweizer eindeutig zu viele Tore aus Kontern erhalten. Es war vor allem Hess, der zu häufig brillierte. In der Torstatistik liegen aber weitere Spieler von Stans sehr weit vorne. Zudem ist der BSV Stans ein Verein, der kaum aufgibt und immer bis zum Schluss mit vollem Einsatz kämpft.
Wie die Arboner gelten die Stanser als heimstarkes Team. Arbon wartet seit den Aufstiegsspielen vor zwei Jahren auf den ersten Sieg gegen die Innerschweizer und kann diese erstmals zu Hause empfangen. Nach drei unnötigen „Patzern“ in Serie sollte den Thurgauern wieder einmal einen Vollerfolg gelingen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem konsequent geführten Spiel dürfte dies möglich sein.
Die Nidwaldner haben einen Anhang, der seine Mannschaft zahlreich unterstützt. Daher ist es doppelt wichtig, dass wir unsere Mannschaft im Stacherholz ebenfalls zu einer guten Leistung anspornen.
Hopp Arbon!
HC Arbon - BSV Stans, Sporthalle Stacherholz, Sa 13. 3. 2010 um 17.00 Uhr
HC Romanshorn empfängt Frauenfeld zum 1.-Liga-Derby
(10. März 10)
Der HC Romanshorn ist nach dem verpatzten Heimauftritt von vergangener Woche auf eine sofortige Wiedergutmachung aus. Am Samstag bietet sich im Kantonalderby gegen den SC Frauenfeld Gelegenheit dazu.
Die Frauenfelder spielen bisher eine beachtliche Saison. Sie belegen als Aufsteiger derzeit den vierten Tabellenrang und haben immer noch Ambitionen, den zweiten Platz und damit die Aufstiegsspiele zu erreichen. Die Hauptstädter agieren stets aus einer sicheren Defensive heraus. Durch schnelles Umschalten bringen sie anschliessend immer wieder ihren Gegenstoss-Spezialist René Frei ins Spiel. Im Positionsspiel liegt fast die ganze Last des Scorens auf Florian Mathis (135 Tore in 17 Spielen). Gelingt es den Akteuren von HCR-Coach Slavoljub Vulovic diese beiden Spieler in den Griff zu bekommen, dürfen sich die Romanshorner gute Chancen auf einen Sieg ausrechnen. Zumal Frauenfeld zuletzt etwas den Schwung der ersten Spiele verloren hat und drei klare Niederlagen in Folge hat einstecken müssen.
Das Hinspiel hat Romanshorn aufgrund einer rabenschwarzen ersten Halbzeit verloren. Danach zeigten die Seebuben auf, dass sie durchaus in der Lage sind, gegen den SCF zu bestehen. Vulovic wird sicherlich die richtigen Worte finden, um die Spieler nach der Pleite gegen die SG Albis Foxes/ GC Zürich wieder aufzurichten und sie für das Derby zu motivieren. Mit einem Sieg dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach der Ligaerhalt sichergestellt sein.
Der HCR hofft, dass trotz der enttäuschenden Vorstellung von letztem Samstag wieder viele Anhänger den Weg in die Kantihalle finden und die Spieler in den letzten Zügen der Meisterschaft nochmals kräftig unterstützen.
Handball 1. Liga HC Romanshorn – SC Frauenfeld
Samstag, 13.3.2010, 18.00 Uhr in der Kantonsschule Romanshorn
Matchballsponsoren
Bütler Gipsergeschäft Uttwil und Sika Schweiz AG Zürich
Wittenbach gibt wichtigen Punkt ab
(9. März 2010)
In der Gruppe 1 der 2.-Liga-Handballer hat Rover Wittenbach mit dem 27:27 gegen Goldach im Kampf um den zweiten Aufstiegsrundenplatz der Gruppe einen wichtigen Punkt abgegeben. Die Wittenbacher können von St. Otmar, das sich mit dem 45:27-Kantersieg gegen Flawil keine Blössen gab, vom zweiten Platz immer noch verdrängt werden.
So ist für die Rover ein Sieg in der nächsten Partie gegen Vorderland Pflicht, denn in der letzten Runde treffen sie auf den souveränen Gruppensieger Yellow Winterthur, der mit dem 32:22 gegen Vorderland einmal mehr überzeugte. Offen ist noch immer, wer die Abstiegsrunde zu bestreiten hat. Fides/Bruggen hat es mit der 25:26-Niederlage gegen den Absteiger Rheintal verpasst, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Dies umso mehr als Arbon mit dem 24:24 gegen Wil einen Zähler gewann, so dass Arbon und Fides/Bruggen mit einem Punkt Vorsprung auf Vorderland nun punktgleich sind.
In der Gruppe 2 steht nur noch eine Entscheidung aus. Zwischen Frauenfeld (19:16 gegen Neftenbach) und Stammheim muss es sich noch entscheiden, wer die Abstiegsrunde bestreitet. An der Tabellenspitze ist neu Pfader Neuhausen, das den Spitzenkampf der beiden Tabellenersten gegen die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen überzeugend mit 35:21 für sich entschied.
Bei den Frauen in der 2. Liga hat der Leader Arbon seine Position mit dem 25:21 gegen Amriswil verteidigt. Die Arbonerinnen können aber noch von Goldach und der SG Yellow/Pfadi Winterthur vom ersten Platz verdrängt werden, denn beide weisen bei einer Partie weniger lediglich einen Punkt Rückstand auf. Goldach setzte sich vor allem dank einer soliden Defensivleistung problemlos 30:18 gegen Kreuzlingen und die Winterthurerinnen kamen dank einem 10:0-Forfaitsieg gegen Romanshorn gar kampflos zu zwei Zählern. Die SG Appenzell/Rover Wittenbach, die in dieser Form in der kommenden Saison jedoch nicht mehr weitergeführt wird, hat mit dem 20:16 gegen Flawil den Ligaerhalt gesichert. (fb.)
HSC Kreuzlingen gerät in den Abstiegskampf
(8. März 2010)
Der HSC Kreuzlingen unterliegt in der 1. Liga nach einer miserablen zweiten Halbzeit Dietikon-Urdorf 24:28 und rutscht in der Tabelle weiter auf Rang 7 ab.
Für die Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger wird die Lage in der Endphase der Meisterschaft immer ungemütlicher. Statt den Klassenerhalt als Minimalziel vorzeitig zu sichern, ist man mit dieser fünften Niederlage in Folge in die Zone geraten, wo der Abstiegskampf heftig tobt. Wie bereits in den Vorwochen verpasste es der HSCK auch gegen das spielerisch doch eher bescheidene Team aus dem Zürcher Unterland, die Trümpfe in der eigenen Hand auszuspielen. Der Leistungsabfall in den letzten 20 Minuten war ebenso Besorgnis erregend wie die mentale Schwäche der Gastgeber.
Schwung nicht genutzt
Kreuzlingen liess bereits im ersten Durchgang Konstanz vermissen. So startete man zwar ordentlich, gab jedoch nach einer 6:4-Führung wieder merklich ab. Mehrere eigene Fehlschüsse sowie ein nicht zu bremsender Tiefenauer bei den Gästen im Rückraum hatten zur Folge, dass der HC Dietikon-Urdorf Oberhand gewann und gleich fünf Treffer in Serie schoss. Immerhin schafften es die Einheimischen mit einem einmal mehr überzeugenden Keeper Stefan Huber als wertvolle Sicherung den Negativtrend zu stoppen.
Der HSCK legte drei Minuten vor der Pause noch auf 13:11 vor. Das Signal stand auf grün, um den Seitenwechsel mit einem kleinen Vorsprung in Angriff nehmen zu können. Doch der Schwung wurde nicht genützt. Vielmehr musste man aufgrund ungenügenden taktischen Verhaltens noch den Ausgleich zum 13:13 hinnehmen. Die fehlende Abgeklärtheit war symptomatisch für die aktuelle Verfassung der Mannschaft.
Völlig eingebrochen
In der Kabine schienen deutliche Worte gefallen zu sein, dominierten die Thurgauer Akteure doch die ersten 10 Minuten des zweiten Durchgangs und lagen verdientermassen auch mit 21:18 vorn. Wohl nur die ärgsten Pessimisten hätten zu jenem Zeitpunkt befürchtet, dass der HSC Kreuzlingen bis zum Schluss noch völlig auseinanderfallen würde. Die Heimtruppe baute aber in der nächsten Phase mit ihrer extrem schwachen Chancenauswertung von Angriff zu Angriff den kämpferisch deutlich stärkeren Gegner immer mehr auf.
Dietikon-Urdorf arbeitete sich schnell heran, erzielte in der 50. Minute den 22:22-Gleichstand und zog gegen die komplett einbrechenden Gastgeber schon bald davon. Diese brachten es bis zum Abpfiff noch auf mickrige zwei Tore und verloren die wichtige Partie letztlich diskussionslos mit 24:28. In den beiden noch verbleibenden zwei Heimspielen gegen Wetzikon und die SG Albis Foxes wird sich Kreuzlingen deutlich steigern müssen, um den Absturz in die Relegationsspiele noch verhindern zu können. (lo.)
HC Romanshorn auf dem Boden der Tatsachen zurück
(8. März 2010)
Der HC Romanshorn verliert sein 1.-Liga-Heimspiel gegen eine überragende SG Albis Foxes/ GC Zürich mit 20:36 (10:22). Die Zürcher waren in allen Belangen überlegen und feierten einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.
Die Enttäuschung der Romanshorner Spieler nach dem Schlusspfiff hielt sich in Grenzen. Man musste schlicht anerkennen, dass der Gegner an diesem Abend mindestens eine Liga besser gespielt hatte. Es gelang ihm fast alles.
In den ersten paar Minuten war das Heimteam noch auf Augenhöhe mit der SG Albis Foxes/ GC Zürich – bis zum 2:2. Danach lieferten die Zürcher eine Galavorstellung ab, welche sie wohl selbst sogar ein wenig überraschte. Die Treffer wurden meist sehenswert herausgespielt, die Romanshorner Verteidiger oft zu Statisten degradiert. Dem Thurgauer Angriffsspiel fehlte es hingegen an jeder Durchschlagskraft. Einzig Sandro Schneider vermochte sein Potenzial auszuschöpfen. Zur Pause war das Spiel bereits entschieden (10:22).
In der zweiten Halbzeit ging es zunächst im gleichen Stile weiter. Der HCR brachte kein Bein vors andere und der Gegner nützte dies resolut aus. Die Zürcher Maurer und Blaser präsentierten sich in Topform, waren von der Romanshorner Hintermannschaft nicht zu bremsen. Auch die Flügelspieler trafen aus allen Lagen. Bis zur 45. Minute bauten die Gäste den Vorsprung auf 18 Tore aus. Damit hatte das Zürcher Spiel seinen Höhepunkt erreicht. In der Folge nahmen sie etwas Tempo heraus und Romanshorn war in der Lage, immerhin ein wenig Resultatkosmetik zu betreiben.
Es gilt nun aus Sicht des HCR, diese Partie so schnell als möglich zu vergessen. Es bleiben noch drei Spiele übrig, in welchen man aus eigener Kraft den Ligaerhalt definitiv sicherstellen kann. Romanshorn befindet sich im Kampf gegen den Barrageplatz immer noch in einer guten Position. Diese soll schon am kommenden Samstag gegen Frauenfeld weiter verbessert werden.
HC Romanshorn – SG Albis Foxes/ GC Zürich 20:36 (10:22)
Romanshorn Kantonsschule. – 250 Zuschauer. – Sr. Loy/ Suter Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Romanshorn, 3mal 2 Minuten gegen Albis Foxes/ GC Zürich. Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser, Himmelberger (1), Kaddour, Müller, E. Raggenbass (1), L. Raggenbass (1), Rüegge (1/1), Schneider (10/2), Strasser, Stürzinger (2), Von Ow (4), Zeller. Albis Foxes: Wenger, Wäspe J.; Blaser (6), Di Stefano (1), Jäger L. (3), Jäger M. (4), Kümmerli (3), Lienemann (2), Maurer (8/2), Muths (2), Thaler (3), Wäspe (4).
HC Arbon erneut ohne Punkte
(7. März 2010)
In seinem letzten Auswärtsspiel der NLB-Saison 2009/10 bei Handball Grauholz vermochte der HC Arbon nicht zu überzeugen und verlor mit 23:29. Weil neben Grauholz auch die beiden anderen gefährdeten Teams von Stans und Biel zu Vollerfolgen kamen, liegen die Arboner drei Runden vor Schluss nur noch drei Punkte vor dem Abstiegsplatz.
Der Start in dieses vorentscheidende Spiel war den Arbonern noch geglückt. Sie begannen konzentriert und zielstrebig und führten nach zehn Minuten 5:2. Einen ersten Bruch erlitt ihr Spiel, als sie nach zwei Zeitstrafen kurz hintereinander noch eine Bankstrafe erhielten und während anderthalb Minuten nur zu dritt agieren konnten. Trotz einigen vergebenen hochkarätigen Chancen konnten sie das Spiel bis zur Pause ausgeglichen gestalten. Der Pausenstand von 14:13 liess noch alles offen.
Doch nach dem Wechsel fanden die Arboner nicht mehr zum Spiel der Anfangsphase zurück. Zunehmend liessen sie sich durch einige diskutable Schiedsrichterentscheide verunsichern. Nachdem ein erster Dreitore-Rückstand noch wettgemacht werden konnte, setze sich Grauholz, das keineswegs eine überragende Leistung bot, ab der vierzigsten Minute zusehend ab. Für einmal vermochten die Arboner Torhüter keine Akzente zu setzen, während der junge Berner Keeper zahlreiche gute Chancen der Gäste zunichte machte. In deren Spiel schlichen sich auch vermehrt technische Fehler ein und die mannschaftliche Geschlossenheit, im Angriff wie in der Abwehr, ging immer mehr verloren. Als die Arboner in den Schlussminuten resignierten, erhöhten die Gastgeber zum insgesamt doch zu hohen Schliussergebnis.
Nun bleiben den Arbonern noch drei Heimspiele, gegen Stans, Muri und Stäfa, um die zur definitiven Sicherung des Ligaerhalts benötigten Punkte noch zu holen. (ct)
Handball Grauholz – HC Arbon 29:23 (14:13)
Sporthalle Moosseedorf – 70 Zuschauer – SR: P. Baggenstoss, D. Lütolf Arbon: Hönisch, Höhener / Amacher, Bärtschi (4), B. Fröhlich (5), C. Näf, Ph. Näf (7/1), Pendic (6/1), Stacher (1), Yoon, Zülle. - Trainer: E. Koso Strafen: Grauholz: 5 x 2 Min, Arbon: 8 x 2 Min, 42.. Min. Disqualifikation Yoon Bemerkungen: Arbon ohne N. Fröhlich und Ch. Tobler (beide verletzt) sowie E. Neuenschwander; Arbon vergibt 2 von 4 Siebenmetern
St. Otmar verliert den Spitzenkampf
(4. März 2010)
Für St. Otmar dürften im Handball der 2. Liga die Aufstiegsträume ausgeträumt sein. Die St. Galler verloren in der Gruppe 1 den Spitzenkampf gegen den Leader Yellow Winterthur 23:30 und haben auf die Zürcher, die sich für die Aufstiegsspiele qualifiziert haben, nun bereits neun Punkte Rückstand und auf den zweiten Wittenbach deren vier.
Drei Runden vor Meisterschaftsende wird es damit für die Otmärler sehr schwierig die Wittenbacher noch vom Aufstiegsrundenplatz zu verdrängen. Auch für den KTV Wil kann die Aufstiegsrunde trotz des 31:27-Sieges gegen die SG Fides/Bruggen kein Thema mehr sein. Der Punktezuwachs bedeutet aber immerhin den Ligaerhalt und damit einen unbeschwerten Saisonausklang. Gegen Fides/Bruggen gefielen die Wiler vor allem mit ihrer Angriffsauslösung und den damit verbundenen Gegenstosstoren. Einen Punkt weniger als Wil totalisieren Flawil und der BSC Goldach. Im Direktvergleich setzten sich die Untertoggenburger knapp 35:34 durch. Zeitweise hatten Flawil aber mit bis zu acht Toren geführt, doch Goldach kämpfte sich wieder heran und schaffte fünf Minuten vor dem Ende gar den Anschlusstreffer zum 33:32, um in der Schlussminute den 34:34-Ausgleich zu schaffen. Rico Brändle glückte schliesslich der Flawiler Siegtreffer zum 35:34. Die Spannung und Hektik der Partie zwischen Flawil und Goldach ging der Begegnung zwischen Arbon und Rheintal ab. Die Thurgauer siegten 33:17 und verschafften sich so wieder etwas mehr Hoffnung auf den Ligaerhalt. Rheintal dagegen steigt definitiv in die 3. Liga ab.
In der Gruppe 2 stehen mit der SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen und Pfader Neuhausen die Aufstiegsrundenteam fest. Erreichte der Leader mit dem 31:28 gegen den Letzten Kreuzlingen mit dem 31:28 kaum ein standesgemässes Ergebnis, so zeigten sich die Pfader mit dem 39:28 gegen Neftenbach doch von ihrer besseren Seite. Vor allem die Offensivleistung bedeutete ein Qualitätsmerkmal. Kreuzlingen wird den Abstieg kaum mehr verhindern können. Auf dem zweitletzten Rang verbleibt Frauenfeld nach der 20:27-Niederlage gegen Pfadi/Yellow.
Bei den Frauen der 2. Liga hat der HC Arbon dank seinem 40:27-Kantersieg im Spitzenspiel gegen den Dritten Yellow/Pfadi Winterthur die Leaderposition wieder übernommen. Im Abstiegsbereich schöpft der Letzte Frauenfeld nach dem 24:10 gegen den Zweitletzten Romanshorn neue Hoffnungen auf den Ligaerhalt. Amriswil bleibt nach dem 22:19 gegen Flawil definitiv in der 2. Liga. (fb.)
Matchvorschau HC Romanshorn (03. März 10)
Die 1.Liga-Saison neigt sich dem Ende zu. Es scheint, als habe der HCR genau für diese wichtige Schlussphase der Spielzeit sein bestes Handball aufbewahrt. Nach den eindrücklichen Siegen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Wetzikon und Kreuzlingen weist Romanshorn ein erstes Mal in der 1. Liga ein positives Sieg-Niederlagen-Verhältnis auf. Auf einen direkten Abstiegsplatz können die Thurgauer definitiv nicht mehr abrutschen. Auch auf den zur Barrage berechtigenden 10. Platz hat das Team von Slavoljub Vulovic immerhin drei Punkte Reserve.
In dieser Form kommt der Vergleich mit dem Aufstiegsaspiranten SG Albis Foxes/ GC Zürich genau recht. Im Hinspiel mussten sich die Romanshorner in einer sehr hektischen und unübersichtlichen Partie mehr oder minder klar geschlagen geben. Sie hätten jedoch aufgrund des Spielverlaufs durchaus die Chance gehabt, Punkte aus Zürich zu entführen. Das will der HCR vor heimischer Kulisse nachholen.
Die Zürcher verfügen über einen sehr ausgeglichenen Kader. Das Stammteam wird immer wieder von U21-Elite-Spielern und NLB-Akteuren von GC Zürich ergänzt. Dadurch ist es schwierig, die Mannschaft einzuschätzen. Dass die Equipe gut in Form ist, hat sie beim sehr deutlichen Auswärtssieg gegen Bruggen-Fides vor Wochenfrist bewiesen. Zudem wird die SG Albis Foxes/ GC Zürich hoch motiviert an den Bodensee reisen. Nach Verlustpunkten liegt sie auf dem zweiten Tabellenrang und befindet sich somit mitten im Aufstiegskampf.
Der HC Romanshorn verlässt sich ein weiteres Mal auf seine treuen Zuschauer, die ihn zu einer bis anhin herausragenden Heimbilanz (6-1-1) getragen haben. Diese soll am Samstag weiter verbessert werden.
HC Romanshorn – SG Albis Foxes/ GC Zürich
Samstag, 6.3.2010, 18.00 Uhr in der Kantonsschule Romanshorn
MatchballsponsorenAllmendinger AG Horn und SFS Locher St. Gallen
SC Frauenfeld mit deutlicher Schlappe
(01. März 10)
Frauenfeld – Selbst gegen den Tabellenletzten findet der SCF nicht auf die Siegerstrasse zurück und geht sang- und klanglos mit 19:35 (8:20) unter.
Der Beginn des Spiels war beinahe eine Kopie der letzten beiden Spielen des SCF. Die Frauenfelder konnten bis zum 4:4 in der 10. Minute das Spiel ausgeglichen halten. Doch als die Frauenfelder eine Überzahlsituation nicht ausnutzen konnten, verloren die Thurgauer das Konzept. Die SG Wädenswil sah die Chance den SCF bereits in der ersten Halbzeit zu distanzieren. So zogen sie bis zur 20. Spielminute bis auf 13:6 davon. Beim SCF stimmte nun gar nichts mehr. Augenscheinlich haben die letzten beiden klaren Niederlagen in Folge bei den Spielern eine gewisse Verunsicherung ausgelöst, weshalb die Mannschaft in heiklen Situationen zu keiner Reaktion fähig ist. Die Zürcher mussten in der Verteidigung nur einigermassen kompakt stehen und auf den Fehler oder Fehlschuss der Gastgeber warten. Die Frauenfelder Verunsicherung war aber auch in der Verteidigung ersichtlich. Ungewöhnlich viele Zweikämpfe gingen verloren und den Gegenspielern wurde zu viel Aktionsfreiraum gewährt. Das logische Resultat war der hohe Pausenrückstand von 8:20.
Damit der SCF noch Punkte ergattern hätte können, hätte doch ein Handballwunder geschehen müssen. Zumal sich der SCF jeglichen Schwung und jegliche Hoffnung mit zwei dummen Fehlern in den ersten beiden Angriffsaktionen gleich selber nahm. So wurde die zweite Halbzeit nur noch zur Charaktersache, in dem es für die Frauenfelder darum ging, nicht noch eine höhere Klatsche einzufangen. Da Wädenswil hauptsächlich darauf aus war, das Spiel und die Führung zu kontrollieren und die Frauenfelder sich immerhin im Angriff etwas zu steigern vermochten, war die zweite Halbzeit ausgeglichener. Wädenswil gewann folglich gegen ein total verunsichertes Frauenfeld verdient mit 35:19.
In den letzten drei Meisterschaftsspielen geht es beim SCF nur noch darum, mit positiven Resultaten die Meisterschaft zu beenden. Im nächsten Meisterschaftsspiel gegen Romanshorn steht das Kantonsderby auf dem Programm, bevor im vorletzten Spiel das letzte Heimspiel ansteht. Der SCF möchte sich mit abschliessenden guten Leistungen von ihren treuen Supportern verabschieden. Die 1. Liga-Saison ist dem Thurgauer Aufsteiger an und für sich gelungen, obwohl sie doch mit den letzten drei klaren Niederlagen nun getrübt wurde. Dies gilt es zu korrigieren.
HC Arbon verpasst den vorzeitigen Ligaerhalt
(1. März 2010)
Die Ausgangslage war für die Arboner klar: Mit einem Sieg würde man sich den definitiven Ligarehalt sichern und einen Schritt Richtung Aufstiegsrunde machen. Leider fand der HCA aber überhaupt nicht zu seinem gewohnten Spiel und musste sich aufgrund der vielleicht schwächsten Saisonleistung den kämpferischen Altdorfern geschlagen geben.
Musste Arbons Trainer Koso vor Wochenfrist noch auf die beiden Stammspieler P. Näf und O. Hönische verzichten, so konnte er gegen den KTV Altdorf, ausser den langzeitverletzten Fröhlich, Graf und Tobler auf das volle Kader zählen. Auch die Altdorfer konnten die Reise an den Bodensee mit einem fast vollständigen Kader antreten. Es fehlte den Reusstalern, nach zuletzt einigen Personalsorgen, nur ihr Torschützenleader Huwiler. Nach dem Sieg in der Vorrunde in Altdorf und der Heimstärke waren die Arboner klar in der Faforitenrolle.
Verhaltene Startphase
Beide Mannschaften starteten sehr verhalten in dieses Spiel. Die Arboner konnten zwar schnell mit 3:1 in Führung gehen, hatten aber im Angriff erhebliche Mühe mit der offensiven, kämpferischen 3-2-1 Deckung der Innerschweizer. Es gelang ihnen kaum ihr gepflegtes Kombinationsspiel aufzuziehen und so versuchten sie ihr Glück in Einzelaktionen, wobei sie meistens in der gegnerischen Deckung hängenblieben. Wenn dann doch einmal die Lücke zum Wurf gefunden wurde, scheiterten sie Mal für Mal aus besten Abschlusspositionen am gegnerischen Torwart Portmann. Überhaupt war der Torhüter der Altdorfer mit seinen 17 Paraden der herausragende Akteur der 1. Halbzeit und brachte die Arboner schier zur Verzweiflung.
Mit Rückstand in die Pause
Man merkte Trainer Koso die Unzufriedenheit an und so nahm er bereits nach 12 Minuten beim Stand von 4:4 ein erstes Timeout. Die Worte des Arboner Coaches schienen seine Wirkung nicht zu verfehlen. Der Angriff wirkte nun entschlossener und auch die 6:0 Deckung stand in dieser Phase viel besser. Schnell konnte der HCA auf 8:5 davonziehen und wäre da nicht der überragende Portmann gewesen, hätte das Score weit deutlicher aussehen können – ja sogar müssen.
Hatten die Arboner nun endlich über den Kampf zu Ihrem Spiel gefunden, so war es unerklärlich warum der Faden plötzlich riss und man ohne grosse Gegenwehr die Altdorfer wieder ins Spiel kommen liess. Die Innerschweizer bedankten sich für diese Schwächephase mit 4 Toren in Serie gingen in der 23. Minute erstmals in Führung. Die Schlussphase der ersten Halbzeit war geprägt von Fehlschüssen und technischen Fehlern auf beiden Seiten. In dieser emotionalen Phase haderte Altdorfs Trainer Funke etwas zu stark mit den Schiedsrichtern und wurde in der 28. Minute mit einer 2-min Strafe dafür bedacht. Der HCA hatte nun die grosse Chance das Score wieder auszugleichen, scheiterte aber abermals kläglich an Torhüter Portmann. So konnten die Altdorfer die Führung verteidigen und gingen mit einem 2- Tore Vorsprung (11:13) in die Pause.
Spannung bis zum Schluss
Die Arboner kamen nun etwas entschlossener aus der Garderobe und konnten das Score in der 34. Minute wieder ausgleichen. Das Spiel wurde nun intensiver und härter, was sich in einigen Strafen auf beiden Seiten niederschlug. Mit seinem 7. Treffer brachte Pendic in 46. Minuten die Heimmannschaft erstmals wieder mit 20:19 in Führung. Das Spiel wogte nun hin und her wobei sich keine Mannschaft absetzen konnte. Trainer Koso wollte für die Schlussphase nochmals neue Impulse geben und beorderte sein Team beim Stand von 25:25 in der 23. Spielminute zum Timeout. Höhener ersetze nun Hönisch im Arboner Tor und man spürte, dass die Arboner gewillt waren das Spiel über den Kampf zu gewinnen. Leider haperte es aber weiterhin an der Umsetzung und so waren es die Innerschweizer, die nun das Spiel in die Hand nahmen. Vielleicht konzentrierte man sich in der Deckung der Arboner zu stark auf die routinierteren Spieler der Altdorfer. Jedenfalls wusste der bis dahin sehr unauffällig spielende linke Rückraum Hürlimann die Gunst der Stunde zu nutzen und hatte entscheidenden Anteil daran, dass der KTV Altdorf nach 58 Minuten mit 26:28 in Führung ging. Das Heimteam bäumte sich nochmals gegen die drohende Niederlage auf und konnte durch Stacher zum 27:28 verkürzen. Unmittelbar im Gegenzug gelang Hürlimann aber das Siegsichernde 27:29. Die beiden Treffer in den Schlusssekunden zum Endstand von 27:30 hatten nur noch statistischen Wert.
Elias Neuenschwander zum Spiel:
„Wir haben schlecht verteidigt und im Angriff gesündigt. Wir haben knapp verloren, obwohl wir einen wirklich schwachen Tag hatten. Wenn du in der NLB nicht 100% als Mannschaft auftrittst und kämpfst, dann reicht es gegen keinen Gegner zu einem Sieg.“
HC Arbon – HC KTV Altdorf 28:30 (11:13)
Sporthalle Stacherholz. - 200 Zuschauer. - SR Anthamatten/Wapp. Arbon: Hönisch (1-50), Höhener (50-60), Bärtschi (7/4), B. Fröhlich (6), Krapf, D. Näf, C. Näf (1),
P. Näf (4), Neuenschwander, Ortells, Pendic (7), Stacher (3), Yoon , Zülle. - Trainer: E. Koso Altdorf: Portmann (1-45), Luthiger (45-60), Bär, Betschart (2), Brücker (2), Dossenbach (4), I. Fallegger (4), M. Fallegger (4), Frei (6/6), Hürlimann (5), Röösli (4), Stocker, Zabarauskas. - Trainer: Mirko Funke. Bemerkungen: Arbon ohne N. Fröhlich, Tobler und Graf (alle verletzt.
HC Romanshorn glückt die Revanche
(1. März 2010)
Im 1.-Liga-Bodenseederby gelingt dem HC Romanshorn die Überraschung. Die Oberthurgauer gewinnen in Kreuzlingen verdient 33:27 (14:12) und verbessern sich auf den 5. Tabellenrang.
Kein Durchkommen für den HSC Kreuzlingen (Bild: M. Gaccioli)
In der Vorrunde war das Team von Trainer Slavoljub Vulovic den Kreuzlingern in eigener Halle noch unterlegen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Rot-Weissen allerdings auch noch um einen der ganz vorderen Positionen. Mit zuletzt drei Niederlagen in Serie sind sie aber aus der Entscheidung um die beiden Aufstiegsrundenplätze gefallen.
Unter den Augen ihres neuen Spielertrainers Alexander Mierzwa, der am Vorabend mit 6 Toren massgeblichen Anteil hatte am Cup-Halbfinalerfolg von Pfadi Winterthur über St.?Otmar St. Gallen, fanden die Kreuzlinger auch gegen Romanshorn nicht aus ihrem Formtief. Nach defensiv ordentlichem Start (2:0, 4:2, 5:3) unterliefen den Gastgebern von 250 Zuschauern immer häufiger Fehler. Zudem scheiterte sie auch mehrmals am starken HCR-Keeper Lukas Buff. Nach einer Viertelstunde übernahmen die Oberthurgauer das Kommando. Immer wieder waren sei dabei mit Gegenstössen erfolgreich. Die Führung der Gäste pendelte sich zwischen zwei und vier Toren ein. Kreuzlingen blieb blass und zeigte sich offensiv zwar bemüht, aber wenig inspiriert. Die 14:12-Pausenführung der Romanshorner ging völlig in Ordnung.
Kreuzlingens Aufholjagd
Zu Beginn der zweiten 30 Minuten lieferten sich die beiden Kantonsrivalen einen offensiven Schlagabtausch. Innerhalb von gut zwei Minuten fielen fünf Treffer. Eine doppelte Überzahl nutzten die Romanshorner, um vom 16:17 auf 16:20 zu erhöhen. Aber Kreuzlingen bewies zumindest intakte Moral, kämpfte sich zweimal wieder bis auf einen Treffer heran, um schliesslich im dritten Anlauf den 24:24-Gleichstand zu schaffen. Acht Minuten vor dem Ende dieses Derbys wurden die Karten damit nochmals neu verteilt.
Gäste mit mehr Reserven
Die Auseinandersetzung wurde hektischer und körperbetonter. Romanshorn war entschlossen, die im Kampf gegen die Relegation wichtigen beiden Punkte auf sein Konto gutschreiben zu lassen. Die Oberthurgauer schienen in der Schlussphase nervenstärker und kampfbereiter. Wieder legten sie, angeführt vom neunfachen Torschützen Lukas Raggenbass, drei Treffer vor. Näher als bis auf zwei Tore liessen sie die Kreuzlinger nun nicht mehr aufschliessen. Mit drei (!) Kontern in den letzten 60 Sekunden schraubten sie das Skore schliesslich noch zum 27:33 in die Höhe.
Der HC Romanshorn feierte damit seinen zweiten Sieg in Serie, während der HSCK bereits zum vierten Mal in Folge verlor. (mru)
Kreuzlingen – Romanshorn 27:33 (12:14)
Sportzentrum Egelsee. – 250 Zuschauer. – SR Buchardi/Radics. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3mal 2 Minuten gegen Romanshorn. Kreuzlingen: Huber/Lesko; Bader (4), Baumann (7/3), Briegmann (3), Fehr (1), Fülöp (5/1), Gacsalyi, Hallauer, Obert (1), Pfeiffer (1), Runge, Thoma (2), Zeuske (3).
Romanshorn: Buff (Hubmann); Florian, Geser, Himmelberger (1), Kaddour (2), E. Raggenbass (4), L. Raggenbass (9), Rüegge, Schneider (5/2), Strasser (5), Vögeli, Von Ow (5), Zeller (2).
Bemerkungen: Romanshorn ohne Stürzinger (verletzt).
1.-Liga-Kantonalderby in Kreuzlingen
(26. Februar 2010)
Dem HSC Kreuzlingen bietet sich die Chance, in dieser 1.-Liga-Saison die beste Schlussklassierung seiner Vereinsgeschichte zu realisieren. Nachdem sie in den letzten fünf Spielzeiten jeweils bis zum Schluss gegen die Relegation in die regionale 2.Liga kämpfen mussten, konnten sich die Rot-Weissen nun erstmals in der oberen Ranglistenhälfte etablieren. Kurzzeitig schafft der HSCK sogar den Sprung an die Tabellenspitze. Hätte sich da nicht die eine oder andere „unnötige“ weil knappe und erst in den Schlussminuten eingehandelte Niederlage eingestreut, die Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger würde nun sogar eine gute Ausgangslage im Kampf um die beiden Aufstiegsrunden-Plätze besitzen.
Die letzten vier Punktspiele der 1.-Liga-Saison 2009/10 kann der HSCK allesamt in eigener Halle austragen. Die Gegner heissen dabei HC Romanshorn (27.2.), HC Dietikon-Urdorf (6.3.), HC KZO Wetzikon (20.3.) und SG Albis Foxes/GC Zürich (27.3.). Allesamt wurden sie vom HSCK in deren eigener Halle bezwungen.
Besonders unter Druck steht der Gegner von morgen Samstag (18.15 Uhr, Sporthalle Egelsee). Die Romanshorner sind nach dem Abgang ihres Topscorers Milan Kozak, der in 11 Einsätzen 86 Tore warf, in die Abstiegszone gerutscht. Die Oberthurgauer scheinen den Verlust ihres Goalgetters, der jetzt beim NLB-Club HC Horgen unter Vertrag steht, allerdings langsam aber sicher verdaut zu haben. Andere Spieler übernehmen nun die offensive Verantwortung, allen voran Sandro Schneider und Lukas Raggenbass. Schneider kann Kozak im Derby gegen Kreuzlingen als HCR-Topscorer ablösen. Da im Abstiegskampf in dieser Saison jeder Punkt über Sein oder Nichtsein entscheiden kann, werden die Romanshorner sicher mit viel Einsatz versuchen, sich für die 25:27-Heimniederlage vom 7. November 2009 zu revanchieren. Die Kreuzlinger werden sich in jedem Fall auf einen topmotivierten und kampfstarken Gegner einstellen müssen. (hsck)
Findet der SCF zurück zum Siegen?
(24. Februar 2010)
Am Samstag, 27. Februar 2010, um 20:00 Uhr empfängt der SCF in der Militärsporthalle Auenfeld den Tabellenletzten, die SG Wädenswil. Nach zuletzt zwei verloren gegangenen Meisterschaftsspielen möchten die Frauenfelder unbedingt zurück auf die Siegesstrasse.
Auf dem Papier scheint das Spiel zwischen den beiden Aufsteiger einseitig werden zu müssen. Der SCF befindet sich auf dem zweiten Rang und hat 12 Punkte Vorsprung auf Wädenswil. Das Hinspiel konnte der SCF klar für sich entscheiden. Wädenswil hatte damals kaum eine Chance den Frauenfeldern Punkte abzunehmen.
Trotzdem wird das Spiel sicherlich umkämpfter und weniger einseitig verlaufen als noch in Wädenswil. Der SCF trat in den letzten Spielen nicht mehr souverän auf. Vor allem in der Verteidigung bekundeten die Frauenfelder Mühe über 60 Spielminuten konzentriert zu agieren. Wädenswil konnte zudem in den letzten Spielen vermehrt Punkte ergattern. Dies ist sicherlich damit begründet, dass die Zürcher für den Abstiegskampf seit der Rückrunde stets Spieler aus der NLB einsetzen und mit dem Transfer von Milan Kozak (vom Gruppengegner HC Romanshorn) eine treffsichere Verstärkung engagiert wurde. Der SCF ist deshalb gewarnt den Gegner zu unterschätzen.
Nach einer wenig geschlossenen Mannschaftsleistung verliert der formschwache HSC Kreuzlingen in der 1. Liga auch beim Tabellenletzten SG Wädenswil 28:34 (13:17).
Für die Grenzstädter setzte es mit der deutlichen Auswärtsniederlage am Zürichsee bereits die dritte Pleite in Serie ab. Wädenswil sammelte für das Meisterschaftsfinish nochmals die letzten Kräfte, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. So holten die Gastgeber gegen die Thurgauer gleich mehrere NLB-erfahrene Akteure zurück, die auch die notwendige kämpferische Einstellung hatten. Gegen einen somit in der Tat verstärkten Gegner zu unterliegen, das ist an und für sich noch keine schlimme Sache. Die Art und Weise, wie man allerdings das Nachsehen hatte, das machte schon deutlich, dass das HSCK-Team den vorderen Schlussrang als Saisonziel aus den Augen verloren zu haben scheint.
Keine homogene Truppe mehr
Bei Kreuzlingen passte in diesem Spiel so einiges nicht zusammen. So war die Deckungsarbeit gesamthaft nicht befriedigend. Es fiel auf, dass der HSCK im Gegensatz zu den Spielern im Spätherbst nicht mehr über eine homogene Truppe verfügt. Für Wädenswil führte der ehemalige NLA-Spielmacher Weingarten geschickt Regie und waren auch Stapfer sowie der Slowake Kozak, der in der Rückrunde von Romanshorn auffällig.
Auch wenn die Ostschweizer in der Startviertelstunde noch einigermassen mitzuhalten vermochten, lag man eigentlich von Beginn weg stets zurück. Noch vor der Pause zogen die Zürcher leicht davon und durften sich über eine verdiente 17:13-Führung freuen.
Nun vier Heimspiele
Die erhoffte Reaktion blieb beim HSC Kreuzlingen nach dem Seitenwechsel aus. Wädenswil verwaltete den Vorsprung geschickt, ja konnte ihn sogar noch leicht ausbauen. Das Schlusslicht beherrschte den verunsicherten Gegner, dem man zweifellos anmerkte, dass die nicht mehr optimale Trainingsarbeit in den letzten Wochen mit vielen Absenzen nicht ohne Spuren geblieben ist. Die Zürcher gewannen sicher34:28 und dürften in dieser Zusammensetzung durchaus noch reelle Chancen auf den Ligaerhalt haben.
Für den HSCK seinerseits geht es nun darum, in den verbleibenden vier Spielen dafür zu schauen, dass der bisher ordentliche Gesamteindruck der Saison nicht mehr getrübt wird. Der Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger müsste die Gelegenheit dazu nutzen, kann man doch gleich noch viermal nacheinander zu Hause antreten. (lo.)
Dietikon – Der SC Frauenfeld musste sich im 1. Liga-Handballspiel dem HC Dietikon-Urdorf nach einer schlechten zweiten Halbzeit mit 31:24 (12:13) geschlagen geben.
Das Spiel begann ausgeglichen. Der SCF erwischte aber den etwas besseren Start und konnte mit 4:1 in Führung gehen. Dietikon-Urdorf bekundete vor allem in der Abwehr Mühe, sobald der SCF auf zwei Kreisläufer auslöste. Bis zur 10. Spielminute glichen die Zürcher das Spiel jedoch wieder aus (5:5). Die Thurgauer vermochten das Spieldiktat in der Folge an sich zu reissen und gingen bis zur 20. Minute mit 9:6 in Front. Doch wieder konnte der HCDU reagieren. Einerseits steigerten sie ihre Verteidigungsarbeit, andererseits schienen die Frauenfelder im Angriff nicht mehr gleich druckvoll aufzuspielen. Die Seiten wurden beim Spielstand von 12:13 gewechselt.
Der Start in die zweite Halbzeit missriet den Thurgauern gründlich. Im Angriff produzierten die Frauenfelder zu viele Fehler, was Dietikon-Urdorf mit sicher verwandelten Gegenstosstoren bestrafte. So konnte der HCDU fast ohne Gegenwehr auf 17:13 davon ziehen. Der SCF versuchte sich nochmals aufzubäumen. Der mittlerweile kurz gedeckte Mathis wurde durch gelungene Auslösungen immer wieder in Szene gesetzt und in viel versprechende Abschlusspositionen gebracht. Doch da sich die Frauenfelder Abwehr regelmässig übertölpeln liess, konnten die Thurgauer nicht mehr ausgleichen. Vielmehr schlichen sich ab der 47. Minute beim Stande von 22:19 im Angriff wieder vermehrt einfache technische Fehler ein und beste Torchancen wurden nicht genutzt. Der HCDU nutzte diese Frauenfelder Unzulänglichkeiten weiterhin aus, in dem er resolut seine Gegenstosschancen wahrnahm und so mit dem 31:24 Sieg für klare Verhältnisse sorgte.
Beim SCF vermochte nur Keller zu überzeugen, der mit seinen 3 Treffern eine 100%-ige Wurfausbeute vorzuweisen hatte und sein wohl bestes Saisonspiel ablieferte. Da sich nebst dem SCF auch Handball Wohlen und die SG Albis Foxes/GC Zürich an diesem Wochenende geschlagen geben mussten, verbleibt der SCF auf dem 2. Tabellenrang. Ab dem 5. Tabellenrang tobt der Abstiegskampf. Der SCF muss sich somit für die restlichen vier Spiele auf harte Gegenwehr einstellen. Ziel des SCF ist für die letzten Meisterschaftsspiele nochmals an die starken Leistungen des Januars anzuknüpfen.
HC Dietikon-Urdorf – SC Frauenfeld 1 31:24 (12:13) Dietikon, Stadthalle, 100 Zuschauer SC Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Frei (3), Hasanovic, Haussener (3), N. Hug (3), Keller (3), Mathis (9/4), Rohner, F. Schäfli, Sutter (2), C. Tschirren (1), M. Tschirren. Nicht aufgeboten: Fehr (geschont), Ch. Hug (verletzt), Iacopetta (überzählig), Kunz (Militär), Ries (beruflich abwesend).
HC Romanshorn zuhause eine Macht
(22. Februar 2010)
Der HC Romanshorn erringt gegen den HC KZO Wetzikon einen immens wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Beim 33:25-Erfolg hatten die Romanshorner nur zu Beginn der Partie Mühe.
Der Start ins Spiel verlief auf beiden Seiten schleppend. Die Angriffsreihen bissen sich an den jeweils gut organisierten Defensiven die Zähne aus, wobei sich Wetzikon zunächst leichte Vorteile erspielte. Nach einer Viertelstunde nahm der Zürcher Coach sein Time-Out, da Romanshorn durch zwei Gegenstosstore von 3:5 auf 5:5 aufgeschlossen hatte. Dieser Unterbruch erwies sich aus Gästesicht allerdings als wenig wirksam. Die Pause rüttelte eher das Heimteam auf. Die Abwehr inklusive Torwart Buff stand in der Folge wie eine Wand. So vermochten die Thurgauer vor allem durch Gegenstösse innert kürzester Zeit bis auf 11:6 davonzuziehen. Diesen Vorsprung verwaltete das Team von Slavoljub Vulovic bis zur Pause.
In der zweiten Halbzeit mussten die Romanshorner auf ihren Abwehrspezialisten Geser verzichten, der verletzungshalber ausfiel. So ordnete Vulovic eine offensivere Deckung an. Diese funktionierte ebenfalls gut und der HC Romanshorn war in der Lage, die Führung weiter auszubauen. Wetzikon wirkte in seinen Angriffsbemühungen oft hilflos. Hatten sie die Thurgauer im Hinspiel noch überrollt, so präsentierte sich die Lage in dieser Partie genau umgekehrt. Aus einer stabilen Defensive heraus kontrollierte der HCR das Geschehen jetzt fast nach Belieben. Erfreulich war die Tatsache, dass die Tore der Gastgeber ausgeglichen auf alle Akteure verteilt waren und sich das Kollektiv hervortat. Sogar Torwart Buff konnte sich mit einem gezielten Heber übers ganze Spielfeld in die Torschützenliste eintragen lassen. Romanshorn liess bis zum Schluss nichts mehr anbrennen und feierte dank der besten Saisonleistung einen verdienten und diskussionslosen Sieg gegen einen harten Widersacher im Abstiegskampf.
Da alle anderen Mannschaften, die noch in den Kampf gegen den Abstieg involviert sind, auch punkteten, bleibt die Lage für den HCR kritisch. Am kommenden Samstag wollen die Thurgauer im Derby gegen Kreuzlingen einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und sich gleichzeitig für die bisher einzige Heimniederlage der Saison revanchieren.
HC Romanshorn – HC KZO Wetzikon 33:25 (16:11) Romanshorn Kantonsschule. – 150 Zuschauer. – Sr. Kamber/ Meili Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Romanshorn, 12mal 2 Minuten plus Disqualifikation (M. Bonadimann 48‘) gegen Wetzikon. Romanshorn: Buff (1), Hubmann; Florian (1), Geser, Himmelberger (5), Kaddour (6), E. Raggenbass (2), L. Raggenbass (4), Schneider (5/1), Strasser (2), Von Ow (3), Vögeli (1), Zeller (3). Wetzikon: Hofstetter, Wyss; Badertscher (3), Baumgartner (4/1), C. Bonadimann, M. Bonadimann (2/1), Hess (4), Huber (3/1), Lehmann, Rast (3), Riwar (4), Vogel, Wey (1), Widmer (1/1).
HC Arbon verpasst Sprung auf Aufstiegsplätze
23. Februar 2010)
Die Ausgangslage vor dieser Partie für die Arboner war klar: Mit einem Sieg würde man auf einen Aufstiegsplatz vorrücken können. Allerdings vermochten die Seebuben die gut aufgelegten Steffisburger kaum in Bedrängnis zu bringen und verloren in einer mässigen Begegnung diskussionslos mit 31:25.
Die Seebuben traten die lange Reise ins Berner Oberland ohne vier Stammspieler an. Nach wie vor laborieren Nils Fröhlich und Christoph Tobler an Langzeitverletzungen, Philipp Näf fehlte aufgrund seiner Rot-Sperre und Torhüter Hönisch pausierte. Jedoch war man fest entschlossen die Siegesserie nach der EM Pause weiter auszubauen und 2 Punkte aus Steffisburg zu entführen. Im Hinterkopf war immer noch der Sieg, den man zu Beginn der Saison in der Stacherholzhalle gegen die ebenfalls jungen Berner feiern konnte.
Arbon mit schwachem Start
Die Arboner schienen von Beginn weg nicht recht wach zu sein und sahen sich prompt mit 0:4 im Rückstand. Die zuletzt starke offensive Deckungsvariante vermochte gegen die frisch aufspielenden Steffisburger nicht zu überzeugen. Mit temporeichen Vorstössen wurden die Gäste aus der Ostschweiz regelrecht überrannt. Dies konnte vor allem auf das ungenügende Rückzugsverhalten und die fehlende Aggressivität zurückgeführt werden. Dazu kam, dass man immer wieder am starken Torhüter Gugger scheiterte, der zu Ende der Partie 25 Paraden vorweisen konnte. Einzig Stacher glänzte in der ersten Halbzeit mit 5 Toren aus 5 Versuchen.
Mit Rückstand in die Pause
Unterstützt durch einige Paraden von Torhüter Höhener konnte die Gastmannschaft auf 9:10 verkürzen. Allerdings schlichen sich bei den Arbonern in der nach wie vor lethargisch agierenden Verteidigung einige Unzulänglichkeiten ein. Darüber hinaus sündigte man weiterhin im Abschluss, was die Steffisburger mit 4 Toren in Folge ausnutzen konnten. Daher ging das Heimteam mit einer verdienten 6-Tore-Führung in die Pause (17:11). Auf Seiten der Berner überzeugten der dynamische Scheer, den man nie recht in den Griff bekam und der junge Getzmann mit ebenfalls 5 Treffern.
Aufholjagd nur von kurzer Dauer
Die Arboner kamen in der zweiten Halbzeit engagiert aus der Kabine. Die Halbzeitansprache von Trainer Koso schien gewirkt zu haben. Doch diese Stärkephase vermochten die Arboner nicht in Tore umzumünzen und somit konnte der Abstand zum Gegner nicht entscheidend verkürzt werden. Vielmehr zog das Heimteam aufgrund der zahlreichen ausgelassenen Abschlussmöglichkeiten der Arboner mit 4 Toren in Folge auf 23:14 davon. Niemand in der Halle glaubte an eine Wendung in dieser Partie. In der letzten Viertelstunde vermochte dann der eingewechselte Raffael Graf im Tor einige Akzente zu setzen. Im Gegenzug resultierten daraus 3 Tore hintereinander für die Seebuben und das Skore konnte auf 5 Treffer verkürzt werden. Das Heimteam geriet allerdings bis zum Schluss nie richtig ins Wanken und die Partie endete mit 31:25 zugunsten der Berner.
Insgesamt geht Steffisburg aus dieser mässigen Nationalliga B Partie als der verdiente Sieger hervor. Den Arbonern fehlte von Anfang an die Entschlossenheit und das Engagement um das flinke Heimteam ernsthaft herauszufordern. (fr)
TV Steffisburg – HC Arbon 31:25 (17:11)
Sporthalle Musterplatz. - 150 Zuschauer. - SR Andreoli, Leu. Steffisburg: Gugger (0-60), Zimmermann (für 1 Pen.), Badertscher (7/3), Bourquin, Getzmann (5), Giannoni (2), Hess, Oltmanns (3), Rathgeb (5), Reusser, Schär (2), Scheer (5), Trachsel, Zwahlen (1). - Trainer: R. Flury. Arbon: Graf (1-10, 43-60), Höhener (11-42), Bärtschi (2), B. Fröhlich (6), Krapf, D. Näf, C. Näf (1), Neuenschwander, Ortells, Pendic (7/3) A. Stacher (7/1), Yoon (2), Zülle. Abwesend: N. Fröhlich, Tobler (beide verletzt), Ph. Näf (gesperrt), Hönisch. - Trainer: E. Koso.
HC Romanshorn hält nur eine Viertelstunde mit (16. Februar 2010)
Der HC Romanshorn verliert auswärts beim Tabellenführer Uster deutlich mit 24:34 (12:21). Vor allem in der zweiten Viertelstunde der ersten Halbzeit wurden die Thurgauer von den jungen Zürchern überrannt.
Die Romanshorner wussten, dass ihnen eine schwierige Aufgabe bevorsteht. Erstens traten sie beim Leader der Gruppe an und zweitens hatten die Zürcher alle NLB-Spieler Stäfas mit Doppellizenz zur Verfügung. Mit diesem, dem kompletten Kader hat Uster noch keine Punkte abgeben müssen. Dies sollte gegen die Romanshorner nicht anders sein
Zunächst sah es allerdings so aus, als ob die Gäste mit der jungen Mannschaft von Walter Flessati mithalten könnten. Bis zum 6:6 nach knapp 15 Minuten war das Heimteam nicht in der Lage, sein Tempospiel wunschgemäss aufzuziehen. Die HCR-Verteidigung unterband die Gegenstösse und Angriffe aus der zweiten Welle gut. Dies änderte sich in der Folge jedoch schlagartig. Plötzlich waren die Thurgauer immer einen Schritt zu langsam. Sie gestanden dem Team um U19-Nationalspieler Kevin Jud zu viel Platz ein. Hinzu kamen Unzulänglichkeiten im Angriff, welche dem Spiel von Uster entgegenkamen. Die Gastgeber bauten den Vorsprung bis zu Pause auf neun Tore aus. Damit war die Partie vorentschieden. Denn auch wenn ein solcher Rückstand im Handball aufzuholen ist, wussten die Zuschauer in der Buchholz-Halle, dass dies den Romanshornern an diesem Nachmittag kaum gelingen würde. Zu stark agierten die Hausherren.
Eine leise Hoffnung auf einen Punktgewinn kam bei den Gästen kurz nach der Pause doch nochmals auf. Angeführt vom starken Strasser verkürzte die Vulovic-Equipe den Rückstand auf sechs Tore. Der Hoffnung wurde ein jähes Ende gesetzt, als die Zürcher innerhalb von zwei Minuten die alte Differenz wieder herstellten. Fortan plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Romanshorn verfügte nicht über die Substanz, um den Rückstand entscheidend reduzieren zu können und Uster verwaltete seine Führung souverän.
Nach zwei Niederlagen gegen Aufstiegskandidaten kommt es am Samstag in Romanshorn zu einem wichtigen Duell im Abstiegskampf. Der HCR empfängt dabei Wetzikon. Gegen die Zürcher mussten die Romanshorner eine bittere Hinspiel-Niederlage einstecken. Mit einem Sieg wollen die Akteure von Slavoljub Vulovic diese Schlappe vergessen machen und sich wieder in eine bessere Position im Kampf gegen den Abstieg bringen.
TV Uster – HC Romanshorn 34:24 (21:12) Uster Buchholz. – 150 Zuschauer. – Sr. Fleischli/ Widmer Strafen: 7mal 2 Minuten plus Disqualifikation (50‘ Cajochen) gegen Uster, 5mal 2 Minuten gegen Romanshorn. Uster: Schärer, Bosshard; Bleuler (3), Cajochen (5), Flessati, Flüglister (4), Geiger (3), R. Grimm (1), S. Grimm (3), Jud (9/2), Maag (6), Schlumpf, Vernier. Romanshorn: Buff, Hubmann; Florian, Geser, Himmelberger, Kaddour (4), E. Raggenbass, L. Raggenbass (5), Rüegge, Schneider (3/1), Strasser (9/1), Von Ow (2), Vögeli, Zeller (1).
SC Frauenfeld verliert das Spitzenspiel deutlich
(15. Februar 10)
Frauenfeld – Der SCF verlor nach zuletzt fünf Siegen in der Meisterschaft das Spitzenspiel gegen Handball Wohlen nach schlechter erster Halbzeit deutlich mit 22:30 (6:15). Dennoch können sich die Thurgauer auf dem 2. Tabellenrang halten.
Bis zum Stande von 3:3 in der 10. Minuten fand keines der Mannschaften so richtig ins Spiel. Die Partie plätscherte emotionslos dahin. Handball Wohlen kam dann aber in Fahrt und ging in Führung. Bis zur 21. Minute baute Wohlen seinen Vorsprung bis auf 12:3 aus. Die Frauenfelder Abwehr, eigentlich das Kernstück jedes Erfolges des SCF, wirkte uninspiriert und träge. Im Angriff agierten die Thurgauer vor allem bei ihren Abschlussversuchen unkonzentriert. Unzählige Male vergaben die Frauenfelder alleine vor dem gegnerischen Torwart. Auch den Schüssen aus der zweiten Reihe fehlte jegliche Präzision. Wohlen spielte ab der 10. Minute eine gute Partie und konnte sich zur Pause mit 15:6 bereits vorentscheidend vom SCF distanzieren.
Ausser den Spielern des SCF glaubte wohl kaum jemand noch an eine Wende in der zweiten Halbzeit. Der SCF begann zudem auch nach dem Tee fehlerhaft. Wohlen konnte deshalb sogar die Führung auf 17:6 ausbauen. Doch von nun an begann der Vorsprung der Aargauer langsam zu schmelzen. In der 40. Minute lag der SCF noch mit 11:19 im Rückstand. Angetrieben von einem lautstarken Publikum strebten die Frauenfelder noch einen Punktgewinn an. Bis zur 50. Spielminute kämpften sich die Thurgauer bis auf 17:22 an den Gegner heran. Das Momentum lag nun bei den Einheimischen. Die Frauenfelder Abwehr stand seit der Einwechslung des angeschlagenen Abwehrspezialisten Ch. Hug sicher, weshalb sich die Aargauer schwer taten Chancen zu kreieren. Sechs Minuten vor Ende konnte der SCF sogar auf 20:23 verkürzen. Vor allem Mathis, der lange unter seinen Möglichkeiten spielte, übernahm in dieser Phase Verantwortung und konnte sich mehrmals als Torschütze feiern lassen. Doch nach zwei strittigen Schiedsrichterentscheiden riss beim SCF der Faden und die engagierte Aufholjagd des SCF nahm ein jähes Ende. Die Thurgauer produzierten in den letzten Minuten erneut viele Fehler, welche die Aargauer mit Gegenstosstoren auszunuten wussten. So verlor der SCF nach der wohl schlechtesten ersten Halbzeit der Saison, trotz beherzter Aufholjagd schliesslich deutlich mit 22:30.
Am kommenden Sonntag möchte sich der SCF im Auswärtsspiel gegen Dietikon/Urdorf rehabilitierten. Da nebst dem SCF aber auch der Tabellendritte, die Spielgemeinschaft Albis Foxes Zürich verloren hat, bleibt der SCF dank des besseren Torverhältnisses vor Handball Wohlen auf dem zweiten Rang.
HC Arbon schafft Anschluss an NLB-Spitzengruppe
(15. Februar 2010)
In einem Spiel mit zwei komplett verschiedenen Halbzeiten holen sich die Arboner verdient die wohl entscheidenden Punkte für den Ligaerhalt. Sie besiegen in einem hochklassigen NLB-Spiel die SG Kadetten GS aus Schaffhausen mit 30:26.
„Noch selten haben ich in der Stacherholzhhalle so ein intensives und packendes Spiel erlebt“, schwärmte Othmar Reize, langjähriger Physiotherapeut des HC Arbon, nach einem Spiel, das punkto Dynamik, Athletik und Spielwitz alles geboten hat, was das Handballspiel so attraktiv macht.
Taktische Meisterleistung
Dafür verantwortlich zeigten sich vor allem die Seebuben, welche taktisch und mental hervorragend eingestellt zum Spiel gegen die SG Kadetten Espoirs GS SH antraten. Zwar lag man nach etwas nervösem Beginn rasch mit zwei Toren im Hintertreffen, doch dann setzten die jungen Arboner um, was ihnen der Trainer, Enver Koso, auf das Spielfeld mitgegeben hatte. Hinten nahmen sie den beweglichen Angreifern aus Schaffhausen mit einer offensiven 3:2:1 Verteidigung den Raum und vorne suchten sie mit gepflegtem Aufbau und einstudierten Spielzügen den Abschluss. So war der Rückstand rasch aufgeholt und bis zur 10. Minute lag man selber mit zwei Toren vorne. Während die Seebuben ihre Tore in dieser Phase aus allen Positionen erzielten, kamen die Kadetten gegen die aggressive Verteidigung nur noch selten und dann über die Flügel zum Abschluss
Wirkungsloses Time-out
Mit einem frühen Timeout (14. Minute) und beim Stande von 9:5, versuchte Coach Michael Suter, die Schaffhauser neu einzustimmen. Vergeblich, seine Mannschaft lief sich mal für mal in der Arboner Abwehr fest und da im Tor Ole Hönisch das Seine dazubeitrug, pendelte sich der Vorsprung weiterhin bei 4 Toren ein. Erst als der HC in der 23. Minute durch eine Zweiminutenstrafe in Unterzahl agieren mussten, gelang es den Gästen, den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen. Mit 15:13 ging es in die Pause, die zahlreichen Arboner Fans hatten eine souverän auftretende Heimmannschaft gesehen.
Ohne Offensivleader
Den Anfang der 2. Halbzeit mussten die Gastgeber wieder in Unterzahl bestreiten, und noch bevor diese Strafe abgelaufen war, sah Offensivleader Philipp Näf die rote Karte! So war es für die Kadetten ein Leichtes, rasch den Ausgleichtreffer zu erzielen. Da das Schiedsrichterduo dem HC Arbon weiterhin munter Zweiminutenpausen verpasste, und die Arboner im Abschluss mal für mal sündigten, gelang den Schaffhausern in der 38. Minute sogar der Führungstreffer zum 18:17. Das Spiel drohte nun zu kippen. Doch dagegen hatten einige Arboner etwas einzuwenden. Allen voran machte Silas Höhner im Tor beste Chancen der Munotstädter zunichte und Min-Yu Moon übernahm nun die Verantwortung für Philipp Näf. Mit dem gepflegten Handballspiel war es nun vorbei; mit einem fantastischen Publikum im Rücken war Kampf angesagt. Weil es den ungeschickt agierenden Schaffhausern nicht gelang, aus den vielen Überzahlsituationen Profit zu schlagen, waren plötzlich wieder die aufopfernd kämpfenden Arboner am Drücker.
Grösserer Siegeswille
Oftmals waren sie nun nur mit unfairen Mitteln zu stoppen und so kassierten die Kadetten ihrerseits Zweiminutenstrafen. Das Kosoteam bedankte sich mit sehenswerten Treffern und so lag man in der 18. Minute erstmals mit 5 Toren vorne. Jetzt deckte die Mannschaft vom Rheinfall etwas offensiver und als dies wenig bewirkte, liess der Schaffhauser Coach nach einem Timeout sogar zwei Arboner eng decken. Doch auch in dieser Situation zeigten sich die Einheimischen abgeklärt; vor allem Philipp Bärtschi warf jetzt wichtige Tore und da die nun praktizierte 6:0 Verteidigung erfolgreich funktionierte, gerieten die Arboner nicht mehr in Gefahr die Partie zu verlieren. Ja, in den Schlussminuten gelangen ihnen sogar noch einige spektakuläre Treffer. Nach einem hart erkämpften Sieg durften sie sich vom gut gelaunten Publikum ausgiebig feiern lassen. (hpf)
Wörtlich
„Unsere Mannschaft hat sich gegen einen physisch und individuell starken Gegner bravourös durchgesetzt. Man hat gesehen, dass unsere Jungs auch athletisch absolut mithalten können. Das Spiel war etwas vom Besten, was ich in all den Jahren beim HC erleben durfte. Schön, dass wir jetzt die restlichen sechs Spiele gelassener angehen können. Wer weiss, was mit dieser Mannschaft noch alles möglich ist!“ Othmar Reize, Physiotherapeut HC Arbon
HC Arbon – SG Kadetten Espoirs GS SH 30:26 (15:13)
Stacherholzhalle – 180 Zuschauer – SR: Jucker/Ulmann Arbon: O.Hönisch/S.Höhener, M.Amacher, P.Bärtschi(6), B.Fröhlich(4), C.Krapf, D.Näf, P.Näf(1), E.Neuenschwander, B.Ortells, F.Pendic(9), A.Stacher(5), M.Yoon(3), P.Zülle(2). Bemerkungen: Arbon ohne N.Fröhlich und Ch.Tobler (beide verletzt).
SC Frauenfeld mit 1.-Liga-Spitzenspiel
(11.02.10)
Am Samstag, 13. Februar, um 20:00 Uhr, wird Handball Wohlen beim SCF zum 1.-Liga-Spitzenspiel der Spielrunde in der Militärsporthalle Auenfeld zu Gast sein.
Der SCF grüsst momentan mit 22 Punkten aus 16 Spielen vom zweiten Tabellenrang. In der Rückrunde blieb der SCF in fünf Spielen bislang ungeschlagen. Wohlen rangiert zurzeit auf dem 4. Tabellenrang mit 20 Punkten. Mit einem Sieg könnte Wohlen somit zu den Frauenfeldern aufschliessen. Die Aargauer sind im Vergleich zum SCF schlecht in die Rückrunde gestartet. Nach drei Niederlagen in Serie fand Handball Wohlen aber mit einem knappen Sieg über Kreuzlingen im letzten Spiel wieder auf die Siegerstrasse zurück.
Im Hinspiel in Wohlen trennten sich die beiden Mannschaften unentschieden. Wobei der SCF über weite Strecken über leichte Vorteile verfügte. Wohlen verdiente sich jedoch den Punkt, indem es in der Schlussphase beherzt um jeden Ball kämpfte. Der SCF muss sich deshalb im Vergleich zu den letzten drei Meisterschaftsspielen gegen Bruggen/Fides, Kloten und Appenzell insofern steigern, als er über die ganze Spielzeit konzentriert Handball spielen muss. So vergaben die Thurgauer gegen die erwähnten Gegner höhere Siege, weil sie jeweils in Anbetracht ihres klaren 8-Torevorsprungs in den finalen Spielminuten nachliessen.
Mit einem Sieg des SCF könnte er Handball Wohlen im Kampf um einen Aufstiegsplatz zur NLB wohl entscheidend distanzieren. Spannung und Emotionen sind somit in diesem Spiel, indem es für Wohlen um „alles oder nichts“ geht, gesichert.
HSC Kreuzlingen verpflichtet prominenten Spielertrainer
(09. Februar 10)
Der Erstligist HSC Kreuzlingen hat auf die nächsten Saison den 14-fachen deutschen Nationalspieler Alexander Mierzwa als Spielertrainer verpflichtet. Der 35-Jährige spielt derzeit bei Pfadi Winterthur in der Nationallinga A.
Alexander Mierzwa in Action Bild: M. Deuring
Alexander Mierzwa stiess im Sommer 2006 vom Bundesliga-Spitzenclub VfL Gummersbach zu den Winterthurern. Der 1,86 m grosse Linksaussen wurde bei der HSG Konstanz gross, bevor er für die deutschen Traditionsclubs TV Grosswallstadt und VfL Gummersbach rund 300 Bundesliga-Spiele absolvierte. Insgesamt wurde Mierzwa 14-mal für die Nationalmannschaft aufgeboten. Im Jahr 2000 nahm er mit Deutschland an den Europameisterschaften teil.
Mit dem 35-Jährigen holt der HSC Kreuzlingen nicht nur eine grosse Portion Erfahrung in die Mannschaft, sondern auch viel Professionalität und Handball-Leidenschaft. Mierzwa gilt als Teamleader, der sowohl in der Verteidigung als auch in der Offensive Verantwortung übernimmt. Ex-Pfadi-Präsident Stefan Schärer urteilte nach der Verpflichtung des 14-fachen deutschen Internationalen wie folgt: „Alex Mierzwa kann junge Spieler mitreissen und in entscheidenden Phasen für den notwendigen „Kick“ im Team sorgen.“
Der in Buxtehude geborene Mierzwa ist seit Sommer 2006 mit der ehemaligen Schweizer Handball-Nationalspielerin Caroline Brüllmann verheiratet. Von Beruf ist Mierzwa Bauingenieur. Er wohnt mit seiner Familie in einem Eigenheim in Neuwilen bei Kreuzlingen.
Beim aktuellen NLA-Tabellenfünften Pfadi Winterthur hat Alexander Mierzwa noch einen bis zum Ende der Saison 2011 laufenden Vertrag. In Absprache mit der Vereinsleitung wird der Kontrakt aber am Ende dieser Saison in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der Linksaussen ist in der laufenden Meisterschaft der zweitbeste Pfadi-Torschütze. In 17 Spielen erzielte Mierzwa 63 Treffer aus dem Spiel heraus. Einzig der Schweizer Internationale Marco Kurth hat häufiger (107) getroffen, wobei er davon 54 Tore vom Penaltypunkt erzielte. Als Nachfolger von Mierzwa verpflichtet Pfadi den Schweizer Nationalspieler Marcel Hess von GC Amicitia Zürich.
Alexander Mierzwa ersetzt beim HSC Kreuzlingen den bisherigen Trainer Roger Bertschinger. Dieser wird dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben. Derzeit bemüht sich die Clubleitung unter Präsident Patrick Müller um die Verpflichtung eines weiteren Trainers und Coach, der Mierzwa an der Linie unterstützt. Punktuell soll auch das Spielerkader nachhaltig verstärkt werden. (mru)
2. Liga: Siege für Yellow, Wittenbach und St. Otmar
(9. Februar 2010)
In der Gruppe 1 der 2.Liga-Handballer bleibt die Spannung an der Tabellenspitze und damit um die beiden Aufstiegsrundenplätze erhalten. Der Leader Yellow Winterthur hat mit seinem 28:14 gegen den KTV Wil die Spitzenposition souverän verteidigt. Für Wil sind die Hoffnungen auf einen Spitzenplatz geplatzt. Die Winterthurer hatten ihr Team für das Spitzenspiel mit Akteuren aus der NLB-Equipe verstärkt und so von Beginn weg die Marschrichtung vorgegeben. So gelangen den Wilern in den ersten 20 Minuten lediglich drei Treffer und bei Halbzeit lagen sie 5:15 zurück.
Den zweiten Platz hinter den Zürchern hat Rover Wittenbach mit dem ungefährdeten 32:23 (14:11) gegen Fides/Bruggen halten können. Ein konzentrierter Beginn mit einer 6:1-Führung war die frühe Grundlage zum Sieg. Wohl konnte in der Folge das Leistungsniveau nicht immer hoch gehalten werden, doch war der achte Saisonsieg am Ende problemlos. Zwei Punkte mit einer Partie weniger hinter den Wittenbachern ist St. Otmar auf Platz drei. Die Otmärler kanterten den Tabellenletzten Rheintal 50:21 (27:9) nieder. Die gesamte Partie war für die Gäste ein eigentliches Debakel. Sie waren vom Schwung, vom Spielrhythmus und dem Druck des Gegners mit seinem jungen Team völlig überfordert. Mit Ausnahme des Torhüters kamen bei den Gastgebern alle Spieler in den Genuss, sich als Torschütze feiern lassen zu können, wobei Sascha Häne mit zwölf Treffern am erfolgreichsten war.
Im Abstiegsbereich hat sich Flawil mit dem 37:34 (15:16) gegen Vorderland zwei wichtige Punkte gesichert. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit übernahmen die Appenzeller zu Beginn der zweiten 30 Minuten die Führung mit bis zu vier Treffern (19:15). In der Folge bauten sie aber immer mehr ab, was den Flawilern doch noch ihren sechsten Saisonerfolg ermöglichte.
Erste Niederlage für den Leader
In der Gruppe 2 setzte es für den bis anhin unangefochtenen und souveränen Leader Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen im 13. Saisonspiel die erste Niederlage ab. Die Spielgemeinschaft musste sich im Spitzenkampf von Andelfingen 22:26 geschlagen geben. Noch im Vorfeld hatten die Andelfinger kaum mit einem Sieg gegen den Favoriten gerechnet. Doch es kam anders. „Mein Team hat sicher eines seiner besten Spiele überhaupt gezeigt. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es eine Leistung wie aus einem Guss“, freute sich Trainer Päddy Kälin. Sein Team hatte in der ersten Halbzeit mehrheitlich geführt, musste die Schaffhauser aber bis zur Pause doch zum 11:11 ausgleichen lassen. Eine sichere Defensivleistung, gute Angriffsauslösung und eine fast optimale Wurfauswertung brachten Andelfingen aber in der zweiten Halbzeit eine Führung von bis zu sechs Treffern ein und damit schliesslich den überraschenden Sieg und die Verbesserung auf den zweiten Platz. Da die Zürcher jedoch zwei Partien mehr ausgetragen haben als der Leader und gar drei mehr als der Dritte Neuhausen, dürfte das Erreichen der Aufstiegsrunde trotz allem schwierig werden.
Im Abstiegsbereich hat Kreuzlingen „2“ mit dem 37:27 gegen die Seen Tigers ein Lebenszeichen von sich gegeben. Für den Tabellenletzten war es im 13. Spiel der erste Sieg. Den sechsten Sieg im 13. Spiel schaffte die SG Pfadi/Yellow Winterthur mit dem 27:24 gegen Stammheim.
Bei den Frauen in der 2. Liga hat Arbon dank dem 28:19 gegen Romanshorn die Tabellenspitze wieder übernommen. Die SG Appenzell/Rover Wittenbach entschied den Abstiegskampf der beiden Tabellenletzten gegen Frauenfeld mit 27:19 zu ihren Gunsten.
HCR verliert auswärts gegen Albis Foxes/ GC Zürich (08. Februar 10)
In einem turbulenten 1.-Liga-Spiel verpassten es die Romanshorner, sich gegen einen schlagbaren Gegner wichtige Auswärtspunkte zu sichern und verloren mit 23:29 (11:12). Dabei vermochten die Thurgauer von den zahlreichen 2-Minuten-Strafen, welche gegen die Zürcher ausgesprochen wurden, nicht zu profitieren.
Der HCR erwischte einmal mehr einen schlechten Start in eine Auswärtspartie. Schnell lag er mit 0:3 im Hintertreffen. Gedanken an den miserablen letzten Gastauftritt in Zürich gegen den HC Dietikon-Urdorf kamen auf, wo man nach 15 Minuten 8-Tore-Rückstand zu beklagen hatte. Soweit kam es diesmal nicht. Die Abschlüsse von Albis Foxes wurden nach einigen Minuten vermehrt vom starken Buff zwischen den Pfosten pariert und Romanshorn fand im Angriff zu seinem Spiel. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen beim Gastgeber. Die Thurgauer standen zwar gut in der Verteidigung, waren jedoch im Angriff nicht in der Lage, genügend Druck auf die Abwehr der Zürcher zu erzeugen, um Lücken zu schaffen. Der Pausenstand spiegelte die erste Halbzeit richtig wieder.
Das Heimteam kam gut aufgelegt aus der Pause zurück. Es vergrösserte seinen Vorsprung sukzessive. Der HCR agierte in dieser Phase zu ungestüm. Vor allem in der Defensive wirkten die Romanshorner teils etwas behäbig. Bis auf 7 Tore baute Albis Foxes/ GC Zürich die Führung aus, ehe die Gäste den Tritt wieder fanden. Begünstigt durch eine wahre Flut an Zeitstrafen gegen die Zürcher holte das Team von Slavoljub Vulovic auf, lag rund fünf Minuten vor dem Ende nur noch mit zwei Toren zurück und hatte den Ball in den eigenen Reihen. In diesem Moment passierte in doppelter Überzahl der entscheidende Fehler. Anstatt auf ein Tor heranzukommen, konnte ein Albis Foxes-Akteur den Ball abfangen und den anschliessenden Gegenstoss verwerten. Die Partie war somit entschieden. Zum Schluss fiel der Sieg des Heimteams etwas gar hoch aus. Dies hatte damit zu tun, dass die Romanshorner in den letzten Momenten des Matches angesichts der sich abzeichnenden Niederlage die Konzentration verloren und zu viele Fehler machten.
Am nächsten Sonntag tritt der HC Romanshorn beim Leader, dem TV Uster an. Wollen die Romanshorner gegen die jungen Zürcher etwas reissen, müssen sie sich in der Offensive erheblich steigern.
Albis Foxes/ GC Zürich – HC Romanshorn 29:23 (12:11) Zürich Saalsporthalle. – 50 Zuschauer. – Sr. Bourquin/ Steiner Romanshorn: Buff, Hubmann; Himmelberger, Kaddour (6), E. Raggenbass, L. Raggenbass (3), Rüegge, Schneider (7/5), Strasser (4), Suter (1), Von Ow (2), Vögeli.
SCF 1 sichert sich Platz im Spitzentrio (08. Februar 10)
Handball – Das Fanionteam des Sportclubs Frauenfeld konnte auch im 5. Rückrundenspiel der 1. Liga das Feld als Sieger verlassen. Der SCF gewann auswärts in St.Gallen gegen die SG Bruggen/Fides 30:27 (20:14).
In der ersten Halbzeit konnten die Sportclübler nahtlos an die bravouröse Leistung vom Cupspiel vom vergangenen Mittwoch gegen den Nationalliga A-Vertreter Endingen anknüpfen. Zwar waren die ersten 10 Spielminuten etwas harzig und man blieb oft in der Verteidigung der Gastgeber aus St. Gallen hängen. A. Schäfli sorgte aber in den ersten 5 Spielminuten mit 4 erfolgreichen Paraden bei todsicheren Gelegenheiten der Gallusstädter dafür, dass der Rückstand nie grösser als ein Tor betrug. Mit der Einwechslung von Haussener in der 10. Spielminuten rissen dann aber die Sportclübler das Spiel gänzlich an sich. Vor allem Haussener konnte sein bestes Saisonspiel abrufen und erzielte in den 20 Minuten bis zur Pause nicht weniger als 8 der 14 Tore. In erster Line er und ein überragender A. Schäfli im Tor sowie eine fast 100 %-ige Chancenauswertung sämtlicher Spieler sorgten dafür, dass bei einem Spielstand von 20:14 für die Frauenfelder der Pausentee eingenommen werden konnte.
Die Gäste aus der Thurgauer Hauptstadt begannen die zweite Spielhälfte wie sie die erste beendet hatten und lagen nach 35 Spielminuten und trotz 4 Minuten in Unterzahl zu Beginn des zweiten Spielabschnittes mit 24:16 in Führung. Sollte dies so weiter gehen, läge ein Resultat mit über 40 Toren durchaus im Bereich des Möglichen, so wurde bereits bei den mitgereisten Fans spekuliert. Doch da hatte man wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die SG Bruggen/Fides ging nun in der Verteidigung wesentlich härter zur Sache, die beiden torgefährlichen Mathis und Haussener wurden fortan kurz gedeckt und bei den Frauenfeldern konnte man zunehmend die Anstrengungen der letzten Woche sowie die verletzungsbedingten Ausfälle spüren. Das Lazarett, welchem seit dem Cupspiel auch F. Schäfli angehört, hat sich beim Einlaufen nämlich noch um einen Spieler vergrössert. Ch. Hug verletzte sich unglücklich und konnte nur noch sehr kurz eingesetzt werden, ehe dieses Unterfangen abgeblasen werden musste. Nachdem die Kräfte einiger Spieler zusehends nachliessen, wurden der seit drei Wochen angeschlagenen N. Hug, welcher gleich mit einem erzielten Tor und einem heraus gespielten Strafstoss einen guten Einstand hatte, und der seit Beginn der Meisterschaft verletzte Fehr auf den Platz beordert. Auch bei Schlussmann A. Schläfli schlichen sich Konzentrationsmängel ein und so musste er ab der 40 Spielminute durch Odermatt ersetzt werden, welcher nach einer kurzen Aufwärmphase einiges dazu beitrug, dass bis zum Ende des Spieles die Sportclübler in Front blieben. So konnte schliesslich eine tolle Handballwoche erfolgreich abgeschlossen werden und man grüsst, zur grossen Überraschung aller, aus dem Spitzentrio mit gleich vielen Verlustpunkten, wobei noch keine Mannschaft dieser 1. Ligagruppe so wenige Spiele in dieser Saison verloren hat wie der SCF 1.
Auch wenn im Rest der Saison noch 6 harte Spiele auf die Sportclübler warten, so kann bei dem in den letzten Wochen Gezeigten durchaus schon ein wenig mit einem möglichen weiteren Saisonhöhepunkt „Aufstiegsspiele in die Nationalliga B“ und dies bereits in der ersten Saison in der 1. Liga geliebäugelt werden.
SG Bruggen/Fides – SC Frauenfeld 1 27:30 (14:20)
Athletik Zentrum, St. Gallen, Zuschauer: 70 Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Fehr, Hasanovic (4), Haussener (9), Ch. Hug, N. Hug (1), Keller (1), Mathis (6/2), Ries (1), Rohner (3), Sutter (2), C. Tschirren (2), M. Tschirren (1) Abwesend: Frei (krank), Iacopetta (überzählig), Kunz (Militär), F. Schäfli (verletzt)
Arbon gewinnt NLB-Duell gegen Tabellennachbarn (8. Februar 2010)
Im zweiten Spiel nach der Europause traf der HC Arbon auf Tabellennachbar HC Horgen. Die Thurgauer setzten sich letztendlich deutlich mit 27:21 Toren durch. Damit überholten sie die Zürcher in der NLB-Tabelle und stehen neu auf dem 6. Rang. Bildergalerie ► (Bild: M. Gaccioli)
Der HC Arbon startete furios in die Partie. Mit einer aggressiven 6:0 Deckung hatten sie den Gegner im Griff und lagen nach sieben Minuten bereits mit 4:0 in Führung. Langsam fanden die Gäste besser ins Spiel, doch das Heimteam spielte konzentriert weiter. Bereits nach 17 Minuten beim Stand von 10:5 sah sich der Horgener Coach Peter Schaudt gezwungen das Team Time-Out zu nehmen. Am Spielverlauf änderte sich jedoch vorerst nichts. Die Arboner standen in der Verteidigung sehr kompakt und hatten in ihrem Torhüter Ole Höhnisch einen starken Rückhalt. Obwohl vorne nicht alle Chancen konsequent genutzt werden konnten, lag das Team von Enver Koso zur Pause mit acht Toren (15:7) in Führung. Starkes Kollektiv Während bei den Thurgauern nach dem Seitenwechsel keine grossen Aenderungen zu erwarten waren, durfte man auf die Reaktion der Zürcher gespannt sein. Der HC Horgen war jedoch nicht in der Lage den HC Arbon ernsthaft zu gefährden. Der Anfang der zweiten Halbzeit war geprägt von vielen Fehlern. Das starke Kollektiv der Arboner verhinderte, dass der Vorsprung auf weniger als fünf Tore schmolz. Auch eine taktische Umstellung der Horgener auf eine 5:1 Deckung zeigte nicht die gewünschte Wirkung. So resultierte ein verdienter 27:21 Sieg. Die Arboner überzeugten vorallem durch eine ausgeglichene Mannschaftsleistung. In der Verteidigung kämpften alle miteinander und im Angriff hatte man immer wieder ein gutes Auge für den besser positionierten Mitspieler. HC Arbon – HC Horgen 27:21 (15:7) Sporthalle Stacherholz. – 200 Zuschauer. - SR: Hess/Zimmermann. Arbon: Hönisch (0-40), Höhener (40-60), Bärtschi (4/2), B. Fröhlich (2), Krapf, D. Näf, Ph. Näf (6), Neuenschwander, Pendic (3) A. Stacher (6), Yoon (2), Zülle (4/1), Amacher. Verletzt: N. Fröhlich, Tobler. Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Arbon, 5 mal 2 Minuten gegen Horgen.
HSC Kreuzlingen aus der Entscheidung gefallen
(8. Februar 2010)
Mit einer keinesfalls zwingenden 33:34 (19:17)-Niederlage beim Tabellenvierten Wohlen hat sich der HSC Kreuzlingen aus der Entscheidung um die beiden Plätze in der Aufstiegsrunde zur NLB verabschiedet.
Das Team von Roger Bertschinger liegt fünf Runden vor Schluss als Tabellenfünfter zwar nur drei Punkte hinter den beiden Erstplatzierten zurück, doch hat man bereits eine Partie mehr ausgetragen. Es folgt nach einem freien Wochenende das Auswärtsspiel gegen die stark abstiegsgefährdete SG Wädenswil. Die letzten vier Punktspiele kann der HSCK allesamt zu Hause austragen. Romanshorn (27.2.), Dietikon-Urdorf (6.3.), Wetzikon (20.3.) und Albis Foxes/GC Zürich (27.3.) heissen die Widersacher.
Tag der offenen Tür Das Hinspiel hatte Wohlen als Leader in Kreuzlingen glücklich mit 24:23 gewonnen, weil die Thurgauer gleich drei Penalties verschossen. Zuletzt hatten beide Teams Mühe, ihr vorhandenes Potenzial umzusetzen. Wohlen verlor zuletzt dreimal in Serie, Kreuzlingen blieb im gleichen Zeitraum zweimal sieglos. Beide standen damit gehörig unter Druck, wollten sie den Anschluss an die Tabellenspitze wahren.
Die Thurgauer erwischten den besseren Start und lagen nach zehn Minuten mit 6:4 vorne, um dann aber gleich fünf Gegentore in Folge zu kassieren. Die Rot-Weissen agierten in der Abwehr viel zu passiv und liessen insbesondere Wohlens Topscorer Adrian Studerus zu viel Freiraum. Die Teams schienen sich primär auf ihre offensiven Qualitäten zu verlassen, denn defensiv zeigten beide Schwächen. Nach einer Viertelstunde hatte Kreuzlingen zum 10:10 ausgeglichen und fünf Minuten später lag man sogar 13:12 in Führung. Knapp 200 Sekunden später aber wieder 13:16 im Rückstand. Bei den Kreuzlingern gaben sich Licht und Schatten die Klinke im Minutenphasen in die Hand. Dank drei Toren von Philipp Zeuske, der erstmals wieder eine längere Bewährungschance erhielt, lagen die Thurgauer bei Halbzeit aber trotzdem 19:17 vorne.
Zu viele Fehler Gleich zu Beginn der zweiten 30 Minuten bot sich den Kreuzlingern dann die Gelegenheit, die Gastgeber deutlicher zu distanzieren. Aber mit teilweise haarstreubenden Fehlern baute man den verunsicherten Gegner wieder auf. Dieser erzielte sogar während einer 3:6-Unterzahlphase einen Treffer. So blieb Wohlen resultatmässig dran und ging seinerseits rund zehn Minuten vor Schluss erstmals wieder mit 29:28 in Führung und ging anschliessen mit einer doppelten Überzahl erfolgreicher um. Der HSCK bewies zumindest Kampfgeist, als er einen 28:31-Rückstand innert vier Minuten wettmachte.
Das bessere Ende behielten dann allerdings trotzdem die Aargauer. Einmal mehr unterliefen den Kreuzlingern zu viele Fehler. In einer turbulenten Schlussminute verkürzte der HSCK 50 Sekunden vor dem Abpfiff auf 32:33, um im Gegenangriff das 32:34 zu kassieren. Nach Runges erneutem Anschlusstor brachte Wohlen die letzten 15 Sekunden jedoch sicher über die Distanz und entscheid damit auch das zweite Duell mit einem Treffer Differenz zu seinen Gunsten. (mru)
SC Frauenfeld scheidet im Schweizercup aus
(05.02.10)
Der SC Frauenfeld scheidet nach einer überzeugenden Leistung gegen den NLA-Verein TV Endingen mit 29:36 (14:18) aus dem Schweizercup im ¼-Finale aus.
(Bild: M. Gaccioli)
Der SCF hatte sich zum Ziel gesetzt, den Favoriten aus dem Aargau so lange wie möglich zu ärgern. Der Vorstoss in den Halbfinal schien eigentlich utopisch. Dennoch war von Beginn weg festzustellen, dass die Frauenfelder die Gäste fordern werden. Mit dem ersten Angriff konnte der SCF in Führung gehen. Endigen startete aber konzentriert und lag nach wenigen Minuten 6:3 in Führung. Mit einem kurzen Zwischenspurt schaffte der SCF aber den Umschwung und konnte mit 7:6 nochmals in Front gehen. Bis kurz vor der Pause war das Spielgeschehen ausgeglichen. Die Aargauer besassen aber leichte Vorteile. Endingen produzierte weniger Fehler und nutze jeweils die Thurgauer Unzulänglichkeiten kompromisslos aus. Der SCF lag eine Minute vor der Pause mit 14:16 im Rückstand. Doch leider vergaben die Gastgeber im Angriff ihre Chancen und mussten den Aargauern sogar noch zwei Tore zugestehen.
Der Start in die zweite Halbzeit war wiederum ausgeglichen. Doch in einer Frauenfelder Schwächephase, in der zu überhastet der Abschluss gesucht wurde, zog der TVE mit vier Treffer in Serie auf acht Tore Vorsprung davon. Der SCF versuchte angetrieben vom zahlreichen und lautstarken Publikum den Rückstand zu verkleinern. Als Endingens Trainer Cordas einzelner seiner Stammspieler eine Pause gab, konnte der SCF den Rückstand verkürzen. Schelbert überzeugte auf Linksaussen. Mit seinen insgesamt 12 Treffern war er massgeblich daran beteiligt, dass der SCF nie mehr ausgleichen konnte. Vor allem Pendic und über weite Strecken auch der Topskorer der NLA, Franic, fanden nicht sehr gut ins Spiel. Franic vermochte aber in der letzten Viertelstunde mit Einzelaktionen seine Mitspieler gekonnt in Szene zu setzten oder selber in den Abschluss zu gehen. So lag der SCF sechs Minuten vor Ende mit 26:31 im Hintertreffen. Der TVE vermochte die nächsten vier Angriffsversuche aber nicht mit einem Tor abzuschliessen. Da der SCF aber drei freie Abschlüsse aus dem Gegenstoss nacheinander am Tor vorbei schoss (!) blieb die finale Spannung aus. Endingen baute seine Führung sogar zum Schlussstand von 36:29 aus.
Der SCF ist in diesem ¼-Finale couragiert und engagiert aufgetreten. Ein krasser Unterschied war spielerisch zwischen den beiden Mannschaften nicht auszumachen. Endingen spielte ballsicherer, konstanter, kompromissloser und auch etwas cleverer. Zudem verfügten die Aargauer mit Schelbert am linken Flügel über einen Spieler, den die Thurgauer nie in den Griff bekamen. Der SCF hat gezeigt, dass er sogar gegen einen NLA-Verein über 60 Minuten mithalten kann. Hoch erfreulich war die Moral der Mannschaft zu werten. So gelang es den Frauenfeldern immer wieder auf einen Rückstand zu reagieren.
SC Frauenfeld – TV Endingen 29:36 (14:18) Schweizer-Cup ¼-Finale, Frauenfeld, Rüergerholz, 350 Zuschauer. Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Frei (8), Hasanovic (1), Haussener (2), Ch. Hug, N. Hug, Mathis (10/4), Ries, Rohner, F. Schäfli, Sutter (4), C. Tschirren (4), M. Tschirren.
Abwesend: Fehr, Iacopetta, Keller, Kunz (alle überzählig). TV Endingen: Aeberhard; Biljali (3), Eggenschwiler (1), Fongué (1), Franic (7/2), Gretler, Pendic (3), Riechsteiner (3), Schelbert (12/1), Schneider (1), Schubnell (5).
Am nächsten Samstag steht für den SCF in St.Gallen gegen die SG Bruggen/Fides bereits das nächste (Meisterschafts-)Spiel auf dem Programm. Der SCF muss darauf bedacht sein, das Cupspiel sofort zu vergessen und sich zu 100% auf den nächsten Gegner zu fokussieren. Die St. Galler haben sich auf die Rückrunde hin mit zwei Spielern aus Gossau verstärkt. Die letzten beiden Spiele konnte die SG Bruggen/Fides gewinnen. Wenn der SCF weiterhin auf einem Tabellenrang verbleiben möchte, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, ist wiederum eine hochkonzentrierte Leistung gefragt. Ansonsten werden die Thurgauer kaum Punkte in St.Gallen erobern können.
Arbons Frauen übernehmen 2.-Liga-Tabellenspitze
(2. Februar 2010)
Bei den Frauen in der 2. Liga hat Arbon mit dem 40:21 (17:6) gegen Frauenfeld wieder die Spitzenposition übernommen.
Der Tabellenletzte war dem Favoriten von Beginn weg unterlagen und sah sich schnell mit sechs Trefferen im Rückstand. Insbesondere gegen die starke spielende Rückraumreihe der Arbonerinnen waren die Frauenfelderinnen mehrheitlich machtlos.
In der 12. Runde konnte der HC Rheintal in der 2. Liga der Handballer erstmals punkten. Mit dem 27:25 (15:9) gegen Goldach sind die Rheintaler wohl ihren letzten Platz in der Gruppe 1 nicht losgeworden, doch haben sie die Aufstiegsrunden-Ambitionen der Goldacher deutlich zurückgebunden. Rheintal war von Beginn weg das dominierende Team, das mit bis zu sechs Toren vorne lag. Goldach agierte mehrheitlich fehlerhaft und kam erst in der Schlussphase nochmals auf, als gar der Anschlusstreffer zum 26:25 gelang. Für Rheintal bleibt die Abstiegsgefahr akut, da der Zweitletzte Arbon gegen den Drittletzten Vorderland zu einem 30:13-Kantersieg kam. An der Tabellenspitze bleibt Yellow Winterthurn nach dem 38:23 gegen die SG Fides/Bruggen. Die Winterthurer konnten ihren Vorsprung ausbauen, da sich im Verfolgerduell Rover Wittenbach und St. Otmar 25:25 unentschieden trennten.Wil hat dank seinem 27:24-Derbysieg gegen Flawil zu St. Otmar aufgeschlossen und kann sich wieder leichte Hoffnungen auf den zweiten Aufstiegsrundenplatz machen.
In der Gruppe 2 ist der Leader SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen beim 31:30 gegen KJS Schaffhausen ganz knapp um seinen ersten Punktverlust herum gekommen. Andelfingen hat seinen dritten Platz mit dem 28:22 gegen Frauenfeld gefestigt und die SG Pfadi/Yellow Winterthur dürfte nach dem 27:27 gegen die Seen Tigerseinen wichtigen Schritt zum Ligaerhalt getan haben. (fb.)
SC Frauenfeld 1 nun auf Platz 2
(01. Februar 2010)
Der SC Frauenfeld schlägt kloten handball mit 25:20 (13:5) und rückt mit diesem Sieg in der 1.-Liga-Tabelle auf den zweiten Rang vor.
Der SCF startete unkonzentriert in die Partie. In den ersten acht Spielminuten vergaben die Frauenfelder kläglich beste Torchancen. Mit der Einwechslung des Frauenfelder Topskorers Mathis fanden die Thurgauer immer besser ins Spiel. Kloten biss sich in der ganzen ersten Halbzeit regelrecht die Zähne an der Frauenfelder Verteidigung aus, da die aggressive Frauenfelder Verteidigung kaum Torchancen zuliess. Zudem wehrte A. Schäfli zahlreiche aussichtsreiche Torschüsse der Zürcher gekonnt ab. Deshalb vermochten die Zürcher erst nach 17 Spielminuten ihr erstes Tor aus dem Spiel heraus (und nicht von der Penaltylinie) zu erzielen. Der SCF diktierte somit klar das Spielgeschehen.
Auch in die zweite Halbzeit startete der SCF unkonzentriert. Dennoch vermochte der Gegner keinen Profit daraus zu ziehen. Der SCF begnügte sich aber den Vorsprung zu verwalten und drückte nicht mehr ganz so vehement aufs Tempo wie noch in der ersten Halbzeit. Zudem schien der SCF seine Kräfte für das harte Cupspiel vom kommenden Mittwoch schonen zu wollen. Knappe neun Minuten vor dem Spielende führten die Thurgauer mit 22:12. In der Schlussphase vergaben die Frauenfelder einen höheren Sieg, da sie im Angriff zu undiszipliniert aufspielten und zu viele Fehler begannen. Kloten handball nutzte diese Frauenfelder Nachlässigkeit aus, indem die Zürcher mittels einfachen Gegenstosstoren den Rückstand verkürzen konnten. In Gefahr, das Spiel noch aus den Händen zu geben, geriet der SCF aber nicht mehr.
Mit diesem Sieg hat der SCF wohl definitiv den Ligaerhalt gesichert. Vielmehr befindet sich der SCF mitten im Kampf um die beiden ersten Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur NLB berechtigen. Der SCF hegt keine Aufstiegs-Ambitionen. Doch wird die Mannschaft von Trainer Keller weiterhin um jeden Punkt kämpfen. So wäre denn die Erfahrung für die junge Mannschaft an solchen Aufstiegsspielen teilzunehmen für die künftige handballerische Entwicklung sicherlich viel Wert. Auf jeden Fall wird der Aufsteiger aus Frauenfelder weiterhin versuchen sich in der Spitzengruppe zu behaupten.
HC Romanshorn stellt Heimstärke unter Beweis (01. Februar 2010)
Der HCR gewinnt den Abstiegskampf gegen die SG Wädenswil mit 33:31 (15:14). Damit distanzieren sich die Romanshorner von den direkten Abstiegsrängen und hieven sich auf Rang sechs der Tabelle.
Es kam am Samstagabend zum Wiedersehen mit Milan Kozak, dem HCR-Topscorer der Hinrunde, welcher nach der Winterpause zum NLB-Klub Horgen gewechselt war und den Wädenswilern leihweise aushalf. Natürlich wusste das Team von Slavoljub Vulovic um die Stärke des Slowaken und richtete die Verteidigung entsprechend aus. So war es in der Startphase auch nicht Kozak, der dem Heimteam Kopfzerbrechen bereitete, sondern Christian Gürber auf der linken Angriffsseite. Er wirbelte die HCR-Defensive im Zusammenspiel mit dem Kreisläufer gehörig durcheinander und sorgte dafür, dass Wädenswil das Spiel zu Beginn ausgeglichen gestalten konnte. Die Romanshorner trugen ihre Offensivaktionen am Anfang etwas nervös vor. Mit der Zeit wurde diese Nervosität abgelegt und die Rückraumspieler trafen regelmässig. Vor allem Zeller, der in den letzten Spielen verletzungshalber wenig Einsatzzeit erhielt, vermochte sein Potenzial abzurufen und war mit acht Toren bester Romanshorner Werfer. Zur Halbzeit führte der Gastgeber mit 15:14.
In der ersten Minute nach der Pause gelang den Gästen der Ausgleich. Und nachdem sie kurz darauf den Führungstreffer erzielten, schien es, als ob Wädenswil nun Oberwasser erhielte. Die Thurgauer benötigten in der zweiten Halbzeit etwas Anlaufzeit bis sie zu ihrem Spiel fanden. Je länger die Partie jedoch dauerte, desto stärker wurden die Hausherren. Captain Schneider spielte nun entfesselt und realisierte drei Tore in Serie. Zudem hatten die Romanshorner mit dem formstarken Kaddour am Kreis immer einen Anspielpartner. Durch die enge Deckung des Gäste-Topscorers Gürber gelang es dem HCR zudem, den Fluss im Spiel der Zürcher zu brechen, sodass diese vermehrt zu Fehlern gezwungen wurden. Das Heimteam erarbeitete sich in diesen entscheidenden Minuten des Spiels einen 5-Tore-Vorsprung. Dieser hielt bis drei Minuten vor dem Ende der Partie, als die Zürcher ihre Verteidigung auf eine 1:1-Manndeckung der gesamten Romanshorner Mannschaft umstellten. Der Gastgeber agierte - wohl auch im Bewusstsein, dass die Partie zu seinen Gunsten entschieden war – etwas nachlässig und musste zum Schluss noch drei Gegentreffer hinnehmen. In Bedrängnis geriet der HCR nicht mehr.
Nach den zwei Heimsiegen in Folge beträgt der Abstand des HC Romanshorn auf die direkten Abstiegsplätze nun schon sechs bzw. sieben Punkte. Damit ist zumindest der Direktabstieg in weite Ferne gerückt. Das derzeit auf dem Barrage-Platz klassierte Wetzikon liegt allerdings nur gerade drei Zähler hinter den Thurgauern. Die Romanshorner sind folglich gut beraten, den jetzigen Schwung in die beiden Auswärtspartien gegen Albis Foxes und Uster mitzunehmen und endlich auch auswärts zu punkten.
Arbon bleibt in einem Abnützungskampf der verdiente Sieger
(1. Februar 10)
Max Glättli
Vorerst dominierte auf beiden Seiten die Abwehr.
Arbon – Beide Mannschaften mussten auf einige Stammspieler verzichten. So fehlten bei Biel mit Jeremias und Schläfli zwei Spieler die in der Torschützenliste des Teams gut platziert sind. Und beim HC Arbon weilte neben Tobler neu auch N. Fröhlich, der sich im Training eine langwierige Verletzung zuzog, unter den Zuschauern. Für die Thurgauer zeigte der reaktivierte Deutschmann eine beachtliche Leistung und war mitverantwortlich, dass die Defensive sofort die gewünschte Wirkung erzielte.
Auf beiden Seiten wurde mit einer konsequenten 6:0-Deckung verteidigt. Besonders in der Abwehr der Seeländer war kaum eine Lücke zu finden. Immer wieder wurden die Angriffe der Thurgauer unterbunden. Aus der zweiten Reihe, vom Kreis und sogar vom Siebenmeterpunkt aus wurden zu oft Bälle vom gut disponierten Gästehüter Benkert abgewehrt. Die Uhrenstädter spielten im Angriff überlegt. Sie hielten den Ball so lange in ihren Reihen, bis eine echte Torchance herausgespielt war und nutzten diese meistens resolut aus. Stacher mit drei unhaltbaren Würfen vom linken Flügel war mitverantwortlich, dass ein leichter Rückstand bis zur dreiundzwanzigsten Minute ausgeglichen werden konnte. Doch drei Zeitstrafen innerhalb von 90 Sekunden machten die Hoffnungen auf eine erste Führung durch die Oberthurgauer wieder zu Nichte. So konnten die Berner mit zwei Toren Vorsprung in die Pause.
Arbon steigert sich in der zweiten Hälfte dank einer offensiveren Verteidigung.
Die Einheimischen kamen motiviert aus der Garderobe und starteten beherzt in die zweite Hälfte. Neu spielte Yoon häufig als offensiver Verteidiger, was den Gästen nicht behagte. Denn schon mit dem ersten Angriff erzielte der HCA durch Pendic das erste Tor vom Kreis aus. Erst nach weiteren zehn Minuten folgte sein zweites Tor zum 11:11 vom gleichen Ort aus. Die Kräfte von Biel liessen nun mehr und mehr nach. Die Berner verteidigten nicht mehr mit der gleichen Konsequenz, die Passfolgen wurden langsamer und bei den Würfen fehlte die notwendige Kraft und Präzision, um erfolgreich zu sein. Zudem parierte Silas Höhener einige Bälle bravourös und gab seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt. Pendic, der nach der Pause insgesamt achtmal traf, konnte durch die Bieler nicht mehr gestoppt werden. Auch die letzte Massnahme, eine 4:2-Verteidigungsvariante blieb erfolglos. Arbon war die bessere Mannschaft und der verdiente Sieger.
Am nächsten Samstag spielen wir wiederum zu Hause gegen den HC Horgen, das dieses Wochenende in Stans verlor.
HC Arbon – HC Horgen, Sporthalle Stacherholz, Sa 6. 2. 2010 um 17.00 Uhr
Wörtlich:
Ein gut gelaunter Yoon Min-Yo meint: Ja es stimmt, heute hatte ich einen guten Lauf. Ich darf mit meiner Leistung zufrieden sein. Das war ein schweres Spiel. Wir haben nach einer langen Pause zwei wichtige Punkte geholt. Trotzdem müssen wir weiterhin aufpassen, damit wir in der Rangliste nicht nach hinten fallen.
HC Arbon – HS Biel: 19:16 (8:10)
Sporthalle Stacherholz Arbon: - Zuschauer: 150 SR: D. Baumann, G. Cristallo HC Arbon: Hönisch (0-14, 30-42), Graf (14-30), Höhener (42-60), Bärtschi (3/1) Deutschmann, B. Fröhlich, Krapf, D. Näf, Ph. Näf (2), Neuenschwander, Pendic (8/3) A. Stacher (4), Yoon, Zülle (2). Verletzt: N. Fröhlich, Tobler
Trainer: E. Koso HS Biel: Benkert (0-60), Oesch ( für 1 Pen.), Béguelin, Bratsch, Etter (2), Friesecke, Heiniger (3/2), Karl (1), Liggenstorfer (2), M. Rüeger (2), S. Rüeger, T. Rüeger, Schütz (5), Steiner (1).
Spielertrainer: J. Friesecke Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Arbon, 8 mal 2 Minuten gegen Biel.
Wegweisendes Spiel für den HC Arbon
(28. Januar 10)
Handballsport Biel dürfte mit den bisher erreichten Resultaten kaum zufrieden sein. Eigentlich wollten die Berner an der Tabellenspitze mitspielen. Nach gutem Saisonstart rutschten sie jedoch in der Tabelle immer weiter zurück und liegen derzeit nur dank dem besseren Torverhältnis nicht auf einem Abstiegsplatz. Max Glättli
HS Biel reagierte daher Ende November und nahm einen Trainerwechsel vor. Anstelle von Beat Flury zeichnet nun der Sportlehrer Jens Friesecke als Spielertrainer für die Mannschaft verantwortlich. Friesecke verfügt zudem über internationale Erfahrungen. Er möchte von seinem Team vor allem ein verbessertes kämpferisches Verhalten sehen.
Die Seeländer verfügen über eine starke Abwehr und kassierten bisher in der NLB am wenigsten Gegentore. Die Arboner werden sich sicher noch an das Spiel der Vorrunde erinnern, als sie in der zweiten Hälfte nur gerade sechs Tore erzielten.
Nachdem die Thurgauer einige Zeit ohne Erfolg blieben, gelang im letzten Meisterschaftsspiel auswärts in Lyss ein Befreiungsschlag, holte man doch gegen den Vierten der Rangliste einen wichtigen Punkt. In den letzten Wochen ohne Ernstkämpfe haben die Einheimischen gut trainiert und sie wollen die nächsten Spiele wieder an ihren Höhenflug anknüpfen.
Die Bieler müssen jetzt unbedingt punkten, wenn sie nicht definitiv in den Abstiegsstrudel gezogen werden wollen. Unser heutiger Gegner hat sicher noch nicht resigniert. Und die Einheimischen möchten mit einem Sieg den Punkteabstand zu den Abstiegsplätzen verbessern.
Ein gut gelauntes Publikum, das unser Team unterstützt, hilft dabei. Wir hoffen auf eine volle Stacherholzhalle.
HC Arbon – HS Biel, Sporthalle Stacherholz, Sa 30. 1. 2010 17.00Uhr.
SCF empfängt Kloten
(26. Januar 10)
Am 30. Januar um 20:00 Uhr empfängt der SC Frauenfeld kloten handball 1 zum 1. Liga-Handballmatch in der Militärsporthalle Auenfeld.
Der SCF ist seit dem Wiederaufstieg erfolgreich in seine erste 1. Liga-Saison gestartet. Während der ganzen Saison ist der SCF bei den nahe beieinander liegenden Spitzenteams der Gruppe zu finden. So war der SCF nie schlechter als im 6. Rang klassiert. Anders sieht es beim Gegner aus Kloten aus. Die Zürcher befinden sich seit Beginn der Meisterschaft in akuter Abstiegsgefahr und konnten sich nur für zwei Spieltage von den direkten Abstiegsplätzen befreien.
Der SCF scheint somit als klarer Favorit. Doch bereits beim Auswärtsspiel in Kloten reiste der SCF als Favorit an und musste nach zahlreich vergebenen Chancen am Schluss noch froh sein, ein Remis erreicht zu haben. Zudem befindet sich kloten handball im Aufwind. In den letzten beiden Partien ergatterten die Zürcher 3 Punkte. Der SCF wird somit gewarnt sein. Mit einem Sieg könnten sich die Thurgauer wohl definitiv den Verbleib in der 1. Liga – was das erklärte Saisonziel ist – sichern.
Rheintal und Kreuzlingen 2 weiter ohne Punkte
(26. Januar 2010)
Auch nach Zweidrittel der Meisterschaft sind im Handball der 2. Liga je jeweiligen Tabellenletzten ohne einen einzigen Punkt. Rheintal musste sich dem HC Flawil, der jedoch keinen glanzvollen Auftritt bot, mit 27:33 geschlagen geben. und Kreuzlingen „2“ verlor gegen die Seen Tigers 27:32.
Für beide Schlusslichter dürfte der Ligaerhalt nur noch schwer zu realisieren sein. Dies trotz der Tatsache, dass auch die jeweiligen Zweitletzten verloren. Arbon unterlag St. Otmar 27:33 und Stammheim war gegen den Leader Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen mit 17:33 chancenlos.
Spannend bleibt der Kampf um die Aufstiegsrundenplätze. Pfader Neuhausen hat mit dem knappen 27:26 gegen die SG Pfadi/Yellow Winterthur seinen zweiten Platz in der Gruppe 2 gefestigt. Die Schaffhauser hatten sich während der gesamten Partie das Leben mit unzähligen Fehlern selber schwer gemacht. So gelang es nie vorentscheidend in Führung zu gehen. Der Siegtreffer glückte erst in der Schlussminute nach einem Gegenstoss. Im Kampf um einen Spitzenplatz ist KJS Schaffhausen mit dem 25:26 gegen Neftenbach zurückgebunden worden.
In der Gruppe 1 kann sich noch rund die Hälfte der Teams Hoffnungen auf einen Spitzenplatz machen. Für Wil und Goldach setzte es allerdings eher unerwartete Niederlagen ab. Die Wiler verloren 27:35 gegen Vorderland, womit die Appenzeller den Ligaerhalt geschafft haben dürften. Wil war einmal mehr schwach in eine Partie gestartet glich das Geschehen dann aber aus und lag zur Pause nur mit 13:17 zurück. Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit agierten die Wiler immer schwächer. Vorderland dagegen spielte befreit auf und vergrössere seinen Vorsprung bis auf maximal zwölf Tore, womit der vierte Saisonsieg ungefährdet war. Goldach unterlag der Fides/Bruggen 25:28. Die St. Galler Spielgemeinschaft hat sich mit dem Punktgewinn der Abstiegssorgen wohl auch entledigt.
In der 2. Liga der Frauen hat sich der BSC Goldach mit dem 33:19 gegen Flawil auf den zweiten Platz verbessert und ist nun mit dem Leader Yellwo/Pfadi Winterthur punktgleich. Im Kampf gegen den Abstieg haben Amriswil mit dem 20:12 gegen Frauenfeld und Romanshorn mit dem 25:21 gegen die SG Appenzell/Wittenbach wichtige Punkte gewonnen. (fb.)
HC Romanshorn zeigt starke Reaktion
(25. Januar 10)
Nach der bitteren Pleite vor Wochenfrist gegen Dietikon-Urdorf präsentierte sich der HCR vor heimischer Kulisse wie verwandelt. Dank einer stabilen Defensive und solidem Spiel in der Offensive sicherte sich Romanshorn beim 28:23-Sieg über das Drittplatzierte Wohlen wichtige Punkte im 1.-Liga-Abstiegskampf.
Vor der Partie gegen die Aargauer war sich die Mannschaft bewusst, dass sich im Gegensatz zum letzten Wochenende einiges ändern musste. Vor allem wollten die Thurgauer den Start nicht wieder verschlafen. Gesagt, getan. Nach zehn Minuten nahm Wohlen-Trainer Gisiger beim Stand von 1:5 aus Sicht seines Teams das Time-Out. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Gastmannschaft nichts zustande gebracht. Entweder bissen sie sich an der kompakten 5:1-Deckung der Hausherren die Zähne aus oder sie scheiterten am prächtig aufgelegten Buff im Tor. Dieser machte sein bestes Saisonspiel und parierte in der Anfangsphase etliche hochkarätige Chancen des Gegners. Die kurze Unterbrechung schien dem TV Wohlen jedoch gut bekommen zu sein. Er nutzte seine Chancen nun konsequenter. Auf der anderen Seite agierten die Romanshorner teils zu überhastet. Hinzu kamen drei Zeitstrafen, die dem HCR das Leben zusätzlich schwer machten. Die Aargauer glichen zum 6:6 aus. Nach der kurzen Schwächeperiode vermochte das Heimteam ab der zwanzigsten Minute wieder an sein Niveau der ersten Spielsequenzen anzuknüpfen und ging erneut in Führung. Bis zu vier Toren wurde der Vorsprung ausgebaut, ehe der Gast kurz vor der Pause nochmals verkürzen konnte (15:13).
Zu Beginn der zweiten Hälfte deutete alles auf einen sehr knappen Ausgang der Partie hin. Wohlen war in der Lage, das Score nach vierzig Minuten auszugleichen. Der Match stand auf Messerschneide. In der Folge ereignete sich allerdings das, was man im Duell zwischen einem Abstiegs- und einem Aufstiegskandidaten nicht erwarten konnte. Das Heimteam setze ein weiteres Mal Energie frei und distanzierte Wohlen entscheidend. Die Gäste wirkten rat- und kraftlos, schlossen aus ungünstigen Positionen ab und kamen so kaum mehr zu einem Torerfolg. Der HCR nützte dies aus und hatte nun seine stärkste Phase. Kreisläufer Kaddour, der hinten wie vorne glänzte, wurde von seinen Mitspielern oft freigespielt und zeigte sich im Abschluss gewohnt treffsicher. Auch die anderen Akteure wussten sich gut in Szene zu setzen. Dies verdeutlicht die Tatsache, dass die Romanshorner von jeder Position aus scorten. Die Partie war, nachdem der Gastgeber auf 25:18 davonzog, gelaufen. Wohlen konnte noch etwas Resultatkosmetik betreiben, brachte das Team von Slavoljub Vulovic jedoch nicht mehr in Bedrängnis. So feierten die Spieler den verdienten vierten Heimerfolg der Saison.
Am nächsten Samstag trägt Romanshorn sein nächstes Heimspiel aus. Dabei treffen die Thurgauer auf das derzeit letztplatzierte Wädenswil. In der Kantihalle wird also Abstiegskampf pur herrschen.
HSC Kreuzlingen verpasst eine gute Chance
(25. Januar 2010)
Mit einer 24:28 (13:16)-Heimniederlage gegen die SG Bruggen/Fides St.Gallen haben es die Kreuzlinger 1.-Liga-Handballer verpasst, ihre Ausgangslage im Kampf um eine der ersten beiden Positionen weiter zu verbessern.
In der Zwischenrangliste liegt das Team von Roger Bertschinger zwar weiterhin auf dem 2. Rang, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur NLB berechtigt, doch hat man gegenüber der Konkurrenz bereits ein bis zwei Partien mehr ausgetragen. Zumindest drei Clubs (Frauenfeld, Wohlen und Albis Foxes/GC Zürich) liegen nach Verlustpunkten gerechnet vor den Kreuzlingern.
Defensiv ungenügend
Wie schon sechs Tage zuvor beim damaligen Schlusslicht Kloten, als man nicht über ein Remis hinaus kam, zeigte der HSCK auch gegen die ebenfalls in den Abstiegskampf involvierte St. Galler Spielgemeinschaft Bruggen/Fides eine ungenügende Defensivleistung. Hätten die beiden Torhüter (Huber/Allenspach) nicht stark gehalten, die Kreuzlinger hätten deutlich mehr als 28 Gegentreffer kassiert. Diesesmal passte aber auch im Angriff wenig zusammen. Sicher zeigte Gästekeeper Roman Breda eine Klassepartie, doch alleine daran lag es nicht, dass dem HSCK lediglich 24 Treffer gelangen. Vielmehr fehlte die spielerische Linie und auch die Ideen, um die kompakte 6:0-Abwehr der grösseren St. Galler überlisten zu können. Oft verzettelten sich die Hafenstädter in Einzelaktionen. Sicher kein Vorteil war es, dass Topscorer Gabor Fülöp bereits angeschlagen in die Partie gehen musste.
Die Startminuten gestalteten sich ausgeglichen. Mehr als zwei Treffer Unterschied gab es bis zum 6:6 (11.) nicht. Dann aber kassierten die fehlerhaften Kreuzlinger gleich vier Gegentore in Folge, was Trainer Bertschinger zu einem frühen Time-out bewog. Nach dem 6:11 fingen sich die Gastgeber endlich auf und verkürzten den Rückstand bis auf zwei Tore. Und als man in Überzahl sogar den 13:13-Gleichstand schaffte, kam unter den 270 Zuschauern wieder Hoffnung auf. Unverständlich, wie der HSCK in den letzten gut 150 Sekunden vor der Pause aber noch drei weitere Gegentreffer kassierte, allesamt erzielt durch Gabriel Alp.
Kurz gehofft
Diesem Rückstand rannten die Kreuzlinger nach dem Seitenwechsel lange Zeit hinterher. Erst eine kurze St. Galler Schwächphase ermöglichte es dem HSCK wieder bis zum 21:22 aufzuschliessen. Gerade jetzt verhielten sich die Hafenstädter aber ungeschickt, versuchten es zuweilen mit der Brechstange, bauten so die Gäste wieder auf. Diese nahmen die Geschenke dankend an und erstickten die Hoffnungen des einheimischen Anhangs mit einer Tortriblette zum 21:25 (50.) im Keime. In den letzten zehn Minuten hatten die Gäste das Geschehen sicher unter Kontrolle.
Nach einem freien Wochenende gastieren die Kreuzlinger am Samstag, 6. Februar, beim Tabellenvierten Wohlen, der am Samstag ebenfalls eine überraschende Niederlage in Romanshorn kassierte. (mru)
Kreuzlingen – SG Bruggen/Fides St. Gallen 24:28 (13:16)
Egelsee. – 270 Zuschauer. – SR Sager/Styger. Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 7mal 2 Minuten gegen Bruggen/Fides. Kreuzlingen: Huber (ab 50. Allenspach); Bader (3), Baumann (7/4), Briegmann (1), Fehr (1), Fülöp (4), Gacsalyi, Hallauer, Obert (2), Pfeiffer (3), Runge, Thoma (2), Zeuske (1). Bruggen/Fides: Breda; Alp (4), Berger (6), C. Frick, J. Frick (4), Grimm, Hefti (3), Hörler, Keel, Looser (3), Ryser (1), Seitz (7), Suhner.
Ein Gegner unter Zugzwang
(22. Januar 10)
Die Erwartungen sind gestiegen. Das 27:27 vom letzten Sonntag beim Tabellenschlusslicht in Kloten war deshalb einigermassen enttäuschend, zumal unsere Mannschaft den Sieg mit einer „normalen“ Leistung hätte heimbringen können, ja müssen. Aber zu viele Leistungsträger erreichten für einmal nicht ihre Normalform. Ob es auch am ungeliebten Spieltag (Sonntag, 17.30 Uhr) gelegen hat. Vor allem defensiv gab es gegen den willigen, spielerisch aber doch ziemlich limitierten Tabellenletzten einige Schwachstellen. Und für einmal konnten auch die Torhüter die Kohlen nicht aus dem Feuer holen.
Doch dieses Spiel ist ja bereits wieder Schnee von gestern. Die HSCK-Fans dürfen davon ausgehen, dass ihre Mannschaft gegen den nächsten Widersacher, die Spiel-Gemeinschaft (SG) Bruggen/Fides St. Gallen, mit vollem Engagement versuchen wird, auf die Siegerstrasse zurückzukehren, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Allerdings werden die Stadt-St.Galler einen harten Brocken abgeben. Sie haben sich vor Wochenfrist mit einem 29:25-Heimsieg auf den drittletzten Platz verbessern können. Die letzten beiden Teams steigen direkt in die 2. Liga ab, der Drittletzte muss voraussichtlich Relegationsspiele bestreiten.
In der Vorrunde lieferten sich die beiden Teams einen harten Fight, den am Ende unsere Mannschaft knapp (30:28) zu ihren Gunsten entscheiden konnte. Die Ziele der beiden heutigen Widersacher könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sich der HSCK mit einem weiteren Sieg die Chance auf einen Top-3-Platz wahren möchte, um dann nach einem freien Wochenende am 6. Februar mit viel Selbstvertrauen zum Spitzenkampf nach Wohlen AG reisen zu können, sind die St. Galler zwingend auf Punkte im Abstiegskampf angewiesen. Die letzten fünf Mannschaften liegen acht Runden vor Schluss nur vier Punkte auseinander.
Wirft man einen Blick auf die Resultatstatistik der SG Bruggen/Fides, so fällt auf, dass die St. Galler fünf ihrer sechs Auswärtsspiele verloren haben. Einzig gegen Dietikon-Urdorf reichte es zu einem Unentschieden. Allerdings gilt es auch zu bemerken, dass Bruggen/Fides bis auf eine Ausnahme immer nur mit einem bis drei Toren unterlag. Gefährlich sind die St. Galler in fremder Halle also allemal!
Deshalb hofft unsere Mannschaft, erneut auf Ihre wichtige Unterstützung zählen zu dürfen. Das Spiel finden morgen Samstag, 23. Januar 2010 um 1815 Uhr in der Sporthalle Egelsee statt. (mru)
Arbon kann Wittenbach nicht bremsen
(21. Januar 2010)
Mit dem 26:23 (14:11) gegen den HC Arbon „2“ hat Rover Wittenbach in der Gruppe 1 der 2. Liga-Handballer seine Ambitionen auf einen Aufstiegsrundenplatz weiter unterstrichen und den zweiten Platz gefestigt.
Seit nun mehr sechs Partien sind die Wittenbacher ungeschlagen. Nach einer ausgeglichene Startphase konnten sich die St. Galler gegen Arbon bis Mitte der ersten Halbzeit auf 9:7 absetzen. In der Folge konnte der Vorsprung mehr oder weniger problemlos über die Zeit gebracht werden. Ebenfalls mit drei Toren Differenz siegte der Leader Yellow Winterthur „2“. Die Zürcher haben mit ihrem 30:27 gegen den BSC Goldach, diesen im Kampf um einen Aufstiegsrudenplatz etwas ins Mittelfeld der Rangliste (Platz 5) zurückgebunden. Im Kampf um den Ligaerhalt ist der BSG Vorderland mit dem 26:21 beim HC Rheintal ein wichtiger Sieg gelungen. Für die Rheintaler, die auch nach zehn Runden immer noch auf ihren ersten Punktgewinn warten, dürfte der Abstieg kaum mehr zu verhindern sein.
Aussichtslose Lage
In der Gruppe 2 ist der HSC Kreuzlingen „2“ nach seiner 24:33-Niederlage bei Andelfingen in etwa in der gleich aussichtslosen Lage, wie der HC Rheintal in der Gruppe 1. Die Thurgauer sind nach elf Spielen ohne einen Zähler auf dem letzten Platz der Rangliste. Der Rückstand auf den zweitletzten Stammheim ist auf sechs Punkte angewachsen, da die Zürcher überraschend 28:22 gegen KJS Schaffhausen siegten. Die Schaffhauser dürften damit vorentscheidend im Kampf um einen Aufstiegsrundenplatz zurückgebunden worden sein. Nach Verlustpunkten sind die Seen Tigers nach dem knappen 23:22 gegen Frauenfeld „2“ als Fünfte gar noch besser rangiert als KJS.
Kreuzlingen gewinnt Frauenderby
Bei den Frauen in der 2. Liga setzte es für die drei letztrangierten Teams Frauenfeld, Romanshorn und Appenzell/Wittenbach Niederlagen ab. Die Spielgemeinschaft musste sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (9:9) schliesslich einem sich deutlich steigernden BSC Goldach 15:24 geschlagen geben. Der BSC war nach der Pause das dominierende Team, das vor allem auch defensiv überzeugte. Flawil siegte in der Mittelfeldpartie gegen Romanshorn 20:18. Die Untertoggenburgerinnen verpassten vor allem in der ersten Halbzeit eine deutliche Führung, vergaben sie doch insgesamt vier Penaltys. Als diese Schwäche nach Pause getilgt war, kippte das geschehen auch immer mehr zu Gunsten der Flawilerinnen. Auf dem letzen Platz bleibt Frauenfeld nach der 21:24-Niederlage im Derby gegen Kreuzlingen. In der ersten Halbzeit hatte das Team aus der Hauptstadt noch geführt, doch nach der Pause zeigten sich immer mehr Defensivprobleme, was die siebte Saisonniederlage nach sich zog. (fb.)
SC Frauenfeld 1 siegt auch in Appenzell
(18. Januar 2010)
Auch im dritten Spiel der 1.-Liga-Rückrunde bleiben die Frauenfelder ungeschlagen. So konnten die Thurgauer verdientermassen, aber nach einem Nachlassen in der Schlussphase auswärts in Appenzell mit 25:23 (18:14) gewinnen.
Frauenfeld erwischte den besseren Start ins Spiel. Die ersten drei Angriffe wurden alle mit einem Tor gekrönt. Doch danach schlichen sich Fehler im Frauenfelder Angriffspiel ein, weshalb Appenzell einen 3:1 Rückstand in einen 2-Tore-Vorsprung umwandeln konnte. Doch angeführt von dem in dieser Startphase treffsicheren Ries, dem agilen Kreisläufer Sutter und Spielmacher N. Hug vermochte sich der SCF zu steigern. Mit druckvoll vorgetragenen Angriffen wurde die Appenzeller 6-0-Verteidigung immer wieder auseinander gerissen. Zudem stand die Abwehr der Thurgauer wieder kompakter, was auch mit der Einwechslung Ch. Hug ins Abwehrdispositiv zusammen hing. Appenzell bekundete viel Mühe, um mit dem Tempo der Gäste aus dem Thurgauer mitzuhalten. So konterten die Frauenfelder auf ein Appenzeller Tor meist durch einen erfolgreichen Angriff mittels „Schneller Mitte“. Mit einer doch beruhigenden 18:14 Pausenführung konnte der SCF die Seiten wechseln.
Frauenfeld startete fehlerhaft in die zweite Halbzeit. Doch Appenzell, das auf unzählige Spieler infolge diverser Gründe verzichten musste, war zu wenig stillsicher, um daraus Profit schlagen zu können. Vielmehr war es der SCF, der seine Fehler wieder zu minimieren wusste und so eine zwischenzeitliche 7-Tore-Führung herausspielte. Appenzell versuchte zu regieren. So wurde der Frauenfelder Spielmacher N. Hug mit einer Manndeckung aus dem Spiel genommen. Da der SCF in kurze Zeit drei Siebenmeter nicht verwandeln konnte, witterten die Appenzeller ein Nachlassen des Gastes. Erstmals kamen auch Emotionen ins Spiel. Die Thurgauer spielten weiterhin gut, doch vergaben sie die besten Chancen. So knallte der Ball unzählige Male ans Aluminium des Appenzeller Gehäuses. Appenzell vermochte während dieser Frauenfelder Torflaute in den letzten knapp 15 Spielminuten von 17:24 bis auf 23:24 zu verkürzen. Doch in der vorletzten Spielminute sicherte C. Tschirren mit dem 25:23 dem SCF den Sieg, da Appenzell unter Zeitdruck ihre letzten Abschlüsse zu überhastet abschliessen musste.
Der SCF hätte einen souveränen Vorsprung beinahe noch aus den Händen gegeben. Unverständlich bleibt, wie fahrlässig der SCF mit ihren doch guten Torchancen in der letzten Viertelstunde vor Spielende umging. Einzig dank einem starken Odermatt im Frauenfelder Tor und einer beherzten Verteidigungsleistung wurden die Thurgauer nicht noch für ihr Nachlassen bestraft. Mit diesem Sieg bleibt der SCF im neuen Jahr und in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen und mischt in der Spitze mit. Die Abstiegsplätze sind beruhigende 10 Punkte entfernt, weshalb das Saisonziel (der Ligaerhalt) mit einem oder wohl höchstens zwei weiteren Siegen auch rein rechnerisch erreicht sein wird. Es hätte wohl kein Gegner damit gerechnet, dass der Thurgauer Aufsteiger bereits in dieser Saison so konstant an der Spitze anzutreffen sein wird.
TV Appenzell – SC Frauenfeld 1 23:25 (14:18) Appenzell, Sporthalle Wühre, Zuschauer: 100 Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Frei (6), Hasanovic, Haussener (1), Ch. Hug (1), N. Hug (7/4), Keller, Ries (4), Rohner (1), F. Schäfli, Sutter (3), C. Tschirren (1), M. Tschirren (1). Abwesend: Fehr (überzählig), Iacopetta (überzählig), Mathis (abwesend), Kunz (überzählig).
HSC Kreuzlingen auf Rang 2 vorgerückt
Trotz des nicht eingeplanten Punktverlustes beim 27:27 bei Schlusslicht Kloten ist der HSC Kreuzlingen in der 1.-Liga-Gruppe 1 auf den zweiten Rang vorgerückt.
Im Kreuzlinger Lager wusste man nach einer aufregenden Schlussviertelstunde nicht so richtig, ob man in Kloten einen Punkt gewonnen oder doch eher einen solchen verloren hat. Ganz sicher nicht zufrieden sein durfte Trainer Roger Bertschinger mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft. Zu viele seiner Akteure blieben gegen die spielerisch limitierten, aber aufopferungsvoll kämpfenden «Flieger» unter ihren Möglichkeiten. Vor allem die zuletzt hochgelobte Defensive inklusive der beiden Torhüter zeigten ungewohnte Schwächen.
Dabei wurde der Tabellendritter seiner Favoritenrolle in der Startviertelstunde durchaus gerecht. Die Zürcher Gastgeber bekundeten mit dem variantenreichen Angriffsspiel der Kreuzlinger grosse Mühe und brachten selbst offensiv kaum ein Bein vors andere. Als dann Captain Dominque Baumann in der 15. Minute zum 6:11 erhöhte, schien alles den erwarteten Lauf zu nehmen.
Völlig unerwartet riss dann jedoch der Faden bei den Thurgauern. Zwar schaukelten sie noch eine knappe 16:15-Führung in die Pause, doch Besserung war auch nach dem Wiederanpfiff nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Tabellenletzte witterte nun seine Chance. Mit drei Treffern in Serie übernahm Kloten in der 40.?Minute erst zum zweitenmal nach dem 1:0 die Führung. Der HSCK-Trainer versuchte mit Torhüter- und Spielerwechseln zu reagieren, aber die richtige Mischung schien er einfach nicht zu finden. Zumindest kämpfte sich sein Team nach einem 25:27-Rückstand (55.) ins Spiel zurück. Und Geburtstagskind Philipp Zeuske (24) glich mit einem Rückraumwurf gut 100 Sekunden vor dem Abpfiff aus. Beide Teams – Kloten in Überzahl – vergaben in der Schlussminute den möglichen Siegestreffer. (mru)
Kloten – Kreuzlingen 27:27 (15:16)
Ruebisbach. – 100 Zuschauer. – SR Zwahlen/Würzer. Strafen: je 6mal 2 Minuten. Kloten: Tschumi; Brennwald, El-Nashar, Graf (2), Hilkinger (5), Högger (2), Huwiler (6), Lim (2), Schmid (2/1), Tynowski (4), Wallisch (4). Kreuzlingen: Huber/Lesko; Bader (3), Baumann (6/2), Briegmann (4), Fehr, Fülöp (7/3), Gacsalyi (1), Hallauer, Pfeiffer (3), Runge, Thoma (1), Zeuske (2). Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Allenspach und Urbanke (beide überzählig). – Tschumi hält Penalty von Fülöp (40./19:18).
Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg
(18. Januar 10)
Nach drei starken Spielen vor der Weihnachtspause, in denen man fünf Punkte ergattert hatte, ist der HC Romanshorn wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Gegen den Tabellennachbarn Dietikon-Urdorf setzte es eine klare 21:31-Niederlage ab. Vor allem in der ersten Halbzeit (6:16) war der HCR dem Gegner in keinster Weise gewachsen.
Bei den Romanshornern gab es zur Hinrunde in personeller Hinsicht zwei Änderungen. Erstens verliess Milan Kozak, der Topscorer des HCR, den Verein in Richtung NLB-Klub Horgen. Zweitens leihen die Thurgauer vorerst bis zum Saisonende den 21-Jährigen Marco von Ow vom TSV St. Otmar St. Gallen aus. Er bestritt gegen Dietikon-Urdorf die erste Partie für seinen neuen Verein.
Den Abgang von Milan Kozak war der Mannschaft von Slavoljub Vulovic in den Anfangsminuten anzumerken. Im Angriff fehlte ihnen gegen eine sehr aggressive Verteidigung des Gastgebers komplett die Durchschlagskraft. Zudem zog Katicic, der Zürcher Torwart, einen herausragenden Tag ein und brachte die Gäste ein ums andere Mal zum Verzweifeln. Nach gut zehn Minuten führte der HC Dietikon-Urdorf mit 8:2 und somit war das Spiel schon sehr früh vorentschieden. Das Heimteam war immer wieder aus dem Rückraum erfolgreich. Hierbei tat sich vor allem der wurfstarke Imhof hervor, den die Romanshorner zu keiner Zeit in den Griff kriegten. Neben der HCR-Verteidigung, welche die grossgewachsenen Rückraumspieler zu wenig konsequent am Abschluss hinderte, vermochten auch die Torhüter nicht zu überzeugen und wurden von ihrem Gegenüber klar ausgestochen. Von der hochgelobten Offensive der Thurgauer war in den ersten dreissig Minuten nichts zu sehen. Die sechs Tore in der ersten Halbzeit bedeuteten Saison-Minusrekord.
Für die zweite Hälfte war Schadensbegrenzung angesagt. Zu Beginn zeigten die Gäste, dass sie das Handballspielen nicht verlernt haben und verkürzten den Rückstand auf sieben Tore. Mehr lag an diesem Abend allerdings nicht drin. Zu viele Abschlussversuche fanden den Weg ins Tor nicht. Dazu kam, dass das Glück den Romanshornern nicht hold war und Abpraller fast ausschliesslich in den Händen der Zürcher landeten. Immerhin schaffte es die Vulovic-Truppe, das Score in der zweiten Halbzeit ausgeglichen zu gestalten. Dabei gab es in einem Spiel, das es schnellst möglich abzuhacken gilt, immerhin zwei Lichtblicke. Gianni Strasser, der erstmals über längere Zeit zum Einsatz kam, fügte sich mit fünf Treffern sehr gut ein und Sandro Schneider liess in der zweiten Hälfte seine unbestrittenen Qualitäten vom linken Flügel mit sechs Treffern aufblitzen.
Da mit der SG Bruggen/ Fides, dem HC Wädenswil und Kloten Handball drei Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg punkteten, befindet sich der HCR ab sofort wieder mitten im Abstiegskampf. Am kommenden Samstag gastiert der Aufstiegsrunden-Aspirant Wohlen in Romanshorn.
HC Dietikon-Urdorf – HC Romanshorn 31:21 (16:6) Urdorf Zentrum. – 80 Zuschauer. – Sr. Bernet/ Wick. Romanshorn: Buff, Hubmann; Florian (1), Geser, Himmelberger, Kaddour (5/1), Müller, E. Raggenbass, L. Raggenbass (3), Rüegge, Schneider (6), Strasser (5/1), von Ow, Zeller (1).
Nichts Neues vom BSV im neuen Jahr
(13. Januar 2010)
Leider kann man bei den 1.-Liga-Handballerinnen den BSV Weinfelden nicht von grossen Veränderungen im neuen Jahr sprechen. Ihr erstes Spiel im 2010 endete mit einer Niederlage, womit man auf Abstiegskurs bleibt.
Zu Beginn verlief die Partie für sie recht gut und sie konnten sich mit guten Abschlüssen im Angriff und einigen starken Verteidigungsaktionen in Szene setzen. Die Begegnung verlief bis zur Pause sehr ausgeglichen, keine Mannschaft vermochte auf mehr als 1, max. 2 Tore wegziehen. So lautete das Skore beim Halbzeitpfiff 15:15, was das Spiel deutlich wiederspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel nahm sich der BSV Weinfelden Handball viel vor, doch leider gerieten sie wieder in das bekannte 5min-nach-der-Pause-Loch. Die Verteidigung funktionierte überhaupt nicht mehr und im Abschluss wurde alles getroffen - bis auf das Tor. Nachdem nach 15 Minuten Torwart Roth durch Portmann eingewechselt wurde, rappelte sich die Mannschaft nochmals auf und holte den kompletten 3-Tore-Vorsprung wieder auf und glich das Spiel somit aus. Jedesmal wenn die Spielgemeinschaft Uster-Stäfa mit 3 bis 4 Toren wegzog, gelang es den Thurgauerinnen den Rückstand wieder wett zu machen. Dabei ging ihnen jedoch viel Kraft verloren und sie scheiterten in der letzten Phase. Zu viele technische Fehler und unüberlegte Aktionen passierten, was die Gastgeberinnen eiskalt ausnutzten. Gegen den Schluss boten die beiden Mannschaften den Zuschauern ein einseitiges Spiel, was zumindest für die Seite der Weinfelderinnen nicht schön anzuschauen war. Man könnte fast sagen, der BSV Weinfelden Handball hat sich selbst geschlagen. (bsv)
SCF 1 gelingt Revanche gegen SG Albis Foxes Zürich
(10. Januar 2010)
Frauenfeld – Verlor man Ende November 2009 in Zürich noch sang- und klanglos nach einer desolaten Leistung mit 22:30, so gelang die Revanche in Frauenfeld (vor eher etwas bescheidener Zuschauerkulisse) im ersten 1. Liga-Handballspiel nach der Weihnachtspause mit 31:28 (16:15) gegen den vormaligen Spitzenreiter nach Verlustpunkten aus Zürich.
Die erste Halbzeit begannen die Sportclübler unkonzentriert, man ist schon fast versucht zu sagen, nahtlos anknüpfend an das Hinspiel vom 22. November 2009. Die Verteidigung stand phasenweise schlecht und verhalf dadurch den Zürchern immer wieder zu guten Abschlusschancen, welche (mit Ausnahme des ersten Strafstosses in der 2. Minute) allesamt genutzt wurden. Auch im Angriff spürte man die Nervosität und die sich daraus ergebende Ungenauigkeit beim Abschluss, so dass bis zum Time-Out, welches Trainer Keller nach fast 17 Spielminuten einzog, die Gäste mit 7:12 Toren in Führung lagen. Die Strafpredigt zeigte Erfolg. Die Frauenfelder gingen nun in der Verteidigung konzentrierter zur Sache und hatten in der Zwischenzeit auch die Visiere für das gegnerische Tor bedeutend besser justiert. Ab der 21. Minute war auch Torwart Odermatt hellwach und konnte in dieser Phase mit zwei „Bigsaves“ den Gastgebern dabei helfen im Spiel zu bleiben. Es schien jetzt auch völlig egal, wer mehr Spieler auf dem Platz zu stehen hatte. Die Einheimischen konnten zwischen der 18. und 29. Minuten nicht weniger als je 3 Tore in Über- und Unterzahl zufolge 2-Minuten-Strafen erzielen, die Gegner reüssierten dagegen in eben so vielen Über-/Unterzahlmöglichkeiten (nämlich je zwei) einzig je einmal. Nach 29 Minuten konnten die Thurgauer erstmals in Führung gehen und diese in die Pause retten.
Die zweite Hälfte begannen die Sportclübler wesentlich konzentrierter und man hatte das Gefühl, dass sie heute nichts anbrennen lassen werden. Dabei zeigten während der gesamten Spieldauer vor allem Spielmacher N. Hug, welcher ab der 1. Spielminute bis zur 54. Spielminute ununterbrochen seine Jungs antrieb und auch selbst herrliche Tore erzielte, der wendige und pfeilschnell Flügel Frei, welcher immer wieder zu schönen Gegenstosstoren kam und der sich in allerbester Spiel- und Trefferlaune befindliche Mathis im Angriff sowie ein topmotivierter F. Schäfli in der Verteidigung bemerkenswerte Leistungen. Auch Torwart Odermatt war in der zweiten Hälfte des Spiels ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Unerklärlich war aber der Leistungsabbau ab der 50. bis zur 54. Minute. In dieser Phase des Spiels ging ein schon komfortabel geglaubter Dreitorevorsprung verloren und man sah sich mit einem Tor im Hintertreffen (25:26). Trainer Keller reagierte sofort und ersetzte N. Hug durch Hasanovic. Die Zürcher konnten sich auf den neuen Spielmacher mit einer komplett anderen Spielanlage nur sehr schlecht einstellen und die Sportclübler wirkten wieder konzentrierter und zielstrebiger. Auch verscherzten sich die Gäste in den letzten 5 Spielminuten mit unnötigen drei Zweiminutenstrafen (zwei davon in der letzten Spielminute zufolge Reklamierens!!!) allenfalls doch noch Punkte aus Frauenfeld mit nach Hause nehmen zu können. In der letzten Minuten krönte Mathis seine sehr gute Spielleistung selbst, in dem er nicht nur sein persönliches 10. Tor sondern gleichzeitig das siegsichernde 30. Tor des Spieles erzielte und damit wieder den uneinholbaren Dreitorevorsprung herstellte.
Die Frauenfelder durften ein intensiv geführtes, gutes und faires Spiel als Sieger beenden und verbleiben dadurch im Spitzenquintett.
SC Frauenfeld 1 – SG Albis Foxes Zürich 31:28 (16:15)
Festhalle Rüegerholz, Zuschauer: 100 Frauenfeld: Odermatt, A. Schäfli; Frei (8), Fehr, Hasanovic (1), Haussener (1), Ch. Hug, N. Hug (4), Keller, Mathis (10/4), Rohner (1), F. Schäfli (1), Sutter (3), C. Tschirren (2)
Abwesend: Iacopetta (überzählig), Kunz (Militär), Ries (krank), M. Tschirren (krank) Bemerkungen: Gedenkminute zu Beginn des Spiels an den kürzlich verstorbenen Markus Jäckle, welcher für dieses Spiel als Offizieller am Zeitnehmertisch seinen Platz gehabt hätte
HSC Kreuzlingen gerät am Schluss ins Zittern
(11. Januar 2010)
Nach einer hoch emotional geführten Partie, in der man mehrheitlich in Führung lag, kann sich der HSC Kreuzlingen in der 1. Liga zu Hause gegen den TV Appenzell knapp mit 27:26 (15:13) behaupten.
Die Grenzstädter gewannen damit auch das zweite Saisonduell mit den wegen einigen Dauerverletzten ersatzgeschwächt angetretenen Innerrhödlern. Auch wenn das Team vom Bodensee im Finish noch um den Erfolg zittern musste, war der Sieg der Bertschinger-Truppe gesamthaft gesehen sicherlich verdient. Die Heimmannschaft verpasste es Mitte der zweiten Halbzeit die mögliche Vorentscheidung herbeizuführen. Letztlich fiel dann aber die sehr starke Leistung von Stefan Huber ins Gewicht, der als Torhüter des HSC Kreuzlingen in der hektischen Schlussphase viele wichtige Bälle.
Wende im Spiel
Vor der prächtigen Kulisse von 380 Zuschauern konnte Appenzell zu Beginn die ersten Akzente setzen. Das Skore eröffnete Spielertrainer Erdin. Der wurfgewaltige frühere Nationalspieler brachte es in diesem Match zwar auf acht persönliche Treffer, musste jedoch auch einige Fehlschlüsse verzeichnen. Die Gastgeber standen in der ersten Viertelstunde defensiv noch nicht optimal und wurden von den routinierten Widersachern doch recht leicht ausgespielt. 6:9 lag man zurück, schafft es aber den Gedanken an eine weitere Heimniederlage zurückzudrängen.
In der 23. Minute gingen die nun entschlossener zur Sache gehenden Einheimischen vier Toren in Folge durch Zeuske erstmals in Führung. Der TVA gilt aber weiter Paroli, weil auch dessen Keeper Masina mit glänzenden Paraden aufzuwarten wusste. Kreuzlingen wurde in den letzten beiden Minuten vor der Pause für seine Steigerung aber dennoch mit dem gerechten 15:13-Vorsprung belohnt.
Strafenflut vor dem Abpfiff
Den zweiten Durchgang starteten die HSCK-Akteure mit zwei Toren ihres überaus agilen Spielmachers Gabor Fülöp. Relativ schnell konnte danach die Führung auf maximal fünf Tore ausgebaut werden. Die Thurgauer waren auf dem besten Wege, einen souveränen Erfolg einzufahren. Die allerletzte Konsequenz fehlte allerdings nach gut 45 Minuten, als man die eine oder andere Gelegenheit fast etwas fahrlässig vergab.
Appenzell verstand es in den verbleibenden zehn Minuten Nochmals zuzulegen und spürte wie bei den Hausherren die Nerven immer mehr flatterten. Bis auf ein Tor kam man beim 26:25 und 27:26 heran. Die Hektik stieg im Finish auch durch einige Schiedsrichterentscheide, die auf beiden Seiten die Emotionen hochgehen liessen. 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff kassierten die Gäste nach einem gegen sie verhängten Siebenmeter vier Strafen auf einmal. Den Penalty verschoss Dominique Baumann zwar. Das Spiel war jedoch gelaufen. (lo.)
Kreuzlingen – Appenzell 27:26 (15:13)
Sportzentrum Egelsee. – 380 Zuschauer. – SR Keiser/Rottmeier Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 9mal 2 Minuten plus Disqualifikation (60. Erdin) plus direkte rote Karte (60. Künzler) gegen Appenzell. Kreuzlingen: Huber (Allenspach für drei Penalties); Bader, Baumann (4/3), Briegmann (7), Fehr (2), Fülöp (5), Hallauer, Obert (1), Pfeiffer (1), Runge, Thoma (2), Zeuske (5). Appenzell: Busa/14. Masina; Bolting, Erdin (8), Geisser (6/1), Goldener, A. Inauen (4), U. Inauen (1), Künzler (5/5), Lloyd, Schweizer, M. Sutter (2), S. Sutter. Bemerkungen: Time-outs: 47:15 Kreuzlingen, 29:40 und 59:45 Appenzell.
Zwei Trainingsspiele gegen die Schlusslichter der NLA
(11. Januar 10)
Max Glättli
Da wegen der Termine der Nationalmannschaft der Meisterschaftsbetrieb bis Ende Januar still steht versuchen sich die Mannschaften neben intensivem Training mit einigen Vorbereitungsspielen in Form zu bringen.
Die Verantwortlichen des HC Arbon haben dafür die zwei am Tabellenende der NLA liegenden Mannschaften Yellow Winterthur und TSV Fortitudo Gossau in die Stacherholzhalle eingeladen.
Dank der Pause konnten verschiedene Spieler ihre Blessuren ausheilen, so dass die Mannschaften für den Start zum Meisterschaftsfinale wieder komplett antreten dürften.
Unsere Zuschauer denen die Pause zwischen dem letzten Heimspiel gegen GC Amicitia und dem Start zum Finale gegen HS Biel etwas zu lange wird sind natürlich herzlich zum zuschauen eingeladen.
HC Arbon – Yellow Winterthur, Sporthalle Stacherholz Arbon, Di 12. Jan. 2010 um 19.15 Uhr
HC Arbon – TSV Fortitudo Gossau, Sporthalle Stacherholz Arbon, Di 19. Jan. 2010 um 19.15 Uhr
Gelingt gegen Appenzell ein weiterer Sieg?
(08. Januar 10)
Nach der Auswärtsserie mit drei Spielen in Wetzikon (27:24), in Kilchberg ZH gegen die SG Albis Foxes/GC Zürich (31:27) und zuletzt in Frauenfeld (33:34) steht am Samstag, 9. Januar 2010, 1815 Uhr endlich wieder ein Meisterschaftsspiel in der heimischen Egelseehalle auf dem Programm.
Dank zuletzt 4:2 Punkten hat sich die Mannschaft von Roger Bertschinger in der Spitzengruppe halten können. Als Viertplatzierter trennen den HSCK nur gerade zwei Punkte von einem der beiden ersten Positionen, welche zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B berechtigen. Trotz dieser vielversprechenden Ausgangslage will man beim HSCK den Ball flach halten. Noch fehlen zwei Siege zur angestrebten 20-Punkte-Marke, die den Ligaerhalt garantieren sollte. Aufgrund der bisher gezeigten Leistungen sollte dies für die Rot-Weissen in den verbleibenden acht Runden allerdings kein unerreichbares Ziel sein.
Auch wenn die Mannschaften punktemässig noch nahe beisammen liegen, muss für den HSCK eine Schlussklassierung in der oberen Tabellenhälfte (Top 6) realisierbar sein. Wichtige Schritte in diese Richtung können in den nächsten drei Runden gemacht werden. Im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres gastiert der TV Appenzell in der Egelseehalle. Das Team von Spielertrainer und Ex-Nationalspieler Rolf Erdin liegt nur zwei Punkte hinter dem HSCK auf Rang 6. In Roman Künzler verfügen die Appenzeller über einen der treffsichersten Schüzten in der 1.-Liga-Gruppe 1. Er erzielte 82 der bisher 371 TVA-Treffer. Knapp dahinter folgen Erdin (68) und Martin Geisser (66). Ein weiterer Leistungsträger der Gäste ist Torhüter Andreas Masina, der mit seinen Paraden auch unsere Mannschaft schon vor grosse Probleme gestellt hat. In der Vorrunde gewannen die Kreuzlinger in Appenzell allerdings erstmals überhaupt. Nach hart umkämpften 60 Minuten setzten sie sich Mitte September dank einer starken Abwehrleistung mit 25:21 durch.
Nach dem Heimspiel vom kommenden Samstag gegen Appenzell folgen für den HSCK zwei für den weiteren Saisonverlauf wegweisende Partien. Zuerst gastiert man am Sonntag, 17. Januar, um 17.30 Uhr, beim Abstiegskandidaten Kloten. Dann empfängt man eine Woche später (Sa, 23. Januar, 18.15 Uhr) die St. Galler Spielgemeinschaft Bruggen/Fides St. Gallen. Vier Punkte aus den drei ersten Pflichtspielen des Jahres müssen das Ziel der Kreuzlinger sein. Damit hätten sie die angestrebte 20-Punkte-Marke bereits erreicht und könnten neue Ziele formulieren.
Schaffhausen bleibt als einziges Team ungeschlagen
(22. Dezember 09)
Als einziges Team im Ostschweizer 2.-Liga-Handball bleibt die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen ungeschlagen. Mit dem 35:26-Heimerfolg gegen Neftenbach sicherten sich die Schaffhauser ihren zehnten Saisonsieg und erhöhten ihre Plustorzahl auf 85.
Mit vier Punkten Rückstand auf den Leader der Gruppe 2 folgt Pfader Neuhausen, das sich mit dem 45:25 gegen den punktelosen Tabellenletzten Kreuzlingen „2“ in bester Schusslaune präsentierte. Mit KJS Schaffhausen zeigte sich auch der Tabellenvierte beim 32:25 gegen den Tabellendritten Andelfingen offensivstark und schloss so punktemässig zu den Zürchern auf.
In der Gruppe 1 gelang der SG Fides/Bruggen mit dem knappen 28:27 gegen Arbon „2“ ein wichtiger Sieg im Kampf um den Ligaerhalt. Immer mehr in Richtung Spitze kann sich St. Otmar nach dem 34:29 (14:9)-Sieg gegen Flawil orientieren. Das Rookie Team der Otmärler musste auf die Nachwuchsspieler des NLA-Teams verzichten und trat deshalb nicht so überzeugend auf wie in den vergangenen Partien. Trotzdem überzeugte es mit seiner Effizienz. Trotz recht ausgeglichnen Spielanteilen gelang eine 3:1- und 7:4-Führung. Dies mussten sie beim 7:7 dann aber abgeben. In der Folge konnte St. Otmar die Führung wieder ausbauen und profitierte dabei vor allem von den zahlreichen Fehlern und der schlechten Chancenauswertung der Flawiler.
Arboner Frauen gewinnen Verfolgerduell
Bei den Frauen in der 2. Liga entschied der HC Arbon das Spitzenspiel um Rang 2 gegen den BSC Goldach deutlich mit 35:25 zu seinen Gunsten und liegt damit nur noch einen Punkt hinter dem Leader Yellow/Pfadi Winterthur. Die Möglichkeiten auf einen Spitzenplatz hat sich Kreuzlingen mit dem 34:22 gegen den Tabellenletzten Appenzell/Rover Wittenbach offen gehalten. (fb.)
SC Frauenfeld mit Sieg zum Jahresabschluss
(21. Dezember 09)
Der SCF gewinnt auch das dritte Kantonsderby in einem letztlich engen und emotionalen Spiel gegen den HSC Kreuzlingen hauchdünn mit 34:33 (17:16). Dadurch bleibt der SCF in Tuchfühlung mit der Spitze und distanziert sich leicht von den Abstiegplätzen.
Der SCF startete besser in die Partie. Doch weil sehr viele gute Torchancen ausgelassen wurden, konnten sich die Hauptstädter nicht entscheidend absetzten. Bis zum Schlusspfiff vergab der SCF leichtsinnig ganze 15 (!) hochkarätige Abschlussmöglichkeiten. Kreuzlingen trat mit einem sehr knappen Kader an, weshalb sie über die ganze Spielzeit bedacht waren, langatmige Angriffe und mit wenig Tempo zu spielen. Das Spiel wurde auf sehr tiefem Niveau geführt. Vor allem die beiden Verteidigungsreihen standen schlecht. Die Hafenstädter fanden stets die Lücken und kamen öfters vollkommen frei zum Abschluss. Aber auch der SCF vermochte die passive, gegnerische Verteidigung meist zu düpieren. Der HSCK wechselte das Abwehrsystem zeitweise fast im Minutentakt. Dies ist klar als Zeichen einer schlecht organisierten Verteidigung zu verstehen. Beim hohen Pausenresultat von 17:16 wurden die Seiten gewechselt.
Auch in der zweiten Hälfte überzeugte weder die Frauenfelder noch die Kreuzlinger Verteidigung. Beim SCF nutzten M. Tschirren und Hasanovic die ihnen zugestandenen Freiräume im Angriff gekonnt aus und erzielten herrliche Treffer. Der HSCK konnte sich aber in der Folge mit drei Treffern von den Hauptstädtern absetzen. Fülöp brachte durch unzählige Einzeldurchbrüchen den HSCK in Front. Der SCF schien angetrieben vom fantastischen Publikum aber noch an den Sieg zu glauben. Ab der 52. Spielminute setzte der SCF zum Schlussspurt an. Endlich kamen im Kantonsderby Emotionen auf. Drei Minuten vor der Sirene glich der SCF aus. Die Hafenstädter waren nun verunsichert und zeigten Nerven. Durch unnötige technische Fehler raubten sie sich im Angriff meist selber die Chance auf einen erfolgreichen Angriff. Zudem schien die Frauenfelder Verteidigung in dieser Endphase geordneter zu stehen als während dem gesamten Spiel. Mit dem letzten Angriff des SCF beim Stande von 34:33 hätten die Platzherren das Spiel mit einem Tor entscheiden können. Doch unter dem Druck des Zeitspiels vermochte Mathis knappe 20 Sekunden vor Schluss nicht zu reüssieren. Der HSCK schloss aber den letzten Angriff in den verleibenden 15 Sekunden nicht mehr erfolgreich ab, weshalb der SCF das Spiel gewinnen konnte.
Der SCF vergab gegen einen schwachen Gegner einen deutlicheren Sieg. Zu viele Chancen wurden in der Starphase vergeben. Danach schien der SCF vor allem in der Abwehrarbeit in eine gewisse Lethargie verfallen zu sein. Die eigentliche Stärke der Frauenfelder – die Abwehr – liess sich immer wieder simpel ausspielen. Doch da der HSCK in der Verteidigung ebenfalls schlecht agierte, konnten die Frauenfelder das Spiel dank einer hohen Schussausbeute gewinnen. Die Weihnachtspause kommt dem SCF anscheinend gelegen. In den letzten Partien vermochten die Frauenfelder nicht mehr zu überzeugen und schienen psychisch etwas müde zu sein. Mit diesem Sieg verschaffte sich der SCF in der Tabelle Luft gegen unten, um im neuen Jahr ruhig die nächsten Spiele antreten zu können.
Nach vier Spielen ohne Punktgewinn holt der HC Arbon in der NLB beim Tabellenzweiten Lyss verdient einen Punkt. Wären die Arboner vor dem Spiel mit diesem Ergebnis noch mehr als zufrieden gewesen, mussten sie nach einer weitgehend überzeugenden Leistung angesichts des praktisch mit dem Schlusspfiff erzielten Ausgleichs durch die Gastgeber gar von einem verlorenen Punkt reden.
Der HC Arbon bot eine engagierte und kämpferische Mannschaftsleistung. Herausragende Akteure waren der elffache Torschütze Philipp Näf und Torhüter Ole Hönisch, der mit insgesamt 20 erfolgreichen Paraden, darunter drei gehaltenen Siebenmetern, der Mannschaft ein sicherer Rückhalt und ausgezeichneter Motivator war. Auch Youngster Claudio Näf, der erstmals eine längere Einsatzzeit erhielt, fügte sich mit zwei erfolgreichen Gegenstössen gut in die Mannschaft ein.
Das Spiel bot dem Publikum ein Wechselbad der Gefühle. Arbon startete sehr konzentriert und ohne Respekt vor dem Gegner, dem man in der Vorrunde noch 29:38 unterlegen war. Ihre überraschende Abwehrvariante, ein offensives 3:2:1, bereitete den Gastgebern grosse Mühe, sodass sie bereits nach 12 Minuten beim Stand von 3:7 zum ersten Timeout griffen. Die erfolgreiche Arboner Verteidigung kostete aber auch Kraft und war strafenanfällig. So kassierte Elias Neuenschwander denn auch kurz vor der Pause bereits die dritte Strafe und wurde auf die Tribüne geschickt. Arbon ging zwar mit einem deutlichen Vorsprung in die Pause, doch war man sich klar, dass das Spiel noch nicht entschieden war, stand doch in der zweiten Halbzeit nach der Verletzung von Christoph Tobler nur noch ein Wechselspieler zur Verfügung.
Engagiertere Gastgeber
Lyss kam denn auch wesentlich engagierter und aggressiver aus der Kabine. Arbon, jetzt wieder mit dem gewohnten 6:0 verteidigend, hielt jedoch erfolgreich dagegen. Am Kreis fand sich Aufbauer Nils Fröhlich, der zwei schöne Tore erzielte, erstaunlich gut zurecht. Nach 39 Minuten beim 14:21 führte Arbon gar mit sieben Toren. Doch dann schienen die Kräfte zu schwinden. Mal für mal scheiterten sie am neu eingewechselten Torhüter Blunier. Während 13 Minuten gelang kein einziges Tor mehr. Lyss holte auf und ging gar mit 22:21 in Führung. Doch Arbon brach nicht ein, wie nun zu befürchten war. Die Thurgauer stemmten sich gegen die drohende Niederlage und gingen, vor allem dank den Toren von Philipp Näf, wieder in Führung, zwei Minuten vor Schluss zum 26:28 gar mit zwei Toren. Auch zu Beginn der letzten Spielminute lagen sie noch mit zwei Toren voran, als sie eine Zweiminutenstrafe kassierten. Der Anschlusstreffer folgte prompt. Gegen die folgende Manndeckung vermochten sie den Vorsprung nicht über die Zeit zu retten. Ein gepfiffenes Stürmerfoul gab den Lyssern wenige Sekunden noch die Ausgleichschance, die sie mit einem unhaltbaren Schuss ins hohe Eck von Topskorer Thomas Zitterli in der letzten Sekunde prompt nutzten.
Wörtlich:
Elias Neuenschwander: "Lyss hat uns am Anfang wohl etwas unterschätzt. Wir haben super gekämpft. Mit etwas mehr Kleverness am Schluss hätte es zum Sieg gereicht. Das Unentschieden ist insgesamt wohl gerecht." (ct)
PSG Lyss – HC Arbon: 29:29 (10:16)
Sporthalle Grien Lyss – 200 Zuschauer – SR: D. Kaiser, M. Rottmeier Arbon: Hönisch, Graf (für 1 Penalty); Bärtschi (5/1), B. Fröhlich (1), N. Fröhlich (2), C. Näf (2), Ph. Näf (11), E. Neuenschwander (2), A. Stacher (3), Ch. Tobler (1), P. Zülle (2). - Trainer: E. Koso.
Lyss: Vitti, Blunier; Brand (1), Grünig, Joder (7/3), Keller, Malär (2), Schäfer (3), Sieber (4), K. Siegenthaler, R. Siegenthaler, Tschanz (4), T. Zitterli (8/1). - Trainer: M. Tobler Strafen: Lyss: 7 x 2 Min, 44. Min. Disqualifikation R. Schäfer, Arbon: 8 x 2 Min, 29. Min. Disqualifikation E. Neuenschwander Bemerkungen: Arbon ohne Ph. Pendic und Yoon (beide verletzt), Ch. Tobler scheidet in der 16. Minute verletzt aus; Lyss vergibt 4 von 8 Siebenmetern.
PSG Lyss - HC Arbon (18. Dezember 09)
Der HC Arbon vor schwieriger Aufgabe in Lyss.
Arbon, das bisher am wenigsten Partien zu Hause austragen konnte, spielt am Samstag ein weiteres Mal auswärts und reist zum Tabellen-Dritten ins Berner Seeland.
Nicht allein die bessere Klassierung in der Tabelle stempelt den Gastgeber zum klaren Favoriten. Mit Zitterli, Sieber, Malär und Joder sind gleich vier Spieler unter den besten Zehn in der Torschützenliste zu finden. Zudem gilt der PSG als ein sehr heimstarkes Team. Sieben von acht Mal haben sie in der Sporthalle Grien zum Teil sehr eindeutig gewonnen. Nur gerade gegen den Ersten GS Stäfa musste man klein beigeben.
Unser engagierter Auftritt im Cup gegen Amicitia lässt hoffen, dass sich der abzeichnende positive Trend in der Meisterschaft wiederholen lässt. Sofern es gelingt, die gleiche Leistung wie bei diesem Spiel abzurufen und während dem ganzen Match zu präsentieren, könnten wir die Seeländer durchaus ins Wanken bringen und einen dringend nötigen Punktegewinn in Lyss möglich machen.
Lautstarke stimmliche Unterstützung einiger OstschweizerInnen vor Ort würde der Mannschaft die Aufgabe erleichtern.
Hopp Arbon!
PSG Lyss - HC Arbon, Sporthalle Grien Lyss, Sa 19. 12. 2009 um 17.00 Uhr.
HCR punktet zum dritten Mal in Folge (16. Dezember 09)
Der HC Romanshorn gewinnt zum Abschluss der Hinrunde das Derby auswärts gegen die SG Bruggen/ Fides mit 36:31 (17:16) und verbessert sich auf den 7. Tabellenrang. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit überforderte Romanshorn die St. Galler in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte mit ihrem Tempospiel und schuf den entscheidenden Vorsprung.
HCR-Trainer Slavoljub Vulovic hatte für die Hinrunde der Meisterschaft zehn Punkte budgetiert. Dieses Ziel hat sein Team nun sogar leicht übertroffen. Romanshorn darf zufrieden in die kurze Weihnachtspause gehen, denn der Anschluss ans Mittelfeld ist hergestellt und die Distanz zu den direkten Abstiegsplätzen beträgt nun schon fünf Zähler.
Die SG Bruggen/ Fides hätte die Thurgauer mit einem Sieg überholen und auf den Barrage-Platz verweisen können. Doch obwohl die St. Galler über sehr gute Handballer verfügen, sind sie derzeit nicht im Stande, ihr Potential abzurufen und gegen eine starke Offensiv-Mannschaft, wie die der Romanshorner (die bis zu diesem Zeitpunkt treffsicherste der Liga!), anzukommen. Die erste Halbzeit verlief dennoch sehr ausgeglichen. Die Startminuten gehörten den Gästen, danach gab das Heimteam den Ton an. Zum Schluss fing sich der HCR wieder und konnte mit dem Minimalvorsprung in die Pause gehen. Die Partie war, wie schon das Hinspiel, geprägt von vielen Toren. Die Defensivreihen agierten meist zu zurückhaltend. Auch die auf den HCR-Topscorer Milan Kozak angesetzte Manndeckung seitens der St. Galler führte zu keinem Erfolg. Kozak fand zwar in den ersten dreissig Minuten noch nicht richtig ins Spiel, doch nützten die anderen Spieler den ihnen gewährten Raum konsequent aus. Namentlich Captain Schneider und E. Raggenbass fanden immer wieder die Lücken in der Verteidigung des Heimteams.
In den Startminuten der zweiten Halbzeit glänzte der HC Romanshorn in allen Belangen. Die Defensive um den Mittelblock mit Geser und Rüegge stand nun kompakt. Vor allem an Geser schien nun kein Weg mehr vorbeizuführen. Zudem machte Altmeister Hubmann im Tor durch eine starke Leistung auf sich aufmerksam. Neben seinen Paraden gelang es ihm ein ums andere Mal, den Angriff schnell auszulösen, sodass seine Mitspieler durch Gegenstösse oder die zweite Welle zu einfachen Toren kamen. Innert einer Viertelstunde erspielte sich der HCR einen Vorsprung von acht Toren. Der SG Bruggen/ Fides-Coach Jung reagierte und stellte seine Verteidigung auf eine 4:2-Formation um. Diese Massnahme verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Romanshorner liessen sich im Angriff nun öfters zu Fehlern verleiten und die St. Galler kamen ihrerseits zu Gegenstoss-Treffern. Sie waren in der Lage, den Rückstand bis auf drei Tore zu verkürzen. In der Folge konnte sich Romanshorn jedoch auf die Stärke und Abgebrühtheit von Milan Kozak verlassen, der in Bedrängnis und aus schier unmöglichen Positionen Tore erzielte und somit ein weiteres Schmelzen des Vorsprungs der Romanshorner verhinderte. So gewann die Mannschaft von Slavoljub Vulovic zum Schluss verdient und sicher.
Der HC Romanshorn steigt am 16. Januar 2010 in die Rückrunde der Meisterschaft. Dabei gastieren sie beim HC Dietikon-Urdorf.
SG Bruggen/ Fides – HC Romanshorn 31:36 (16:17) St. Gallen Athletik Zentrum 1-3. – 80 Zuschauer. – Sr. EHF/IHF-Schiedsrichterpaar
Romanshorn: Buff, Hubmann; Florian (1), Geser (1), Himmelberger (1), Kaddour (2), Kozak (7/1), Looser, Müller, E. Raggenbass (8), L. Raggenbass (3), Rüegge (3), Schneider (10/4), Vögeli.
Die zwei Gesichter des BSV Weinfelden
(16. Dezember 09)
Vor Wochenfrist traf der BSV Weinfelden in der 1.-Liga-Meisterschaft auf die Damenmannschaft des STV Willisau, welcher die Tabellenspitze bildete. Der Anfang gestaltete sich schwierig für den BSV, doch konnten die Spielerinnen im Laufe der ersten Halbzeit das Zepter übernehmen und mit einem Vorsprung von 5 Toren in die Pause gehen. Nach der Pause zeigten Torwart Roth sowie die Spielerinnen eine gute Leistung, was schliesslich zu einem 25:22-Sieg führte. Auch die offensive Verteidigung der Gäste in den letzten zwei Minuten half nichts mehr und so beendete Fässler die Begegnung mit einem Penaltytreffer. Natürlich freuten sich die Spielerinnen wie auch die beiden Trainer sehr über die gelungene Partie.
Nicht ganz so erfreulich fiel das Spiel am Samstag aus. Die erste Hälfte verlief noch recht gut, beide Mannschaften zeigten gute Angriffskombinationen, viele und schnelle Gegenstösse und vorallem wenig Fehler. In der zweiten Halbzeit passierten auf der BSV-Seite öfters Fehler, jedoch war das Spiel bis zur 50. Minute etwa ausgeglichen. Die Mannschaft wurde dann von einigen Fehlentscheide des Schiedsrichters irritiert und kam so aus dem Konzept. Die Defensive liess nach und so konnte Emmen den Vorsprung immer mehr ausbauen und gewann das Spiel klar 31:25.
SC Frauenfeld im Cup-Viertelfinal
(15. Dezember 09)
Im Cup-Duell zweier Erstligisten hat sich der SC Frauenfeld auswärts gegen Möhlin mit 25:21 (8:9) durchgesetzt und darf nun im Viertelfinal auf das grosse Los hoffen. Vor 150 Zuschauern lag Möhlin bis in die zweite Halbzeit hinein mehrheitlich vorne. Doch Frauenfeld liess sich auch durch beim 10:14 nicht aus der Ruhe bringen und schaffte eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich. Dank einer starken Phase von Keeper Odermatt gingen die Thurgauer dann sogar in Führung und bauten diese bis zwei Minuten vor Schluss auf drei Treffer aus. Einmal mehr kassierten sie in den Schlussminuten aber gleich zwei Strafen, was Möhlin nochmals Hoffnungen machte. Aber ganz im Gegenteil: Frauenfeld verhielt sich in doppelter Unterzahl äusserst geschickt und entschied diese schwierige Phase sogar mit 2:1 Toren zu seinen Gunsten. So ging der SCF, bei dem Topskorer Florian Mathis gleich 12 Treffer erzielte (6 Penalties), als 25:21-Sieger und Viertelfinals vom Feld.
Weniger gut lief es den Thurgauern tags zuvor in der 1.-Liga-Meisterschaft. Gegen Wetzikon unterlagen sie in eigener Halle überraschend mit 25:29. Will Frauenfeld den Anschluss an die Spitzengruppe halten, muss es das Derby vom kommenden Samstag gegen Kreuzlingen gewinnen. Das wird allerdings keine einfache Aufgabe, haben die Hafenstädter doch sechs ihrer sieben Auswärtspartien gewonnen und zuletzt beim 32:27 über Leader SG Albis Foxes/GC Zürich viel Selbstvertrauen und Moral tanken können. Das mit Spannung erwartete Derby wird um 20 Uhr in der Militärsporthalle Auenfeld angepfiffen.
SC Frauenfeld mit Heimniederlage
(14. Dezember 09)
Der SC Frauenfeld verspielt mit einer in der zweiten Halbzeit undisziplinierten Leistung mögliche Punkte und verliert in der 1.-Liga-Meisterschaft gegen den HC KZO Wetzikon 25:29 (13:12).
Frauenfeld startete konzentriert ins Spiel. Wetzikon fand gegen die starke Frauenfelder Verteidigung kaum Löcher. Durch schnell vorgetragene Gegenstösse ging der SCF nach wenigen Minuten mit 4:1 in Führung. Doch da der SCF im Abschluss zu sündigen begann und beste Chancen ausliess, konnte Wetzikon wieder aufschliessen. Der SCF war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, vermochte mit einer knappen 13:12-Führung jedoch kaum Profit daraus zu schlagen.
Wetzikons Trainer hatte bereits in der Schlussphase der ersten Halbzeit eine Manndeckung auf Mathis angeordnet. Auch in der zweiten Halbzeit wurde der linke Rückraumspieler der Thurgauer konsequent eng bewacht. Dadurch wurde das Frauenfelder Angriffsspiel berechenbarer. Wetzikon konnte sich aber im Verlauf des Spiels auch besser auf die Frauenfelder Gegenstösse einstellen, die jedoch auch nicht mit dem gleich hohen Tempo vorgetragen wurden wie noch zu Beginn der Partie. Infolgedessen blieb das Spiel ausgeglichen. In den letzten acht Spielminuten vermochte sich Wetzikon leicht abzusetzen. Der SCF versuchte mit einer offensiveren Deckung den Gegner unter Druck zu setzen und zu technischen Fehlern zu verleiten. Wetzikon spielte aber routiniert und liess sich durch die Umstellung in der Frauenfelder Abwehr nicht nervös machen. Vielmehr verteidigte der SCF zu undiszipliniert und vergab seine Chancen im Angriff teils kläglich, weshalb Wetzikon den SCF mit 29:25 besiegen konnte.
Die Niederlage ist für den SCF ärgerlich. Die Frauenfelder hätten ob der Überlegenheit in der ersten Halbzeit den Gegner weiter distanzieren und dadurch eine beruhigende Reserve für die zweite Halbzeit herausspielen können. Wetzikon verdiente sich den Sieg dadurch, dass es engagierter und couragierter auftrat als die Thurgauer. Mit dieser Niederlage verpasst es der SCF, sich von den Abstiegsplätzen weiter zu entfernen. Um nicht in die Nähe des Abstiegskampfes zu gelangen – was immer noch das primäre Saisonziel bleibt – ist deshalb ein Sieg im letzten Saisonspiel dieses Jahres am nächsten Samstag gegen den HSC Kreuzlingen (20:00 Uhr Militärsporthalle Auenfeld) enorm wichtig.
SC Frauenfeld 1 – HC KZO Wetzikon 1 25:29 (13:12)
Frauenfeld, Militärsporthalle Auenfeld: 200 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (4), Hasanovic (2), Haussener (3), Ch. Hug, N. Hug, Keller, Mathis (7/3), Ries, Rohner, F. Schäfli, Sutter (4), C. Tschirren (5).
Nicht aufgeboten: Fehr (rekonvaleszent), Iacopetta (überzählig), Kunz (überzählig), M. Tschirren (überzählig).
HSC Kreuzlingen auswärts erneut stark
(14. Dezember 09)
Die Kreuzlinger 1.-Liga-Handballer feierten am Samstag den vierten Auswärtserfolg in Serie. Sie besiegten den Tabellenführer SG Albis Foxis/GC Zürich dank einer starken Defensivleistung völlig verdient mit 32:27 (14:12) und verbesserten sich wieder auf Rang 3, punktgleich mit dem Spitzenduo Wohlen/Uster.
Die Auswärtsstärke der Kreuzlinger in dieser Saison ist beeindruckend. Von den bisherigen 7 Partien in fremder Halle verloren sie nur gerade eine. Und das 26:27 beim aktuellen Ranglistenzweiten Uster war alles andere als zwingend, gaben die Thurgauer doch in den Schlussminuten noch einen klaren Vorsprung aus der Hand und verschossen in der letzten Sekunde einen Penalty. Der samstägliche Erfolg gegen die Zürcher überrascht insofern, weil die Spielgemeinschaft nach dem klaren 39:31-Heimsieg eine Woche zuvor über Leader Wohlen seine Ambitionen mit einem Ausrufezeichen unterstrich.
Die Kreuzlinger sind mit diesem Überraschungscoup ihrem primären Saisonziel, so bald als möglich die 20-Punkte-Marke zu erreichen, welche den Ligaerhalt garantieren sollte, einen grossen Schritt näher gekommen. „Jetzt wollen wir zuerst einmal noch die fehlenden vier Punkte unter Dach und Fach bringen,“ wollte Routinier Sebastian Thoma nach dem Abpfiff den Ball flach halten, „und dann können wir uns neue Ziele setzen.“ In der aktuellen Form scheint allerdings ausser Frage, dass der HSCK für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte (Top 6) gut ist.
Huber ganz stark
Die Partie beim Tabellenführer begann aus Kreuzlinger Sicht optimal. Topskorer Gabor Fülöp schloss gleich den ersten Angriff zum 0:1 ab und Goalie Stefan Huber tankte mit einem abgewehrten Penalty (3./1:1) früh Moral. Während der HSCK seine Angriffe ruhig vortrug und meist auch erfolgreich abschloss, taten sich die Zürcher mit der kompakten gegnerischen Defensive schwer. Und falls sie sich dann doch einmal durchsetzen konnten, scheiterten sie immer wieder am überragenden Huber. Dieser hielte in der Startviertelstunde bereits 10 Schüsse und ermöglichte seinem Team so eine komfortable 11:6-Führung. Ausgerechnet während einer Überzahlsituation fielen die Hafenstädter in ein kurzes Tief und kassierten in diesen zwei Minuten eine Minus-2-Bilanz. Auszugleichen vermochte der Leader aber nie und der 16:14-Pausenvorsprung der Kreuzlinger entsprach absolut den gezeigten Leistungen.
Wende verpasst
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit verpassten es die Zürcher, dem Spielverlauf eine andere Richtung zu geben. Kreuzlingen startete mit vier Fehlern. Zwar gelang Jäger das 15:16, doch nur wenige später setzte er einen Penalty neben den Pfosten. Und weil Huber in der 35. Minute einen weiteren Siebenmeter abwehrte, stand es schnell wieder 19:15 für die Thurgauer. Ab diesem Zeitpunkt hatten sie die Partie grossmehrheitlich unter Kontrolle. Das Zürcher Trainergespann Hauser/Szilogyi fand die richtige Mischung nicht, um das homogene Kreuzlinger Teamgefüge sprengen zu können. Der Vorsprung der Thurgauer pendelte sich zwischen drei und maximal sechs Treffern (46./27:21) ein. Etwas Sand ins Getriebe geriet beim HSCK höchstens noch in der 52. Minute, als man beim Stand von 27:24 gleich zwei Siebenmeter innert 60 Sekunden vergab und die Zürcher im Gegenzug auf 27:25 verkürzten. Doch die Kreuzlinger bewiesen auch in dieser heiklen Situation Teamgeist und Moral. Zuerst parrierte der eingewechselte Simon Allenspach einen weiteren Penalty, dann traf Fülöp in Unterzahl zum 29:25 (56.), und schliesslich entschied der abschlussstarke Kreisläufer Mario Bader mit seinen Treffern 7 und 8 zum 31:25 die Partie endgültig.
Fürs Derby gerüstet
Die Kreuzlinger dürfen am nächsten Wochenende mit viel Moral und Selbstvertrauen nach Frauenfeld zum Derby reisen. Die Kantonshauptstädter ihrerseits kassierten am Wochenende eine 25:29-Heimniederlage gegen das siebtklassierte Wetzikon. Das Team von Trainer Roger Bertschinger hat mit den Frauenfeldern bekanntermassen noch eine Rechnung zu begleichen, kassierte man doch gleich zum Saisonauftakt eine bittere 18:24-Heimschlappe. Der Anpfiff zum Thurgauer 1.-Liga-Derby erfolgt am Samstag, 19. Dezember, um 20.00 Uhr, in der Militärsporthalle Auenfeld. (mru)
SG Albis Foxes/GC Zürich – Kreuzlingen 27:32 (12:14)
Sportzentrum Hochweid, Kilchberg. – 80 Zuschauer. – Sr. Bartholet/Spielmann. Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Zürich, 4mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen. Zürich: J. Wäspe; Blaser (7), Bunjak (3), Di Stefano, Lienemann (1), Maurer (3), Muths (2), N. Wäspe (4/1), Jäger (7/1). Kreuzlingen: Huber (Allenspach für 1 Penalty); Bader (8), Baumann (5/3), Briegmann (2/1), Fülöp (7/1), Obert (3), Pfeiffer (3), Thoma (2), Urbanke (1), Zeuske; Gacsalyi und Hallauer nicht eingesetzt. Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Fehr, Runge (beide verletzt) und Lasko (überzähliger Torhüter). – Time-out: 16./6:10 Zürich, 24./10:11 Kreuzlingen, 54./25:27 Kreuzlingen. Nächstes Spiel: Frauenfeld – Kreuzlingen (Sa, 19.12., 20.00 Uhr, MSPH Auenfeld).
SC Frauenfeld mit Heim- und Auswärtsspiel
(10. Dezember 09)
Der SC Frauenfeld wird in der vorletzten Woche vor den Weihnachtsferien nochmals gefordert sein. Am Samstag steht beim SCF zu Hause ein schwieriges Meisterschaftsspiel auf dem Programm, ehe die Thurgauer am Sonntag für das 1/8-Finalspiel des Schweizercups nach Möhlin reisen müssen. Trotz vielen Absenzen im Training (Militärdienst und krankheitshalber) wird der SCF versuchen, sich so gut wie möglich auf diese zwei wichtigen Spiele einzustellen, um zwei Siege feiern zu können.
Am Samstag, 12. Dezember trifft der SC Frauenfeld zu Hause in der Militärsporthalle Auenfeld um 20:00 Uhr auf den HC KZO Wetzikon. Nach der Niederlage gegen Uster im letzten Meisterschaftsspiel wird der SCF versuchen die Vorrunde mit einem Sieg abzuschliessen. Gegen Uster hat der SCF in der Start- und der Schlussphase des Spiels in einer ausgeglichenen Partie Punkte vergeben. Möchte der SCF gegen Wetzikon punkten, muss er über 60 Spielminuten eine konzentrierte Leistung abrufen können.
SC Frauenfeld 1 – HC KZO Wetzikon
Samstag, 12. Dezember 2009, 20:00 Uhr, Frauenfeld, Militärsporthalle Auenfeld
Am folgenden Tag kämpft der SCF gegen den TV Möhlin um den Einzug ins ¼-Finale des Schweizercups. Sowohl Möhlin als auch Frauenfeld möchten sich mit einem Sieg die Chance auf das ganz grosse Los in der nächsten Runde wahren. Der Sieger dieser Partie wird wohl als letzte unterklassige Mannschaft im Cup vertreten sein. Da der TV Möhlin in einer anderen 1.- Liga-Gruppe spielt, ist es schwierig einen Favoriten zu bestimmen. Möhlin wird sicherlich versuchen den Heimvorteil zu seinen Gunsten auszunutzen.
TV Möhlin – SC Frauenfeld 1
Sonntag, 13. Dezember 2009, 16:00 Uhr, Möhlin, Steinli
Ehrenvolles Cup-Aus für HC Arbon
(9. Dezember 09)
Mit einer mutigen und engagierten Leistung hat sich Arbon mit dem 24:37 (10:14) gegen den Schweizer Meister und Champions-League-Teilnehmer GC Amicitia Zürich aus dem Schweizer Cup ehrenvoll verabschiedet.
Der Thurgauer NLB-Achte zeigte sich im Cup-Achtelfinal gegen den Zweiten der NLA von Beginn weg unerschrocken, spielte keck auf und stand vor allem in seiner 6:0-Deckung solide. Erst in der Schlussphase der Partie erhöhten die Gäste die Tordifferenz noch auf eine ihrer Reputation gerecht werdende Höhe. Zuvor aber zeigte sich der Favorit sehr oft wenig konzentriert, fehlerhaft und vor allem in der Angriffsauslösung mangelhaft. Aus diesen Fehlleistungen vermochten die Arboner immer wieder zu profitieren.
Insbesondere Philipp Näf zeigte gegen den übermächtigen Gegner eine erstaunliche Leistung. Mit seinen elf Treffern war er nicht nur der beste Torschütze seines Teams, sondern auch in seinen spielerischen Qualitäten die Nummer eins. «Ich hatte wirklich einen guten Tag. Zum Teil war ich ob meiner Leistung selber überrascht. Das Spiel bereitete mir echt Freude, und ich bin auch ein wenig stolz, gegen den Meister so gut abgeschnitten zu haben», freute sich Näf nach der Cup-Partie. (fb.)
Arbon/NLB – GC Amicitia/NLA 24:37 (10:14)
Stacherholz – 200 Zuschauer – Sr. Bernet/Wick. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Arbon, 4mal 2 Minuten gegen GC Amicitia. Arbon: Hönisch, Höhener (30.-51.); Bärtschi (2) B. Fröhlich (4), N. Fröhlich (1), C. Näf, Ph. Näf (11/2), Neuenschwander (2), A. Stacher (1), D. Näf, Tobler (1), Zülle (2/1). GC Amicitia: Bringolg (Vaskevicius für 1 Penalty); Fellmann (6), Egger (2), Hess (8/2), Vukelic (6/2), Hüsser (5), Svajlen (1), Kurbalija (8/1), Kristjansson (1). Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penalties 3:1; Höhener hält 2 Penalties. – Arbon ohne Pendic und Yoon (verletzt).
Knapper, aber wichtiger BSV-Heimsieg
(9. Dezember 09)
Mit einem im Kampf um den 1.-Liga-Klassenerhalt enorm wichtigen 31:30-Heimsieg wartete der BSV Weinfelden Handball im Duell zweiter Kellerkinder gegen die SG Malters/Menznau auf.
Die Weinfelderinnen zeigten gutesn Handball, überzeugten im Angriff wie auch in der Verteidigung. Vor der Pause wurde das Spiel dann zunehmend hastiger, die Pässe wurden ungenauer und der Ball konnte dementsprechend nicht mehr gefangen werden. Trotzdem konnte bis zur Pause ein Vorsprung von drei Toren erzielt werden, was die Spielerinnen sowie das Weinfelder Publikum zuversichtlich stimmte.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ausgeglichener, der BSV Weinfelden Handball lag zwar immer mit einem oder zwei Punkten vor, doch die Luzernerinnen holten diesen Vorsprung immer wieder auf. Schlussendlich durften sich die Thurgauerinnen über einen 31:30-Sieg gegen die elftplatzierten Luzernerinnen freuen. Weinfelden bildet nach wie vor das Schlusslicht der Tabelle, SG Malters/Menznau rutschte einen Platz nach unten auf Platz zwölf.
Nächsten Samstag empfängt die Emmen den BSV Weinfelden Handball um 19.00 Uhr in der Sporthalle Rossmoos.
Auch Wittenbach entzaubert 2.-Liga-Leader Wil
(8. Dezember 09)
Die Ambitionen des KTV Wil für einen Spitzenplatz in der Gruppe 1 der 2.-Liga-Handballer haben einen weiteren Dämpfer erfahren. Vor zwei Runden noch standen die Wiler ungeschlagen an der Ranglistenspitze. Dann verloren sie vor einer Woche aber gegen St. Otmar 25:36 und nun folgte mit der 27:41 (13:23)-Kanterniederlage gegen den Tabellenfünften Rover Wittenbach die nächste Ernüchterung.
Nach ausgeglichen Anfangsminuten führten die Wittenbacher nach einer Viertelstunde bereits 15:8. Sie spielten stark auf, gefielen mit schnellen, attraktiven Angriffen und überforderten damit ihren Gegner, der nach 45 Minuten 18:32 zurücklag. Den Wilern wurden ihre technischen und taktischen Limiten klar aufgezeigt. Im Gegensatz zu den ersten Saisonspielen passte in den vergangenen zwei Wochen kaum mehr etwas zusammen. Deshalb erscheint Wittenbach weit mehr als ein Kandidat für die Aufstiegsrunde als Wil.
Gerangel um Rang 2
In der Gruppe 2 hat Andelfingen mit dem 28:22 gegen die SG Pfadi/Yellow Winterthur seine Ambitionen auf einen der ersten beiden Plätze unterstrichen. Das Team von Päddy Kälin spielte einmal mehr seine Heimstärke, aber auch sein hohes Selbstvertrauen aus und bleibt deshalb in der eigenen Halle ungeschlagen. Seit der 21:27-Niederlage Anfang Oktober gegen den Leader GS/Kadetten Schaffhausen haben die Zürcher keinen Punkt mehr abgegeben. Auf den zweiten Platz hinter dem verlustpunktlosen Leader Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen hegen auch die Pfader Neuhausen grosse Ambitionen. Dies haben sie als Tabellendritter mit dem 31:26 gegen Stammheim unterstrichen und damit auch die 28:41-Niederlage vor Wochenfrist gegen Andelfingen korrigiert. Gegen Stammheim lagen die Pfader immer in Führung. Mehr oder weniger sicher konnten sie sich aber erst ab Mitte der zweiten Halbzeit fühlen, als sie mit sieben Treffern vorne lagen. Dass die Niederlage für Stammheim schliesslich nicht noch höher ausfiel hatte der Zweitletzte der Rangliste seinem Torhüter Marco Rogg und seiner guten Leistung zu verdanken. Als Vierter dürfen sich auch KJS Schaffhausen nach dem 30:25 beim HSC Kreuzlingen noch Hoffnungen auf einen Spitzenplatz machen.
Unerwartetes Remis im Derby Bei den Frauen in der 2. Liga hat es der Tabellenzweite Arbon beim unerwarteten 23:23-Unentschieden gegen Kreuzlingen verpasst, wieder auf den ersten Platz vorzustossen. Nach Verlustpunkten sind die Thurgauerinnen gar vom Dritten Goldach überflügelt worden, denn der BSC gab sich mit dem 25:19 gegen Flawil keine Blösse. Im Kampf gegen den Abstieg sicherte sich Amriswil mit dem knappen 18:17 (7:9) gegen den Tabellennachbarn Romanshorn zwei wichtige Punkte und konnte sich so im Mittelfeld festigen.
Der Vergleich der beiden Aufstiegsteams verlief vorerst zu Gunsten der Romanshornerinnen, gelang Amriswil doch erst nach zehn Minuten der erste Treffer. Auch Mitte der 2. Halbzeit lag Romanshorn noch mit fünf Toren voraus, doch konnte das Leistungsniveau nicht hochgehalten werden. So kam Amriswil besser ins Spiel und glich zwei Minuten vor dem Ende aus, ehe noch der Siegtreffer glückte. (fb.)
Arbon im CUP gegen den amtierenden Schweizer Meister
(07. Dezember 09)
Am Dienstag trifft der HC Arbon auf eine Mannschaft mit klingendem Namen.
Amicitia, das aus dem ehemaligen Zürcher Mittelschul Club ZMC entstanden ist und in diesem Frühjahr mit dem NLA-Absteiger GC eine Spielgemeinschaft bildete, ist unser nächster Gegner im Schweizer CUP.
Der Champions-League-Teilnehmer belegt in der aktuellen Meisterschaft den zweiten Tabellenrang. Die Resultate der letzten Spiele zeigen, dass die Gäste auch gegen sogenannt schwächere Gegner keine Geschenke machen. In der vorletzten Runde wurde das ersatzgeschwächte Yellow Winterthur mit 35:15 abgefertigt. Und im 1/16-Final des Schweizer CUPs unterlag die PSG Lyss, das in unserer Liga auf dem dritten Platz liegt, deutlich mit 27:44.
Arbon spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte in einem 1/8-Final eines Schweizer CUPs mit. Trifft aber in diesem Wettbewerb bereits zum vierten Mal auf einen Vertreter aus der obersten Liga. Vor etwas mehr als zehn Jahren scheiterten wir am TV Zofingen und in der Saison 2000/01 gab es gegen den TV Suhr eine hohe Niederlage. Im letzten Jahr konnten wir das Resultat gegen Fortitudo Gossau lange Zeit ausgeglichen halten, ehe sich die Oberklassigen nach der Pause doch noch mit sechs Toren Vorsprung durchsetzten.
Obwohl die Stadtzürcher derzeit einige Wirren zu überstehen haben und am Freitag in Schaffhausen deutlich verloren, sind sie natürlich der eindeutige Favorit. Gerade darum erwarten wir, dass GC-Ami mit einer Top-Mannschaft zu uns an den Bodensee reist.
Enver Koso meint: Natürlich hoffen wir, dass die Halle mit vielen Zuschauern gefüllt ist. Für dieses Spiel sind wir selbstverständlich hoch motiviert und werden alles was möglich ist vorkehren, um den Zuschauern gegen einen exzellenten Gegner guten und attraktiven Handball zu zeigen.
HC Arbon – SG GC Amicitia ZH, Stacherholz Arbon, Di 8. 12. 09 um 20.15 h
SC Frauenfeld verliert in Uster
(07. Dezember 09)
Der SC Frauenfeld verliert das Spiel um den dritten Tabellenrang in einem ausgeglichenen Spiel gegen den TV Uster mit 27:25 (13:11).
Der SCF gestand in der ersten Viertelstunde des Spiels dem Gegner zu viel Platz für sein Angriffsspiel zu. So fand der TV Uster immer wieder Löcher in der Frauenfelder Verteidigung. Zudem vermochte das Angriffsspiel des SCF ebenfalls nicht zu überzeugen. Uster konnte sich deshalb in den Startminuten mit drei Toren absetzen. Bis zur Pause blieb das Spiel dann ausgeglichen, weshalb Frauenfeld immer einem zwei oder drei Torerückstand nachlief.
In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Thurgauer leichte Vorteile. In der letzten Viertelstunde des Spiels konnte Uster meist ein Tor vorlegen. Frauenfeld gelang aber immer wieder der Ausgleich. Nach 57:33 Spielminuten ging der SCF das erste Mal in Führung. Uster hatte in dieser Phase Schwierigkeit die nun gut stehende Frauenfelder Abwehr auszuspielen. Durch überhastete Abschlüsse und ungenaues Angriffspiel der Zürcher kamen die Frauenfelder mittels schnell ausgetragenen Gegenstosstoren zu Chancen. Doch in den letzten zwei Minuten entschieden die Schiedsrichter die Partie, indem sie dem SCF drei Zweiminutenstrafen für harmlose Verteidigungsaktionen aufbrummten. Uster nutzte das Doppelte Überzahlspiel gekonnt aus und wendeten das Spiel mit drei Toren.
Durch diese unnötige Niederlage rutsch der SCF in der Tabelle vom dritten Rang ins Mittelfeld der Tabelle ab. Leider verpasste es der SCF wegen einer unkonzentrierten Leistung in der Startphase dem TV Uster einen Punkt oder sogar zwei abzunehmen. Der SCF hat ausser gegen Kreuzlingen gegen keine der Spitzenmannschaften gewinnen können. Ein Sieg gegen den HC Wetzikon am nächsten Samstag 20:00 Uhr in der heimischen Militärsporthalle Auenfeld ist wichtig, damit sich die Frauenfelder von der unteren Tabellenhälfte weiter distanzieren können.
TV Uster – SC Frauenfeld 1 27:25 (13:11)
Uster, Buchholz: 100 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (9), Hasanovic (3), Haussener (3), Ch. Hug, N. Hug, Keller, Mathis (4/1), Ries, Rohner (4), F. Schäfli (1), C. Tschirren (1), M. Tschirren.
Nicht aufgeboten: Fehr (rekonvaleszent), Iacopetta (überzählig), Kunz (überzählig), Sutter (krank).
HC Romanshorn erkämpft sich Punkt gegen Appenzell
(07. Dezember 09)
Der HC Romanshorn spielt zuhause gegen den TV Appenzell unentschieden. Beim 34:34 (17:18) lag der TVA fast ausschliesslich in Führung. Zum Schluss verpasste der HCR allerdings die Möglichkeit, den Sieg doch noch einzufahren.
Nach dem Spiel waren wohl alle zufrieden mit der Punkteteilung. Appenzell aufgrund der Tatsache, dass Masina fünf Sekunden vor Schluss einen Abschluss von L. Raggenbass stark parierte und somit die Niederlage im letzen Moment verhinderte. Romanshorn auf der anderen Seite war fast die ganze Partie im Hintertreffen gelegen und schloss erst fünf Minuten vor dem Ende auf. Angesichts dieses Spielverlaufs durfte die Mannschaft von Slavoljub Vulovic nicht mehr als einen Punkt erwarten.
Von Beginn weg entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Nach einer Viertelstunde leuchtete auf der Anzeigetafel der Spielstand von 11:11 auf, was schon vieles über den Charakter dieser Partie aussagte. In der Startphase war auf beiden Seiten fast jeder Schuss ein Tor. Die Gäste trafen zwar nur aus dem Rückraum, taten dies jedoch sehr effizient. Namentlich Geisser war mit seinen Schlenzwürfen ein ums andere Mal erfolgreich. Der Gastgeber stand dem in nichts nach und hielt die Treffer-Kadenz ebenfalls sehr hoch. Es gilt anzumerken, dass die eher mässige Leistung der beiden Defensivreihen ebenfalls ihren Anteil zur Torflut beitrug. Bis zur Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Doch kam gegen Ende der ersten Hälfte das Gefühl auf, dass falls die Partie auf eine Seite kippen könnte, dies eher die Seite der Appenzeller sein würde.
Darum war es für die Romanshorner wichtig, den Start in die zweite Halbzeit nicht zu verpassen. Appenzell drückte dem Spiel allerdings sofort den Stempel auf. Die Thurgauer Defensive war immer noch nicht ideal organisiert und im Angriff wurden einige Würfe mehr vergeben als noch in der ersten Halbzeit. Zeller sorgte mit seinen wuchtigen Abschlüssen dafür, dass der HC Romanshorn den Anschluss nicht komplett verlor. Trotzdem vermochte das Gästeteam bis auf drei Tore davonziehen. Eine Vorentscheidung konnten sie nicht herbeiführen. So bündelten die Akteure von Vulovic in der Endphase nochmals alle Kräfte, um den möglichen Effort doch noch erbringen zu können. Der Aufwand lohnte sich, denn der HCR war in der Lage, in der 55. Minute auszugleichen und kurz darauf sogar die Führung zu übernehmen. Das Spiel stand nun auf Messerschneide und war an Hektik nicht zu überbieten. Nachdem sich das Heimteam bei Stand von 34:34 den Ball in der Verteidigung erobert hatte und acht Sekunden vor Schluss einen Einwurf in der gegnerischen Platzhälfte zugesprochen erhielt, lag der Sieg in Griffnähe. Der Rest ist bekannt. Masina rettete den Appenzellern zum Schluss in extremis den verdienten Punkt.
Am Mittwoch, den 16. Dezember, schliesst der HC Romanshorn in St. Gallen gegen die SG Bruggen/ Fides die Hinrunde der Meisterschaft ab. Die drei Punkte aus den letzten beiden Spielen gegen starke Widersacher dürften den Spielern für dieses wichtige Spiel im Abstiegskampf Selbstvertrauen gegeben haben.
HC Romanshorn – TV Appenzell 34:34 (17:18) Romanshorn Kantonsschule. – 200 Zuschauer. – Sr. Bourquin/ Steiner Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Romanshorn, 10mal 2 Minuten gegen Appenzell plus Disqualifikation M. Sutter (39‘) und Geisser (59‘). Romanshorn: Buff, Hubmann; Florian (3), Geser, Himmelberger (4), Kaddour (1), Kozak (5), Looser, E. Raggenbass (3), L. Raggenbass (8), Rüegge (2), Schneider (3/2), Suter, Zeller (5). Appenzell: Busa, Masina (1); Christ, Erdin (8), Geisser (14/2), Inauen A. (1), Inauen D., Künzler (6), Leslie (3), Mathies, Rutz, Sutter M., Sutter S. (1), Sutter T.
Arbon verschenkt Punkte und fällt weiter zurück
(6. Dezember 09)
Aufsteiger HC Arbon rutsch durch die 24:28-Heimniederlage gegen die SG GC Amicitia Zürich auf den 8. Rang der NLB-Qualifikationsrangliste ab. Und für das Team von Trainer Enver Koso folgen weitere schwierige Aufgaben.
Die ersten Minuten verliefen anders als vor einer Woche in Stäfa. Damals bestimmten die Arboner die Startphase doch heute war es GC-Ami, das zu Beginn Regie führte. Die Einheimischen kamen nicht richtig ins Spiel und scheiterten fast immer an der aggressiven und sehr beweglichen Abwehr der Stadt Zürcher. Die Defensive der Thurgauer war hingegen noch nicht genügend präsent. Zu oft bereitete uns der erst 18-jährige Maros viel Mühe. Vor allem dank seinen Treffern lag Ami nach zehn Minuten mit 6:2 Toren vorne. Die Abwehr der Zürcher blieb sehr aggressiv und wollte sich zuviel Respekt verschaffen. Fünf Zeitstrafen gegen sie und ein stärkeres Engagement half den Ostschweizern peu a peu ins Spiel zurück. So gelang es, das Resultat bis zur Pause auf einen Treffer zu verkürzen.
Arbon kurz vor dem Erfolg
Die Einheimischen kamen motiviert aus der Garderobe und starteten beherzt in die zweite Hälfte. Eine Leistungssteigerung war unverkennbar, die Arboner wollten jetzt das Spiel umdrehen. Nach intensivem Kampf gelang Stacher der erstmalige Ausgleich zum 18:18. Und nach einer Viertelstunde führten die Thurgauer gar mit zwei Toren. GC Ami machte in dieser Phase zu viele, zum Teil banale Fehler. Jedermann erwartete, dass sich die Einheimischen jetzt endgültig durchsetzen. Doch fünfzehn Minuten vor Schluss war die Situation plötzlich wie umgedreht. Vielleicht hatte die Aufholjagd zu viel Substanz benötigt, gelang doch den Ostschweizern fast nichts mehr. Die Zürcher erzielten sechs Tore in Folge und lagen damit kurz vor Schluss uneinholbar vorne.
Die Tabellensituation wird für Arbon ungemütlicher. Zudem stehen in der Meisterschaft weitere schwere Spiele bevor. Zunächst geht es nach Lyss ins Berner Seeland. PSG Lyss - HC Arbon, Sporthalle Grien Lyss, Sa 19. Dezember, 17.00 Uhr.
Wörtlich:
Präsident Christoph Tobler: Wir waren zehn Minuten vor Schluss in der besseren Situation. Eigentlich hätten wir nach unserer erfolgreichen Aufholjagd befreit zu Ende spielen können und zwei Punkte nach Hause bringen müssen. Schade, wir haben eine klare Chance verpasst. (glä)
HC Arbon – SG GC Amicicia Zürich 24:28 (13:14)
Sporthalle Stacherholz Arbon. - 150 Zuschauer. - SR St. Bernhard, M. Schenardi-Rutishauser Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Arbon, 8mal 2 Minuten gegen Amicita. Arbon: Hönisch (0-60), Höhener, Bärtschi (6/2) B. Fröhlich (3), N. Fröhlich, C. Näf, Ph. Näf (5), Neuenschwander (4), A. Stacher (1), Tobler, Yoon (1), Zülle (4/2). - Trainer: E. Koso. Zürich: Sigrist (0-30), Schöpfer (30-60), Baviera (1), Bunjak (2), Färber (1/1), Freivogel (3), Graf (4), Grundböck (2), Hofer (3), Kietzmann (2), Maros (8), Ramadani (2), Stebler. - Trainer: C. Lima.
HSC Kreuzlingen glückt Start in Auswärtsserie
(6. Dezember 09)
Trotz eines Fehlstarts sicherte sich der HSC Kreuzlingen am Samstag in der 1.-Liga-Meisterschaft einen wichtigen 27:24-Auswärtserfolg beim HC KZO Wetzikon. Bis zur Festtagspause folgen weitere Gastspiele in Zürich und Frauenfeld.
Durch diesen Erfolg konnte die Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger nicht nur den Kontakt zur Spitzengruppe halten, sondern gleichzeitig auch den Abstand zur Abstiegszone auf nunmehr 8 Punkte vergrössern. Ein nervenschonendes Polster für die Rückrunde. Mit 14 Punkten darf sich Kreuzlingen wieder nach vorne orientieren, denn die zum Klassenerhalt inetwa benötigten 20 Zähler sollten für die Hafenstädter in den verbleibenden 11 Runden eigentlich problemlos machbar und das Saisonziel Top 5 jetzt ein realistisches sein.
Ungünstige Vorzeichen
Der Erfolg in Wetzikon – notabene der erste überhaupt – ist den Kreuzlingern umso höher anzurechnen, da die Vorzeichen alles andere denn günstig waren. Noch drei Tage zuvor standen krankheits- und verletzungshalber nur drei Feldspieler und drei Torhüter im Training. Entsprechend langsam kamen die Rot-Weissen in Wetzikon aus den Startblöcken. Gedanklich offenbar noch in der Kabine sahen sie sich nach gut 200 Spielsekunden bereits mit 0:4 im Hintertreffen. Diesem Rückstand rannten sie gegen die sehr aggressiv verteidigenden Zürcher in der Folge hinterher. Vor allem defensiv klappte bei den Thurgauern wenig. Die Verteidigung unterstützte Keeper Huber kaum, so dass praktisch jeder Schuss der Zürcher auch ein Tor war. Trainer Bertschinger sah sich deshalb nach einer Viertelstunde bereits zu einem Torhüterwechsel und wenig später zum Time-out gezwungen. Wirkung zeigte diese Massnahme allerdings erst mit Verspätung. 7:13 lag der HSCK in der 22. Minute zurück, ehe er endlich konzentrierter und vor allem zielstrebiger zu agieren begann. Nun geriet Wetzikon von der Rolle. Vom 9:14 bis zum 14:14 benötigten die Thurgauer, bei denen sich Keeper Huber nach seiner „Verschnaufpause“ in Topform präsentierte, gerademal etwas mehr als drei Minuten.
Defensive stabilisiert
Nach dem 15:15-Pausenstand ging Wetzikon zwar nochmals in Führung, doch ab dem 17:18 durch Gabor Fülöp, mit 7 Treffern am Ende der erfolgreichste Schütze des Spiels, übernahmen die Kreuzlinger die Kontrolle endgültig. Ihre Reserve pendelte sich fortan zwischen zwei und vier Toren ein. Vor allem defensiv steigerten sich das Team vom Bodensee markant. Aus dem Rückraum gelangen Wetzikon kaum noch Tore. Auch wenn beim HSC im Angriff noch längst nicht alles zusammen passte, wirklich in Bedrängnis kam er spätestens nach einem Doppelschlag in Überzahl zum 21:25 (52.) nicht mehr. Da nützte den Zürchern auch eine doppelte Manndeckung wenig. Für Wetzikon hat mit dieser Heimniederlage der Kampf gegen den Abstieg begonnen.
Zwei schwierige Aufgaben
Mit dem 27:24 in Wetzikon ist dem HSC Kreuzlingen der Start in die drei Partien umfassende Auswärtsserie geglückt. Die nächsten beiden Aufgaben dürften allerdings noch etwas schwieriger werden. Am kommenden Samstag gastieren die Hafenstädter um 17.30 Uhr in Kilchberg ZH und treffen dort mit der SG Albis Foxes/GC Zürich auf hoch eingestuftes Team. Und eine Woche später (19.12./20 Uhr) steht dann das Kantonalderby gegen den SC Frauenfeld auf dem Programm. (mru)
Wetzikon – Kreuzlingen 24:27 (15:15)
Sporthalle Wallenbach. – 70 Zuschauer. – Sr. Berger/Florian. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Wetzikon, 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen. Wetzikon: Hofstetter (ab 43. Wyss); Badertscher, Baumgartner (1), Ch. Bonadimann (2), M. Bonadimann (4/2), Eigenmann, Hess (1), Huber (2), Rast (4), Riwar (3), Vogel (3), Wey (1), Widmer (3). Kreuzlingen: Huber (12.-18. Lesko); Bader (4), Baumann (3/1), Briegmann (1), Fülöp (7), Gacsalyi, Hallauer, Obert (3), Pfeiffer (3), Thoma (3), Urbanke, Zeuske (3). Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Runke und Fehr (beide verletzt), Gacsalyi, Hallauer und Urbanke nicht eingesetzt. – Hofstetter hält Penalty von Baumann (39./17:18). – Time-outs: Wetzikon 25./14:12 und 43./17:20, Kreuzlingen 15./10:6 und 60./24:27.
HC Arbon gegen GC Amicitia
(04. Dezember 09)
Arbon möchte auf die Erfolgsstrasse zurückkehren und könnte mit zwei Punkten GC-Amicitia wieder überholen.
Die letzten Partien verliefen sicher nicht nach dem Gusto der Einheimischen. Selbstverständlich wollen wir den negativen Trend wieder ins Positive drehen. Die erste Möglichkeit dafür, wäre am kommenden Samstag gegen die zweite Mannschaft von GC Amicitia gegeben.
Bei den Zürchern bilden einige Spieler, die im letzten Jahr bei GC in der Nationalliga A aktiv waren, das Rückgrat. Das Kader der „Zürihegel“ hat sich seit Saisonbeginn nur geringfügig verändert. Der bullige Kreisläufer Kurbalija der uns in der Vorrunde einige Mühe bereitete, wird regelmässig in der NLA eingesetzt und dürfte nicht mehr mitwirken. Mit Tim Hofer der die Torschützenliste „Amis“ anführt wurde ein neues Gesicht integriert.
GC-Ami liegt momentan mit einem Spiel weniger und einem Zähler mehr vor den Ostschweizern. Die Saison verlief für beide Mannschaften ähnlich. Allerdings zeigten sich die Zürcher gegen die Vereine vom Tabellenende konsequenter und bezwangen diese alle mehr oder weniger eindeutig. Das von Carlos Lima trainierte Team hat mit Schöpfer einen erprobten Torhüter, der von einer gut funktionierenden Abwehr profitiert und bisher in der Liga am wenigsten Gegentreffer zulassen musste.
Im Herbst zeigten die Thurgauer in der Saalsporthalle noch etwas zu viel Respekt und lagen lange Zeit mit einer zu hohen Tordifferenz zurück, ehe das Resultat gegen den Schluss noch verschönert werden konnte.
Arbon zehrt noch immer von seiner Serie, als Mitte der Vorrunde sechsmal en-Suite gewonnen wurde. Leider reüssierten wir gerade gegen die vermeintlich schwächeren Gegner nicht. Die Tabellensituation hat sich in den letzten Spielen nicht allzu stark verändert. Wir benötigen jedoch baldmöglichst wieder Punkte um im breiten Mittelfeld mithalten zu können.
Am Samstag gibt es keinen Aussenseiter. Für einen Erfolg müssen wir während sechzig Minuten so kämpfen wie in der ersten Hälfte in Stäfa. Dafür benötigen wir eine grosse und lautstarke Zuschauerkulisse. Die Mannschaft dankt für jede Unterstützung.
Hopp Arbon! HC Arbon – GS GC Amicitia, Stacherholz Arbon, Sa 5. 12. 09 um 17.00Uhr
33:19-Auswärtssieg der HSC-Frauen gegen Flawil
(02. Dezember 09)
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung fegten die 2.-Liga-Damen am letzten Sonntag die Mannschaft aus Flawil gleich 33:19 vom Feld.
Nach einer längeren Anfahrt liefen die Kreuzlingerinnen mit zehn Spielerinnen in Flawil auf. Die Partie startete auf beiden Seiten mit hohem Tempo und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Erst nach einer viertel Stunde zog der HSC Tor um Tor davon. Trotz der dünnen Personaldecke, konnte Kreuzlingen das Tempo durchweg hoch halten.
Mit einem Vorsprung von zehn Toren ging man in die Kabine. Zu sagen gab es vom Trainer nicht viel. Es wurden ungewohnt wenig technische Fehler gemacht und im Angriff wurde nahezu jedes Tor schön herausgespielt. Also ging es nun darum den Faden nicht zu verlieren und so weiter zu spielen wie bisher.
Flawil konnte trotz Kampfgeist und harter Abwehr auch in der zweiten Halbzeit nicht dagegenhalten und musste sich der deutlich schnelleren und sichereren Mannschaft aus Kreuzlingen mit 19:33 geschlagen geben. (hsck)
St. Otmar erteilt Leader eine Lehrstunde
(1. Dezember 09)
Eine eigentliche Lehrstunde wurde dem Leader in der Gruppe 1 der 2.-Liga-Handballer zu teil. Der KTV Wil bezog gegen St. Otmar eine deutliche 25:36 (11:23)-Niederlage und musste damit die Tabellenführung an Yellow Winterthur abtreten.
Die Partie verlief von Beginn weg sehr einseitig. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Wiler überfordert, wogegen sie nach der Pause das Geschehen doch einigermassen ausgeglichen gestalten konnten. Die Otmärler nutzten die Fehler des Gegners konsequent zu Gegenstössen. Wil bezog damit die erste Niederlage der Saison. Der neue Leader Yellow Winterthur zeigte beim 32:18 (15:12) gegen Flawil kaum Schwächen. Die grossgewachsenen Winterthurer gefielen mit einer soliden und kompakten 6:0-Verteidigung, die den Flawilern gar nicht behagte.
Vor allem der Treffsicherheit von Bernhard Braun mit 11 Toren und Tobias Düngler mit 10 Treffern hat die SG Fides/Bruggen den 39:29 (17:15)-Erfolg im Abstiegskampf gegen Vorderland zu verdanken. Die St. Galler haben die Appenzeller damit auf dem siebten Platz abgelöst.
In der Gruppe 2 bleibt der Leader Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen nach seinem 34:16-Auswärtssieg bei Frauenfeld weiter ohne Punktverlust. Den zweiten Platz behauptet Andelfingen dank dem 41:28-Kantersieg gegen Pfader Neuhausen. Die Schaffhauser hatten ihre hohe Niederlage vor allem der desolaten Verteidigungsarbeit zuzuschreiben. Damit mussten sie ihren zweiten Platz an Andelfingen abtreten. Die Neuhauser sind weiter punktgleich mit der SG Pfadi/Yellow Winterthur, die 24:26 gegen KJS Schaffhausen verlor. Ins Mittelfeld hat sich Seen Tigers dank dem 34:26 gegen Stammheim verbessert.
Bei den Frauen in der 2. Liga schaffte Frauenfeld mit dem 20:16 (9:6) gegen Amriswil seinen ersten Saisonsieg, bleibt aber weiter auf dem letzten Platz. Das Team aus der Kantonshauptstadt war von Beginn weg das besser und lag stets in Führung. (fb.)
SC Frauenfeld gewinnt in Wädenswil
(30. November 09)
Wädenswil – Der SC Frauenfeld gewinnt das Duell der beiden Aufsteiger klar mit 32:23 (17:11) gegen die SG Wädenswil und zeigt damit auf das missratenen Gastspiel in Zürich von letztem Samstag die richtige Reaktion.
Der SCF nahm von Anfang an das Zepter in die Hand. Die Verteidigung liess dem Gegner in den Startminuten keine guten Torchancen zu und durch ein schnelles Umschalten in den Angriff erzielten die Frauenfelder viele Tore aus Gegenstössen. Dadurch konnten die Thurgauer auf 4:0 davon ziehen. Wädenswil tat sich mit der Frauenfelder Verteidigung schwer, konnte aber dennoch einige Male ihren Kreisläufer frei spielen. Doch Torhüter Odermatt verlieh den Frauenfeldern mit starken Paraden zusätzliche Sicherheit. Ausgerechnet in einer Überzahlphase schien der SCF seine Konzentration verloren zu haben. Wädenswil eroberte drei Mal den Ball und fasste neuen Mut. Die Zürcher verkürzten in der Folge von 5:11 auf 10:12. Trainer Keller sah sich gezwungen ein Time-out zu nehmen, um seine Spieler wachzurütteln. Diese Massnahme zeigte Wirkung. So bauten die Frauenfelder die Führung bis zur Pause auf 17:11 aus.
In der zweiten Halbzeit konnte die SG Wädenswil den SCF nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Zu harmlos agierten die Zürcher im Angriff und zu fahrlässig gingen sie mit ihren Chancen um. In der letzten Viertelstunde der Partie konnte Trainer Keller auch wieder Spieler einwechseln, die in den letzten knappen Spielen nur zu kurzen Teileinsätzen gekommen waren. Dennoch vermochte Wädenswil daraus keinen Profit zu schlagen, um das einseitige Spiel zu mindest vom Resultat her knapper zu gestalten. Der SCF gewann auch in dieser Höhe verdient mit 32:23.
Dank diesem Sieg klettert der SCF in der Tabelle auf Rang 3. Er überholt den Kantonsrivalen Kreuzlingen (der ein spielfreies Wochenende hatte) und den TV Uster. Uster musste sich dem HC Romanshorn geschlagen geben und fiel deshalb hinter den SCF zurück. Nächsten Sonntag, den 6. Dezember ist der SCF um 15:30 Uhr in Uster zu Gast. Bei diesem Spiel gilt es den dritten Tabellenrang zu verteidigen und sich weiter vom Abstiegskampf zu distanzieren.
HC Romanshorn findet zu alter Offensivstärke zurück
(30. November 09)
Nach den zwei Derby-Niederlagen gibt Romanshorn ein deutliches Lebenszeichen von sich und schlägt den TV Uster mit 36:30 (18:16). In einem temporeichen 1.-Liga-Spiel lag der HCR fast ausschliesslich in Führung und verdiente sich den Sieg mit einer starken Offensivleistung.
Der HC Romanshorn war gewollt, auf die zwei letzten Niederlagen eine Reaktion zu zeigen und vor eigenem Publikum einen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Dazu musste sich das Team von Slavoljub Vulovic aber wieder auf seine Angriffsstärke verlassen können. Diese kam in den vergangenen Wochen nicht zum Tragen.
Getreu diesem Vorsatz gingen die Akteure die Partie an und führten nach drei Minuten mit 4:1. Zwar glichen die Gäste bald darauf wieder aus, doch schon in der Anfangsphase wirkte der HCR deutlich präsenter und wacher als noch im letzten Heimspiel gegen Kreuzlingen. Das Angriffsspiel wurde - angeführt von Schneider, dem besten Mann auf dem Feld – druckvoll aufgezogen und die Abschlüsse fanden mehrheitlich den Weg in die Maschen. Auch wenn einige technische Fehler zu beklagen waren, so überwog eindeutig das Positive. Der TV Uster zog sein gewohnt schnelles Spiel auf, nutzte jede Möglichkeit, das Tempo des Spiels zu erhöhen. Weil der HCR dagegenhielt, kam es schon in der ersten Halbzeit zu einem offenen Schlagabtausch mit wechselnder Führung. Zur Pause hatte das Heimteam, welches während der ersten dreissig Minuten mehrheitlich geführt hatte, die Nase vorn.
Vulovic pries seine Spieler in der Halbzeit an, keine Sekunde nachzulassen. Die junge Ustener Mannschaft würde versuchen, die Thurgauer mit ihrem Tempospiel zu überfahren.
Diese Szenerie traf vorerst nicht ein. Romanshorn begann die zweite Hälfte furios und legte fünf Treffer vor. Die Zürcher vermochten jedoch ein weiteres Mal zu reagieren und schlossen bis auf 24:25 auf. In dieser Phase des Matches schlichen sich einige Nachlässigkeiten ins HCR-Angriffsspiel ein, wovon die Gäste profitierten. In der Folge führten die Gastgeber allerdings die Vorentscheidung herbei. Kozak und Schneider trafen nun aus allen Lagen und Buff im Tor lief zur Hochform auf. Als er gut fünf Minuten vor Schluss bei Fünf-Tore-Führung der Romanshorner innert Sekunden zwei hundertprozentige Chancen der Zürcher zunichte machte, war die Partie entschieden.
Appenzell zu Gast
Am kommenden Wochenende gastiert der TV Appenzell in Romanshorn. Kann der HCR an die Leistung dieses Samstages anknüpfen, so dürfte auch gegen die starken Appenzeller etwas drin liegen. Trainer Vulovic will aus den verbleibenden zwei Spielen der Hinrunde gegen den TVA und Bruggen/ Fides noch mindestens zwei Punkte ergattern, um auf einen zufriedenstellenden ersten Meisterschaftsabschnitt zurückblicken zu können.
Dritte NLB-Niederlage in Serie für HC Arbon (29. November 09)
Mit drei Spielen ohne Punkte nahm der Schluss der NLB-Vorrunde den gleichen Verlauf wie der Saisonbeginn. Arbon war am Samstag beim 31:36 bei Leader GS Stäfa nur während den ersten 20 Minuten ein ebenbürtiger Gegner.
In der Startphase schien Gelb Schwarz Stäfa noch zu nervös. Die Würfe der Gastgeber waren zu unpräzis oder wurden zu überhastet abgegeben. Die gut funktionierende 6:0-Abwehr und Hönisch im Tor der Thurgauer verhinderten, dass die Würfe der Zürcher zum Erfolg wurden. Zudem erleichterten einige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft die Aufgabe der Ostschweizer. In diesem Spielabschnitt war beim HCA vor allem der Aufbau wirkungsvoller als der des Gegners und schnell vorgetragene Angriffe führten zu Treffern. Es war denn auch ein Tor nach einem Gegenstoss von Zülle, der Arbon nach fünfzehn Minuten mit 10:6 zum höchsten Vorsprung verhalf.
Danach begann sich das Geschehen langsam zu wenden. Innerhalb von drei Minuten wurden drei Zeitstrafen gegen Arbon ausgesprochen. Diese Chance nützten die Einheimischen und glichen zum Zehn zu Zehn aus. Bereits jetzt machten sich der erst 17 Jahre alte Kevin Jud mit seiner Schnelligkeit und Milicic als Spielgestalter positiv bemerkbar. Für den HCA war vor allem Ph. Näf mitverantwortlich, dass das Skore bis zur Pause mit 16:16 ausgeglichen blieb.
Nach der Pause dominierte Gelb-Schwarz In der zweiten Hälfte waren die Ostschweizer nur noch wenige Minuten ein ebenbürtiger Gegner. Der Tabellenleader zeigte alle Attribute, die den Tempohandball auszeichnen. Sie wirkten wesentlich beweglicher, agiler und wendiger als die Thurgauer. Mit mässigerem Tempo versuchte der HCA Ruhe ins Spielgeschehen zu bringen. Dabei fehlte die nötige Aufmerksamkeit, die flinken Stäfner konnten immer wieder Bälle „abstauben“. Besonders fiel erneut der auch in der U-21-Nationalmannschaft mitspielende Kevin Jud mit mehreren Treffern nach Gegenstössen auf. Das Spiel war bereits nach 45 Minuten entschieden, so lagen die Zürcher schon jetzt mit einem Skore von 28:20 uneinholbar vorne. Unser Team wirkte in die Phase müde, war klar schwächer und zeigte zu wenig Engagement, um gegen Stäfa den nötigen Widerstand zu leisten. In der Schlussviertelstunde sprachen die Schiedsrichter nochmals fünf Zeitstrafen gegen die Gastgeber aus. Dies half Arbon, den Rückstand noch ein wenig zu verkleinern.
Stäfa scheint nicht unschlagbar, war aber am Samstag das klar bessere Team. Arbon ist in der Rangliste nicht unerwartet weiter zurückgefallen, zudem punkteten Mannschaften vom Tabellenende, so dass sich das Mittelfeld vergrösserte. Für viel Spannung ist also weiterhin gesorgt. Im ersten Spiel der Rückrunde kann sich der HC Arbon wieder einmal zu Hause präsentieren. Gegen die einen Punkt vor Arbon liegende 2. Mannschaft des amtierenden Schweizer Meisters ist ein attraktives Spiel zu erwarten. HC Arbon - GS GC Amicitia, Stacherholz Arbon, Sa 28. 11. 09 um 17.00 Uhr.
Wörtlich von HCA-Trainer Enver Koso: Ich bin selbstverständlich enttäuscht. Nach der Pause sind wir in ein Loch gefallen. Wir hatten viel zu viele technische Fehler zu verzeichnen. Die Leistung der jungen Mannschaft ist, wie ich bereits vor Saisonbeginn gesagt habe, noch zu wenig stabil. Im Training fehlen zurzeit öfters einige Spieler wegen Militär, Verletzungen etc. Ich hoffe, dass sich dies bald wieder verbessert, damit wir etwas aufholen und uns vernünftiger auf die kommenden Spiele vorbereiten können. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass wir unser Saisonziel Klassenehrhalt erreichen. (mglä)
HC GS Stäfa - HC Arbon 36:31 (16:16) Frohberg Stäfa. – 300 Zuschauer. - SR R. Frei, T. Oswald Stäfa: Ryffel (Perisa (für 1 Penalty); Bosshard (7), Brunner (3), Füglister, Grimm, K. Jud (9/1), Maag (1), Michel (4), Milicic (7/3), Petrig (2), Pulver (3), Siegenthaler. - Trainer: M. Jud Arbon: Hönisch (24.-27. plus für Penalties Höhener); Bärtschi (3/2) B. Fröhlich (3), N. Fröhlich (2), Ph. Näf (10), Neuenschwander (2), A. Stacher (1), Tobler (4), Yoon, Zülle (6/2). - Trainer: E. Koso Strafen: 8 mal 2 Minuten gegen Stäfa, 9 mal 2 Minuten gegen Arbon
Im letzten Spiel der Vorrunde trifft Arbon auswärts auf den Tabellenleader
(25. November 09)
Am kommenden Samstag reist der HC Arbon an den Zürichsee zum HC GS Stäfa.
Dei Mannschaft von Trainer Markus Jud weist bisher eine lupenreine Weste auf und liegt mit dem Punktemaximum auf dem ersten Tabellenplatz. Die Einheimischen haben fast alle Partien klar gewonnen. Einzig auswärts in Steffisburg gegen den Zweiten mussten sie bis zur letzten Minute kämpfen. Schlussendlich resultierte doch noch ein Sieg mit dem knapp möglichsten Vorsprung.
Die Spieler von Gelb Schwarz möchten nach dem Abstieg in der letzten Saison wieder in der höchsten Liga mitwirken und scheinen ihr Ziel ungefährdet zu erreichen. In der Torschützenliste sind vier Stäfner in den ersten elf Rängen klassiert, und die Abwehr der Gastgeber gilt als hart und konsequent. Selbstverständlich liegen sie auch beim Torverhältnis weit voraus.
Arbon befindet sich momentan in einem breiten Mittelfeld. Sechs Mannschaften werden durch lediglich zwei Punkte getrennt. Zudem fehlen derzeit in der Meisterschaft die Erfolgserlebnisse. Punkte gegen ein Team an der Tabellenspitze wären da natürlich wünschenswert. Dafür bedarf es einer besonderen Anstrengung. Mit überdurchschnittlichem Kampfgeist und einer abgeklärten Spielweise könnte man dem Gegner Paroli bieten. Vielleicht gelingt es.
Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung so auch am Zürichsee. HC GS Stäfa – HC Arbon, Frohberg Stäfa, Sa 28. 11. 09 um 16.30Uhr.
Zweite Derby-Niederlage in Serie für den HC Romanshorn
(23. November 09)
Auch im zweiten Kantonalderby der Hinrunde musste sich der HC Romanshorn geschlagen geben. Er unterlag dem SC Frauenfeld mit 23:27 (8:14). Die Hauptstädter waren aufgrund ihrer starken Defensivleistung in der ersten Halbzeit die verdienten Sieger.
Ganz zu Beginn der Partie hatte der HCR durch zwei schnelle Tore von Schneider für zwei Minuten die Führung inne. Was in der kommenden Viertelstunde jedoch folgte, war eine Demonstration der Frauenfelder Defensive. Romanshorn brachte bis zur 18. Minute keinen einzigen Treffer mehr zustande. Die Gäste fanden gegen die kompakte 3:2:1-Verteidigung des Heimteams kein Rezept. Konnten doch mal Chancen erarbeitet werden, wurden diese kläglich vergeben. Besonders die linke Angriffsseite des HCR’s fand während der ganzen Partie nie richtig ins Spiel. Auf der Gegenseite nutzten die Frauenfelder die Gegenstoss-Möglichkeiten, die sich ihnen durch die frappante Abschlussschwäche der Romanshorner eröffneten. Zudem kamen sie durch Hasanovic und Mathis immer wieder zu einfachen Toren. Beim Spielstand von 2:9 aus Sicht des HCR’s, ordnete Coach Vulovic eine Manndeckung auf den Frauenfelder Topscorer Mathis an. Diese Massnahme verfehlte ihre Wirkung nicht und das Frauenfelder Angriffsspiel geriet ins Stocken. Die Gäste waren nun zumindest bemüht, den Rückstand nicht noch weiter ansteigen zu lassen. Namentlich Schneider und Zeller verliehen der Romanshorner Hoffnung auf einen Punktgewinn mit Treffern in den Schlussminuten der ersten Halbzeit ein wenig Auftrieb.
Der HCR stellte am Anfang der zweiten Hälfte die Deckung wieder auf 6:0 um. Dies erwies sich als wenig glücklich, denn die Frauenfelder nutzten den ihnen dadurch gewährten Platz im Rückraum, um ihr druckvolles Spiel aufzuziehen und in Tore umzusetzen. Das Heimteam zog bis auf 20:11 davon. Somit war die Partie nach 40 Minuten vorentschieden. In der Folge zeigte die Gästemannschaft, dass sie in Normalform absolut in der Lage wäre, mit den Frauenfeldern mitzuhalten. Vulovic ordnete ein weiteres Mal die Manndeckung auf Mathis an, was das Spiel der Gastgeber wie schon in der ersten Hälfte abschwächen liess. Im Angriff schienen die bisher so selbstsicher auftretenden Hauptstädter ohne ihren Shooter zum Teil hilflos. Nachdem nun auch noch Buff im Tor zu glänzen begann, konnten die Romanshorner öfter durch schnelle Angriffsauslösungen scoren. E. Raggenbass schloss dabei immer wieder gute Zuspiele seiner Mitspieler erfolgreich ab. Als der HCR jedoch vier Minuten vor dem Ende die Chance vergab, den Rückstand ein erstes Mal auf drei Treffer zu reduzieren, war die Partie endgültig zugunsten des SCF entschieden.
SC Frauenfeld – HC Romanshorn 27:23 (14:8) Romanshorn Festhütte. – 250 Zuschauer. – Sr. Jucker/ Ulmann Frauenfeld: Iacopetta, A. Schäfli, Odermatt; Frei (4), Hasanovic (4), Haussener (1), Ch. Hug (1), N. Hug, Mathis (8/3), Mayer, F. Schäfli, Sutter (4), C. Tschirren (4), M. Tschirren (1).
Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser, Himmelberger (2), Jung (1), Kozak (2), E. Raggenbass (5), L. Raggenbass, Rüegge, Schneider (8/2), Strasser (1), Suter (1), Vögeli, Zeller (3).
SC Frauenfeld verliert das Spitzenspiel
(23. November 09)
Der SC Frauenfeld geht gegen die SG Albis Foxes/GC Zürich mit 30:22 (17:10) unter und kassiert damit die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison.
Der SCF erwischte einen kompletten Fehlstart. Bereits nach elf Spielminuten lagen die Thurgauer mit 8:2 im Hintertreffen. Die Abwehr stand erstmals in dieser Saison zu wenig kompakt. So kamen die Stadtzürcher immer wieder fast unbedrängt in gute Abschlusspositionen. Zudem spielten die Frauenfelder im Angriff mit viel zu wenig Druck. Die gegnerische Verteidigung wurde so kaum gefordert. Durch diese Frauenfelder Passivität konnten die Zürcher bis zur 20. Minute ihren Vorsprung auf 13:4 ausbauen. In den letzten zehn Spielminuten der ersten Halbzeit blieb das Spielgeschehen vom Resultat her betrachtet ausgeglichen, weshalb die Seiten mit 17:10 gewechselt wurden.
Die Spieler des SCF waren entschlossen sich in der zweiten Halbzeit nicht mehr vom Gegner vorführen zu lassen. Doch die Stadtzürcher spielten besser und liessen ein Frauenfelder Aufbäumen im Keim ersticken; zu abgeklärt traten sie im Angriff auf und zu kompakt stand ihre 6-0 Verteidigung. Sie erwischten wiederum den besseren Start und konnten bis zur 45. Spielminute ihren Vorsprung bereits auf 20:11 ausbauen. In der Folge pendelte sich der Rückstand des SCF bei 10 Toren ein. Immerhin konnte dieser bis zum Schluss auf 22:30 verkleinert werden.
Der SCF agierte von Anfang an zu fehlerhaft. In der Verteidigung wurde dem Gegner viel zu viel Platz zugestanden und im Angriff startete man mit unzähligen Fehlern ins Spiel. Dadurch verloren die Frauenfelder von Beginn an ihre Sicherheit. Denn die Stadtzürcher wussten aus diesen Frauenfelder Unzulänglichkeiten Profit zu schlagen. Die Niederlage des SCF schmerzt vor allem deshalb, da sich der SCF klar unter seinem Wert geschlagen geben musste. Die SG Albis Foxes/GC Zürich ist in dieser Besetzung, in der sie gegen den SCF spielte, eine starke Mannschaft. Der SCF hätte eine überdurchschnittliche Leistung abrufen müssen, um gewinnen zu können.
Wichtig ist für den SCF die richtigen Lehren aus dieser Schlappe zu ziehen und sich von nun an wieder ganz aufs nächste Spiel zu konzentrieren. Mit der SG Wädenswil trifft der SCF auf einen Gegner der momentan auf einem Abstiegsplatz liegt. Ziel des SCF bleibt trotz des guten Starts nicht in den Abstiegskampf involviert zu werden. Der Sieg gegen Romanshorn letzten Donnerstag war deshalb enorm wichtig. Mit einem weiteren Vollerfolg gegen Wädenswil könnte sich der SCF von den Abstiegsplätzen weiter distanzieren.
Zweite Kreuzlinger Heimniederlage in Serie
(23. November 09)
Die 1.-Liga-Handballer des HSC Kreuzlingen mussten am Samstag einen weiteren Rückschlag verkraften. Gegen den Leader aus Wohlen AG kassierte das Team von Roger Bertschinger eine absolut vermeidbare 23:24 (11:11)-Heimniederlage. Bis zum Jahresende folgen für den Tabellenvierten nun drei schwierige Auswärtsaufgaben in Serie.
Die Vorteile lagen im Spitzenkampf der Runde, Vierter gegen Erster, in der Schlussphase klar in den Händen der Kreuzlinger. Nach dem 11:11 zur Pause lagen die Gastgeber in der zweiten Halbzeit dank einger starken Defensivleistung fast ausschliesslich in Führung. Und sie hätten die Partie gegen den Tabellenführer, der primär von der individuellen Klasse von Topskorer Adrian Studerus (13 Tore!) und zwei starken Torhütern profitierte, früh zu ihren Gunsten entscheiden müssen. Die Aargauer zeigten zwar eine solide Teamleistung, hinterliessen aber alles andere denn einen souveränen Eindruck und kassierten sehr viele Strafen (total 9). Wie schon so oft scheiterten die Rot-Weissen aber in erster Linie an der eigenen Abschlussschwäche denn am gegnerischen Potenzial. Und einmal mehr fehlte dem HSCK ein sicherer Wert vom Penaltypunkt aus. Wiederum wurden gleich drei Siebenmeter sowie zahlreiche erstklassige Chancen zuweilen leichtfertig vertan. Als grossen Handicap erwies sich zudem die Tatsache, dass Trainer Bertschinger auf mehrerer Titulare ganz oder teilweise verzichten musste.
Zwei Punkte in Griffnähe
Trotzdem deutete neun Minuten vor Schluss noch vieles auf einen Kreuzlinger Heimerfolg hin. In Unterzahl hatte Captain Baumann das 21:19 erzielt. Zwar glich Wohlen innert einer Minute aus, doch nach ihrem Time-out (56:06) gingen die Einheimischen noch einmal in Führung. In der Schlussphase besassen die Aargauer dann allerdings die grösseren Reserven und vor allem auch die grössere mentale Stärke. Topskorer Studerus, dem der HSCK viel zu grosse Freiheiten gewährte und der zwingend mit einer Manndeckung hätte neutralisiert werden müssen, sowie Moser wendeten das Blatt mit drei Toren in Serie zum 22:24. Die letzte Möglichkeit, doch noch einen Punkt erobern zu können, vergab schliesslich Briegmann mit einem "verzitterten" Penalty knapp 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff. Der Anschlusstreffer fiel dann erst zwei Sekunden vor dem Ende und bedeutete deshalb lediglich Resultatkosmetik.
Dreimal auswärts in Serie
Bis zum nächsten Heimspiel vom 9. Januar 2010 gegen Appenzell hat der HSC Kreuzlingen dreimal in Folge auswärts anzutreten. Am 5. Dezember steht das wichtige Gastspiel beim HC KZO Wetzikon auf dem Programm. Hier gilt es zwingend zu punkten, denn die Zürcher zählen derzeit zum Kreis der Abstiegskandidaten. Danach (12.12.) muss der HSCK beim aktuellen Tabellenzweiten SG Albis Foxes/GC Zürich antreten und zum Jahresabschluss am 19. Dezember steht das Thurgauer Derby in Frauenfeld auf dem Spielplan. (mru)
SC Frauenfeld gewinnt auch 2. Kantonsderby
(20. November 09)
Frauenfeld – Der SC Frauenfeld gewinnt nach dem Sieg zur Saisoneröffnung gegen Kreuzlingen nun auch das Kantonsderby gegen den HC Romanshorn verdient mit 27:23 (14:8).
Nur in den ersten Spielminuten vermochte der HCR mit dem SCF mitzuhalten. Die Frauenfelder Verteidigung stand gewohnt sicher und liess den Hafenstädter kaum Chancen zu. So konnte der SCF durch gute Angriffsaktionen sukzessive seine Führung ausbauen. In der 20. Spielminute lagen die Kantonshauptstädter bereits mit sieben Toren in Front. Der HCR stellte in der Folge seine Verteidigung von einem 5-1 auf eine Manndeckung auf Mathis um und versuchte so dem SCF den Wind aus dem Segel zu nehmen. Da der SCF vor allem in der Verteidigung nicht mehr mit der letzten Entschlossenheit zur Sache ging und im Angriff teils zu überhastet abschloss, konnte der HCR mit dem Pausenresultat von 14:8 den Schaden einigermassen in Grenzen halten.
In der zweiten Halbzeit stellte der HCR seine Verteidigung bereits zum dritten Mal um. So begannen die Romanshorner mit einer 6-0 Verteidigung. Doch da auch diese Massnahme nicht den gewünschten Erfolg brachte, wurde nach wenigen Minuten Mathis bereits wieder eng gedeckt. In dieser ständigen Umstellung spiegelt sich sicherlich die Hilflosigkeit des HCR nieder, aber auch die Überlegenheit des SCF. Der SCF geriet nicht mehr in Gefahr das Spiel zu verlieren. Da der SCF in der zweiten Halbzeit meist in Unterzahl spielen musste, konnte der HCR immerhin den zwischenzeitlichen 8-Torerückstand bis zum Schlusspfiff halbieren.
Frauenfeld war über das gesamte Spiel klar die tonangebende Mannschaft und hätte mit einer konzentrierteren Leistung durchaus höher gewinnen können. Anhand des Spielverlaufs war zu erkennen, warum der SCF zurzeit in der Spitzengruppe vorzufinden ist und der HCR bereits im Abstiegskampf steckt. Da die Gruppe sehr ausgeglichen scheint, kann sich dies aber schnell ändern. So steht für den SCF am Samstag, 21. November um 15:30 Uhr in der Saalsporthalle in Zürich gegen die SG Albis Foxes/GC Zürich ein schwieriges Auswärtsspiel bevor, in dem sich der SCF wieder mit einer Mannschaft aus der Spitzengruppe duellieren darf. Der Sieger dieser Partie ist nach Verlustpunkten dann Gruppenleader.
SC Frauenfeld 1 – HC Romanshorn 27:23 (14:8)
Frauenfeld, Festhütte: 250 Zuschauer SC Frauenfeld: Iacopetta, A. Schäfli, Odermatt; Frei (4), Hasanovic (4), Haussener (1), Ch. Hug (1), N. Hug, Mathis (8/3), Mayer, F. Schäfli, Sutter (4), C. Tschirren (4), M. Tschirren (1).
Nicht aufgeboten: Fehr (verletzt), Keller (Militärdienst), Kunz (Militärdienst), Ries (beruflich abwesend), Rohner (Militärdienst).
SC Frauenfeld zu Hause gegen den HC Romanshorn (18. NOvember 09)
Am Donnerstag dem 19. November empfängt der SCF den HC Romanshorn zum Kantonsderby. Nach dem gewonnen ersten Derby gegen den HSC Kreuzlingen zum Saisonbeginn strebt der SCF auch gegen Romanshorn einen Sieg an.
Der SCF ist besser in die Saison gestartet und liegt in der Tabelle vier Verlustpunkte vor dem HCR. Doch da die Gruppe sehr ausgeglichen ist, kann der SCF nicht als Favorit bezeichnet werden. Die Frauenfelder sind aber motiviert, gegen Romanshorn Revanche für das Ausscheiden in den Aufstiegsspielen in die 1. Liga vor 2 Jahren zu nehmen. Der HCR stieg damals auf und konnte sich letztes Jahr nur dank dem Rückzug einer Mannschaft in der 1. Liga halten.
SC Frauenfeld – HC Romanshorn
Frauenfeld, Rüergerholz, 19. November 2009, 20:45 Uhr
Spitzenkampf in der Sporthalle Egelsee: Alter gegen neuen Leader
(17. November 09)
Nach drei Siegen in Folge sind die Kreuzlinger am letzten Samstag erstmals wieder bezwungen worden. Es war diese die dritte Niederlage im neunten Saisoneinsatz. In einem vorgezogenen Rückrundenspiel scheiterten sie wie schon in der Hinrunde (25:27) in einem nervenaufreibenden Finish mit 22:24 am TV Uster - beziehungsweise am eigenen Unvermögen beim Verwerten der Penalties. Erneut vergaben die Rot-Weissen zahlreiche Siebenmeterchancen; diesmal vier an der Zahl. In der Statistik der verschossenen Strafwürfe dürfte die Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger inzwischen klarer Spitzenreiter in der 1.-Liga-Gruppe 1 sein. Diese erstaunliche Schwäche, zumal im Kader viele routinierte Spieler stehen, hat sie inzwischen schon mindestens drei Punkte gekostet.
Durch die Niederlage gegen Uster ist der HSCK als Tabellenführer abgelöst worden. Der neue Leader Wohlen gastiert am kommenden Samstag in der Egelseehalle zum Spitzenkampf der Runde Dritter vs. Erster. Gegen die starken Aargauer gilt es den „Ausrutscher“ vom letzten Samstag auszumerzen. Dafür bedarf es jedoch einer klaren Steigerung der gesamten Mannschaft. Die bisherige Meisterschaft hat nämlich deutlich aufgezeigt, dass die Rot-Weissen nur als Einheit bestehen können. Zumal die überragenden Einzelkönner fehlen, welche ein Spiel bei Bedarf im Alleingang zu Entscheiden in der Lage sind. Man darf also gespannt sein, wie der HSCK auf die dritte Saisonniederlage und den Verlust der Leaderposition reagieren kann. Das treue und begeisterungsfähige Kreuzlinger Publikum hätte in jedem Fall eine starke Reaktion der Bertschinger-Truppe verdient, denn die HSCK-Fans zählen mit Sicherheit zu den Besten in dieser 1.-Liga-Gruppe.
Arbon bestreitet auch sein zweites CUP-Spiel auswärts
(17. November 09)
Im Sechszehntels-Final des Schweizer CUPs wurde den Thurgauern der HC KZO Wetzikon zugelost. Der Verein aus der 1. Liga hat Heimrecht, darum müssen wir am Donnerstag ins Zürcher Oberland reisen.
Wetzikon und Arbon kennen sich schon lange. Spielten doch die zwei Vereine während mehreren Jahren in derselben Gruppe. Die Partien in der Sporthalle Walenbach waren fast immer hart umkämpft. Personell hat sich das Heimteam gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und dürfte für uns einen bekannten Gegner abgeben. Der Saisonstart gelang den Zürchern nicht nach Wunsch. In den letzten vier Spielen konnten sie sich jedoch auffangen und das Spielfeld dreimal als Sieger verlassen. Die Gastgeber sind momentan im breiten Mittelfeld ihrer Gruppe klassiert.
Im Schweizer CUP eliminierten die Oberländer zuerst den TV Dagmersellen aus der Gruppe 2 und in der letzten Runde den HC Romanshorn. Ein weiterer Sieg wäre für den KZO sicher ein weiterer Motivationsschub für die laufende Saison.
Nach zwei eher bitteren Niederlagen brauchen die Arboner wieder ein Erfolgserlebnis. Hoffentlich kehren wir in Wetzikon wieder zum Siegen zurück.
HC KZO Wetzikon-HC Arbon, Sporthalle Walenbach Wetzikon, Do 19.11.09 um 20.15 Uhr.
Weiterer Rückfall für Arbon
(16. November 09)
Arbon in Muri erneut ohne Punkte. Der TV Muri siegt, Arbon hat unnötigerweise eine Chance vergeben.
Muri – Arbon startete verhalten und ein wenig lustlos in eine wichtige Partie. Der TV Muri packte das Spiel resolut an und war zu Beginn die bestimmende Mannschaft. Vor allem die beiden neu ins Team integrierten Bruggmann und Guitton prägten die ersten Minuten des Matchs. Anders bei den Thurgauern, man sündigte im Angriff und in der Verteidigung. Die Würfe aufs Tor von Rosenberg blieben lediglich Versuche, und in der Defensive wirkte die Verteidigung verhalten, sodass Hönisch kaum Abwehrchancen hatte. Muri führte daher bereits nach acht Minuten beim 6:1 klar mit fünf Toren.
Natürlich war Trainer Koso mit dieser Leistung nicht zufrieden und verlangte früh sein Time-out. Die auffälligste Änderung war die Manndeckung von Yoon auf einen Aufbauer der Aargauer. Die Massnahme wirkte wie gewünscht. Holten doch die Ostschweizer Tor um Tor auf, und in der Verteidigung war man aktiver, sodass Hönisch wiederholt brillieren konnte.
Die Reaktion von Trainer Cordas blieb nicht aus, er verlangte ebenso sein Time-out. Guitton am Kreis wurde wieder stärker mit ins Spiel einbezogen. Mit vier Toren in den letzen Minuten vor der Pause zeichnete er für den Halbzeitstand von 14:10 mitverantwortlich.
Arbon konnte noch ausgleichen. Die Schlussminuten gehörten aber Muri.
Natürlich wollte sich der HCA noch nicht geschlagen geben. Die Mannschaft wurde aktiver ohne jedoch wirklich zu dominieren. Zwar konnte der Rückstand peu à peu verkleinert werden, es fehlte jedoch das letzte Engagement, welches das Team während ihrer Erfolgsserie auszeichnete. Ein zähflüssiges Spiel, bei dem die Ostschweizer jedes Tor mühsam erschaffen mussten. Trotzdem beim 21:21, fünf Minuten vor Schluss, erarbeiteten sich die Gäste erstmals den Ausgleich. In dieser Phase reüssierte vor allem Ph. Bärtschi, der einige Spielzüge gekonnt abschloss und mehrmals vom Siebenmeterpunkt erfolgreich war. Um vermehrt in Ballbesitz zu gelangen, versuchten die Thurgauer in den Schlussminuten eine doppelte Manndeckung. Die Aargauer konnten diese Abwehrvariante jedoch zu ihrem Vorteil ausnützen, und Guitton festigte mit drei Toren in den drei letzten Minuten den ersten Saisonsieg für die Klosterdörfler.
Muri hat verdient gewonnen und Arbon liegt wegen einer unnötigen Niederlage nach Verlustpunkten plötzlich in der zweiten Tabellenhälfte. Der HCA benötigt eine starke Reaktion, um rasch aus dem momentanen Tief herauszufinden.
Bis unser Publikum seine Mannschaft wieder zu Hause sehen kann, muss es sich gedulden. Folgen doch weitere Spiele in fremder Halle. Am nächsten Donnerstag im Schweizer-Cup gegen den 1.-Ligisten HC KZO Wetzikon und Ende November beim klar an erster Stelle liegenden GS Stäfa.
Do 19. Okt. 20.15 Uhr, Schweizer CUP 1/16-Final, Sporthalle Walenbach Wetzikon. HC KZO Wetzikon - HC Arbon.
Wörtlich: Philipp Bärtschi: Die Mannschaft ist etwas träge geworden. Sie muss wieder aufwachen und sich in allen Belangen stärker engagieren. Wir haben nur kurze Zeit zur Verfügung, um uns wieder zu verbessern. Auch heute waren wir zu Beginn zu wenig präsent und kämpften uns erst zu spät ins Spiel zurück. Die zwölf Punkte, die wir bisher erreicht haben, sind zwar schön aber keiner will absteigen. Es ist noch kein Team abgeschlagen, darum warten weiterhin hart umkämpfte Spiele auf uns.
TV Muri - HC Arbon: 27:22 (14:10)
Sporthalle Bachmatten Muri: - Zuschauer: 230 - SR: M. Meyer, L. Stalder TV Muri: Rosenberg (0-60), Weibel (für 2 Penaltys), Bruggmann (6), Burri (1), Castineiras (2), Chechele (2), Guitton (10/3), Huwyler (2), Lier (1), Meier, Rast (1), Waltenspül, Zuberbühler (2), Zucker Trainer: Z. Cordas HC Arbon: Hönisch (0-60), Rumpler, Bärtschi (8/5), B. Fröhlich, N. Fröhlich (2), C. Näf (1), Ph. Näf (3), Neuenschwander (2), Stacher (3), Tobler (1), Yoon (1), Zülle (1) Trainer: E. Koso Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Muri, 4 mal 2 Minuten gegen Arbon
Kann Arbon in Muri sein Punktekonto verbessern?
(12. November 09)
Noch vor wenigen Tagen meinte man, dass die Thurgauer als klare Favoriten ins Freiamt reisen würden. Der Mitaufsteiger Muri lag als einziger Verein der Liga klar zurück. Nicht ganz unerwartet haben die Freiämter auf die wenig befriedigende Tabellenlage reagiert und ihr Kader verändert.
Einerseits wurde mit dem routinierten Claude Bruggmann der Spielmacher der letzten Saison reaktiviert. Er ersetzt den im Frühjahr für diese Position engagierten Iwan Mandic. Als weitere Verstärkung wurde Raphael Guitton ins Team integriert. Guitton, ein bulliger Kreisläufer, spielte im Vorjahr noch bei GC in der Nationalliga A. Dass sich die Beiden gut in die Mannschaft einfügten, zeigt das Resultat vom letzten Sonntag. Der TVM trotzte dem jetzt vor dem HCA liegenden Horgen beim 27:27 einen Punkt ab.
Arbon liegt in der aktuellen Tabelle mit an der Spitze eines breiten, ähnlich starken Mittelfelds. Die Thurgauer kamen im Freiamt noch nie zu Punkten. Die Tagesform dürfte in den nächsten Spielen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wir hoffen natürlich, dass sich unsere Mannschaft nach dem Ausrutscher in Stans wieder auffängt und zum Siegen zurückkehrt.
In der jetzigen Phase der Meisterschaft sind Punkte besonders wichtig. Die Voraussetzungen für ein spannendes Spiel scheinen gegeben. Die Mannschaft hofft, dass sie auch in Muri von ihren AnhängerInnen unterstützt wird.
Hopp Arbon! TV Muri – HC Arbon, Sporthalle Bachmatten Muri, Sa 14. 11. 2009 um 17.00 Uhr
Gelingt die Revanche für die bittere Hinspielniederlage?
(11. November 09)
Diesen Samstag gastiert um 18.15 Uhr der TV Uster in der Sporthalle Egelsee. Gegen die Zürcher kassierten die Kreuzlinger in der Hinrunde eine ganz bittere 26:27-Niederlage. Bitter deshalb, weil man wenige Minuten vor Schluss dank einer starken Leistung nach der Pause noch mit zwei Toren geführt hatte und erst noch während zwei Minuten in Überzahl agieren konnte.
Uster erkämpfte sich aber mit einem tollen Endspurt die beiden Punkte, während Kreuzlingen in der Schlusssekunde zudem den Ausgleich mittels Penalty vergab. Das Team von Trainer Roger Bertschinger brennt deshalb förmlich auf Revanche.
Mit dem 27:25-Derbysieg vom letzten Wochenende in Romanshorn hat der HSCK den dritten Erfolg in Serie erringen können und die Tabellenspitze erfolgreich verteidigt. Nach Verlustpunkten gerechnet liegen Wohlen (1) und die SG Albis Foxis/GC Zürich (2) allerdings noch knapp vor den Thurgauern. Nichtsdestotrotz nehmen die Rot-Weissen das Heimspiel gegen Uster mit breiter Brust und mit der Gewissheit in Angriff, dank einer stabilen Defensive gegen jeden Gegner bestehen zu können. Entscheidend wird sein, ob sie das Tempospiel der jungen Ustemer im Rückspiel besser in den Griff bekommen. Die Zürcher liegen derzeit nur zwei Punkte hinter den Kreuzlingern auf Platz 4. Damit ist dieses Duell quasi das Spitzenspiel der 9. Erstliga-Meisterschaftsrunde.
Für den HSCK ein erneuter Prüfstein und ein wichtiger Wegweiser, ob er auch längerfristig um die beiden ersten Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigen, mitspielen kann.
Bodensee-Derby an Kreuzlingen
(09. November 09)
Romanshorn muss sich im Kantonal-Derby dem Leader aus Kreuzlingen mit 25:27 (12:12) geschlagen geben. Der HCSK nutzte eine Schwächephase des Gastgebers nach der Pause resolut aus und spielte die Partie anschliessend mit der Abgeklärtheit eines Tabellenführers nach Hause.
Nach der Partie musste sich der HCR den Vorwurf gefallen lassen, die ersten Minuten nach der Pause total verschlafen zu haben. In diesen holte Kreuzlingen sechs Tore Vorsprung heraus und schaffte die Basis für den Sieg. Romanshorn war dem Leader in fast jeder Hinsicht ebenbürtig und konnte erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Einzig die Abgeklärtheit und die Fähigkeit, ein Spiel auf gleichem Niveau durchzuziehen hat Kreuzlingen den Romanshornern voraus. Beim HCR hofft man, dass diese Eigenschaften im Verlaufe der Saison ebenfalls entwickelt werden können.
Zu Beginn schienen beide Mannschaften nervös. Misslungene Torversuche und technische Fehler prägten den Einstieg in den Match. Nach und nach fingen sich die Teams, wobei Kreuzlingen das Zepter als erstes an sich zog. Sie führten meist mit einem bis zwei Treffer, abzusetzen vermochten sie sich allerdings nicht. Vor allem der wendige Fülöp zeichnete sich ein ums andere Mal aus. Gegen Ende der ersten Hälfte übernahm der HCR, nachdem er seit dem 1:0 immer im Hintertreffen lag, ein zweites Mal die Führung. Diese konnte er zwar nicht bis zum Pausenpfiff konservieren, doch das Unentschieden nach 30 Minute wiederspiegelte das Spielgeschehen und ging somit für beide Teams in Ordnung.
Der Anfang der zweiten Halbzeit entschied dann die Partie. HSCK-Topscorer Zeuske betrat ein erstes Mal das Parkett und zeigte auch gleich sein Qualitäten. Die ersten vier Versuche des Goalgetters fanden allesamt den Weg ins Netz. Ein geschickter Schachzug der Kreuzlinger Bank, den sprung- und wurfgewaltigen Spieler nun einzusetzen, wo sich die Romanshorner Verteidigung auf 1:1-Duelle eingestellt hatte. Im Gegensatz zu den Gästen, wo jetzt jeder Schuss ein Tor war, bekundete das Heimteam in der zweiten Hälfte extreme Startschwierigkeiten. Kaum eine geglückte Aktion konnte das zahlreich erschienene Publikum bestaunen. Als HCR-Trainer Vulovic sein Time-out nach 42 Minuten nahm, lag sein Team bereits sechs Tore zurück. Eine Hypothek, die sich als zu gross erweisen sollte. Nach dem Unterbruch fand Romanshorn wieder zu seiner kämpferischen Spielweise zurück. Im Angriff suchten die HCR-Akteure ihr Glück in den 1:1-Situationen. Captain Schneider ging dabei als gutes Beispiel voran und zog seine Mitspieler mit. Die Verteidigung kriegte nun auch Zeuske in den Griff. So war der HC Romanshorn in der Lage, den Rückstand auf drei Tore zu verkürzen. Torwart Lesko wehrte bei dieser Drei-Tore-Führung für die Gäste zweimal einen Penalty von HCR-Topscorer Kozak glänzend ab und entschied die Partie damit endgültig. Die Zeit reichte für die nun aufopferungsvoll kämpfende Vulovic-Truppe nicht mehr, um die Kreuzlinger in Bedrängnis zu bringen.
HC Romanshorn – HSC Kreuzlingen 25:27 (12:12) Romanshorn Kantonsschule. – 300 Zuschauer. – Sr. Brunner/ Salah Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Romanshorn, 5mal 2 Minuten plus Disqualifikation Thoma (58‘) gegen Kreuzlingen Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser, Himmelberger (2), Jung, Kaddour (2), Kozak (7/2), Looser, Müller, E. Raggenbass (3), L. Raggenbass (4), Rüegge (1), Schneider (6), Zeller. Kreuzlingen: Huber, Lesko (für 2 Penalties); Bader (1), Baumann (6/4), Briegmann (2), Fehr (1), Fülöp (6), Hallauer, Obert (3), Thoma (3), Urbanke, Zeuske (5).
Arboner Erfolgsserie gestoppt
(09. November 09)
Ein engagiert kämpfender BSV Stans holte sich in der mit über 300 Zuschauern gut gefüllten Eichlihalle zwei wichtige Punkte.
Stans – Wie erwartet starteten die Innerschweizer mit ihrem unüblichen offensiven 3:3-Abwehrsystem. Eine Spielweise, die den Arbonern während des ganzen Matchs nicht behagte. Die Stanser lagen denn auch nach dem vierten Angriff bereits mit 4:1 Toren voraus. Der von den Nidwaldnern gepflegte Tempohandball überforderte die Ostschweizer in der Abwehr und im Angriff. Die Verteidigung war zu statisch und liess immer wieder Lücken offen, und nach einem Ballverlust konnten die Stanser häufig einen Gegenstoss lancieren. Die dadurch entstandenen Chancen nützte vor allem Hess resolut aus und bezwang Hönisch im Gästetor Mal um Mal. Im Abschluss scheiterten die Thurgauer immer wieder an den gut disponierten Torhütern Agosti und Herceg.
Die Würfe der Arboner waren zu wenig hart oder landeten neben dem Tor. So lagen die Einheimischen zur Pause folgerichtig mit fünf Treffern in Front.
Arbon in der zweiten Hälfte aktiver. Hess wurde zum Matchwinner.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft vom Bodensee vor allem in der Defensive stark verbessert. Die Verteidigung stand dichter und bewegte sich wesentlich schneller als in den ersten dreissig Minuten. So fand auch Torhüter Hönisch ins Spiel zurück und konnte sein Team mit guten Paraden unterstützen. Obwohl die Chancenauswertung noch nicht optimal war, verkürzte der HCA bis zur achtunddreissigsten Minute den Rückstand beim 22:21 auf ein Tor. Die Nidwaldner reagierten jedoch gekonnt. Vor allem Hess zeigte eine bravouröse Leistung. Ein äusserst beweglicher Angreifer, der aus fast jeder Position abschliessen kann und mit seinen satten und präzisen Schüssen den Ostschweizern kaum eine Abwehrchance liess. Die Spieler des HCA bäumten sich am Schluss nochmals energisch gegen die drohende Niederlage auf. Mit einer Manndeckung versuchte man dem Spiel eine Wende zu geben. Es blieb jedoch beim Versuch, und der BSV freute sich zu Recht über zwei gewonnene Punkte.
Ein wichtiger Sieg für die Innerschweizer. Ein Resultat, das auch gut für die Moral ist.
Am nächsten Samstag trifft Arbon wieder auswärts auf den Tabellenletzten Muri. Ein wichtiges Spiel; wir tun gut daran den Gegner nicht zu unterschätzen.
Anpfiff ist um 17.00 in der Sporthalle Bachmatten Muri.
Wörtlich:
Reto Stark: Wir haben in der ersten Hälfte zu viele Gegentore vor allem aus Konterangriffen erhalten, da wir, wenn Bälle verloren gingen, zu wenig rasch zurück liefen. In der zweiten Hälfte haben wir besser gekämpft. Positiv ist zu vermerken, dass wir nie aufgaben. Wir waren gut vorbereitet, sodass uns die Spielweise des Gegners nicht überraschte. Stans stand sicher unter Druck und zeigte die erwartet starke Leistung. Ein Super-Publikum, das seine Mannschaft erfolgreich unterstützte.
BSV Stans - HC Arbon: 34:31 (20:15)
Sporthalle Eichli: - Zuschauer: 328 - SR: B. Nagel, N. Guignet BSV Stans: Arnosti (0-23, 57-60 ), Herceg (23-57), Dossenbach, Frei (3), Hess (14/4), Imsand (4), Lenz (2), Niederberger, Schaffer (2), Sidler (2), Ch. Zutter (1), M. Zutter (6).
Trainer: A. Gubler HC Arbon: Hönisch (0-13/20-60), Graf (13-20), Bärtschi (11/5), B. Fröhlich (2), N. Fröhlich (2), C. Näf, Ph. Näf (2), Neuenschwander, Pendic (6), Stacher (1), Tobler (3), Yoon, Zülle (4). Trainer: E. Koso Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Biel, 8 mal 2 Minuten gegen Arbon
Erfolgreiches 40. Schülerhandballturnier
(05. November 09)
Mittlerweile zum 40. Mal konnte der Handballsportclub Kreuzlingen am vergangenen Wochenende in der Sporthalle Egelsee in Kreuzlingen, das legendäre Schülerhandballturnier für Schüler zwischen der 3. und 7. Klasse aus dem Bezirk Kreuzlingen durchführen.
Gesamthaft haben über 500 Kinder am Anlass teilgenommen und konnten sich in interessanten Klassenspielen während zweier Tage einem fairen Vergleich im Handballsport stellen.
An beiden Tagen haben mehrere hundert begeisterte Zuschauer das Geschehen in der Sporthalle Egelsee mitverfolgt, die Kinder angefeuert und unterstützt.
In diesem Zusammenhang geht auch hier ein grosses Dankeschön an die Sponsoren und die Schulgemeinde Kreuzlingen. Dank derer Unterstützung auch beim diesjährigen Jubiläumsturnier keine Startgebühr erhoben werden musste und jedes Kind mit einem Präsent beschenkt werden konnte.
Mit der Platzierung auf Rang 1 in den Kategorien A-F vertreten folgende Schulklassen unsere Region am Finalturnier des Handballregionalverbandes Ost:
Kat. A: Aurag 1, Klasse Aurag (Schulhaus Kurzrickenbach); Kat. B: Coricciati, Klasse Coricciati (Schulhaus Landschlacht); Kat. C: Gysel, Klasse Gützel (Schulhaus Altnau); Kat. D: Michael, Klasse Andrés (Schulhaus Wehrli); Kat. E: Bichler, Klasse Bichler (Schulhaus Remisberg); Kat. F: Von Siebenthal 2, Klasse von Siebenthale (Schulhaus Pestalozzi); Kat. K3: Auer, Klasse Auer (Schulhaus Altnau); Kat. K4: Grandjean 1, Klasse Grandjean (Schulhaus Wehrli).
Der HSC Kreuzlingen gratuliert den erfolgreichen Teams und wünscht allen Teilnehmern des Finalturniers viel Erfolg. (hsck)
HC Arbon will Revanche für bittere Niederlage (5. November 09)
Am Samstag (19.30 Uhr) kann der HC Arbon seine beeindruckende Siegesserie beim BSV Stand fortsetzen. Gelingt auch der 7. Streich, so können die Thurgauer ihren sensationellen 2. Tabellenplatz verteidigen.
"Fünf Sekunden fehlten" - so titelte am 31. März 2008 das "Tagblatt" über dem Bericht vom Aufstiegsspiel 1. Liga/NLB in Stans. In der Sporthalle Eichli verloren die Oberthurgauer dadurch einen wichtigen Punkt in der Finalrunde. Ein verwandelter Penalty unmittelbar vor Ende des Spiels brachte den Nidwaldnern das nötige Tor zum 29:28-Sieg. Die Nidwaldner profitierten und stiegen in die Nationalliga B auf.
Die Innerschweizer konnten in den letzten Partien verletzungsbedingt nie mit dem kompletten Team antreten. Der BSV Stans hat eine Mannschaft, die kaum aufgibt und bis zum Schluss kämpft. Sie holten am letzten Samstag in Lyss, einen zehn Tore Rückstand bis auf einen Zähler auf, ehe die Berner am Ende doch noch siegten. Die Stanser lieben eine offensive Spielweise und sind dafür bekannt, dass sie oft mit einem ungewöhnlichen 3:3-System agieren.
Auf Grund der aktuellen Rangliste sollten die Vorteile eigentlich bei den Ostschweizern liegen. Das Cupspiel in Biel hat aber gezeigt, dass es klug ist, keinen Gegner zu unterschätzen. Die Mannschaften der zweiten Tabellenhälfte setzen bereits jetzt alles daran, um sich nach vorne zu verbessern. Die Aufgabe in Stans scheint lösbar und ein Vollerfolg muss das Ziel in diesem Match sein.
Der BSV kann seine Heimspiele im Eichli vor der grössten Zuschauerkulisse der Liga austragen. Es wäre darum doppelt wichtig, wenn wir auch in Stans durch einige AnhängerInnen unterstützt würden. Auf der Homepage des HCAs kann eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus geordert werden. (mgl)
Miserable Leistung des BSVs
(03. November 09)
Letzten Samstag lieferte der BSV Weinfelden Handball in Bischofszell eine miserable Leistung ab. In der ersten Halbzeit liessen sich Weinfeldens 1.Ligistinnen so richtig vorführen. Das gegnerische Tor wurde nicht getroffen und durch den hohen Ballverlust liefen die Gastgeberinnen ihren Kontrahentinnen um die Ohren und erzielten ein Tor nach dem anderen. Die Weinfelderinnen waren von Anfang an nicht bereit und die Konzentration fehlte im Angriff wie auch in der Verteidigung. So stand der BSV nach der ersten Halbzeit mit einem überaus schlechten 7:17-Resultat mit dem Rücken zur Wand. Nach der Pause gelang es ihm sich nochmals aufzubäumen, der Ball landete vermehrt im Netz der SG Bischofszell/Uzwil. Der Verlust von Bayer nach sieben Minuten durch eine rote Karte schmerzte sehr, zumal die drei Zweiminutenstrafen die zur roten Karte führten nicht ganz gerechtfertigt waren. Trotz verbesserten Leistung der Defensive war das Handicap der ersten Halbzeit zu gross und der BSV hatte keine Chance auf einen Sieg oder ein Unentschieden. Die beiden Mannschaften trennten sich mit einem Endresultat vom 26:17 zu Gunsten der SG Bischofszell/Uzwil. Wir hoffen, dass die Weinfelderinnen nächsten Samstag in Willisau eine bessere Leistung zeigen können. Die Partie STV Willisau gegen den BSV Weinfelden Handball findet am Samstag, 7.11. um 14.45 Uhr im BBZ Willisau statt.
SC Frauenfeld im CH-Cup eine Runde weiter
(03. November 09)
Herzogenbuchsee – Der SC Frauenfeld gewinnt auswärts gegen den HV Herzogenbuchsee nach Verlängerung mit 36:34 und zieht dadurch im Schweizer-Cup in die 1/16-Finals ein.
Gegen den 2.-Ligist aus Bern waren die Frauenfelder 1.-Ligisten erstmals in dieser Saison in der Favoritenrolle. Doch dadurch wurden die Frauenfelder keineswegs beflügelt. So begannen sie die Startphase gegen den beherzt kämpfenden HV Herzogenbuchsee schlecht. Der SCF vermochte dem Spiel nicht den Stempel aufzudrücken, da sie durch einfache Fehler den Gegner immer wieder ins Spiel zurückkehren liessen. Die Berner sahen die Chance, nachdem sie bereits in der Vorrunde einen 1.-Ligisten aus Basel eliminiert hatten, den zweiten Favoriten zu besiegen. Durch teilweise übermotivierte und gesundheitsgefährdende Aktionen wollten die Berner den SCF in die Schranken weisen. So musste M. Tschirren schon in der 1. Halbzeit, nachdem er zum wiederholten Male am freien Abschluss gehindert wurde, verletzt vom Platz. Da der SCF etwas die feinere Klinge führte, konnten die Thurgauer mit einer 15:14 Pausenführung in die Kabine.
Auch in die zweite Halbzeit starteten die Frauenfelder nicht überzeugend. Einzig Hasanovic, Sutter und N. Hug konnten ihr Potenzial ansatzweise ausschöpfen. Bis zur 47. Spielminute blieben die Berner Gastgeber immer am SCF dran und konnten die Frauenfelder Führung meist ausgleichen. In den letzten Spielminuten schien es aber, als ob der SCF sich nun doch in der regulären Spielzeit durchzusetzen vermochte. Doch wie schon einen Tag zuvor beim Meisterschaftsspitzenkampf gegen Handball Wohlen gaben die Frauenfelder in den letzten Spielminuten den vermeintlichen Sieg aus der Hand. Wieder wurden in der Schlussphase beste Chancen ausgelassen. Dem HV Herzogenbuchsee gelang mit seinem letzten Angriff der Ausgleich. Fünf Sekunden verblieben für einen letzten Torwurf. Doch da N. Hug von hinten niedergestreckt wurde und danach verletzt ausschied, verhinderten die Berner diesen Wurf höchst unsportlich.
So musste die Verlängerung einen Sieger hervorbringen. Der SCF schien nun konzentrierter aufzuspielen. Vor allem der bis dahin enttäuschende Mathis führte seine Mannschaft mit mehreren erfolgreich verwerteten Torschüssen zum Sieg.
Letztlich setzte sich der Favorit durch und zieht in die 1/16-Finals ein, in denen er mit Los-Glück auf einen Vertreter der SHL treffen könnte. Für Reto Sutter, den besten Frauenfelder des Abends, ist klar, auf wen der SCF in der nächsten Runde treffen soll: „Ich wünsche mir Yellow Winterthur als nächsten Gegner.“ Schön wäre es auf jeden Fall eine Cup-Partie vor heimischem Publikum austragen zu dürfen.
HV Herzogenbuchsee – SC Frauenfeld 1 34:36 n.V. (27:27, 14:15)
Herzogenbuchsee, Sporthalle Mittelholz: 50 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (6), Hasanovic (4), Ch. Hug (1), N. Hug (7/6), Keller, Mathis (6/1), Kunz (1), Rohner, F. Schäfli, Sutter (8), C. Tschirren (2), M. Tschirren (1). Nicht aufgeboten: Fehr (verletzt), Haussener (verletzt), Iacopetta (überzählig), Ries (beruflich abwesend).
Romanshorn Sieger im Ostschweizer Derby
(02. November 09)
Der HC Romanshorn schlägt zuhause die SG Bruggen / Fides in einer hochspannenden 1. Liga Partie mit 32:31 (18:17). Aus einem sehr ausgeglichenen Spiel gingen die Romanshorner als glücklicher Sieger hervor.
Nach der deutlichen Niederlage vor Wochenfrist wollte das Team von Slavoljub Vulovic eine Reaktion zeigen und sich auf die traditionell starken Auftritte vor eigenem Publikum besinnen. Mit Bruggen / Fides wartete allerdings ein harter Brocken auf den HCR. Die Mannschaften kennen sich nach den vielen Duellen der letzten Jahre in- und auswendig.
Die Gäste erwischten den etwas besseren Start und lagen in den ersten zehn Minuten immer mit einem bis zwei Toren voraus. Nachdem das Heimteam die anschliessenden Minuten dominierte und die Führung übernahm, fing sich Bruggen / Fides wieder und stellte die anfänglichen Verhältnisse nach zwanzig Minuten wieder her. Gegen Ende der ersten Halbzeit wechselten die Verhältnisse jedoch nochmals und Romanshorn ging mit einem Ein-Tore-Vorsprung in die Pause. Die ersten dreissig Minuten waren von den Offensivreihen geprägt. Einer auf dem Feld stach dabei alle aus. Milan Kozak erzielte neun Treffer aus gleichvielen Versuchen und war von den St. Gallern nicht in den Griff zu kriegen. Die ungenügende Abwehrleistung konnte von Kozak und co. durch den Effort im Angriff kompensiert werden.
Trainer Vulovic wollte jedoch logischerweise in den zweiten dreissig Minuten eine Steigerung in der Defensivarbeit zu sehen bekommen. Denn nur über die Abwehr würde dieses Spiel gewonnen werden können.
Die zweite Halbzeit begann aus Romanshorner Sicht alles andere gut. Der Gast gab den Ton an und ging ein weiteres Mal in Führung. Mehr als zwei Tore Differenz betrug der Vorsprung allerdings nie. Die St. Galler schafften es trotz Überzahlsituationen nicht, vorentscheidend davonzuziehen. So kam es dem Spielverlauf entsprechend zu einem weiteren Führungswechsel, nachdem sich Bruggen / Fides eine kurze Auszeit nahm. Eine halbe Minute vor dem Ende der Partie erzielte Schneider mit einem sehenswerten Sprungwurf das matchentscheidende 32:30, welches vom einmal mehr zahlreich erschienen Publikum euphorisch bejubelt wurde. Der St. Galler Anschlusstreffer fiel erst 3 Sekunden vor Schluss und stellte somit nur noch Resultatkosmetik dar.
So wie sich die Tabellensituation momentan präsentiert, dürfte es für den Nichtabstieg deutlich mehr Punkte brauchen als noch vor einem Jahr. Das heisst, es ist wichtig, schon in dieser Phase der Saison um jeden Punkt bis zum letzten Moment zu fighten, was dem HC Romanshorn am Samstag eindrücklich gelungen ist. Am nächsten Samstag kommt es gleich zum nächsten Derby. Der HCR trifft dabei auf den momentanen Leader der Gruppe, den HSC Kreuzlingen. Obwohl Kreuzlingen derzeit die Tabelle anführt, rechnet sich die Truppe von Vulovic durchaus Siegchancen aus.
HC Romanshorn – SG Bruggen / Fides 32:31 (18:17)
Romanshorn Kantonsschule. – 250 Zuschauer. – Sr. Kamber/ Meili Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Romanshorn, 3mal 2 Minuten gegen Bruggen / Fides Romanshorn: Buff, Hubmann; Geser, Himmelberger (3), Jung, Kaddour (1), Kozak (14/5), Müller, E. Raggenbass (4), L. Raggenbass (5), Rüegge (2), Schneider (2) , Vögeli, Zeller.
Bruggen / Fides: Breda, Scherrer; Alp (8), Berger (7), Braun, C. Frick (3), J. Frick (5), Grimm (1), Hörler, Keel, Looser (4), Seitz (3), Suhner, Huwyler.
SC Frauenfeld holt im Spitzenspiel einen Punkt
(02. November 09)
Wohlen – Der SC Frauenfeld trennt sich auswärts in der 1. Liga gegen Handball Wohlen mit 25:25 (13:13) unentschieden und wahrt dadurch im Monat Oktober seine Ungeschlagenheit.
Das Spitzenspiel der Runde zwischen Handball Wohlen und dem SCF war von der ersten Spielminute an sehr umkämpft und ausgeglichen. In der ersten Halbzeit vermochte sich keine Mannschaft mit mehreren Toren abzusetzen. Beide Abwehrreihen standen solide und gewährten dem Gegner kaum Chancen zu. Mit einem gerechten 13:13 wurden die Seiten gewechselt.
Der SCF erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit. Der Gastgeber aus Wohlen fand gegen die Frauenfelder Abwehr kein Rezept, um sich Torchancen herauszuspielen. Nur mittels Einzelaktionen kamen die Aargauer zum Abschluss. Zudem waren A. Schäfli und Odermatt mit je 8 Paraden ein sicherer Rückhalt im Frauenfelder Tor. Im Angriff wurden die Torchancen souverän verwertet. So ging der SCF mit 20:16 in Führung. Vor allem Mathis und Hasanovic waren in dieser Phase mehrmals erfolgreich. Wohlen konnte aber in einer Schwächephase des SCF durch drei Gegenstosstore wieder zu den Thurgauern aufschliessen. Mit einer Manndeckung auf Mathis versuchten die Aargauer, den SCF am Schluss in Bedrängnis zu bringen. Dies misslang, da der SCF genügend gute Chancen herausspielte. Doch da diese teilweise auf klägliche Art und Weise ausgelassen wurden, schafften die Aargauer mit ihrem letzten Angriff 45 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Der SCF wollte sich zumindest den einen Punkt sichern und versuchte erst ganz am Schluss den Abschluss zu suchen. Leider wurde dieser Angriff durch die Wohlener Hintermannschaft gekonnt abgewehrt.
Anhand der zweiten Halbzeit hätten die Frauenfelder einen Sieg verdient. Doch da sich Wohlen bis zuletzt gegen eine Niederlage stemmte und die Fehler des SCF eiskalt ausnutzte, ist das Unentschieden und die Punkteteilung gerechtfertigt. Das Publikum konnte sich zwar nicht über eine „Handball-Gala“ erfreuen, doch wurde dieser spannende und hart umkämpfte Spitzenkampf auf einem guten Niveau geführt.
Handball Wohlen – SC Frauenfeld 1 25:25 (13:13)
Wohlen, Hofmatten: 80 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (4), Hasanovic (5), Ch. Hug, N. Hug (1), Keller, Mathis (8/1), Kunz, Rohner (1), F. Schäfli (1), Sutter (2), C. Tschirren (3), M. Tschirren. Nicht aufgeboten: Fehr (verletzt), Haussener (verletzt), Iacopetta (überzählig), Ries (beruflich abwesend). Bemerkungen: ungenügende Schiedsrichterleistung.
HC Arbon steht im Cup-Sechzehntelfinal
(2. November 09)
Die Arboner qualifizierten sich wie vor einem Jahr für den Sechszehntelfinal im Schweizercup. In der 1. Hauptrunde bezwangen sie auswärts den HS Biel mit 27:24 (14:12).
Am Samstag fehlten den Gastgebern einige Spieler, die normalerweise zum Stamm der Mannschaft zählen. Nicht anwesend war unter anderem Torhüter Benkert, der uns im ersten Match in Biel einige Male scheitern liess. Der zweite Goalie Oesch war mehr als nur Platzhalter und gab seiner Mannschaft schon zu Beginn mit einigen eindrücklichen Paraden den nötigen Rückhalt.
Bei beiden Teams vermisste man anfänglich das nötige Tempo und spielte betont vorsichtig. Vielleicht war dies der Grund, dass man im Abschluss zu oft scheiterte. Der Spielstand war so ausgeglichen wie noch nie in dieser Saison. Die Ostschweizer führten zwar einige Male knapp. In der Verteidigung waren die Thurgauer aber zu unbeweglich und mussten immer wieder Treffer der Gastgeber zulassen. Kein Team konnte sich absetzen, einmal lag Biel, das andere Mal Arbon mit einem oder zwei Toren voraus.
Weiterhin kein souveränes Spiel
Wer hoffte, dass das Spiel nach der Pause an Attraktivität gewinnen würde, sah sich vorerst getäuscht. Arbon startete zwar aggressiver, die Abwehr wurde aber schon bald wieder zu statisch und lud die Seeländer geradezu zum Aufholen ein. Diese liessen sich denn auch nicht zweimal bitten und führten nach fünfundvierzig Minuten wieder mit einem Tor. Jetzt erwachten die Thurgauer, Björn Fröhlich schloss einige Male unwiderstehlich ab und liess Oesch keine Chance. Die als Reaktion von Trainer Flury angeordnete Manndeckung auf Fröhlich half wenig. Nützten doch die Ostschweizer den so gewonnenen Raum am gegnerischen Kreis aus. Vor allem Bärtschi überraschte die Abwehr der Seeländer mit seinen rasanten Angriffen und Arbon führte kurz vor Schluss mit vier Toren uneinholbar.
Ein Spiel mit wenig Höhepunkten bei dem kaum Cup-Stimmung aufkam. Der HCA war trotzdem der verdiente Sieger. Die Bieler haben in der neuen Sporthalle Esplanade im Stadtzentrum ein zweckmässiges und schönes Zuhause gefunden. Herzliche Gratulation.
Die Vorrunde muss Arbon mit drei Auswärtsspielen abschliessen. Am nächsten Samstag gilt es gegen den BSV Stans zu bestehen. Danach sind Muri und der Spitzenreiter GS Stäfa die Gegner.
Wörtlich:
Nach dem Schlusspfiff meint Silas Höhener: Wir sind mit unserem Spiel unzufrieden und sind froh, dass wir gewonnen haben. Wir haben ein stärkeres Biel erwartet und vielleicht daher anfänglich eine falsche Reaktion gezeigt. Gegen Spielende mussten wir kämpfen um den Sieg zu erreichen. Wir gratulieren den Bielern zu ihrer neuen Sporthalle. Es wäre traumhaft, wenn in Arbon eine ähnliche Halle realisiert werden könnte.
HS Biel - HC Arbon 24:27 (12:14)
Esplanade. - 50 Zuschauer. - SR: R. Baer, Ph. Zimmermann Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Biel, 5-mal 2 Minuten gegen Arbon Biel: Oesch (0-52), Nadj (52-60), Boumberger, Etter (2), Friesecke (3), Heiniger (5/2), Reinhard (7), Schläfli (4), Stauffer, Steiner (2), Trummer, Von Sloten (1). - Trainer: B. Flury. Arbon: Hönisch (0-45/52-60), Höhener (45-52), Bärtschi (4/1), B. Fröhlich (8), N. Fröhlich (2), C. Näf, D. Näf, Ph. Näf (3), Neuenschwander, Pendic (6/1), Tobler (1), Zülle (3). - Trainer: E. Koso.
Start für die Handballer aus der Nationalliga B im CH–CUP
(29. Oktober 09)
Am letzten Samstag wurde die neue Sporthalle Esplanade auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks in Biel offiziell eingeweiht. Das dabei ausgetragene Meisterschaftsspiel verloren die Seeländer gegen Horgen ganz knapp mit 22:23.
Der Verlauf der Meisterschaft dürfte für die Berner nicht zur vollen Zufriedenheit ausgefallen sein. Der Saisonstart gelang durchaus nach Plan und die Mannschaft rangierte schon bald in der vorderen Hälfte der Tabelle. Seither überzeugte Handball Sport Biel nicht mehr immer. Das Team von Trainer Flury liegt derzeit nur noch an der Spitze der anderen Tabellenhälfte. In den letzten Spielen waren die Seeländer wieder erfolgreicher und fanden zur Leistung wie zu Beginn der Meisterschaft zurück.
Es war der HS Biel, der dem HCA in der dritten Runde eine deutliche Niederlage beibrachte. Seither haben die Thurgauer eine reine Weste und konnten das Spielfeld immer als Gewinner verlassen. Zudem haben die Arboner gezeigt, dass sie auch auswärts gewinnen können. Vielleicht gelingt dies auch in Biel und wir können uns für die Niederlage revanchieren.
Am Samstag können die Teams ohne den Druck der Meisterschaft um die Qualifikation für die nächste Cup-Runde spielen. Damit sind sicher gute Voraussetzungen für einen attraktiven Match gegeben.
Die Mannschaft hofft natürlich, dass sie auch am Bielersee von ihrem Anhang unterstützt wird und in der Esplanade echte CUP - Stimmung aufkommt.
Hopp Arbon! HS Biel - HC Arbon, Sporthalle Esplanade Biel, Sa 31. 10. 09 um 19.00Uhr.
BSV-Sieg dank starker Defensive
(27. Oktober 09)
Endlich durfte sich die 1.-Liga-Handballerinnen des BSV Weinfelden letzten Samstag wieder einmal über einen Sieg freuen.
Der BSV Weinfelden Handball startete die Partie sehr stark und es gelang ihm, bereits nach fünf Minuten einen Vorsprung von 3:0 zu erzielen. Muotathal kam besser ins Spiel und somit konnte dieser Vorteil von den Weinfelderinnen nicht lange gehalten werden. Ihre Gegnerinnen rückten Tor um Tor auf und glichen schliesslich aus. Wieder übernahmen die Gastgeberinnen die Oberhand und zogen mit vier Toren davon. Dies liess die SG Muotathal jedoch nicht auf sich sitzen und durch ein paar Unachtsamkeiten auf der Seite der Weinfelderinnen holten die Gäste bis zum Halbzeitspfiff auf 12:11 auf.
Nach dem Pausentee verliess der BSV Weinfelden Handball die Garderobe topmotiviert und besonders mental sehr stark. Die SG Muotathal wurde von ihren Gegnerinnen zu Fehlern gezwungen, was ihr den ganzen Spielfluss nahm. Durch Bruggmann, die sieben von acht Treffern in der zweiten Halbzeit erzielte, wurden die Schwyzerinnen endgültig ins Unglück geschossen. Dank der soliden Verteidigung und der geringen Fehlerzahl während des ganzen Spiels, durfte der BSV mit einem Endresultat von 24:18 das Feld als Sieger verlassen.
Am Samstag, den 31. Oktober, werden die Weinfelderinnen um 18.30 Uhr von der SG Uzwil/ Bischofszell empfangen.
Die Romanshorner Handballer verloren in Wetzikon mit 18:28 (9:16). Die Zürcher legten den Grundstein für den Sieg in der ersten Halbzeit und verwalteten den Vorsprung in den zweiten dreissig Minuten souverän.
Aus Romanshorner Sicht gilt es, das Spiel in Wetzikon so schnell als möglich abzuhacken und sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Es war schlicht nicht der Tag der Thurgauer.
Wetzikon lag zwar vor diesem Spieltag auf dem letzten Platz der Tabelle, doch die Romanshorner kannten die Stärke des Teams von Marco Lehmann, waren sie doch unter der Woche im Schweizer Cup gegen denselben Gegner ausgeschieden. In den ersten zehn Minuten hielten die Gäste das Spielgeschehen noch offen, lagen jedoch stets in Rücklage. Danach lief das Spiel völlig an den Akteuren von Trainer Vulovic vorbei und das Heimteam baute seinen Vorsprung bis zur Pause auf sieben Tore aus. Obwohl die Romanshorner nicht ihren besten Tag einzogen, muss man an dieser Stelle auch die Leistung des Gegners würdigen. Wetzikon verfügte über einen starken Torwart, über eine aggressive und kompakte Verteidigung und über einen Angriff, der jederzeit sauber und strukturiert aufgebaut war. Vor allem die Defensive der Gastgeber machte dem HC Romanshorn zu schaffen. Er war nie in der Lage, seine Offensivstärke auszuschöpfen. Sogar Topscorer Kozak, der in den bisherigen Spielen im Schnitt 10 Treffer erzielt hatte, fand kein Mittel gegen die kräftigen Abwehrspieler und den gut aufgelegten Schlussmann von Wetzikon.
Die Thurgauer nahmen sich für die zweite Halbzeit vor, Kampfgeist zu zeigen. Falls sich so noch eine Möglichkeit zum Sieg ergeben würde, sollte diese resolut gepackt werden. Der HCR steigerte sich dann auch, kam auf fünf Tore heran und hatte die Chance auf vier Tore zu verkürzen. Es sollte jedoch nicht sein. Die Zürcher zogen wieder davon. Die Gangart wurde nun von Minute zu Minute härter. Die Romanshorner wollten der aggressiven Spielart des Heimteams nicht nachstehen und so kam es immer wieder zu unnötigen, unfairen Aktionen auf beiden Seiten, was jede Menge Zeitstrafen nach sich zog. Dies änderte nichts daran, dass die Gastgeber ihr Spiel bis zum Schluss durchzogen und verdient gewannen.
Am kommenden Wochenende tragen die Romanshorner das erste Heimspiel seit sechs Wochen aus und treffen im Ostschweizer Derby auf die SG Bruggen/Fides. Um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten, sind Punkte gefragt.
SC Frauenfeld mit weiterem Heimsieg
(26. Oktober 09)
Frauenfeld – Der SC Frauenfeld 1 schlägt dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient den NLB-Absteiger HC Dietikon-Urdorf mit 30:25 (14:16) und bleibt mit diesem Sieg mit der Spitze in Tuchfühlung.
In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften auf einem tiefen Niveau Handball. Der Gast aus Dietikon-Urdorf vermochte die unzähligen Unzulänglichkeiten der Thurgauer besser auszunutzen. Der SCF produzierte in den ersten 30 Spielminuten 17 meist unerzwungene technische Fehler. Dies eröffnete dem HC Dietikon-Urdorf die Chance durch einfache Gegenstosstore in Führung zu gehen. Die Pausenführung von 16:14 für die Zürcher war deshalb auch verdient.
Frauenfeld kam wie verwandelt aus der Kabine und startete stark in die zweite Halbzeit. Im Angriff wurden kaum noch einfache Fehler gemacht und in der Verteidigung wurden die Gegner vehement am Torschuss gehindert. Dem HC Dietikon-Urdorf fehlte in der zweiten Halbzeit ein klares Konzept, um die gut stehende Abwehr des SC Frauenfeld ausspielen zu können. Nicht zuletzt durch die lautstarke Unterstützung des zahlreich erschienen Publikums dominierten die Thurgauer das Spielgeschehen. Sukzessive baute der SCF seine Führung aus. Dem Gegner blieb bei dem hohen Tempo und den sicheren, passgenauen Ballstaffeten der Thurgauer öfters nur das Nachsehen. Der Sieg der Thurgauer war angesichts der klaren Dominanz in der zweiten Halbzeit verdient.
Schade war zum Schluss nur das unsportliche Verhalten des gegnerischen Trainers. Da in der zweiten Halbzeit die Spieluhr aussetzte, wurde die Spielzeit nicht mehr richtig angezeigt. Die Schiedsrichter informierten sofort alle Beteiligten, dass die reguläre Spielzeit beim Spieluhrstand von 24:00 abgepfiffen wird, da mittlerweile gemäss Schiedsricheruhr 6 Minuten gespielt worden seien. Dennoch fühlte sich der gegnerische Trainer nach Spielschluss genötigt Protest einzulegen.
Mit diesem Sieg stiess der SC Frauenfeld auf den dritten Tabellenrang vor. Es gilt nun auf den nächsten Samstag vorausschauend an der starken zweite Halbzeit anzuknüpfen. Dann findet in Wohlen das Spitzenspiel der Runde statt (Spielbeginn 16:00 Uhr, Wohlen Hofmatten). Wohlen liegt mit einem Punkt Vorsprung unmittelbar einen Platz vor den Thurgauern auf dem zweiten Tabellenrang.
SC Frauenfeld 1 – HC Dietikon-Urdorf 30:25 (14:16) Frauenfeld, Rüegerholz: 200 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (4), Hasanovic (5), Ch. Hug, N. Hug (2), Keller, Mathis (8/4), Ries (1), Rohner (1), F. Schäfli (2), Sutter (4), C. Tschirren (2), M. Tschirren (1). Nicht aufgeboten: Fehr (verletzt), Haussener (verletzt), Iacopetta (überzählig), Kunz (verletzt).
HC Arbon hält beeindruckende Serie aufrecht
(26. Oktober 09)
Mit dem bereits sechsten Sieg in Folge, dem 29:23 (14:15) gegen Handball Grauholz, hat Aufsteiger HC Arbon seinen 2. Tabellenrang in der Nationalliga B verteidigt.
Es war gleich spürbar, dass Grauholz am Bodensee Punkte holen wollte. Die Berner versuchten in den ersten Minuten die Offensive der Gastgeber mit einer doppelten Manndeckung auf zwei Aufbauer zu stören. Die Massnahme zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Denn die Einheimischen nützten die frei werdenden Räume und erzielten ihre Tore vermehrt von den Flügeln oder vom Kreis. Vor allem Zülle, der einmal mehr durch seine kämpferische Spielweise positiv auffiel, verursachte der gegnerischen Abwehr mehr Mühe als sich Trainer Portner gewünscht hat. Er probierte daher schon bald die Angriffe der Arboner mit verschiedenen Verteidigungsvarianten am Erfolg zu hindern. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Die Ostschweizer Abwehr wirkte noch zu statisch und die beiden mit einer Doppellizenz spielenden Striffeler und Mühlemann waren kaum am erfolgreichen Abschluss zu hindern. Arbon lag lange mit einem oder zwei Toren vorne. Doch vor der Pause gelang im Angriff zu wenig und Portner im Tor der Berner brillierte mehrmals. So konnte Grauholz das Skore drehen und führte nach dreissig Minuten erstmals mit einem Tor.
Arbon erst ganz am Schluss stärker
Höhener spielte jetzt im Tor und gab seiner Mannschaft mit einigen guten Paraden den nötigen Rückhalt. In der Verteidigung konzentrierten sich die Berner immer noch stark auf den gegnerischen Aufbau, das nützte Stacher der nun vom anderen Flügel aus einige Male unwiderstehlich ins Tor traf. Das Skore blieb weiterhin ausgeglichen, kein Team konnte sich mit mehr als zwei Zählern absetzen. Grauholz wollte einen grösseren Vorsprung erzwingen, wurde dabei aber hektischer, agierte häufig übermotiviert und zu aggressiv. Als Folge davon kassierten die Gäste vermehrt Zeitstrafen und wegen einer Überreaktion wurde Torhüter Baillif disqualifiziert. Die Kräfte der Gäste liessen nach, die Würfe von Striffeler und Mühlemann blieben immer öfter in der Verteidigung stecken oder wurden von Höhener erfolgreich abgewehrt. In den letzten Minuten waren die Thurgauer die bestimmende Mannschaft. Die Berner resignierten und der HCA schloss anders als in der ersten Hälfte jeden Angriff erfolgreich ab.
Arbon hat verdient gewonnen, der Vorsprung bei Spielende dürfte eher zu gross sein. Einmal mehr zeigten es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Das Spiel von Grauholz war zu stark auf die beiden Schlüsselspieler ausgerichtet. Das heimische Publikum unterstützte sein Team lautstark. Ein guter Grund warum Arbon als Heimteam gilt.
Am nächsten Samstag sind wir in der 1. Hauptrunde des Schweizer CUPs engagiert. Arbon spielt um 19.00 Uhr in der „nagelneuen“ Sporthalle Esplanade gegen den HS Biel.
Wörtlich:
Andreas Stacher zum Match: Ein intensives, aber kein schönes Spiel, mit zu vielen Unterbrüchen. In der Verteidigung waren wir zu Beginn zu statisch. Nach der Pause haben wir die nötige Ruhe bewahrt, was sich zu unseren Gunsten auswirkte. Das bisher Erreichte hat uns selbst überrascht. Wir hoffen, dass das Hoch anhält, darum dürfen wir die nächsten Gegner nicht unterschätzen.
Phillipp Bärtschis Vater ist der Meinung: "Die Mannschaft hat im entscheidenden Moment die Ruhe bewahrt und konnte heute lernen wie, man mit kritischen Spielsituationen umgeht."
HC Arbon – Handball Grauholz 23:29 (14:15)
Stacherholz. - 250 Zuschauer. - SR: P. Hess, P. Zimmermann. Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Arbon, 8mal 2 Minuten plus Disqualifikation (44. Baillif) gegen Grauholz. Arbon: Hönisch (0-30), Höhener (30-60), Bärtschi (6/3), B. Fröhlich (1), N. Fröhlich (2), C. Näf, D. Näf, Ph. Näf (5), Neuenschwander (1), Pendic (6/3), A. Stacher (5), Tobler, Yoon, Zülle (3). - Trainer: E. Koso Grauholz: Portner (0-11/27-36/44-60) , Ch. Baillif (11-27/36-44), Brechbühl, Caspar, Ganz, Graf, Hubacher (3), Huber, Mühlemann (8), Othmann, Rosser, Stocker, Striffeler (10/3), Wegelin (2). - Trainer: Z. Portner.
HSC Kreuzlingen mit Arbeitssieg erstmals Leader
(26. Oktober 09)
Aus dem Spaziergang gegen den Aufsteiger wurde es wie erwartet nichts. Der HSC Kreuzlingen musste hart um die beiden budgetierten Punkte kämpfen und kam gegen den Ranglistenvorletzten SG Wädenswil am Ende nur mit grosser Mühe zu einem 32:29 (12:16)-Arbeitssieg. Erstmals in seiner Clubgeschichte ziert der HSCK nun die 1.-Liga-Tabellenspitze.
Die vom ehemaligen NLA-Spieler Branco Bosic trainierten Zürcher verkauften ihre Haut sehr teuer. Mit viel Einsatz und Kampfgeist forderten sie dem neuen Tabellenführer mehr ab, als diesem das lieb sein konnte. Die Leistung der Wädenswiler hätte eigentlich einen Punktgewinn verdient gehabt, doch kassierten sie hierfür in der 2. Halbzeit zu viele Strafen (8).
Kreuzlingen seinerseits zeigte wie schon beim 27:25 bei Dietikon-Urdorf eine sehr durchzogene Leistung mit vielen Schwankungen. Zumindest gelang es dem Team von Roger Bertschinger aber, sich in der Schlussphase zu steigern. Der Sieg war am Ende zwar glücklich, deshalb aber nicht unverdient. Dass sie damit erstmals den Sprung an die Tabellenspitze schafften, ist für den Club eine besondere Erfolgsstory, war dies doch in den bisherigen fünf Erstliga-Saisons noch nie gelungen. Nach Verlustpunkten gerechnet stehen allerdings noch drei Clubs besser da als der HSCK, weshalb Platz 1 nicht überbewertet werden darf.
Kollektive Auszeit
Die Chance, erstmals den Sprung an die Tabellenspitze schaffen zu können, schien die Kreuzlinger in der Startphase eher zu lähmen als zu beflügeln. In Gedanken scheinbar noch in der Kabine, verschlief der HSCK die Startphase komplett. Wädenswil dagegen war bereit und sprühte geradezu vor Spielfreude und Einsatzbereitschaft. Trainer Bertschinger sah sich deshalb schon nach fünf Spielminuten und einem 0:5-Rückstand zu seinem Time-out gezwungen. Dieser Weckruf wirkte - zumindest kurzfristig. Mit vier Toren in Serie schafften die Hafenstädter sofort den Anschluss und waren endlich im Spiel angekommen. Doch die Zürcher liessen sich durch den Zwischenspurt der Einheimischen nicht nachhaltig verunsichern. Der Aufsteiger war mental und physisch weiterhin oft einen Tick schneller. Angeführt vom gebürtigen Südamerikaner Walber Miranda Saraiva nützten sie immer wieder Lücken in der ungewohnt instabilen HSC-Defensive aus. Deshalb konnten sich die Gastgeber nur einmal über eine Führung freuen (20/10:9). Weil sie auch in der Schlussphase der 1. Halbzeit ihre Fehlerquote nicht nachhaltig zu senken vermochten, gerieten sie bis zum Pausenpfiff sogar wieder mit 12:16 in Rückstand.
Lange gelitten und gezittert
Das wiederum zahlreich aufmarschierte Publikum sah nach dem Seitenwechsel eine Kreuzlinger Mannschaft am Werk, die ihren Tritt nun etwas besser zu finden begann. Mit drei Treffern innert 40 Sekunden in doppelter Überzahl zum 16:17 gelang den Rot-Weissen der Anschluss. Zwar blieben sie nun resultatmässig an den Zürchern dran und steckten auch einen erneuten Dreitore-Rückstand (18:21) weg, aber vollends zu überzeugen wusste die Leistung der Gastgeber weiterhin nicht - sowohl in offensiver als auch in defensive Hinsicht. Zu einem entscheidenden Vorteil wurde schlussendlich, dass die Wädenswiler in den letzten 20 Minuten zahlreiche Strafen kassierten. Kreuzlingen nützte diese Überzahlmöglichkeiten resolut aus und bog mit einem 26:24-Vorteil auf die Zielgeraden ein. Souverän war die Vorstellung der Bertschinger-Truppe zwar auch in den Schlussminuten nicht, zumindest konnte sie den Aufsteiger nun aber bis zum Abpfiff und dem 32:29 auf Distanz halten.
Kanonalderby am 7. November
Nach einem spielfreien Wochenende steht für den HSC Kreuzlingen der nächste Meisterschaftseinsatz am Samstag, 7. November, auf dem Programm. Dann treffen sie um 18 Uhr auswärts auf den Kantonsrivalen HC Romanshorn. Das nächste Heimspiel bestreitet der HSCK am Samstag, 14. November, um 18.15 Uhr gegen den TV Uster. (mru)
Nützt Arbon den momentanen Aufwind aus und verteidigt am Samstag (17 Uhr) den zweiten Tabellenplatz in der Nationalliga B?
Handball Grauholz wurde 2001 aus drei Vereinen, die am Grauholz liegen zusammengeschlossen. Offenbar ein funktionierendes Konzept, denn schon 2005 feierte man erstmals den Aufstieg in die NLB. Anlässlich der Aufstiegsspiele im Frühjahr 2008 waren die Berner bereits einmal in der Stacherholzhalle zu Gast. Damals gelang der Mannschaft aus Zollikofen trotz einer Niederlage der zweite Aufstieg in die Nationalliga B.
Die Berner gehörten zu den Teams, die einen schlechten Saisonstart erwischten. In den fünf ersten Spielen erkämpften sie nur gerade einen Zähler. Offenbar hat jetzt eine Trendwende stattgefunden, denn in den letzten drei Partien mussten unsere Gäste nur noch einen Punkt abgeben. Die Stärke der Gastmannschaft ist auch vom Goodwill des BSV Bern Muri abhängig, verfügen doch einige ihrer Spieler über eine Doppellizenz mit dem NLA-Verein. Der BSV ist am Samstag spielfrei, es bleibt also offen, wie sich Grauholz in Arbon präsentieren wird.
Wenn anfangs Saison bei Arbon jemand vom zweiten Tabellenplatz gesprochen hätte, wäre verständlicherweise ein leichtes Kopfschütteln die Reaktion gewesen. In der Zwischenzeit liegen wir auch nach Verlustpunkten in der vorderen Hälfte der Tabelle. Unsere Mannschaft scheint sich in der neuen Liga etabliert zu haben und zeigte während den letzten Spielen attraktiven Handballsport.
Grauholz muss bereits jetzt unbedingt punkten, wenn man nicht in den Abstiegsstrudel gezogen werden will. Der heutige Gegner hat sicher noch nicht resigniert. Es erwartet uns ein hart umkämpftes, spannendes Spiel.
Wir wollen natürlich einen weiteren Erfolg. Ein gut gelauntes Publikum, das uns unterstützt, hilft dabei. Wir hoffen auf eine volle Stacherholzhalle.
Hopp Arbon!
HC Arbon–Handball Grauholz, Sporthalle Stacherholz, Sa 24. 10. 09 17.00Uhr.
Spitzenposition gegen Aufsteiger festigen
(22. Oktober 09)
Diesen Samstag (18.15 Uhr) gastiert erstmals der Aufsteiger SG Wädenswil in der Egelseehalle. Die Zürcher scheinen sich nach einem schwierigen Start immer besser in der 1. Liga zurechtzufinden und feierten am letzten Wochenende beim 21:17 im "Kellerduell" gegen Schlusslicht Wetzikon den zweiten Sieg im sechsten Saisonspiel. Damit hievte sich Wädenswil über den Abstiegsstrich auf Rang 9. Jetzt soll möglichst bald der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt werden.
Eine höher angesetzte Perspektive als der Aufsteiger haben die Kreuzlinger. Dank des bemerkenswerten Endspurts am letzten Sonntag auswärts gegen NLB-Absteiger Dietikon-Urdorf ist das Team von Trainer Roger Bertschinger mit nunmehr 8:4 Punkten wieder auf den 2. Tabellenplatz vorgerückt. Es war in der Tat überaus beeindruckend, wie Thoma & Co. in den letzten acht Minuten mit tollem Kampfgeist und noch mehr Teamspirit einen scheinbar aussichtslosen 17:24-Rückstand noch in einen 27:25-Sieg verwandelten. Besonders erfreulich, dass ausgerechnet jene Spieler mit Erfolg Verantwortung übernahmen, die im bisherigen Saisonverlauf meist einen Grossteil der Matches von der Ersatzbank mitverfolgen mussten. Sie haben teilweise ihren Anspruch auf einen Platz in der Stammformation mit Nachdruck angemeldet.
An die Schlussphase des letzten Spiels gilt es am kommenden Samstag gegen Wädenswil anzuknüpfen. Der Aufsteiger sollte allerdings tunlichst nicht unterschätzt werden. Nach dem zweiten Saisonerfolg befinden sich die Zürcher mit Sicherheit im Aufwind. Ihr Trainer wurde in Urdorf auf der Tribüne gesichtet und hat sich viele Notizen gemacht. Ob er dabei auch den Schlüssel beziehungsweise die richtige Taktik zum Erfolg gegen unsere Mannschaft gefunden hat, werden die heutigen hoffentlich attraktiven Minuten zeigen.
Die Mannschaften des HSC Kreuzlingen sind wiederum auf ihre Unterstützung angewiesen. Gerne freuen wir uns, Sie am kommenden Wochenende in der Sporthalle Egelsee begrüssen zu dürfen.
SC Frauenfeld empfängt den HC Dietikon-Urdorf
(20. Oktober 09)
Nach zwei spielfreien Wochenenden empfängt der 1.-Ligist SC Frauenfeld am nächsten Samstag, dem 24. Oktober 2009, in der heimischen Rügerholzhalle um 20:00 Uhr den HC Dietikon-Urdorf.
Nach den letzten Erfolgen in der Meisterschaft und auch im Schweizer-Cup strebt der SCF zu Hause gegen den HC Dietikon-Urdorf den dritten Vollerfolg im fünften Spiel an. Dietikion-Urdorf steht als Absteiger aus der NLB klar in der Favoritenrolle gegen den Aufsteiger aus Frauenfeld. Doch der SC Frauenfeld hat im Verlauf dieser Saison Gefallen an der Aussenseiterrolle gefunden und ist deshalb stets überzeugt einen Sieg erringen zu können.
SC Frauenfeld – HC Dietikon-Urdorf
Frauenfeld, Rüergerholz, 24. Oktober 2009, 20:00 Uhr
2.-Liga-Leaderpositionen für Wil und Schaffhausen
(20. Oktober 09)
Mit deutlichen Siegen haben in den beiden Gruppen der 2.-Liga-Handballer die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen und der KTV Wil die Leaderpositionen übernommen.
Wil setzte sich gegen den Ranglistenvierten BSG Vorderland 29:18 durch. Die Partie war wesentlich umstrittener und ausgeglichener, als es das Ergebnis erahnen liesse. Schon die Tatsache, dass insgesamt vier Rote Karten mit Disqualifikationen ausgesprochen wurden, zeugt von der Intensität. So dümpelte das Spielgeschehen eher vor sich hin und bekam seine Farbe vor allem durch Ermahnungen, Verwarnungen, Zweiminutenstrafen und Rote Karten. Handballerisch zeigte sich Wil ausgeglichner als die Appenzeller und überzeugte vor allem in der zweiten Halbzeit zum schliesslich deutlichen vierten Saisonsieg in der vierten Partie. Die St. Galler hatten in Philipp Leppla und Steven Rudari mit je sechs Toren ihre besten Werfer.
Vier Spiele und vier Siege ist auch die Bilanz der SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen nach dem 33:24 gegen Kreuzlingen „2“. Die Schaffhauser wurden von den Thurgauern nur bedingt gefordert. Die Gastgeber gefielen vor allem mit einer effizienten Angriffsauslösung, womit sie sich schon früh einen sicheren Vorsprung erspielten. Erfolgreichste Torschützen für die Schaffhauser waren Stefan Boll (9) und Beat Rechsteiner (7/4).
Nach drei Runden auch immer noch ohne Punktverlust ist Pfader Neuhausen nach dem 32:26 gegen Neftenbach. Das junge Team von Neftenbach hielt in der ersten Halbzeit (14:13) mit den Schaffhausern recht gut mit. Erst in der Schlussviertelstunde setzte sich das Heimteam, das in Joszef Szilovics mit seinen zwölf Treffern seinen erfolgreichsten Torschützen hatte, dann durch und verbessert sich damit in der Rangliste auf den zweiten Platz. Auf den vierten Rang haben sich KJS Schaffhausen dank dem 38:32 gegen die Seen Tigers emporgearbeitet. (fb.)
Starker Endspurt: HSC Kreuzlingen vom 17:24 zum 27:25
(19. Oktober 09)
Dank eines beeindruckenden Endspurts hat der HSC Kreuzlingen am Sonntag das 1.-Liga-Auswärtsspiel bei NLB-Absteiger HC Dietikon-Urdorf mit 27:25 gewonnen. Damit ist das Team von Roger Bertschinger wieder auf den 2. Tabellenplatz vorgerückt.
Nachdem die Kreuzlinger erneut im Abschluss gesündigt und die Einheimischen acht Minuten vor dem Abpfiff mit zwei Treffern in Serie auf 24:17 erhöht hatten, schien die Entscheidung in diesem durchschnittlichen 1.-Liga-Match gefallen zu sein. Nach dem Cupspiel, das sie mit 31:22 klar zu ihren Gunsten entschieden hatten, schien der Tabellenzweite Dietikon-Urdorf auch die beiden Meisterschaftspunkte auf sein Konto zu verbuchen. Zu fehlerhaft hatten die Kreuzlinger vor allem nach dem Seitenwechsel agiert, damit ihnen die Zuschauer noch eine Wende zugetraut hatten.
Mit dem Rücken zur Wand und der Gewissheit, nichts mehr verlieren zu können, leitete HSCK-Trainer Roger Bertschinger mit längst fälligen Auswechslungen aber das "Wunder von Urdorf" ein. Der Kreuzlinger "Bummler" begann sich durch drei Treffer in Serie zum 20:24 in einen "Express" zu verwandeln. Der einheimische Trainer Sascha Schönholzer versuchte sein Team mit einem Time-out nochmals wachzurütteln - aber vergebens. Die Rot-Weissen setzten sofort nach und schafften mit vier weiteren Toren in Folge bis zur 57. Minute den 24:24-Ausgleich. Damit hatte der HSCK in fünf Minuten siebenmal getroffen - gleich viel wie in 23 Minuten zuvor. Auch die 25:24-Führung und ein Pfostenschuss von Kreisläufer Mario Bader konnte den HSC-Espress nun nicht mehr stoppen. Der erneute Ausgleich durch Gabor Fülöp und eine Zweiminuten-Strafe gegen die Zürcher spielten den Kreuzlingern alle Trümpfe in die Hand. Und im Gegensatz zum letzten Sonntag, als man in Uster in den Schlussminuten den sicher geglaubten Sieg noch verschenkte, packten die Rot-Weissen nun entschlossen zu. Linksaussen Sven Urbanke schoss die Thurgauer erstmals seit dem 10:11 (27.) wieder mit 25:26 in Führung. Und weil Torhüter Laszlo Lesko seine gute Leistung wenig später mit einer weiteren wichtigen Parade krönte, war dem HSCK der Sieg nicht mehr zu nehmen. Sebastian Thoma traf schliesslich fünf Sekunden vor dem Ende zum 25:27-Schlussstand.
Mannschaft beweist Moral
Die Wiederauferstehung des HSCK in den Schlussminuten war beeindruckend. Als niemand mehr damit rechnete, richtete sich das Team von Roger Bertschinger nochmals auf und erkämpfte sich die beiden wichtigen Punkte schlussendlich verdient. Das starke Finish darf allerdings nicht über die enttäuschenden ersten gut 22 Minuten der zweiten Halbzeit hinweg täuschen. In der ersten Halbzeit noch gut mithaltend, fielen die Kreuzlinger nach dem Seitenwechsel in ein unerklärliches Loch. Einzig Torhüter Laszlo Lesko verdiente sich in dieser Phase gute Noten. Vor allem offensiv passte beim HSCK bis zum Endspurt herzlich wenig zusammen. Zwei Gegentore in nummerischer Überzahl vom 13:15 zum 13:17 waren dabei der negative Höhepunkt. Aus dem Rückraum kam viel zu wenig Druck. Stellvertretend hierfür die Schussausbeute von Philipp Zeuske, der in acht (!) Anläufen kein einziges Tor erzielen konnte. In diesem Bereich gilt es den Hebel anzusetzen. Offenbar ist die Rückkehr des Rückraumspielers Robert Kraljevic ein Thema - sowohl für den HSCK als auch für den Spieler selbst.
Es gab am Sonntag in Urdorf aber auch den einen oder anderen Lichtblick zu vermelden. So scheinen die Kreuzlinger in Dominique Baumann endlich einen sicheren Penaltyspezialisten gefunden zu haben. Der Captain verwertete alle vier Siebenmeter. Positiv in Erscheinung traten auch Sebastian Thoma, der in seinem zweiten Saisonspiel bereits wieder 7 Treffer erzielte, und der zuletzt hart kritisierte Ungare Gabor Fülöp, welcher in der Schlussphase entscheidend zum Erfolg beitrug.
Heimspiel gegen Aufsteiger
Am nächsten Samstag (18.15 Uhr, Egelseehalle) empfängt der HSCK den Aufsteiger aus Wädenswil. Die Zürcher feierten am Samstag beim 21:17 über den Tabellenletzten Wetzikon ihren zweiten Saisonerfolg. Zuvor hatte das Team von Branco Bozic (53), welches ein sehr schweres Startprogramm erwischte, bereits Romanshorn bezwingen können. Die Wädenswiler werden seit drei Saisons vom ehemaligen NLA- und NLB-Spieler (u.a. Stans und Kriens) trainiert. Der Routinier sass am Sonntag in Urdorf auf der Tribüne und machte sich viele Notizen.
HC Arbon vorübergehend auf Platz 2
(18. Oktober 09)
Der HC Arbon holte sich mit dem 26:20 in Altdorf den fünften NLB-Sieg in Folge und stösst temporär auf Rang 2 vor.
Die Mannschaften starteten vorsichtig und wollten einen frühen Rückstand verhindern. Es dominierten die Verteidigungen. Mit dem Wurf aufs Tor wurde gewartet, bis vermeintlich gute Chancen herausschauten. Diese blieben jedoch nicht genutzt, zu häufig landete der Ball neben dem Tor oder wurde von den gut disponierten Torhütern abgewehrt. Kein Team konnte sich echte Vorteile verschaffen. Zudem versuchten die Urner mit einer kurzen Deckung auf B. Fröhlich den Aufbau der Arboner zu stören. Die Folge war ein ausgeglichenes Skore nach dem ersten Viertel der Spielzeit. Die Thurgauer lagen zwar oft mit einem oder zwei Toren voraus, die Reusstaler glichen aber immer wieder aus und konnten beim Skore von 6:5 ein einziges Mal in Führung gehen. Die Ostschweizer kämpften jetzt konsequenter und waren zunehmend die bestimmende Mannschaft in der Sporthalle Feldli. Die Innerschweizer verlangten ihr Time-out und verteidigten danach etwas offensiver, was jedoch keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen hatte.
Arbon bestimmt die Gangart
Nach der Pause versuchte Altdorf mit einer 6:0-Deckung zum Erfolg zu kommen. B. Fröhlich nützte den so gewonnenen Raum und erzielte sofort zwei Tore. Als Reaktion ordnete Trainer Funke für seine Mannschaft wieder das gleiche Abwehrsystem wie in der ersten Spielhälfte an. B. Fröhlich wurde erneut kurz gedeckt. In der Offensive agierten die Ostschweizer effizienter. Die Angriffe wurden rascher und erfolgreicher abgeschlossen. Die Urner Verteidigung spielte jetzt etwas offensiver, immer wieder wurde ein weiterer Aufbauer von Arbon kurz gedeckt. Dank dieser Massnahme erhielt Bärtschi den nötigen Platz in der gegnerischen Verteidigung. Er liess mit seinen Treffern Luthiger keine Abwehrmöglichkeiten. Arbon lag bereits acht Minuten vor Schluss mit sieben Toren vorentscheidend in Front. Bei Altdorf liessen die Kräfte nach, es häuften sich die Abspielfehler und in der Verteidigung war man oft einen Sekundenbruchteil zu spät. Der KTV war nicht mehr in der Lage dem Spiel eine Wende zu geben.
Arbon siegte dank einer kompakten Leistung der gesamten Mannschaft verdient und konnte sich bei den mitgereisten AnhängerInnen für die Unterstützung bedanken.
Am nächsten Samstag besucht uns Handball Grauholz. Die Mannschaft aus Zollikofen kehrte in den letzten Spielen zum Siegen zurück. Spielbeginn um 17.00 Uhr in der Sporthalle Stacherholz.
Stimme zum Spiel: Filip Pendic: "Das war ein anspruchvolles, intensives Spiel bei dem unsere Kondition gefordert war. Altdorf hat gut verteidigt, aber auch wir waren in der Defensive stark. Nach der Pause machten wir mehr Tempo und kämpften effizienter. Das mitgereiste Publikum hat uns zusätzlich motiviert." (mg)
HC KTV Altdorf – HC Arbon 20:26 (9:11)
Feldli. - 150 Zuschauer. - SR Zwahlen/Schlatter. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Altdorf, 3mal 2 Minuten gegen Arbon. Altdorf: Luthiger (0-60), Stocker, ch. Bär, G. Bär (2), Betschart (1), Brücker, (2), Dossenbach (6), Fallegger, Funke, Hauger (2), Huwiler (1), Röösli (1), Zakaraukas (1). - Trainer: M. Funke. Arbon: Hönisch (0-58), Graf (58-60), Bärtschi (7/1), B. Fröhlich (3), N. Fröhlich (2), C. Näf, D. Näf, Ph. Näf (5), Pendic (5), A. Stacher (2), Tobler, Yoon, Zülle (2). - Trainer: E. Koso.
Fünfter Saisonsieg in Folge für HC Arbon? (15. Oktober 09)
Diesen Samstag gastiert NLB-Aufsteiger HC Arbon in Altdorf. Die Partie wird um 18 Uhr angepfiffen.
Die drei ersten Spiele verlor der KTV Altdorf in Serie. Ab der vierten Runde ist jedoch eine klare Trendwende festzustellen und die letzten Spiele wurden alle gewonnen.
Seit acht Jahren sind die Urner en suite in der zweithöchsten Liga des SHV anzutreffen. Häufig wurden Junioren aus dem eigenen Verein in die erste Mannschaft integriert. Das Team von Trainer Mirko Funke besteht aus einer ausgewogenen Mischung von jungen, ambitionierten Spielern und einigen Routiniers, die schon seit Jahren den Stamm der Mannschaft bilden.
Den gleichen Start wie die Innerschweizer erwischten die Arboner. Zuerst verlor man drei Spiele, doch seither konnte man das Spielfeld immer als Sieger verlassen. Die Mannschaft kämpft motiviert und zeigte, dass sie über die ganze Spieldauer ein hohes Tempo mithalten kann.
Auf Grund dieser Ausgangslage ist eine ausgeglichene Partie zu erwarten. Die Thurgauer hoffen natürlich, dass ihr Hoch anhält und sie mit zwei weiteren Punkten in die Ostschweiz zurückkehren.
KTV Wil bleibt ungeschlagen
(14. Oktober 09)
Der KTV Wil bleibt in der 2.Liga der Handballer ungeschlagen. Mit dem 28:21 (12:15) gegen Arbon schafften die Aebtestädter im dritten Spiel den dritten Sieg.
Doch die Thurgauer hatten über weiter Strecken der Partie geführt und mussten sich den Wilern erst in der Schlussphase beugen. Wil bekundete gegen die jungen, quirligen und schnell agierenden Arboner sehr viel Mühe und konnten erst nach 45 Minuten erstmals ausgleichen. In den letzten zehn Minuten gelang den Gastgebern lediglich noch ein Treffer, wogegen die Wiler, die in Simon Steiner mit seinen 11 Treffern (davon 9 Penaltys) ihren besten Werfer hatten, auf ihren sichern dritten Sieg zuspielen und sich so in der Gruppe 1 auf den 2. Platz verbessern.
In der Gruppe 2 hat sich die SG Pfadi/Yellow Winterthur mit dem 37:24-Erfolg gegen KJS Schaffhausen auf den zweiten Platz gesteigert. Die Spitzenposition nimmt nach dem 27:21 gegen Andelfingen die SG Gelbschwarz/Kadetten Schaffhausen verlustpunktlos ein. Der dritte Saisonsieg der Schaffhauser war allerdings nicht sehr überzeugend, fiel der Erfolg im Vergleich zum ausgeglichenen Spielverlauf doch eher zu deutlich aus.
Bei den Frauen hat Arbon mit seinem dritten Saisonsieg und dem 28:21 gegen Kreuzlingen seinen zweiten Platz hinter Yellow/Pfadi Winterthur gefestigt. (fb.)
Starke Partner: Ochsner Sport und HSC Kreuzlingen
(13. Oktober 09)
Der 1.-Liga-Club HSC Kreuzlingen hat einen neuen Ausrüster. Ochsner Sport, das moderne und grossflächige Fachgeschäft im Einkaufszentrum Karussell, und die erfolgreichen Handballer sind eine mehrjährige Partnerschaft eingegangen. Daniel Tschopp, Kreuzlinger Filialleiter des Marktführers im Schweizer Sportfachhandel, und HSCK-Präsident Patrick Müller haben kürzlich das Vertragswerk unterzeichnet. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit diesem erfolgreichen Club, der in den letzten Jahren mit grossem Engagment vieles bewegen und sich bei den Männern in der interregionalen Spielklasse etablieren konnte,“ betont Tschopp. Glücklich über den neuen Ausrüster zeigen sich auch die Handballer: „Beratung und Service sind bei Ochsner Sport in Kreuzlingen absolut top,“ so Marketingchef Stephan Wicki. Wie alle der 80 Filialen in sämtlichen Regionen der Schweiz verfügt auch die Kreuzlinger Filiale im Untergeschoss des EKZ Karussell über ein breites Sortiment an Markensportartikeln für Freizeit sowie Hobby- und Leistungssportler. „Starke Marken zu starken Preisen!“, so lautet das Credo von Ochsner Sport. (mru)
von links nach rechts: Jenny Egger und Daniel Tschopp (Ochsner Sport), Patrick Müller und Stephan Wicki (HSC Kreuzlingen)
Kreuzlingen verspielt Leaderposition in Schlussminuten
(12. Oktober 09)
Der HSC Kreuzlingen hat am Sonntag die grosse Chance vergeben, die Leaderposition in der 1.-Liga-Gruppe 1 zu übernehmen. Das Team von Roger Bertschinger kassierte mit dem 26:27 in Uster eine völlig unnötige Niederlage. Einmal mehr wurde ihm die ungenügende Chancenauswertung und die latente Penaltyschwäche zum Verhängnis.
Gastgeber Uster war vor 250 Zuschauern zwar ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger. Während die Zürcher nahezu das Optimum aus ihrem Potenzial heraus holten, blieben (zu) viele Kreuzlinger Feldspieler wie schon bei der Cupniederlage gegen Dietikon-Urdorf deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Dabei starteten die Thurgauer durchaus vielversprechend. Mit herrlichen Kreistoren von Mario Bader legten sie immer wieder vor. Weil der HSCK danach aber gleich drei (!) hochprozentige Chancen in Serie ausliess, konnte das sehr junge Ustemer Team den Anschluss halten. Die ungenügenden Effizienz (zwei Penalties und drei Gegenstösse verschossen) wirkte sich aus Kreuzlinger Sicht besonders in der Schlussphase dieser ersten Halbzeit negativ aus. Uster setzte in den letzten fünf Minuten zu einem starken Finish an. Vom 12:12 zogen die Zürcher, angeführt von den abschlussstarken Kevin Jud, Roman Grimm und Benjamin Flüglister, noch bis auf 17:13 weg.
Positive Reaktion HSCK-Trainer Roger Bertschinger war in der Pause zum Handeln gezwungen. Er beliess den ausser Form geratenen Ungarn Gabor Fülöp in der 2. Halbzeit auf der Bank und beorderte auch auf den Positionen einige Umstellungen. Obschon Uster in Unterzahl gleich auf 18:13 erhöhen konnte, lief das Kreuzlinger nun wesentlich besser. Mit einer soliden Abwehrarbeit als Basis, kamen sie dank vier Toren innerhalb von drei Minuten auf 18:17 heran. Die Einheimischen bekundeten nun vor allem mit der offensiveren Deckung des HSCK grosse Mühe. In der 45. Minute gingen die Thurgauer mit dem 21:20 erstmals seit dem 3:2 (4.) wieder in Führung. Jetzt schienen sie ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht werden zu können. Nach dem Penaltytreffer von Dominique Baumann zum 25:22 und anschliessender Überzahl waren sämtliche Vorteile auf Kreuzlinger Seite. Aber Uster kämpfte, während den Kreuzlingern wieder Fehler über Fehler unterliefen. In Unterzahl kamen die Gastgeber auf 24:25 heran und witterten nochmals ihre Chance. Dank zwei Toren in Folge lag Uster beim letzten Time-out 40 Sekunden vor Schluss sogar mit 27:26 vorne.
Wenig später kassierten es eine Zweiminutenstrafe und Kreuzlingen besass einen letzten Angriff, zumindest noch einen Punkt ins Trockene zu bringen. Und das Unentschieden schien auch Tatsache zu werden, als Baumann in der allerletzten Sekunde am Kreis gefoult wurde. Der Captain übernahm die Verantwortung gleich selbst, zeigte aber Nerven, und setzten den Ball vom Penaltypunkt mit einem Heber über die Querlatte.
Von 2 auf 3 In der Tabelle ist der HSC Kreuzlingen durch diese Niederlage vom zweiten auf den dritten Platz zurückgefallen, während Uster mit einem Spiel mehr punktemässig zu den Thurgauern aufschliessen konnte. Am nächsten Sonntag steht für den HSCK erneut ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Um 18.30 Uhr treffen sie im Zentrum Urdorf auf ihren Cup-Bezwinger und NLB-Absteiger HC Dietikon-Urdorf. Nach der Niederlage in Uster steht das Team von Roger Bertschinger nun unter Zugzwang. (mru)
TV Uster – HSC Kreuzlingen 27:26 (17:13) Sportzentrum Buchholz. – 250 Zuschauer. – SR Kamber/Meili. Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Uster, 7-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen. Uster: Schnider (ab 22. Schärer); Mock, Ch. Grimm, R. Grimm (4), Radeck (2), Jud (10/4), Maag, Flessati, T. Füglister (2), Cajochen (2), Vernier, B. Füglister (6), Bleuler (1), Wyler. – Trainer: Walter Flessati. Kreuzlingen: Huber (Lesko, 28.-30. und für 2 Penalties); Bader (3), Fülöp, Urbanke, Briegmann (4), Fehr (6/1), Thoma (1), Gacsalyi, Hallauer, Baumann (2/1), Pfeiffer (5), Zeuske (5), Runge. – Trainer: Roger Bertschinger. Bemerkungen: Verschossene Penalties: Pfiffner (5./2:3), Fehr (25./13:12), Jud (56./24:25), Baumann (60./27:26). – Kreuzlingen ohne Obert und Allenspach (beide überzählig), Urbanke und Gacsalyi nicht eingesetzt. Beste Spieler: Jud und Huber. Nächste Spiele: Dietikon-Urdorf – Kreuzlingen (So, 18.10., 18.30 Uhr), Kreuzlingen – Wädenswil (Sa, 24.10., 18.15 Uhr).
Romanshorn siegt dank starker zweiter Halbzeit
(12. Oktober 09)
Der HC Romanshorn gewinnt das 1.-Liga-Auswärtsspiel in Kloten mit 32:27 (14:19). In einer für diese Saison untypischen Partie machen die Thurgauer in den zweiten dreissig Minuten einen 5-Tore-Rückstand wett.
Nach den ersten Runden der 1. Liga-Meisterschaft scheint klar, dass diese Saison einen sehr ausgeglichenen Verlauf nehmen dürfte. Da jeder jeden schlagen kann, ist es wichtig, nicht schon zu Beginn den Anschluss zu verlieren. Nach zwei verlorenen Spielen hatten sich die
Romanshorner deshalb für den Match gegen die Zürcher viel vorgenommen, wollten sie doch den Kontakt zum Mittelfeld nicht verlieren. Schon nach fünf Minuten sah sich HCR-Trainer Vulovic allerdings gezwungen, sein Time-Out zu nehmen. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt nach einem miserablen Start bereits mit 1:5 zurück. Der Unterbruch bremste die Klotener zwar etwas, die Gäste fanden vorerst jedoch noch kein Mittel gegen die beiden Rückraum-Shooter Högger und El Nashar. Immer wieder vermochten diese beiden einfache Treffer aus der Distanz zu erzielen. Die Tore von Stürzinger verhinderten es zu Beginn, dass Romanshorn entscheidend an Boden verlor. Erst als Vulovic eine offensivere Deckung anordnete, reduzierten die Gäste den Rückstand ein erstes Mal. Die Massnahme fruchtete allerdings nicht nachhaltig und Kloten zog bis zur Pause wieder auf fünf Tore davon.
In der zweiten Halbzeit wirkten die Romanshorner wie ausgewechselt. Tor um Tor holten sie auf. Das Heimteam bekundete mit der immer kompakter werdenden Romanshorner Verteidigung zusehends Mühe. Topscorer Högger wurde komplett neutralisiert. Zudem steigerte sich Buff im Tor von Minute zu Minute, was auch dazu führte, dass die Thurgauer nun vermehrt zu einfachen Gegenstosstoren kamen. Mitte der zweiten Halbzeit glich der HCR aus. In der Folge resistierten die Zürcher noch einige Minuten, bevor die Vulovic-Truppe davonzog und sich den Sieg nicht mehr nehmen liess. Torwart Buff war nach dem Spiel vor allem mit dem Kampfgeist seiner Mitspieler zufrieden: "Zu Beginn erreichte kein Spieler sein normales Niveau. Nach der Pause fanden wir über den Kampf zurück ins Spiel und zum Schluss legte unser Team auch die nötige Winnermentalität an den Tag."
Durch diesen Sieg verschafft sich der HC Romanshorn etwas Luft nach unten. Obwohl zurzeit noch alle Mannschaften nahe beisammen liegen und die Tabelle noch nicht allzu aussagekräftig ist, wissen sich die Romanshorner auf dem richtigen Weg in Richtung eines Mittelfeldplatzes. Am Sonntag schlossen die Thurgauer dann ein durchwegs positives Wochenende mit dem 32:21-Sieg im Schweizer Cup gegen den 2. Ligisten Fribourg ab.
Höhenflug des HC Arbon in der NLB dauert an
(11. Oktober 09)
Arbon verteidigt den vierten Tabellenrang in einem intensiv geführten NLB-Spiel. Das zweitplatzierte Steffisburg lag während des gesamten Spiels nie in Front und unterlag am Ende 31:34 (13:18).
Es war Bärtschi, der bereits den ersten Angriff der Arboner mit einem platzierten Sprungwurf verwertete. Beide Mannschaften spielten sofort einen hohen Rhythmus. Steffisburg konnte bis zum Vier zu Vier nach sieben Minuten stets ausgleichen, eine Führung gelang den Bernern jedoch während dem ganzen Match nie. Die 6:0-Verteidigung der Thurgauer bewährte sich einmal mehr, und Hönisch im Tor präsentierte sich in glänzender Form. Bei den Berner Oberländern überzeugte zu Beginn besonders von Allmen im Abschluss. Trotzdem lagen die Gäste bis zur zwölften Minute mit vier Toren zurück. Trainer Rolf Flury verlangte von seinem Team ein anderes Spiel und nahm sein Time-out. Zimmermann wechselte für den noch etwas unglücklich agierenden Gugger ins Tor, und ein Aufbauer der Einheimischen wurde kurz gedeckt. Dank einer überzeugenden Leistung der gesamten Mannschaft konnten die Arboner den Vorsprung auf sieben Tore erhöhen. Erst in den letzten Minuten vor der Pause liess die Kraft etwas nach, zwei Zeitstrafen waren die Folge. Die Berner nützten dies und reduzierten den Rückstand bis auf fünf Tore.
Heimstärke zurück
In der zweiten Hälfte stand bei den Gästen wieder Gugger zwischen den Pfosten. Beide Mannschaften steigerten das Tempo gegenüber den ersten 30 Minuten nochmals. Gugger war jetzt der bessere Rückhalt für sein Team. Arbon erzielte daher bis zur vierzigsten Minute lediglich zwei Tore, und Steffisburg verkürzte den Rückstand kontinuierlich. Das Spiel wurde zunehmend hektischer, die Fehler häuften sich auf beiden Seiten. Arbon kassierte öfters Zeitstrafen, und die Berner konnten sich mehrmals nur mit Fouls helfen, die mit Penaltys geahndet wurden. Erstmals in dieser Saison ein Vorteil für die Thurgauer, verwertete doch Ph. Näf alle Würfe vom Siebenmeterpunkt aus. Arbon hielt dem grösser werdenden Druck stand. Dank Toren von Bärtschi und N. Fröhlich, der am Kreis eine gute Figur machte, wurde das Skore wieder verbessert.
Spannung bis zum Schluss
Die letzten Spielminuten lebten von der Spannung. 80 Sekunden vor dem Abpfiff erneut eine Zeitstrafe gegen Arbon. Steffisburg antwortete mit einer Manndeckung und konnte sofort einen Treffer erzielen. Für die abschliessenden Sekunden spielten die Arboner wegen einer weiteren Strafe nur noch mit vier Feldspielern. Höhener der vom Tor auf das Spielfeld vordrang, überraschte alle. Mit einem Gegenstoss liess er seinem Antipoden keine Chance. Das in letzter Sekunde erzielte Tor der Gäste hatte keinen Einfluss mehr.
Der HCA zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, hielt über das ganze Spiel mit und hat verdient zwei Punkte gewonnen. Am nächsten Samstag reisen die Arboner in die Innerschweiz zum KTV Altdorf. Die Urner siegten in Stans und haben gleich viele Verlustpunkte wie die Thurgauer. Spielbeginn um 18.00 Uhr in der Sporthalle Feldli.
Wörtlich:
Nils Fröhlich resümiert: Wir haben uns seriös auf dieses Spiel vorbereitet und wussten dank der Videoaufzeichnung was uns erwartet. Wir gewannen aus der Abwehr heraus, die einmal mehr hervorragend mit Ole im Tor harmonisierte. Zum Saisonverlauf meint er: Es läuft besser als erwartet. Wir mussten uns zuerst an das höhere Niveau in der NLB gewöhnen. Jetzt können wir bereits mitspielen. (mgl)
HC Arbon – TV Steffisburg 34:31 (18:13)
Stacherholz. - 150 Zuschauer. - SR F. Jergen, M. Zaugg. Strafen: 9 mal 2 Minuten gegen Arbon, 3 mal 2 Minuten gegen Steffisburg Arbon: Hönisch (0-56), Höhener (56-60/1 Tor), Bärtschi (9), B. Fröhlich (3), N. Fröhlich (6), C. Näf, D. Näf, Ph. Näf (8/6), Neuenschwander (1), A. Stacher, (3) Tobler, Zülle (3). - Trainer: E. Koso Steffisburg: Gugger (0-12, 30-60), Zimmermann (12-30), Badertscher (6/2), Bleuer (3/1), Gehrig (4), Getzmann (3), Oltmanns, Rathgeb (1), Reusser, Schär (2/1), Scheer (6), Trachsel, von Allmen (6), Zwahlen. - Trainer: R. Flury.
Der TV Steffisburg als echter Prüfstein in der Stacherholzhalle
(9. Oktober 09)
Am Samstag reist der Tabellenzweite aus dem Berneroberland an den Bodensee. Nur gerade gegen Grauholz haben unsere Gäste einen Punkt verloren. In den übrigen Spielen siegten sie immer mit einem mehr oder weniger klaren Vorsprung.
Der TV Steffisburg kooperiert schon einige Zeit mit dem NLA-Verein Wacker Thun. Es ist daher nicht verwunderlich, dass R. Flury, der bei Wacker den Juniorenbereich koordiniert, gleichzeitig als Trainer der Steffisburger amtet.
Die Mannschaft wurde auf verschiedenen Positionen umgebaut. Wie die bisherigen Resultate zeigen, gelang dies problemlos.
Hinter einer kompakten 6:0-Verteidigung stehen schwierig zu bezwingende Torhüter. Die Torstatistik zeigt, dass die Defensive wirklich das Prunkstück der Berner ist. So liess man in der bisherigen Saison am wenigsten Gegentore in der NLB zu. Die Angriffe werden schnell und variantenreich ausgeführt. So überrascht es nicht, dass der TV oft mit Gegenstössen erfolgreich ist.
Die Liga ist allerdings ausgeglichener als erwartet. Zudem treffen in dieser Meisterschaftsrunde Teams aufeinander, die nur auf einen Ausrutscher der Thurgauer warten. Arbon benötigt also weitere Punkte. Sechs Zähler aus den letzten drei Spielen dürften unserer jungen Mannschaft ein gewisses Selbstvertrauen geben. Vielleicht gelingt gegen Steffisburg eine Überraschung. Dafür sind über das ganze Spiel volle Konzentration und voller Einsatz nötig.
Die Arboner wollen ihrem Anhang sicher ein attraktives Spiel zeigen. Bisher waren die Zuschauer eine wertvolle Unterstützung unseres Teams. Gerade gegen eine Mannschaft von der Tabellenspitze ist diese doppelt nötig.
Hopp Arbon!
HC Arbon – TV Steffisburg, Sporthalle Stacherholz, Sa 10. 10. 09 17.00Uhr.
HSC Kreuzlingen im Cup ausgeschieden
(8. Oktober 09)
Mehr an sich selbst als am Gegner ist der HSC Kreuzlingen im Schweizer Cup 2009/10 gescheitert. Gegen den NLB-Absteiger HC Dietikon-Urdorf unterlag das Team von Roger Bertschinger schlussendlich klar mit 22:31 (15:14). Vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit muss die Veranwortlichen nachdenklich stimmen.
Im ersten von drei Saisonduellen mit dem Gruppengegner Dietikon-Urdorf wurde höchst mittelmässige 1.-Liga-Kost serviert. Beide Teams hinterliessen keinen allzu souveränen Eindruck. Den Kreuzlingern wurde wie schon bei der einzigen Meisterschaftsniederlage gegen Frauenfeld die schlechte Chancenauswertung zum Verhängnis. In den ersten 30 Minuten vermochten sie dieses Manko dank eines starken Schlussspurtes vom 7:11 (24.) zum 15:14-Pausenstand noch zu kaschieren.
Trugschluss Und als sie gleich nach dem Seitenwechsel in Überzahl auf 17:14 erhöhten, schienen sie doch noch auf die Erfolgsstrasse einzubiegen. In den restlichen 27 Minuten passte offensiv dann allerdings fast gar nichts mehr zusammen. Dietikon-Urdorf musste nicht einmal über sich hinauswachsen, um das Spiel mit fünf Treffern in Serie zu kehren. In 14 Minuten gelang den sehr fehleranfälligen Kreuzlingern, bei denen mehrere Spieler deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben, nur gerade ein Tor. Wer wie in Halbzeit 1 wieder auf einen Endspurt des HSCK gehofft hatte, wurde enttäuscht. Zehn Minuten vor Schluss lag Dietikon-Urdorf beim Stand von 20:24 durchaus noch in Reichweite. Doch die Rot-Weissen schienen nicht mehr an sich und eine Wende zu glauben. So setzten die Zürcher in der Endphase fast ohne Gegenwehr zur Kür an. Imhof mit vier Treffern in Serie zum 21:28 entschied die Partie dabei praktisch im Alleingang.
Analyse nötig
Nach drei 1.-Liga-Meisterschaftssiegen in Folge sind die Kreuzlinger im Cup wieder auf den Boden der Realität zurück geholt worden. Zu überdenken haben die Verantwortlichen insbesondere die Chancenauswertung. In der zweiten Halbzeit erzielten die Rot-Weissen gerademal noch sieben Tore. Und bei einigen Spielern muss auch die konditionelle Verfassung und die Einsatzbereitschaft analysiert werden.
Bereits am nächsten Sonntag folgt die Chance zur Rehabilitation, wenn um 16 Uhr das schwere Auswärtsspiel gegen den heimstarken TV Uster auf dem Programm steht. (mru)
Cup-Heimspiel gegen Ligakonkurrenten (06. Oktober 09)
Im Schweizer Cup 2009/2010 trifft der HSC Kreuzlingen heute Mittwoch im Duell zweier Erstligisten auf den HC Dietikon-Urdorf. Die Zürcher sind im Frühjahr aus der Nationalliga B abgestiegen und werden in dieser Saison wieder dem Favoritenkreis der 1.-Liga-Gruppe 1 zugeordnet. Der Saisonauftakt verlief allerdings etwas harzig. Nach drei Runden steht Dietikon-Urdorf mit zwei Siegen und bereits einer Niederlage zu Buche. Verlustpunktmässig sind die Zürcher damit auf Augenhöhe mit den Kreuzlingern, welche bereits eine Partie mehr ausgetragen haben und mit 6:2 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Es darf also ein gutklassiges und spannendes Cupduell erwartet werden, welches um 20.30 Uhr im Sportzentrum Egelsee angepfiffen wird. Bei den Gastgebern bestreitet Routinier Dominque Baumann nach überstandener Handverletzung sein Saisondebüt.
SC Frauenfeld verbessert sich auf Rang 3
(6. Oktober 09)
In der 1.-Liga-Gruppe auf den dritten Platz hat sicher der SC Frauenfeld dank dem 25:22 (17:12) gegen die SG Bruggen/Fides verbessert. Vor dem Aufsteiger liegen nur noch Wohlen und Kreuzlingen.
Die Thurgauer gefielen mit einer schnellen Angriffsauslösung, die ihnen bis zur 16. Minute eine 9:5-Führung einbrachte. Nach einem Timeout stellten sich die St. Galler jedoch besser ein und kamen bis zum 11:10 heran. Doch Frauenfelds Torhüter Andreas Schäfli brachte sein Team mit sehr guten Abwehraktionen wieder ins Spiel zurück. Nach dem Fünftorerückstand zur Pause schienen die Gäste nicht mehr an einen Erfolg zu glauben, womit sie auf dem zweitletzten Platz verbleiben.
Mit dem 25:25 gegen Kloten sicherten sich Appenzells 1.Liga-Handballer im vierten Spiel ihren dritten Punkt. Doch glücklich machte sie dieser Zähler nicht, denn zehn Sekunden vor dem Spielende führten sie noch 25:24. Da kamen die Zürcher zu einem Freiwurf. Nach einem Pass spielten sie den Ball weiter auf die linke Aussenposition, wo der 17jährige Klotener Junior Fabian Siegrist den Ball im Freiflug annahm und im Fallen dem Appenzeller Torhüter zwischen den Beinen hindurch zum 25:25-Schlussergebnis ins Tor spedierte. Doch über die gesamte Spielzeit hinweg konnten die Appenzeller mit dem Punkt auch wieder zufrieden sein, denn in der ersten Halbzeit hatten sie 10:16 im Rückstand gelegen. Angeführt von den siebenfachen Torschützen Rolf Erdin und Roman Künzler hatten die Innerrhödler jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit eine sehr starke Phase, als sie die Partie vom 14:20 zum 24:22 wendeten. Mit ihren drei Punkten verbleiben die Appenzeller im Schlussdrittel der Rangliste. (fb.)
Wittenbach verliert gegen den Leader
(6. Oktober 09)
Der KTV Wil und Yellow Winterthur 2 bleiben im 2.-Liga-Handball ohne Punktverlust.
Die Zürcher mussten als Leader gegen die Wittenbacher allerdings hart kämpfen, ehe ihr 33:29 (17:18)-Sieg feststand. Bis zum 27:27 waren die St. Galler durchaus ein ebenbürtiger Gegner gewesen. In der Schlussphase entschied Yellow die Partie jedoch dank seiner deutlich besseren Rückraumspieler zu seinen Gunsten. Hinter den Winterthurern hat Flawil mit dem 32:30 gegen Arbon den zweiten Platz behauptet. Auf den dritten Rang der Gruppe 1 hat sich der KTV Wil dank dem 25:18 gegen den BSC Goldach verbessert. Die Wiler zeigten gegen den letztjährigen Tabellenzweiten eine solide Leistung und standen kaum in Gefahr, die ersten Punkte der Saison abgeben zu müssen. Dabei konnten sich die Gastgeber vor allem auf Steven Rudari, der insgesamt zehn Tore warf, und den achtfachen Torschützen Philipp Leppla verlassen. Gut agierten die Wiler aber auch in der Defensive, womit ihr Sieg schliesslich auf einer kompakten Teamleistung fusste.
Im vierten Spiel bezog der HSC Kreuzlingen mit dem 16:25 gegen die SG Pfadi/Yellow Winterthur auch seine vierte Niederlage.
Bei den Frauen in der 2. Liga bleibt die SG Yellow/Pfadi nach dem 33:22 gegen den BSC Goldach ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. In der Anfangsphase hatten die Goldacherinnen noch mithalten können, gar mit zwei Treffern geführt und bis zum 9:9 das Geschehen offen gehalten. Doch dann setzte sich die reifere Spielanlage doch zum deutlichen Schlussergebnis durch. Dank dem 36:14- Kantersieg gegen Amriswil hat sich Arbon auf den zweiten Platz verbessert. Die Arbonerinnen waren im Derby von Beginn weg bestimmend und lagen stets vorne. Sie gefielen mit einem schnellen Offensivspiel und einer geschickten Angriffsauslösung, wogegen Amriswil sehr fehlerhaft agierte. (fb.)
SC Frauenfeld erringt ersten Heimsieg
(2. Oktober 09)
Der SC Frauenfeld 1 gewinnt in der 1. Liga nach einer starken ersten Halbzeit verdient mit 25:22 (17:12) gegen die SG Bruggen/Fides und sichert sich so die ersten Punkte bei einem Heimspiel.
Die Partie schien zu Beginn ausgeglichen. Die SG Bruggen/Fides liess nach wenigen Minuten den Frauenfelder Topskorer Mathis eng decken. Dadurch fand vor allem Hasanovic mehr Platz vor, um sich zu entfalten. Zudem konnte sich der SCF in den ersten 15 Spielminuten durch seine schnellen Angriffsauslösungen zahlreiche Torchancen erspielen. Bis zum Timeout der St. Galler in der 16. Spielminute führten die Frauenfelder mit 9:5. Bruggen/Fides fand anschliessend besser ins Spiel und konnte bis zur 21. Minute auf 11:10 verkürzen. Doch durch eine verbesserte Verteidigungsarbeit, zahlreichen sensationellen Paraden des Thurgauer Torwarts A. Schäfli und erfolgreichen Torabschlüssen bauten die Platzherren ihren Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 aus.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit liessen die Thurgauer viele Chancen ungenützt. Doch da die Thurgauer Verteidigung solide arbeitete und zudem die Torhüter unzählige gute Paraden zeigten (Odermatt vereitelte 3 Penalties!) vermochte die Spielgemeinschaft Bruggen/Fides keinen entscheidenden Profit daraus zu ziehen. Auch nach vier Zweiminutenstrafen gegen den SCF innerhalb kurzer Spieldauer blieben die Frauenfelder in Führung. Bei den St. Gallern schien in den letzten Minuten der Glaube an einen Punktgewinn gewichen zu sein, so dass die Frauenfeld den Sieg souverän über die Zeit spielen konnten.
Die gute Leistung der Frauenfelder war hocherfreulich, da sie bereits am Mittwoch – und somit unmittelbar einen Tag vor dem Heimspiel gegen die SG Bruggen/Fides – im Schweizer Cup gegen Uster auswärts mit 24:23 gewinnen und in die 1. Hauptrunde vorstossen konnten. So erreichten die Frauenfelder in sechs Tagen zwei Siege und ein Unentschieden.
Das Fanionteam des SCF hat nun zwei spielfreie Wochenenden und greift erst am 24. Oktober mit dem nächsten Heimspiel gegen den HC Dietikon-Urdorf wieder in die Meisterschaft ein.
SC Frauenfeld 1 – SG Bruggen/Fides 1 25:22 (17:12) Frauenfeld, Rüegerholz: 200 Zuschauer SC Frauenfeld: A. Schäfli, Odermatt; Frei (5), Hasanovic (5), Haussener, Ch. Hug, Kunz (2), Mathis (6/1), Ries (1), Rohner, F. Schäfli (1), Sutter (1), C. Tschirren (4), M. Tschirren. Nicht aufgeboten: Fehr (verletzt), N. Hug (verletzt), Iacopetta (überzählig), Keller (überzählig). Bermerkungen: Haussener in der 28. Minuten nach einen ungestraften Ellbogencheck Grimms verletzt ausgeschieden.
NLB-Aufsteiger HC Arbon mit drittem Sieg in Serie (30. September 09)
Die Handballer des HC Arbon sind definitiv in der Nationalliga B angekommen. Gestern kamen sie bei den SG Kadetten Espoirs GS Schaffhausen bereits zum dritten Sieg in Serie. In einer bis zum Schluss spannenden Begegnung setzten sich die Oberthurgauer mit 28:24 (12:9) durch. Damit schoben sich die Arboner mit 6 Punkten aus 6 Partien vorübergehend auf den 4. Tabellenrang vor.
Da Trainer Enver Koso abwesend war, sass bei den Thurgauern für einmal Reto Stark als Verantwortlicher auf der Auswechselbank. Die beiden Mannschaften spielten sofort nach dem Anpfiff beherzt auf. Die vorhandenen Chancen wurden jedoch noch zuwenig genutzt. Der Ball landete öfters neben dem Gehäuse, oder die beiden Torhüter zeichneten sich aus. Schaffhausens Trainer war mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden und verlangte bereits nach acht Minuten beim Stande von 2:1 das erste Time-out. Danach verbesserte sich die Effizienz der beiden Mannschaften im Angriff merklich. Dank einem präzis abgeschlossenen Sprungwurf von B. Fröhlich lagen die Oberthurgauer erstmals in Führung. Umgehend glichen die Munotstätter das Skore wieder aus. Dies gelang ihnen im ganzen Spiel achtmal, einen Vorsprung konnten sie jedoch nie mehr für sich beanspruchen. Im Angriff der Espoirs war Malencic mit harten Würfen unwiderstehlich und konnte am erfolgreichen Abschluss kaum gehindert werden. Erst nach einer von Reto Stark angeordneten kurzen Deckung wurde seine Durchschlagskraft eingeschränkt. Die Arboner Offensive wurde stärker und bezwang den gut disponierten Hügli bis zur Pause von fast jeder Positionen aus.
Spannung bis zum Schluss Nach der Pause konnten die Thurgauer ihren Dreitore Vorsprung vorerst halten. Malencic wurde auch während der zweiten Spielhälfte kurz gedeckt. Beide Mannschaften kämpften mit grossem Engagement. Es war daher nicht verwunderlich, dass die Schiedsrichter in den letzten zwanzig Minuten neun Zweiminutenstrafen aussprechen mussten. Der Vorsprung des HCA blieb weiterhin knapp und die Espoirs glichen in der 45. Minute letztmals aus. Das Spiel drohte zu kippen. Mit einem besseren Ausnützen der Chancen vom Penaltypunkt aus hätten die Arboner das Spiel vorzeitig für sich entschieden. So war es ein solid agierender Hönisch, der seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt gab. Er vereitelte mit herrlichen Paraden, dass die Schaffhauser die Führung nochmals für sich beanspruchen konnten. Die Thurgauer waren in den Schlussminuten das bessere Team und erspielten sich jetzt einen klaren Vorsprung.
Ein glücklicher Elias Neuenschwander meint nach dem Schlusspfiff: „Das war eine tolle Mannschaftsleistung. Wir haben gut gekämpft und vor allem die jungen Spieler haben einen grossen Anteil am Sieg. Wir haben kleverer gespielt als die Kadetten. Zudem zeigte Ole Hönisch einmal mehr eine Topleistung.“
Heimspiel gegen Tabellenzweiten
Beim nächsten Match der Arboner sind am 10. Oktober die derzeit an zweiter Stelle liegenden Berner Oberländer vom TV Steffisburg Gast in der Stacherholzhalle.
SG Kadetten Espoirs GS SH - HC Arbon24:28 (9:12) Schweizersbild. – 60 Zuschauer. - SR: D. Baumann, G. Cristallo. Kadetten Espoirs: Hügli (ab 50. Meier); Cvijetic, Erni, Hartmann (3), Kubli, Malencic (7/2), Merki (4), Miletic, F. Müller, S. Müller (3), Radomir (1/1), Ryhiner (3), Schudel (3). - Trainer: M. Suter Arbon: Hönisch (Höhener); Bärtschi (4), B. Fröhlich (6), N. Fröhlich (3), C. Näf, D. Näf, Ph. Näf (6), Neuenschwander (1), Pendic (4/1), A. Stacher (3), Tobler, Yoon, Zülle. – Coach: Reto Stark (Trainer Koso abwesend).
HC Arbon erneut auswärts
(29. September 09)
Wieder gegen ein Team der vorderen NLB-Tabellenhälfte. Am Dienstagabend werden die Thurgauer in der Sporthalle Schweizersbild in Schaffhausen von der SG Kadetten Espoires GS SH erwartet.
Der Schaffhauser Trainer Michael Suter formierte um die Routiniers Ryhiner und Radomir ein junges Team, das er als Talentschuppen bezeichnet. Im Tor der Espoirs steht mit Martin Hügli ein weiterer erfahrener Spieler, der nicht so leicht zu bezwingen ist. Mit dieser Mannschaft will man den Nachwuchs fördern und an ein höheres Spielniveau heranführen. Zudem sind zwei Spieler der Espoirs für das Kader der Schweiz U21 qualifiziert.
Die Munotstätter hatten fast das gleiche Startprogramm wie der HC Horgen, gegen den die Arboner am Samstag ja ihren zweiten Saisonsieg feierten. Die Espoirs gewannen wie die Zürcher je zwei Punkte gegen Altdorf bzw. Grauholz und erzielten gegen den BSV Stans ebenfalls ein Unentschieden. Der Nachwuchs der Kadetten und der HC Horgen liegen im Übrigen auch in der Tabelle mit je 5 Punkten gleich hintereinander.
Auf Grund dieser Ausgangslage scheint die Aufgabe lösbar und ein Vollerfolg muss das Ziel sein. Zudem motiviert das Ergebnis vom Samstag und sollte weiteren Auftrieb geben. Am Zürichsee war der Arboner Anhang eine wertvolle Unterstützung unseres Teams. Es wäre schön, wenn etwas von diesem Spirit auch in Schaffhausen anzutreffen wäre. Hopp Arbon!
SG Kadetten Espoirs GS SH – HC Arbon, Schaffhausen Schweizersbild, Di 29. 09. 09 um 20.00 Uhr.
Dritter Sieg in Folge für Kreuzlinger 1.-Liga-Handballer
(28. September 09)
Mit dem dritten Erfolg in Serie hat der HSC Kreuzlingen seinen zweiten Tabellenplatz in der 1.-Liga-Gruppe 1 verteidigt. Beim 30:28 (16:13) siegten die Hafenstädter erstmals auswärts gegen die SG Bruggen/Fides St.Gallen.
Das am Ende mit dem 30:28 ein eher knappes Resultat auf der Anzeigetafel aufleuchtete, hatte vor allem damit zu tun, dass der Kreuzlinger Trainer Roger Bertschinger aufgrund der grossen Reserve (5-7 Tore) in der Schlussviertelstunde einige neue Varianten ausprobierte und munter wechselte. In der aktuellen Tabelle belegt der HSCK mit 6:2 Punkten den 2. Rang hinter dem verlustpunktlosen Leader Wohlen (8:0). Die Rangliste ist insofern noch nicht allzu aussagekräftig, da erst 5 von 12 Teams bereits 4 Partien absolviert haben. Zu bewahrheiten scheint sich aber die Prognose, dass die Teams leistungsmässig nahe beisammen liegen, jeweils die Tagesform entscheidet und deshalb jeder gegen jeden gewinnen kann. So hat nach nur vier Runden bereits jede Mannschaft mindestens einen Sieg auf ihrem Konto.
Cupeinsatz
In der Meisterschaft steht den Kreuzlingern ein spielfreies Wochenende bevor. Das nächste Punktespiel bestreiten sie am Sonntag, 11. Oktober, auswärts gegen den TV Uster. Zuvor steht ein Einsatz im Schweizer Cup auf dem Programm. Dabei empfangen die Rot-Weissen am Mittwoch, 7. Oktober, 20.30 Uhr, den NLB-Absteiger und Gruppengegner HC Dietikon-Urdorf. Bis dahin sollte zumindest Dominique Baumann nach seiner Handverletzung wieder einsatzbereit sein. Ob auch Sebastian Thoma schon wieder soweit von seiner Bänderverletzung genesen ist, dass er erstmals in dieser Saison eingesetzt werden kann, muss sich zeigen.
In Defensive die Basis gelegt
Gegen die SG Bruggen/Fides konnte der HSCK bis am Samstag noch nie auswärts gewinnen. Zumindest erwischten die Thurgauer diesmal den besseren Start. Mit einer guten Abwehrleistung und dem einmal mehr überragenden Keeper Stefan Huber als grossem Rückhalt konnten sie die starke St. Galler Offensive mehrheitlich kontrollieren. Die 16:13-Pausenführung verlieh Sicherheit und Selbstvertrauen zugleich. Und der Versuch, Rückraumspieler Marcel Briegmann als Aussen einzusetzen, verlief ebenfalls vielversprechend.
Nach der Pause machten die Kreuzlinger dann relativ schnell alles klar. Sie erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich, der sich dann bald einmal zwischen 4 und 7 Toren einpendelte. Vor allem Kreisläufer Mario Bader lief gegen seine ehemaligen Teamkollegen zur Höchstform auf und avancierte mit 9 Treffern zum besten Schützen des Tages. In Form schiesst sich nach Startschwierigkeiten auch Rückraumspieler Philipp Zeuske, der in St.Gallen sechsmal traf, einmal mehr als Marcel Briegmann. Schlussendlich brachte Kreuzlingen die beiden Punkte souveräner ins Trockene, als das 30:28-Schlussresultat glauben lässt.
SG Bruggen/Fides – Kreuzlingen 28:30 (13:16) Athletik-Zentrum St. Gallen. – 120 Zuschauer. – Sr. Brianza, Lämmler. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fides/Bruggen, 7mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen. Bruggen/Fides: Egli; Niedermann (1), Frick (4/1), Hörler (2), Seitz (2), Reichen (6), Braun (4), Alp (4/1), Wüthrich, Berger (4/1), Grawehr (1). Kreuzlingen: Huber (45.-55. Allenspach, 55.-60. Lesko); Bader (9), Fülöp (3), Urbanke, Briegmann (5), Fehr (4/2), Gacsalyi, Hallauer, Pfeiffer (2), Zeuske (6), Runge (1). Bemerkungen: Huber, Allenspach und Lasko halten je einen Penalty. – Kreuzlingen ohne Baumann und Thoma (beide verletzt).
SC Frauenfeld mit Punktgewinn
(28. September 09)
Erstliga-Aufsteiger SC Frauenfeld 1 sichert sich in einem spannenden Spiel gegen Kloten Handball 1 mit dem 24:24 (9:10) Unentschieden seinen dritten Punkt im dritten Spiel. Ein Sieg wurde durch eine schlechte Chancenauswertung vergeben.
In der ersten Halbzeit war der SCF klar tonangebend. Kloten spielte sich kaum Torchancen heraus und biss sich an der Frauenfelder Verteidigung die Zähne aus. So konnte der SCF aus einer stabilen Verteidigung heraus ihre Angriffswellen auslösen. Doch trotz baldiger 3-Toreführung (6:3) konnten die Thurgauer Kloten nicht entscheidend distanzieren. Durch unzählige ausgelassene Topchancen (mind. 8) bauten die Frauenfelder ihren Gegner wieder auf und liessen ihn bis zur Pause auf 9:10 verkürzen. Kloten seinerseits liess kaum eine Chance aus und hatte mit den neun erzielten Treffern beinahe eine perfekte Chancenauswertung.
Beide Mannschaften starteten schwungvoll in die zweite Hälfte. Nach 35 Spielminuten stand es bereits 14:15. In dieser Phase vermochten die Zürcher vermehrt ihre Kreisläufer in gute Abschlussposition zu bringen, da das Abwehrverhalten des SCF in der zweiten Halbzeit nachliess. Bis zum Spielende war das Spiel auf Messers schneide. So wechselte die Führung einige Male. Auch nach der Pause schien der SCF noch leichte Vorteile aufzuweisen, doch wie in der ersten Halbzeiten scheiterten die Thurgauer öfters am gegnerischen Torwart Tschumi. Sogar während einer Phase fünf Minuten vor Schluss, in welcher der SCF in doppelter Überzahl spielte, konnte er diese nicht zu einem Torerfolg ausnutzen. Wobei Kloten durch ein routiniertes Aufspielen 80 Sekunden davon im Angriff spielen konnte. Mit seinem zweitletzten Angriff ging Kloten mit 24:23 in Front. Da die Zürcher ihren letzten Angriff nicht mit einem Tor abschliessen konnten, hatten die Frauenfelder mit dem letzten Angriff noch die Möglichkeit mit einem Unentschieden zu mindest einen Punkt nach Hause zu retten. Mit seinem siebten persönlichen Treffer zwei Sekunden vor Schluss sicherte Mathis den Thurgauern das Unentschieden.
Der SCF spielte in der Defensive eine gute erste Halbzeit. Kloten schien ob der starken Verteidigungsarbeit des SCF im Angriff machtlos. Auch im Angriff konnten die Thurgauer Akzente setzten. Nur die Schussauswertung war bescheiden. So hätte der SCF in der ersten Halbzeit mit 16:9 führen können und den Match bereits vor der Pause vorentscheiden müssen. Letztlich müssen die Thurgauer froh sein, noch einen Punkt ergattert zu haben.